Marcel Feige Kalte Haut

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Inhaltsangabe zu „Kalte Haut“ von Marcel Feige

Eiskalt & kompromisslos: Ein Serienkiller hält Berlin in Atem! - Auftakt der Thriller-Reihe um die türkische Kommissarin Sera Muth. Sera Muth, türkischstämmige Kommissarin in Berlin, wird zur verstümmelten Leiche von Frank Lahnstein gerufen. Dessen Vater, der Justizsenator, hat mit fremdenfeindlichen Parolen die Migranten der Stadt gegen sich aufgebracht. Eine erste Spur führt Sera ausgerechnet zu ihrem Onkel. Unterdessen fühlt sich der Polizeipsychologe Robert Babicz beim Anblick des toten Politikersohns an einen US-Serienmörder erinnert, zu dessen Ergreifung er einst verhalf. Ist der Killer noch auf freiem Fuß? Wie passt das zu den Ereignissen um Politiker Lahnstein? Dann wird eine zweite Leiche entdeckt …

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    10. February 2013 um 12:13

    Zum Buch: -------------- Kaum bin ich, Dr. Robert Babicz aus den USA zurück, wo ich die Ausbildung zum Profiler gemacht habe, bleibt mir keine Zeit mich von meinem Jetlag zu erholen, denn kaum bin ich in meiner alten Praxis angekommen werde ich zu einem Fundort einer Leiche gerufen. Mein Erfolg in den USA hat wohl auch hier in Berlin schon die Runde gemacht und die Polizei erhofft sich jetzt meine Fachkenntnisse zu nutzen machen zu können. Denn sie sind mit diesem Mordfall total überfordert, zumal man dies hier noch nie so gesehen hat. Der Mörder treibt ein perfides Spiel, denn erst wird jemand entführt, dann bekommt ein Journalist ein Foltervideo und kurz darauf wurde die Leiche gefunden. . Als ich also am Fundort eintreffe kann ich es kaum glauben was ich da sehe, die Leiche ist genau gleich zugerichtet wie die, die ich in Amerika angetroffen habe. Der Knochenmann! Den haben wir doch erwischt! Oder hab ich den falschen eingebuchtet? Gibt es ein Nachahmungtäter oder ist es einfach purer Zufall? . Das Spiel gegen die Zeit beginnt... Jetzt! . Erster Satz: --------------- ......Weit nach Mitternacht, die Gespräche in den Gärten und auf den Balkonen warenlängst verstummt, die Lichter in den Häusern erloschen, zwängt eine Ratte ihren fetten, beharten Körper aus der Kanalistation. . . . Der Titel ist oky aber was die Libelle auf dem Cover soll, das bleibt mir bis jetzt unerschlossen. Es ist irgendwie langweilig, das Cover. . Der Schreibstil... ebenso. Dazu kommt das der Lesefluss immer wieder von den türkischen Sätzen unterbrochen wird, die jedoch dann gleich im Anschluss ins deutsche übersetzt werden. Da hat mich wirklich Gennervt, das hätte nicht sein müssen. . Leider ist die Geschichte genau so langweilig. Wenn man den Klappentext liest, könnte man denken wie spannend , brutal und blutig die Geschichte ist, doch leider hat Marcel Feige es nicht geschafft aus dem Plot war spannendes zu machen. Bis man das erste mal zu einer wirklich ganz kurzen Stelle kommt wo dann auf die Tat hingewiesen wird die auf dem Klappentext als Hauptstory angepriesen wird, muss man erst mal 118 Seiten lesen, und das sind 118 Seiten dahin Geplätschere. Sorry, anders kann ich das nicht sagen. Dann muss man noch mal einige Seiten schaffen, und zwar bis 165, da hofft man endlich auf Spannung, jetzt kanns los gehen doch... es plätschert weiter dahin. Nach einer gefühlten Ewigkeit wird es dann etwas spannender und zwar nach über der Hälfte des Buches. . Dann, als es wirklich um diesen Fall des Serienkillers geht, wurde mir schnell klar auf was das ganze hinausläuft und ich hatte recht. Also war die Spannung irgendwie auch wieder flöten. Mir kam es so vor als hätte der Autor viel zu viel Zeit gebraucht um die Geschichte aufzubauen, dann hatte er sich noch mal genug Zeit nehmen wollen damit er aber plötzlich merkte das er zum Schluss kommen musste, denn der Schluss wurde dann in nur 10 Seiten aufgelöst. Ich fand es einfach schade das der Fall, der zu Anfang aufgebaut wurde dann total vernachlässigt wurde, denn dies wär auch noch spannend gewesen aber Herr Feige widmete sich dann liebt dem hauptsächlichen Fall, und der Fall einer versuchten Tötung einer jungen Türkin lag irgendwie brach, man schlüsselte den dann ganz kurz dazwischen auf, halbherzig. Für das dieser Fall über die ersten 160 Seiten eine der Wichtigsten war, wurde er dann sträflichst vernachlässigt. Übers ganze Buch hinweg erfährt man viel über die Probleme die die junge türkische Kommissarin Sera mit ihrer Familie, vor allem mit dem Vater, hat. Das wird nämlich nicht gerne gesehen das Frau so selbstständig ist, berufstätig und dann noch in diesem Beruf erfolgreich ist. . Ich denke, viele brechen das Buch vor den 118 Seiten ab, und wäre es kein Reziex. gewesen, hätte ich sicher auch nicht weiter gelesen und ehrlich, ich kann all die guten Meinungen nicht nachvollziehen die dieses Buch hervorgerufen haben. Für mich war dies der mit Abstand langweiligste Thriller den ich je gelesen habe. Und dennoch gibt es 2 Punkte, einer für die Story und einer für die Mühe des Autors, schlie . FAZIT: Ein Thriller der keiner ist, keine Spannung und vorhersehbar

