Marc Späni

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Marc Späni

Lebenslauf von Marc Späni

Marc Späni wurde 1972 in St. Gallen (Schweiz) geboren, studierte in Zürich und Toulouse und lebt heute mit seiner Frau und drei Jungs in der Nähe von Zürich. Romane und Erzählungen schreibt er seit rund zwölf Jahren, in den letzten Jahren wieder intensiver. Die Texte haben meist einen Bezug zur Schweiz, verknüpfen Alltägliches mit Fantastischem, Literarisches mit Trivialem, verweben unterschiedliche Textsorten und Stilebenen.

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Neue Rezensionen zu Marc Späni

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Rezension zu "Westlake Haven: Ron Kramers Geschichte. Eine Chronik der virtuellen Welt" von Marc Späni

Übernahme der virtuellen Welt
annluvor 20 Tagen

»Unsterblichkeit ist es, die wir eigentlich wollen, seien wir doch ehrlich. Alles andere ist doch Kindergarten!“


In einer Zukunft, in der der Mensch mehr in virtuellen Welten lebt, als in der Realität, in der Implantate zum Leben dazugehören und die Persönlichkeit über den Tod hinaus am Leben erhalten werden kann herrscht der Softwaregigant Westlake über die Welt und beeinflusst alles, was mit neuen Technologien zu tun hat. Ron Kramer war als einfacher Mitarbeiter von Beginn an mit dabei – muss sich nun aber die Frage stellen, was Westlake wirklich vor hat und wie seine Zukunft aussehen wird.



In sieben Erzählungen – unterlegt mit fiktiven Berichten, Werbungen und Zeitungsartikeln – wird die Geschichte rund um Westlake und seine Zukunft erzählt. Dabei taucht Ron Kramer nicht in allen von ihnen auf, sodass der Zusammenhang zwischen den Geschichten auf den ersten Blick eher lose erscheint. Je weiter man allerdings liest, umso mehr erschließt sich dem Leser das große Ganze.


Ob virtuell am leben erhaltenes Bewusstsein, virtuelle Welten, die jeden Wunsch erfüllen oder Implantate, Prothesen und körperliche „Verbesserungen“, hier findet sich alles davon. In den angefügten Berichten und Artikeln wird auf die Technologien eingegangen, sodass diese in den Erzählungen nicht ausführlich beschrieben werden müssen. Die Umsetzbarkeit vieler dieser Ideen erschien mir sehr realistisch. Besonders beachtenswert fand ich dabei die Kritik, die sich aus der Geschichte ziehen ließ. So wurde immer wieder der Wunsch der Menschen nach einer Lösung gegen den Tod, der perfekte Mensch unter Auslöschung all seiner Makel aber auch die Machtposition einer Firma, die alles beherrscht, angesprochen. Vieles davon wurde kritisch ironisch betrachtet und lässt sich auf die moderne Welt ebenso anwenden, wie auf diese fiktive Zukunft.


Die Geschichten greifen dann aber auch eine sehr veränderte Zukunft auf, die nichts mehr mit unserer Gegenwart zu tun hat und plötzlich ändern sich die Bedürfnisse der Menschen – sie müssen erkennen, dass das was sie vorher so sehr angestrebt haben sich gar nicht als wünschenswert erweisen. Der Einfluss des Virtuellen ist extrem gewachsen und beeinflusst das Leben und Sterben der Menschen (von denen man sich die Frage stellen muss, wie menschlich sie noch sind).


Die Geschichten haben mich von der ersten bis zur letzten nachdenklich gestimmt, die – manchmal versteckten und manchmal offenen – Botschaften habe ich sehr kritisch aufgenommen und so manches was die Macht der virtuellen Welt angeht hinterfragt.


Fazit: Ein erschreckend realistisch anmutendes Zukunftsszenario, das von philosophischen Fragen durchzogen war und mir sehr gut gefallen hat.

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Rezension zu "Westlake Haven: Ron Kramers Geschichte. Eine Chronik der virtuellen Welt" von Marc Späni

Ein Buch mit Format
Michael_Blumvor einem Monat

Ein SF-Roman mit schöner Aufmachung in ungewöhnlichem A4-Format! Lesenswert! Die Handlung zieht sich über mehrere hundert Jahre hinweg - wir begleiten dabei den  Protagonisten. Von der Virtualisierung der Welt , hin zur Körperlosigkeit und zu reinem Bewusstsein. Es geht um Menschsein und KI, um Emotionen und den Sinn des Todes, der Sterblichkeit versus dem ewigen Leben. Der Roman hat episodischen Charakter und macht nachdenklich über unsere Zukunft, die ja bereits begonnen hat.

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Rezension zu "Der Heiland aus dem Glasturm" von Marc Späni

Langanhaltendes Lesevergnügen
kingofmusicvor 2 Jahren

Lang lang ist´s her, dass ich die Geschichtensammlung „Der Heiland aus dem Glasturm“ von Marc Späni angefangen habe zu lesen. Genauer gesagt: im Januar diesen Jahres. Nun hab ich (mit etwas Abstand und Pause aus persönlichen Gründen) das Buch beendet und bin begeistert. Nicht unbedingt von jeder Geschichte gleichermaßen, was aber bei dem Facettenreichtum der Geschichten (von Krimi über eine Phantasiereise zum Mond bis hin zu einer mit philosophischen Gedanken über Tod und Vergänglichkeit gespickten Reiseerzählung kein Wunder ist).

