Der Jäger

von Marc Pain 
4,4 Sterne bei7 Bewertungen
Der Jäger
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Diana182s avatar

Spannender Thriller mit einem interessanten Ermittlerduo

romi89s avatar

Spannung total mit tiefen Einblicken in die Psyche der Charaktere

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Inhaltsangabe zu "Der Jäger"

Sie vertrauen ihm, sie glauben ihm, sie folgen ihm – bis in den Tod.

Er tötet Mädchen, junge Frauen und lässt ihre Körper spurlos verschwinden. Über ein Jahrzehnt lang schlägt er ungesühnt zu. Erst durch den Instinkt eines erfahrenen Ermittlers und dem Einfallsreichtum seines jungen Assistenten, kann der Täter allmählich eingekreist werden. Was ihm bleibt: Die Flucht nach vorn.

Ein spannender etwas anderer Kriminalroman. Der erste Fall für das Ermittlergespann Dunn&Kuhn aus Hamburg. Für Freunde der Kriminalliteratur und Liebhaber von packenden Thrillern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783947221004
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:JustTales Verlag
Erscheinungsdatum:01.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 4 Monaten
    Ein grausamer Mörder

    Wir erleben im Prolog, wie Caro von ihrem Freund Robert durch den Wald gejagt wird und der sie dann tötet. Der Täter ist erst 12 Jahre alt.

    Immer wieder verschwinden junge Mädchen spurlos. Dann machen sich Holger Kuhn und Christian Dunn auf die Jagd nach dem Mörder, der über zehn Jahre immer wieder zuschlägt. Was treibt ihn an?

    Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Von Anfang an packt einen die Geschichte und man will wissen, wie es wohl endet. Die Zeiten wechseln ständig zwischen 2003 und 2015.

    Holger Kuhn, der ehemalige Polizist, ist nun Privatermittler und hat sich damit einen Traum erfüllt. Trotzdem hat er noch gute Verbindungen zu den ehemaligen Kollegen. Er stellt den jungen Computer Freak Christian Dunn ein. Gemeinsam machen sie sich daran, eine lang zurückliegende Mordserie aufzuklären. Es ist ein ziemlich unterschiedliches Ermittler-Duo. Holger war als Ermittler erfolgreich, bevor er sich selbständig machte. Christian kennt sich mit Computern aus und nutzt auch die nicht legalen Wege, um Informationen aus dem Netz zu bekommen. Auch wenn sie sehr verschieden sind, sind sie doch bei auf ihre Art sympathisch. Sie gehen ungewöhnliche Wege, um dem Täter näher zu kommen, und ahnen nicht, wie nahe sie ihm schon sind.

    Auch den Täter lernen wir immer mehr kennen. Er ist intelligent und grausam, aber auch traumatisiert durch etwas in der Vergangenheit.

    Zwischendurch gab es meiner Meinung nach einige Längen, aber im letzten Drittel zieht die Spannung dann an. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und würde mich auf einen weiteren Fall mit Kuhn und Dunn freuen.

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    Boockaholic_Anes avatar
    Boockaholic_Anevor 5 Monaten
    5 Sterne

    Klappentext:

    Sie vertrauen ihm, sie glauben ihm, sie folgen ihm – bis in den Tod.

    Er tötet Mädchen, junge Frauen und lässt ihre Körper spurlos verschwinden. Über ein Jahrzehnt lang schlägt er ungesühnt zu. Erst durch den Instinkt eines erfahrenen Ermittlers und dem Einfallsreichtum seines jungen Assistenten, kann der Täter allmählich eingekreist werden. Was ihm bleibt: Die Flucht nach vorn.

    Ein spannender etwas anderer Kriminalroman . Der erste Fall für das Ermittlergespann Dunn&Kuhn aus Hamburg . Für Freunde der Kriminalliteratur und Liebhaber von packenden Thrillern.