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Hasewue

    Hasewue

    19. October 2012 um 21:50

    Eine Mordserie erschüttert Berlin. Der Täter stellt dabei selbstgedrehte Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist wie seine Opfer von ihm gequält werden. Danach lockt er Journalisten zu den Fundorten der Leichen. Die Kommissarin Sera Muth ermittelt mit der Unterstützung des Polizeipsychologen Dr. Robert Babicz in dem Fall. Diesen erinnert der Fall und die Vorgehensweise an einen Serienmörder aus den USA, bei dessen Ergreifung er mitgeholfen hatte. Dieser Knochenmann häutete seine Opfer und nun scheint in Berlin ein Nachahmungstäter am Werk zu sein. Marcel Feiges „Kalte Haut“ ist ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Blutig, spannend und interessant schildert er den Fall. Von Beginn an wird ausreichend Spannung aufgebaut und auch thematisch hat mich das Buch gleich angesprochen. Allerdings störten mich die abrupten Kapitelenden, die sich durchs gesamte Buch zogen und Spannung erzeugen sollten. Für mich war es allerdings immer eine herbe Unterbrechung des sonst guten Leseflusses. Etwas enttäuscht war ich dann auch über einige Andeutungen im Buch, die leider nicht wirklich geklärt wurden. Aber außer diesen beiden Punkten war ich begeistert von dem Buch. Durchgehend spannend und mitreißend und das Ende war dann der absolute Knaller. Unvorhersehbar und absolut überraschend. Ich hätte nie mit solch einer Auflösung gerechnet. Für mich war „Kalte Haut“ ein gutes Buch und Marcel Feige ein toller Autor, weswegen ich gerne noch mehr von ihm lesen möchte. 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    mamenu

