Marc Ritter Frauenmahd

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Inhaltsangabe zu „Frauenmahd“ von Marc Ritter

„Der Förster schmeißt einen Mann in den Kuhflucht-Wasserfall. Die Story musst du machen!“ Als Lokalreporter Karl-Heinz „Gonzo“ Hartinger diesen Anruf erhält, ist er gerade in Berlin gelandet – nun ist sein Wochenendtrip im Eimer. Kurz darauf kommt eine Grünen-Landtagsabgeordnete auf einer Bergwiese, der Frauenmahd, zu Tode. Zufall, dass beide Leichen in der Nähe des geplanten Kraftwerks gefunden wurden? Oder steckt eine uralte Familienfehde dahinter?

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    Frauenmahd
    guybrush

    guybrush

    18. December 2015 um 17:21

    "Der Förster schmeißt einen Mann in den Kuhflucht-Wasserfall. Die Story musst du machen!" Als Lokalreporter Karl-Heinz 'Gonzo' Hartinger den Anruf von der Zeitung bekommt, ist er gerade in Berlin gelandet, um ein wildes Wochenende zu verbringen. Daraus wird nichts. Kurz darauf stürzt die grüne Landtagsabgeordnete auf einer steilen Bergwiese, der Frauenmahd, zu Tode. Zufall, dass beide Tote in der Nähe des geplanten Pumpspeicherkraftwerks gefunden werden? Oder ist eine uralte Familienfehde Hintergrund der Morde? Hartinger ist ein kauziger Journalist, den es nach seinem Scheitern in der großen weiten Welt zurück in seine Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen verschlagen hat. „Zu mehr als einem alten verbeulten Volvo, den ihm demnächst der TÜV entreißen würde, einem riesigen Hund, dessen Futter er sich selbst vom Munde absparte, und zu einer Dachkammer bei seiner Kindsmutter (die ihn bald hinauswarf, wenn er nicht endlich wenigstens die Fensterläden streichen würde) hatte es im Leben des Karl-Heinz Hartinger nicht gereicht. Und zum Spitznamen »Gonzo«.“ Immer auf der Suche nach der ultimativen Enthüllungsstory, recherchiert er sich auch im 4. Teil der Reihe wieder ganz tief in den Schlamassel. Und was ist es wieder für eine verzwickte Geschichte, die Marc Ritter auftischt. Führen die Spuren in die unrühmliche Nazi Vergangenheit des Touristenortes oder in die Lokalpolitik, die wieder ein paar völlig abstruse Projekte in der Mache? Am End isses dann doch wieder ganz anders, aber bis dahin gibt’s viel zu schmunzeln und die Spannung bleibt auch nicht auf der Stecke. Ich liebe die Hartinger Serie vor allem, wegen der satirischen Seitenhiebe auf die bayrische Politik. Hier wird gemauschelt, betrogen und in das eigene Säckel gewirtschaftet, dass es eine wahre Lese-Freude ist. Politisch freilich ist es eine totale Katastrophe. „Verstehens das nicht? So was macht der doch andauernd. Siehe Pkw-Maut, die hat der einfach während einer Fernsehdebatte erfunden, aus dem Stegreif, so sagt man doch, und damit dann eine Wahl haushoch gewonnen und dann das Thema einem Mann als Verkehrsminister zur Aufgabe gemacht, den er testen will. Und den er dann sicher loshat, wenn er’s nicht derpackt. Und ganz nebenbei spaltet er damit die eigene Partei. Teile und herrsche. Und kann auf Europa schimpfen. Genial, oder? Da muss man erst einmal drauf kommen. Und ich sage Ihnen, auf so was kommt der andauernd! Aus dem Stegreif! Wehe, wenn der erst einmal nachdenken würde. Was dem dann wohl alles einfallen tät! Einfach phänomenal, der Mann!“ Wir wissen um wen es geht ;-) Wer Hartinger noch nicht kennt und humorvolle Krimis mag, bei denen man seine Intelligenz nicht an der Garderobe abgeben muss, dem kann ich die Reihe nur wärmstens empfehlen. Ich amüsiere mich immer ganz vortrefflich. Das ist Regionalkrimi vom Feinsten. Dass Michael Schwarzmaier mein liebster Hörbuchsprecher ist, hatte ich schon mehrmals erwähnt. Auch die bayrischen Urgantler beherrscht er meisterlich. Jedem Charakter gibt er eine eigene Stimme und das macht das Zuhören zu einem echten Vergnügen. Daumen hoch für diese Hörbuch! Spieldauer: 353 Min. (5 Audio- CDs) Sprecher: Michael Schwarzmaier Erschienen: 2015 Verlag: audio media verlag