    Meine Rezension:

    Ich möchte mich heute bei Marc Pain und dem JustTales Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

    Christian Dunn großer Computer Freak nimmt einen Job Angebot vom Mordermittler Holger Kuhn an. Holger Kuhn ist im Aufklären von Tötungsdelikten eine Ikone. Nach langer Zeit verwirklicht Holger Kuhn seinen größten Traum und wird Privatermittler. Er möchte eine eigene Detektei mit festen Team. Leider ist er nach wie vor auf die Unterstützung des Kommissariats angewiesen. Zusammen machen sie sich auf die Spur des Jägers der Junge Frauen ermordet. Wer ist der Jäger? Wird Holger Kuhn auch diese Mordreihe aufdecken? Oder ist der Jäger eine Stufe zu hoch für Holger?

    Ich war gefesselt von „Der Jäger“ von Marc Pain. In einem Rausch hatte in Marc Pains Buch durchgelesen. Er schreibt mit so viel Kreativität das, das Lesen angenehm macht, aber auch einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Ich liebe gute Thriller und „Der Jäger“ ist definitiv auch ein davon. Würde ich „Der Jäger“ von Marc Pain weiterempfehlen? Absolut jedem der Thriller liebt. Ich freue mich schon jetzt bald wider was von Marc Pain zu lesen.

    Für einen gelungenen Thriller der „Der Jäger“ von Marc Pain nun mal ist, gebe ich 5 von 5 Sternen.

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    Boockaholic_Anes avatar
    Boockaholic_Anevor 5 Monaten
    Ich war gefesselt


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    Diana182s avatar
    Diana182vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Thriller mit einem interessanten Ermittlerduo
    Der Jäger - ein spannender Thriller mit einem interessanten Eermittlerduo

    Das Cover zeigt eine düstere Waldlichtung, auf dessen Lichtungen nur teilweise Sonnenlicht fällt. Darüber ist der Titel des Buches vermerkt. Dieses Gesamtbild ist passend gewählt und entspricht der im Buch enthaltenen Geschichte.


    Die Buchbeschreibung machte mich direkt neugierig. Hier wird ein spannender Thriller versprochen, der es in sich haben dürfte. Da wollte ich natürlich schnell mit dem lesen beginnen. Dieser ersten Eindruck wurde nicht getäuscht und so las ich das komplette Buch innerhalb eines Wochenendes.


    Aber nun der Reihe nach: Der Einstig in das Buch gelingt sehr leicht und ist direkt erschreckend, da der Leser stiller Zeuge des ersten Mordes wird. Täter ist ein zwölfjähriger Junge, der seine beste Freundin aus Kindertagen niedersticht. Doch welches Motiv treibt ihn an und lässt ihn zu solchen Taten schreiten? Dies gilt hier zu ermitteln!


    Nach und nach lernen wir die Ermittler kennen, welche erst Jahre, und leider auch viele Morde, später, Spur aufnehmen und den Jäger zum gejagten machen. Beide werden sehr charakterlich tief gezeichnet und entwickeln recht schnell ein Eigenleben. Ich mochte beide direkt und habe sie sehr gern durch ihre Ermittlungen begleitet. Sie sprühen nur vor Ideen und ließen mich mitunter nicht schlecht staunen. Auf manche Dinge muss man auch erst mal kommen…


    Der Schreibstil des Autors ist stets flüssig und detailliert. Man fliegt nur so durch die einzelnen Seiten und kann sich alles sehr genau vorstellen und miterleben. Die einzelnen Handlungen und Ereignisse sind sehr gut miteinander verstrickt und ergeben nach und nach ein stimmiges Gesamtbild.


    Bis zum Schluss habe ich hier mitgefiebert und war gespannt, wie der Täter letztendlich gefasst werden würde. Das Ende ist sehr gut gewählt, weckt aber Hoffnungen auf eine Fortsetzung. Die freut mich sehr, denn von dem Ermittlerduo würde ich gern noch weitere Episoden lesen.