    mamenu

    31. July 2012 um 23:00

    ZumBuch Berlin wird von einer unheimlichen Mordserie erschüttert.Die Vorgehensweise des Täters ist immer die gleiche. Er entführt seine Opfer,stellt dann Foltervideos ins Internet,auf denen zu sehen ist,wie er ihnen die Haut abzieht. Anschließend lockt er gezielt Journalisten zu den verstümmelten Leichen.Vieles deutet darauf hin,dass die Morde in einem Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagen des Berliner Innensenators stehen könnten,die das politische Leben in der Stadt vergiftet haben. Bei der Suche nach dem Täter ziehen die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth und ihre Kollegen den Polizeipsychologen Dr.Profiler genossen hat. Und tatsächlich kommt Babicz das Vorgehen des Berliner Täters merkwürdig vertraut vor:In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt,der seine Opfer bei lebendigen Leib häutet. Ist der "Knochenmann" nun zurück? Meine Meinung Das war mein erstes Buch von diesem Autor und ich bin froh, das ich es gelesen habe. Mich hat die Geschichte von Anfang bis Ende so gefesselt, das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich denke, das lag an dem flüssigen Schreibstil. Auf jeden Fall war hier sehr viel Spannung drin.Ich konnte kaum Luft holen beim Lesen, so stark war ich gefesselt. Was mir sehr gut gefallen hat, war, das hier kein Blut geflossen ist und trotzdem bis zum ende die Spannung auf einem hohen Level war. Ich muss sagen das ich immer wieder am Rätseln war, wer der Täter ist und doch einige male auf die falsche Fährte gelockt wurde. Das hat mir beim Lesen natürlich sehr großen Spass bereitet. Es hat auch sehr lange gedauert bis ich es dann endlich rausgefunden habe. Also, ich bin begeistert von diesem Buch und hoffe das ich noch mehr von dieser Sorte Thriller lesen darf.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    21. July 2012 um 17:09

    Berlin wird von einer grausamen Mordserie heimgesucht. Ein Unbekannter entführt Menschen, foltert diese und tötet sie anschließend. Außerdem filmt er seine schrecklichen Taten und stellt diese Videos dann ins Internet. Die Kommissarin Sera Muth versucht den Fall zu lösen und erhält dabei Unterstützung vom Polizeipsychologen Dr. Babicz, der gerade erst aus den USA zurückgekehrt ist. Die Taten des Mörders weisen erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Vorgehen eines Killers in Amerika auf, der seine Opfer ebenfalls häutete. Hat es den als "Knochenmann" bekannten Täter tatsächlich nach Deutschland verschlagen, handelt es sich um einen Nachahmungstäter oder schlicht um einen Zufall? Auf der Suche nach einem spannenden Thriller bin ich über den vierten Roman von Marcel Feige gestolpert und die Kurzbeschreibung hat mich nicht mehr losgelassen. Der Autor versteht es brillant zahlreiche Handlungsstränge aufzubauen, die sich u.a. um die Ermittlerin und deren türkische Familie, um den Psychologen und seit Privatleben, um eine Journalistin, aber natürlich auch um die Tat selbst drehen. Durch zahlreiche und schnelle Kapitelwechsel erhält der Leser einen Gesamteindruck und wird abwechslungsreich unterhalten. Zwei Aspekte haben mich beim Lesen jedoch nicht ganz überzeugen können. Der Einblick in das türkische Familienleben der Kommissarin war zwar für mich sehr unerwartet, ist jedoch interessant, nur hat es mich schon etwas gestört, dass in einigen Kapiteln türkisch gesprochen wird. Wenn man selbst dieser Sprache nicht mächtig ist, dann sind das einfach unnütze Sätze, denen man nichts entnehmen kann. Zwar wird alles übersetzt, aber dieses erschien mir zu konstruiert, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass in einer tatsächlichen Unterhaltung ein türkischer Satz fällt und anschließend die gleiche Person auch die deutsche Übersetzung liefert und somit alles doppelt erzählt. Zum Glück gab es nicht so viele Passagen davon, so dass dieses meinen Lesefluss nicht zu sehr ins Stocken gebracht hat. Türkisch sprechende Leser hingegen, werden diesen Aspekt mit Sicherheit zu schätzen wissen. ">>Und tot bist du<<, sagte er, während er zufrieden den Klumpen aus Blut und Eingeweiden betrachtete." (Seite 7) Ein weiteres "Problem" war der schnelle Kapitelwechsel. Auf der einen Seite fand ich es zwar gut, hat es doch eine Schnelligkeit in die Geschichte gebracht, aber oft hat der Autor damit die Atmosphäre oder die Spannung zerstört, die er in dem jeweiligen Kapitel gerader erst aufgebaut hatte. Das fand ich etwas schade, denn genau diese Spannung fehlte mir leider des Öfteren. Erst gegen Ende kam dieses Gefühl auf, als sich die Ereignisse überschlagen, aber im restlichen Roman fehlte mir dieser Nervenkitzel. "Kalte Haut" überzeugt meiner Meinung nach nicht durch Thrill, sondern durch intelligente Handlungsstränge, die Ausarbeitung der Charaktere und die Verknüpfung dieser Figuren mit den Ideen des Autors. Für die Personen hat er genügend Spielraum gelassen, um diese authentisch erscheinen zu lassen, ohne mit Nebensächlichkeiten zu langweilen, und es liest sich toll, wie scheinbar unabhängige Perspektiven auf einmal zusammenwachsen und ein klareres Bild ergeben. Knappe 80 Seiten vor Romanende war ich mir zwar schon ziemlich sicher, was der Autor als Auflösung parat haben würde (und damit lag ich auch richtig), trotzdem konnte mich der Roman inhaltlich schon ziemlich angesprochen und war interessant gestaltet. Fazit: Intelligenter Thriller, deren Stärke nicht in der Spannung, sondern eher in der inhaltlichen Ausgestaltung des Romans liegt, welche Marcel Feige absolut beherrscht. Taschenbuch: 448 Seiten Verlag: Goldmann Verlag (20. Februar 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3442476631 ISBN-13: 978-3442476633