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  • Sehr gute vier Sterne für Lokalkolorit aller erster Güte

    Frauenmahd
    Antek

    Antek

    Der Krimi beginnt super spannend. Matthias Kupfer wird von einer Gestalt in rotem Anorak in die Kuhflucht gestürzt. Leopold Seidel beobachtet das Ganze von seinem Hochsitz aus. Das gefundene Fressen für Kommissar Bernbacher, der hat Seidl wegen einer angeblichen Kinderpornogeschichte eh auf seiner Abschussliste und nimmt den Förster gleich mal in Gewahrsam. Schließlich hat der alleine auf seinem Hochsitz kein Alibi. Karl Heinz Hartinger, den jeder als Gonzo kennt, ist gerade eben in Berlin gelandet, als ihn diese Nachricht erreicht. Die Story kann er sich nicht durch die Lappen gehen lassen, schließlich ist der verhaftete Seidl der Ehemann der schwerreichen Bankierstochter, das interessiert doch auch die Klatschpresse. Rückflug gebucht und wieder eingestiegen, trifft er im Flieger auf seinen Kameraden Klaus, den er eigentlich in Berlin besuchen wollte und der jetzt eben mit ihm nach Garmisch reist. So erfährt Gonzo von einem streng geheimen Projekt. Pumpspeicherkraftwerke sollen errichtet werden und damit die schöne Bergwelt verschandelt werden. Ob das etwas mit dem Mord zu tun hat? Wie gewohnt geht es in Marc Ritters Krimis turbulent zu. Manchmal für mich ein bisschen zu turbulent und weitschweifend. Hier gibt es eine Reihe Tote, neu entdeckte Hanfplantagen, da dürfen Lebende im Sarg probeliegen, ausgefallene Tötungsmethoden, Gonzo gerät natürlich auch in Gefahr, und noch vieles mehr. Besonders gut hat mir gefallen, dass Hund Baerli einen großen Auftritt bekommt. Gonzo ist ein wirkliches Unikat. Den Reporter, der in der Umgebung schon des Öfteren wegen seiner Zeitungsartikel in Ungnade gefallen ist, muss man mögen. Sein Frauenverschleiß ist beachtlich und selbst Dotti, seine langjährige immer wieder Freundin, erkennt ganz richtig, dass sich Gonzo immer dann bei ihr meldet, wenn mal wieder eine Leiche auf ihrem Obduktionstisch landet, die ihn interessiert. Tja, wenn halt das L Wort auch so schlecht über die Lippen geht, blöd nur, dass Dotti bald vielleicht immer nur das F Wort nicht mehr reicht. Auch ist er bei Gesprächen dem Blick auf Gesäuge am aller liebsten in Kaliber C nicht abgeneigt. Zu erwähnen ist natürlich noch die Kathi, die Kindsmutter seines Sohnes, die ihm auf ihrem Dachboden Unterschlupf gewährt. Ich mag ja solche Männer eigentlich nicht so besonders, aber hier wird das sehr amüsant dargestellt und so lasse ich doch Gonzo sein Lotterleben durchgehen. Wie so oft gibt es auch den einen oder anderen Seitenhieb auf die Politik, was man mögen muss, um mit Frauenmahd gut unterhalten zu werden. Ein Lob geht an den Sprecher Michael Schwarzmaier. Der Krimi sprüht sowieso vor Lokalkolorit, aber er setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Er ist ein Meister der Dialekte, der wirklich jedem Charakter in der Geschichte seine ganz individuelle Stimme und eben auch den passenden Dialekt verpasst. Für einen bayrischen Krimi könnte ich mir keinen passenderen Sprecher vorstellen.

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    guybrush

    guybrush

    14. February 2015 um 08:46