    Mein Fazit:
    Eine sehr gut durchdachte und miteinander verstrickte Geschichte, welche nach und nach ein stimmiges Gesamtbild abzeichnet. Die einzelnen Szenen sind sehr genau aufeinander abgestimmt und oft war nicht vorhersehbar, was als nächstes passieren würde. Des Weiteren überzeugten mich die Ermittler mit kreativen Ideen, welche man auch erst einmal haben muss!


    Mir hat der Thriller sehr gut gefallen, da er atmosphärisch sehr gut transportiert wurde und mich stets mitgerissen hat.

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    romi89s avatar
    romi89vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannung total mit tiefen Einblicken in die Psyche der Charaktere
    Spannung total mit tiefen Einblicken in die Psyche der Charaktere

    Selten habe ich mich den Hauptcharakteren eines Buches so nah gefühlt bzw. das Gefühl gehabt sie und ihre innigsten Emotionen so gut zu kennen wie bei "Der Jäger" von Marc Pain.

    Kuhn, ein etwas eigenwilliger, aber dennoch sympathischer Mann in gesetztem Alter, der sich lange seinen Status als Sonerermittler erkämpft hat bekommt Dunn, einen jungen Computerfreak, der seine Erfahrungen im IT-Bereich nicht immer legal erlangt hat, an die Seite um "alte Fälle" zu lösen.
    Auf was die beiden dabei bald stoßen, entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft...
    Sie beginnen eine viele Jahre zurückliegende Mordserie neu aufzurollen und bringen im Zuge dessen unfassbare Grausamkeiten ans Licht - im wahrsten Sinne des Wortes - ...

    Das Cover wirkt sehr geheimnisvoll, absolut passend! Zumal es eine Symbolik enthält, die eine bedeutende Rolle bei der Aufklärung des Falls besitzt.

    Die Story beginnt ohne lange Umschweife. Nebenbei erfährt man dennoch schnell alles Nötige über die zwei Hauptcharaktere und lernt sie wunderbar kennen.
    Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft, Worte bemerkenswert gut gewählt!

    Die Geschichte entwickelt sich bald zu einem echten Pageturner, so viel Spannung und Ungewissheit begleitet einem beim Lesen und lässt die Zeit völlig vergessen. Man möchte ihn nur noch finden, den Jäger, und Dunn und Kuhn wachsen einen sehr ans Herz dabei.
    Man fühlt sich mittendrin, statt nur dabei!
    Mir hat die Lektüre des Buches wirklich den Atem geraubt!

    Ich freue mich wahnsinnig auf den zweiten Fall von Dunn und Kuhn, der am Ende des Buches schon angedeutet wird...!



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    Bluesky_13s avatar
    Bluesky_13vor 7 Monaten
    Die neuen Ermittler Kuhn und Dunn

    INHALT

    Der Prolog beginnt im Jahr 2003 mit Robert und Caro. Caro war 12 Jahre und sie war mit Robert im Wald und forderte ihn auch sie zu fangen. Das tut er dann auch, aber das war nicht das einzige, er tötete sie auch.


    Dann geht es weiter im Jahr 2015 wo erst mal Holger Kuhn einen Angestellten sucht. Hier bewirbt sich dann Christian Dunn. Er soll Kuhn dabei helfen sein Büro einzurichten und die Akten zu archivieren.

    Kuhn war bei der Polizei und dort galt er als Superermittler. Nun war er Privatermittler und er wollte bei den Mordfällen mit ermitteln. Dazu sollte er sich erst beweisen und deshalb hatte man ihm den alten Fall mit den vermissten Mädchen gegeben.

    Seiner Meinung nach war der Jäger der Täter und er wollte das beweisen. Der Jäger wuchs mit seinen Opfern, das vermutete er deshalb, weil die Opfer immer älter wurden.

    Wird Kuhn den richtigen finden? Davon hängt ja immerhin seine Zukunft ab.