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    AennA

    AennA

    12. July 2012 um 11:36

    Der Profiler Robert Babicz kehrt nach vierjährigem Amerikaaufenthalt in seine Heimatstadt Berlin zurück. Nachdem er in den Staaten wesentlich dazu beigetragen hat, den sogenannten "Knochenmann" dingfest zu machen, will er sich nun wieder den Aufgaben in seiner psychologischen Praxis zuwenden. Doch schon bald ersucht auch die Berliner Polizei um seine Hilfe. Ein Mord ist geschehen, und zunächst glaubt das Team um Kriminalkommissarin Sera Muth an eine politisch gesteuerte Tat. Doch schon bald zeigen sich Parallelen in der Vorgehensweise des Täters, die an den "Knochenmann" erinnern. Er häutete sein Opfer bei lebendigem Leibe. Zuvor jedoch veröffentlichte er ein Video, um alle Menschen an dessen Qualen teilhaben zu lassen.... Der Berliner Autor Marcel Feige führt seine Leser mit einem sehr spannenden und geschickt geschriebenen Prolog in seinen bis jetzt vierten Thriller "Kalte Haut " ein. Danach nimmt er sich viel Zeit, seine Protagonisten vorzustellen. Da ist die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth, die sich neben ihrer grossen Familie und deren Kultur auch noch mit einem komplizierten Liebesleben auseinandersetzen muss. Desweiteren lernen wir die Journalistin Tania Herzberg kennen, die von ihrem Ex-Ehemann gestalkt wird, und über die der Mörder Einiges zu wissen scheint.... Und wir begleiten Robert Babicz, den fast schon berühmten Psychologen nach seinem Erfolg in Amerika. Er will seine Vergangenheit abschütteln und ein neues Leben beginnen. Sein Bruder Max und die hübsche Nachbarin Nadine sind ihm dabei eine grosse Hilfe... Marcel Feige schafft es, seine Leser total in das jeweilige Leben seiner Charaktere eintauchen zu lassen. Er schildert detailliert, aber für mich niemals langweilig. Auch wenn die zuweilen türkische Konversation für den Sprachunkundigen (und den Leser, der grundsätzlich nichts überfliegt, sondern jedes Detail mitliest) unter Umständen gewöhnungsbedürftig ist, trägt sie unbedingt dazu bei, die Athmosphäre eines türkischen Familienfestes nachzuempfinden. Ausserdem wird natürlich alles übersetzt. So spielte sich die Handlung sehr lebhaft vor meinem geistigen Auge ab. Der Leser ist dermassen mit den Persönlichkeiten und den Nebenhandlungen der Geschichte beschäftigt, dass ihm zunächst gar nicht auffällt, dass nichts von dem passiert, was der Klappentext verspricht. Gerade zu dem Zeitpunkt, an dem er sich fragt "Und nun?" legt Feige richtig los. Von diesem Moment an ist es erst recht unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung steigt mit jedem Kapitel bis ins Unermessliche, was dem Geschick des Autors und nicht etwa blutrünstigen Schilderungen zu verdanken ist. Man fiebert mit, überlegt, ist sich sicher, den Täter zu kennen und wird am Ende doch masslos überrascht. Als ich "Kalte Haut" beendet hatte, war ich völlig perplex. Und dann begeistert! Marcel Feige hat mit seinem Thriller eine intelligente und perfekt durchdachte Geschichte präsentiert, die kaum eine Frage offen lässt. Eine beeindruckende Geschichte, die auch mit den Gefühlen ihrer Leser spielt und deshalb noch lange in meinem Kopf, in meinen Gedanken bleiben wird.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    KinderundBuecher