Die teils mit autobiografischen Sequenzen des Autors durchzogenen Geschichten „Abfall“ und „Die Honiginsel“ sind für mich dann auch die beiden Highlights des Bandes; dicht gefolgt von „Die Galluskonferenz“ sowie „Übungsstunde in norwegischer Konversation“.


In Sternen ausgedrückt wären das:
5* für „Abfall“ und „Die Honiginsel“
4* für „Die Galluskonferenz“, „Das Zwergenzimmer“ sowie „Übungsstunde in norwegischer Konversation“
3* für „Der Heiland aus dem Glasturm“
2* für „Der Mann im Mond“

Alle Geschichten haben gemeinsam, dass philosophische, religiöse, spirituelle, aber auch Gedanken über das Leben im Allgemeinen oder unsere Träume und Ängste einen großen Raum einnehmen. Und so erwischt man sich als Leser in jeder Geschichte, wie die Gedanken anfangen zu fliegen (Was wäre wenn, Wie würde ich reagieren/handeln) und das ist mit ein Grund dafür, dass ich so lange gebraucht habe, um dieses Buch zu beenden. Man muss die Geschichten bzw. die Geschichte hinter den Geschichten auf sich wirken lassen, muss sie sich entfalten lassen, muss ihnen Platz geben, muss einzelne Passagen immer wieder lesen, um die Bildgewalt der Sprache zu ermessen (oft hat mich das ein bisschen an Franz Kafka erinnert) usw. Der Leser oder die Leserin muss sich also von Beginn an von dem Gedanken verabschieden, dass „Der Heiland aus dem Glasturm“ ein „Eben mal so zwischendurch“-Buch ist, was man innerhalb kürzester Zeit verschlingt. Nein, das würde diesen teils außergewöhnlichen Geschichten in keinster Weise gerecht werden.

Eins sei noch angemerkt: die Geschichten sind teils gespickt mit schweizerischem Akzent und Wörtern; das ist aber insofern nicht weiter tragisch, da es zum Teil im Anschluss erläutert wird oder sich der Sinn durch den (weiteren) Text erschließt.
Jedem, der sich auf ein langanhaltendes und nachhallendes Leseabenteuer einlassen will, sei „Der Heiland aus dem Glasturm“ ausdrücklich ans Herz gelegt.

Mein Dank gilt dem Autor für das Rezensionsexemplar, die tolle Begleitung während der Leserunde und die Geduld!!!

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Gespräche aus der Community

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Wer Cyberpunk mag, sich für philosophische Fragen rund um ein Leben als virtuelle Existenz interessiert und gute Unterhaltung sucht, ist hier an der rechten Adresse: "Westlake Haven. Ron Kramers Geschichte.  Eine Chronik der virtuellen Welt " des Schweizer SciFi-Autors Marc Späni,    in sieben Erzählungen und zahlreichen fiktiven Berichten, Werbungen und Zeitungsartikeln, vom Autor illustriert.


Im 21. Jahrhundert leben erstmals Menschen permanent in virtuellen Welten, zuerst als künstlich konservierte und mit der VR verknüpfte Gehirne, später als bloße Datenstrukturen. Die Erfüllung aller Träume von unendlichem Leben im selbst geschaffenen Paradies? Oder eine Falle ohne Ausgang, ohne die Möglichkeit, freiwillig aus dem Leben zu scheiden?

Spannende Unterhaltung mit philosophischem Witz, anknüpfend an Autoren des »Cyber Punk« wie Neil Stephenson, Sergej Lukianenko oder Scott Meyer.


=> Der Autor gibt die vollständige PDF-Version kostenlos hier ab.

Paperback und Hardcover können auf allen gängigen Plattformen zum Produktionspreis erstanden werden.


Letzter Beitrag von  kingofmusicvor 5 Tagen
Zur Leserunde

Nach acht Jahren Vorbereitung ist nun endlich mein erster Erzählband „Der Heiland aus dem Glasturm“ erschienen: sieben Erzählungen "über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdammnis der Liebe, über Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Frage hinterlässt – die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens" (Klappentext). 


Leser, die Spaß haben, sich auf spannende, verrückte, fantastische und alles andere als alltägliche Geschichten einzulassen, sind herzlich zu einer Leserunde eingeladen. Der Kameru-Verlag stellt freundlicherweise 10 Bücher zur Verfügung, die an Interessierte verlost werden. 


Ich werde gern selber an der Leserunde teilnehmen, eure Fragen - so gut ich kann - beantworten und euch Hintergründe zu mir, zu den Texten, zum Schreiben allgemein geben.


Ich freue mich auf einen spannenden Austausch! 

Euer

Marc Späni



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Zusätzliche Informationen

Marc Späni wurde am 10. Juli 1972 in St. Gallen (Schweiz) geboren.

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