    MEINE MEINUNG

    Durch den Prolog weiß man bei diesem Werk sofort, wer der Mörder ist. Was uns noch fehlt, ist ein Profil vom Mörder.


    Der Autor wechselt immer zwischen den Zeiten, denn Kuhn und sein Assistent Dunn ermitteln im Jahr 2015. Roberts erste Begegnung ist aber schon im Jahr 2003.

    Kuhn hat Akten zu vermissten Mädchen, deren Leichen nie gefunden wurden. Kuhn will als Privatermittler auch an Mordfällen ermitteln, wenn er den alten Fall gelöst hat. Er ist sehr ehrgeizig und schon bald wird er fündig. Die erste Leiche wird entdeckt.


    Den Wechsel, den der Autor hier immer wieder vornimmt, nimmt meiner Meinung nach sehr viel von der eh schon geringen Spannung. Ich finde die Passagen von Kuhn und Dunn viel zu lang und stellenweise zu ausufernd in eine andere Richtung. Die Passagen von Robert sind in so weit spannend, das man beim lesen mitfiebert, was nun wieder geschieht und ob noch jemand sterben muss.


    Das Buch hat für mich zu Beginn eher den Flair von einem Krimi aber nicht von einem Thriller. Mir fehlt da viel mehr Spannung. Einen Thriller macht nicht aus, das es viele Leichen gibt, sondern das die Spannung konstant bleibt und auf dem vermeintlichen Höhepunkt noch einmal ansteigt.

    Der Autor erschafft in diesem Buch das Ermittler Duo Kuhn und Dunn und die fehlende Spannung kommt in der zweiten Hälfte. Als die Zeiten von den Ermittlern mit der Zeit vom Täter kreuzen, da nimmt die Spannung zu und steigt auch stetig. Es bekommt also doch noch den Thriller Flair und die Spannung ist so, wie sie bei einem Thriller sein muss.


    Ich vergebe hier 4 Sterne, da mir zu Beginn die Spannung doch gefehlt hat und die Spannung erst spät kommt. Aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie!


    Bluesky_13

    Rosi

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    trollchens avatar
    trollchenvor 8 Monaten
    Nicht so spannend, wie erwartet

    Der Jäger

    Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und danke dem JustTales Verlag für das Leseexemplar.

    Herausgeber ist JustTales Verlag; Auflage: 1 (1. August 2017) und hat 480 Seiten.

    Kurzinhalt: Sie vertrauen ihm, sie glauben ihm, sie folgen ihm – bis in den Tod.

    Er tötet Mädchen, junge Frauen und lässt ihre Körper spurlos verschwinden. Über ein Jahrzehnt lang schlägt er ungesühnt zu. Erst durch den Instinkt eines erfahrenen Ermittlers und dem Einfallsreichtum seines jungen Assistenten, kann der Täter allmählich eingekreist werden. Was ihm bleibt: Die Flucht nach vorn.

    Meine Meinung: Der Schreibstil ist locker und liest sich flüssig. Die Kapitel sind leider manchmal etwas sehr lang, sodass ich länger lesen musste, um einen Bereich abzuschliessen. Für mich war das buch etwas zu lang gehalten und deswegen auch manchmal etwas langatmig, denn einige Sachen wurden künstlich in die Länge gezogen, sodass es für mich langweilig wurde, weil es nichts mit dem Buch zu tun hatte, mit der Handlung. Denn die Seiten flogen zwar so dahin, aber es passierte nicht viel.
    Die beiden Hauptprotagonisten haben mir gut gefallen, nur leider war mir Holger ein wenig unsympathischer, warum, kann ich nicht so genau sagen, er war in seinen handeln und Sprechen mir
    leidenschaftlos und unfreundlich im Umgang mit den Zeugen. Und dies blieb auch so das ganze Buch hindurch. Chris dagegen war mir offener und netter herübergekommen. Das Ende kommt eigentlich nicht so spektakulär her, obwohl es im letzten Drittel nochmal spannend wird, als eine nahe Bekannte in die Fänge des Täters kommt.