    KinderundBuecher

    15. June 2012 um 10:31

    Dr. Robert Babicz, Psychologe, hat in Amerika bei der Ergreifung des "Knochenmanns" als Profiler mitgewirkt. Jetzt ist er wieder zurück in Deutschland und wird von der Polizei für einen brisanten Fall zu Rate gezogen. Der Täter foltert seine Opfer und stellt diese Filme im Internet aus und lockt dann Journalisten zu den entstellten Leichen. Das Ermittler Team um die türkisch-stämmige Kommissarin Sera Muth versuchen den Täter zu fassen. Denn zwischen den Taten und den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators scheint ein Zusammenhang zu bestehen. Wer ist dieser Täter und warum ähneln seine Taten denen des "Knochenmanns" aus Amerika? Ab der erste Seite versteht es Marcel Feige Spannung aufzubauen und diese bis zur letzten Seite zu halten. Er hat authentische Charaktere mit Sera Muth und Dr. Robert Babicz geschaffen. Sera Muth, Türkin und unverheiratet versucht den Spagat zwischen westlicher Lebensweise und die Liebe zu ihrer Familie. Dr. Robert Babicz, Psychologe, ist gerade aus Amerika zurück und versucht sein Leben in Deutschland, dass er 4 Jahre zuvor fluchtartig verlassen hat, wieder aufzunehmen. Doch das fällt im sehr schwer und auch sein Bruder Max, ein erfolgreicher Geiger, kann ihm nicht wirklich helfen. Dann trifft er auch noch auf seine Ex-Verlobte Tania "Bo" Herzberg, die sich von ihrem neuen Ehemann getrennt hat und von ihm verfolgt wird. Die Geschichte um die Suche nach dem Täter wird in einem rasanten Tempo erzählt, die Kapitel sind kurz gehalten und besteht aus mehreren Erzählsträngen. Beeindruckt hat mich das Marcel Feige in seinem Thriller ganz ohne blutige Details der Taten auskommt und es dennoch schafft einem Gänsehaut zu verbreiten. Das Ende ist schlüssig und mehr als überraschend. Fazit: Wer auf der Suche nach einem guten Thriller mit gut durchdachter Story, rasantem Tempo und ohne blutige Details ist, wird an dem Buch von Marcel Feige auf jeden Fall seine Freude haben.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    NiliBine70