    Mein Fazit: Leider nicht so spannend, wie ich es vermutet hatte, hatte für mich einige Längen. Ich vergebe noch gute 4 Sterne. Ich glaube, wäre das Buch um 100 Seiten kürzer, wäre es nervenaufreibender.

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor einem Jahr
    Kurzmeinung: 4,5 Sterne! Spannung und Nervenkitzel mit kleinen Wehrmutstropfen. Trotzdem absolute Leseempfehlung von mir!
    Der erste Fall für Dunn & Kuhn - Gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe 4,5 Sterne!


    Holger Kuhn, Star der Hamburger Mordermittlung, quittiert 10 Jahre vor seiner Pension seinen Dienst bei der Polizei, um sich seinen großen Traum, eine private Detektei, zu erfüllen. Nach wie vor ist er aber auf die Unterstützung des Kommissariats angewiesen. Um sich und seine Selbstständigkeit zu beweisen, muss Kuhn sich mit den alten Vermisstenakten herumschlagen, dabei hat er lediglich nur ein Ziel vor Augen: Die Leitung der Ermittlungen rund um den Fall des „Jägers“ zu übernehmen. Ein Täter, der seine Opfer, immer junge Frauen, erst vor sich hertreibt und dann brutal tötet.

    Um sein Team zu vergrößern, stellt Holger Kuhn den jungen Computernerd Christian Dunn ein. Durch seinen Einfallsreichtum und Kuhns erfahrenem Instinkt entdecken die beiden in den unaufgeklärten Vermisstenfällen Hinweise, die Parallelen zum aktuellen Mordfall der Polizei aufweisen. Chris und Holger ahnen nicht, dass sie dem „Jäger“ bereits sehr nahe gekommen sind…

    Meine Meinung:

    Der Thriller „Der Jäger“ ist der Auftakt einer Reihe und bereits mein drittes Buch des Autors Marc Pain. Da mir „Geh nicht dorthin“ und „Auf Schritt und Tritt“ schon sehr gut gefallen haben, war für mich die Messlatte für sein neuestes Werk sehr hoch gesetzt. Pain konnte meine Erwartungen fast zu 100 Prozent erfüllen.

    Der Autor startet mit einem beklemmenden und unglaublichen Prolog. Ein junges Mädchen wird durch einen dunklen Wald gehetzt, sie stolpert, stürzt, rappelt sich immer wieder auf, ihren Peiniger im Nacken. Doch der holt sie ein, tötet sie auf grausame Weise und lässt sie im Wald zurück.

    Der folgende Perspektivenwechsel stellt den Privatermittler Holger Kuhn und seinen Assistenten Christian Dunn vor, die beiden Hauptprotagonisten des Romans. Kuhn, der nach vielen Jahren im Polizeidienst endlich seinen Traum einer privaten Detektei verwirklicht hat und vom Kommissariat mit den für ihn langweiligen ungeklärten Vermisstenfällen abgespeist wird will nur eins: Die aktuellen Mordfälle des „Jägers“ übernehmen. Wegen Christians Einfallsreichtum und dessen Kenntnisse was die moderne Technologie betrifft, sowie durch den feinen und erfahrenden Instinkt von Holger Kuhn entdecken die beiden rasch Parallelen zum Jäger-Fall. Doch Holger und Chris begeben sich mit ihren eigenständigen Ermittlungen auf dünnes Eis, denn noch hat Kuhn keine Lizenz als privater Mordermittler.

    Auch den „Jäger“ lässt Marc Pain zu Wort kommen. Abwechselnd mit den Ermittlungen von Dunn & Kuhn erfährt der Leser Stück für Stück mehr über den Mann und kaltblütigen Mörder, dessen dunkle „Karriere“ erschreckend und schockierend weit zurückreicht. Die Schlinge zieht sich jedoch immer enger um ihn zusammen und auf seiner Flucht hinterlässt er eine blutige Spur.

    Marc Pains Schreibstil ist klar und flüssig zu lesen und macht es dem Leser leicht, der Story zu folgen. Ein atmosphärischer Erzählstil und der Perspektivenwechsel, in denen der Autor zwischen dem Täter und dem Ermittlerteam hin- und herspringt, sorgt für spannenden Nervenkitzel und aufregende Momente. Vor allem die Szenen, in denen man sich gefühlt alleine mit dem Opfer und dem Jäger im Wald befindet, sorgen für prickelnde Spannung. Ich konnte mich zu 100 Prozent in die Gejagte hineinversetzen, sah mich selbst durch den unwegsamen Wald hetzen, den Jäger im Nacken.
    Marc Pain setzt gekonnt falsche Fährten, lässt die Ermittler in Sackgassen schliddern und Verluste erleiden. Selbst kurz vor Ende des Buches wird nicht nur der Leser nochmals mit einem Schockmoment konfrontiert.
    Einen Wermutstropfen gibt es jedoch. Zu meinem Bedauern sind einige Szenen unglaubwürdig und leider verliert sich Pain hin und wieder in Kleinigkeiten und Wiederholungen, die zwar den Lesefluss nicht unterbrechen, aufgrund dessen aber die Spannung bedauerlicherweise etwas auf der Strecke bleibt.

    Die Charaktere sind lebensecht und vielschichtig gezeichnet. Der Autor hat sie meines Erachtens gekonnt zum Leben erweckt. Holger Kuhn, der mürrische aber mit perfekten Instinkten ausgestattete Privatermittler mit weichem Kern. An seiner Seite der junge, sensible Chris Dunn, der eher zufällig in seinen ersten Mordfall rutscht und eine echte Reifeprüfung durchlebt.
    Vor allem die Figur des Jägers ist Marc Pain sehr gut gelungen. Ein hochintelligenter junger Mann, psychisch krank und ein eiskalter Mörder. Ein Mann, der einem permanenten Druck auf seiner Seele ausgesetzt ist, der erst nachlässt, wenn er grausam und brutal getötet hat. Erst dann spürt er Befreiung. Der Jäger ist eine tragische Erscheinung, traumatisiert durch etwas, das weit in seiner Vergangenheit liegt.

    Mein Fazit:

    „Der Jäger“ von Marc Pain ist der erste Fall für das Ermittlergespann Dunn & Kuhn. Verschiedene Blickwinkel, eine spannende Verfolgungsjagd und ein weit zurückliegendes Familiendrama, machen den Thriller grundsätzlich interessant, abwechslungsreich und fesselnd. Bedauerlicherweise gibt es einige Passagen, die die Spannung und den Nervenkitzel etwas ausbremsen und auch einige unglaubwürdige Szenen tauchen auf. Ohne diese Wermutstropfen, wäre der Thriller annähernd perfekt gewesen.

    Dennoch hat mich Marc Pain einmal mehr überzeugt, ich bin sehr gespannt, wie es mit Dunn & Kuhn weitergeht, wie sich die Charaktere entwickeln werden und was für ein neuer Fall das Team erwarten wird. Von mir gibt es, trotz kleiner Abzüge, eine absolute Leseempfehlung.

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    Genre: Krimi/Thriller
    Seitenzahl (Printausgabe): 394
    ISBN: 9783947221004
    Klappentext: Sie vertrauen ihm, sie glauben ihm, sie folgen ihm – bis in den Tod.

    Er tötet Mädchen, junge Frauen und lässt ihre Körper spurlos verschwinden. Über ein Jahrzehnt lang schlägt er ungesühnt zu. Erst durch den Instinkt eines erfahrenen Ermittlers und dem Einfallsreichtum seines jungen Assistenten, kann der Täter allmählich eingekreist werden. Was ihm bleibt: Die Flucht nach vorn.

    Der erste Fall für das Ermittlergespann Dunn&Kuhn aus Hamburg . Für Freunde der Kriminalliteratur und Liebhaber von packenden Thrillern.


    Leseprobe: Robert nahm das halb vertrocknete Blatt in die Hand. Die charakteristischen Spitzen krümmten sich, derzeit nach oben, und wirkten dabei wie eine Hand, die einen Gegenstand wog. Das Chlorophyll hatte sich in die Blattmitte zurückgezogen und wanderte von dort weiter in Richtung Stiel hinab. Mit reichlich Fantasie, der Fantasie eines Kindes, zeichnete das Blattgrün ein deutliches Bild auf das Stück Laub.
    »Ein Herz«, sagte Bob und sah vom Blatt auf, das er sich beiläufig in die Bauchtasche seines Hoodies schob, in der er seine Hände verbarg.
    Er wusste nicht, wie er reagieren sollte. Als Carolin das Wort Liebe ins Spiel gebracht hatte, begann es, Robert zu überfordern. Keiner von beiden wusste, was Liebe ist, doch hätten die Gründe dafür nicht unterschiedlicher sein können.
    Sie, ein zwölfjähriges Mädchen, wusste nicht, wovon sie sprach. Nur ein Leben voller Erfahrungen hätte ihr ermöglichen können zu verstehen, was wahre Liebe ausmachte. Er, ein gleichaltriger Junge, war verdammt, niemals dasselbe empfinden zu können wie sie. Nicht auf die gleiche Art. Nicht, ohne ihr dabei zu schaden.
    Als das Schweigen zwischen den beiden eine peinliche Länge erreicht hatte, war sie aufgesprungen und losgerannt. Robert hätte keinen besseren Augenblick dafür wählen können. Sie waren füreinander bestimmt.
    Robert ließ das Mädchen tiefer in den Wald laufen, weg von ihrem Elternhaus. Ihr war nicht klar, dass er die Richtung vorgab, sie bewusst lenkte und in die entlegene Natur trieb. Noch war er unsicher, wann er aus dem harmlosen Fangspiel tödlichen Ernst werden lassen würde. Unsagbar oft hatte er sich dieses Szenario vorgestellt; das Jagen und Töten an Tieren erprobt.
    Dieser Teil des Waldes befand sich in einem Naturschutzgebiet. Hierhin verirrten sich nur selten Wanderer; und den Revierjägern war es nur unter großen Auflagen erlaubt, ihren Dienst zu versehen. Die Bäume waren ausschließlich alt und groß. An diesem Ort herrschte die Natur. Hier schlug er zu.
    Drei weite Schritte, dann war er an ihr dran. Er schlang seinen linken Arm von hinten um ihre Schulter und den Hals. Das Messer befand sich in der Bauchtasche seines Pullovers. Dort störte es beim Laufen nicht und konnte ihn nicht verletzen, sollte die Klinge unverhofft hervorspringen. Er zog es mit der Rechten … er zögerte kurz. Immerhin wollte er es richtig machen. Es war nun mal nicht dasselbe, wie wenn man einer Ratte, einem Hund oder einem anderen Tier den Hals durchschnitt.
    »Du kannst mich loslassen, Bob.«
    Caro hielt es noch für einen Spaß, das verschaffte ihm weitere Sekunden. Er drehte sie zu sich um. Von dem Messer hatte sie nicht einmal Notiz genommen, jedoch fiel ihr sein verändertes Wesen auf. Er war aufgeregter, als er gedacht hätte, beinahe nervös. Mit seinem Blick fixierte er ihren Hals.
    »Was ist mit dir?«
    War das Angst, die er in ihrer Stimme hörte?
    »Du hast gewonnen, hast mich gefangen! Kannst mich wieder loslassen, Bob.«
    Ja, es war Angst.
    Er presste seine schwitzige Hand gewaltsam zusammen, um das Messer bloß nicht zu verlieren.
    Dann holte er aus ...
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