    NiliBine70

    10. June 2012 um 20:10

    Inhalt: Berlin macht seinem Ruf als schier überkochender Schmelztiegel auch in dieser Geschichte alle Ehre. Mehrere Dinge passieren fast gleichzeitig. Ein bekannter Szene-Discjockey, der gleichzeitig auch Sohn eines Senators ist, der just mit seiner Ausländerpolitik in die Schlagzeilen gerät, wird entführt. Dann taucht ein Video im Internet auf, darin der Discjockey, wie er gefoltert und wohl auch ermordet wird. Zunächst glauben alle, dies sei eine politisch motivierte Tat, passt es doch wirklich ausgesprochen gut zu den Drohungen, die gegen den Senator aus ausländischen Kreisen ausgestoßen werden. Doch warum wird die Presse auf eine gewisse Art und vor allem nur bestimmte Journalisten auf die Fährte der verstümmelten Leichen gesetzt, denn es werden noch etliche andere Morde auf gleiche oder ähnliche Art verübt. Hinzu kommt, dass ein Fall von häuslicher Gewalt in einer türkischen Familie die Gemüter der Öffentlichkeit erregt. Und auf diesen Fall wird Sera Muth, mit türkischen Wurzeln behaftete Polizeikommissarin, angesetzt. Schnell ahnt sie, dass sie damit nicht nur einen religiösen Konflikt auszufechten hat, sondern augenscheinlich auch in ihren familiären Reihen nicht ganz unschuldige Mitglieder existieren. Alleine das würde schon ausreichen, wäre da nicht ein aus Amerika heimgekehrter, sehr geheimnisvoller Kriminalpsychologe, Robert Babicz. Er hat in Amerika von sich reden gemacht, indem er den Fall des sogenannten „Knochenmanns“ aufgeklärt hat. Als er nun die verstümmelten, gehäuteten Leichen sieht, drängt sich der Verdacht auf, dass entweder der Knochenmann ihm gefolgt ist oder dass er einen „Fan“ hat, der ihn und sein Wirken imitiert. Nichts scheint klar und deutlich und leicht zu lösen und es taucht eine neue Leiche auf… Meine Meinung: Ein absoluter Hammer! Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und wurde auch nicht eine Sekunde enttäuscht! So viel Spannung, so viele Fragezeichen, die man während des Lesens unweigerlich im Kopf hatte, dann der Ehrgeiz, herauszufinden, wer denn nun was verbrochen hat, wer wohinter steckt. Wenn das Buch kein echter Kracher ist, dann weiß ich es wirklich nicht! Marcel Feige hat es durch seine Art, eine Geschichte zu erzählen, unterschiedliche Blickwinkel zu schaffen, die scheinbar völlig losgelöst sind, wirklich fertig gebracht, einen gänsehautverursachenden Thriller zu schreiben, den man eigentlich im Sommer lesen sollte, so eisekalt ist alles daran. Und dann kommt alles zusammen und man kriegt den Mund vor Staunen nicht zu und ich konnte mir nicht verkneifen, dass mir ein „Das darf doch jetzt echt nicht sein“ rausrutschte. Nicht zu verachten ist auch die Brisanz, die Aktualität, beschäftigt uns doch in diesen Tagen zu Genüge die Ausländerpolitik in allen Facetten, muss sich jeder von uns irgendwann positiv oder negativ damit auseinandersetzen. Ich finde es sehr mutig, dieses Thema hier zu verarbeiten, so anzuwenden, wie es nun vorliegt. Da ist die außergewöhnliche Kommissarin Sera Muth, so ganz anders, wie man sich landläufig –immer noch- eine Türkin vorstellt. Selbstbewusst, karriereorientiert und nicht unattraktiv. Und im krassen Gegensatz ist da auch noch die andere Sera, in der Familie, die ihren Freund verheimlicht, weil er verheiratet ist, sie nur eine ganz ganz heimliche Affäre haben, die sich aber augenscheinlich doch zu mehr entwickelt. Diesen Zwiespalt kann man förmlich fühlen und ich leide wirklich mit ihr mit, möchte ihr gern helfend zur Seite stehen. Aber man sollte jetzt bitte nicht annehmen, dass Marcel Feige sich auf dieses Thema konzentriert, weiß Gott nicht! Es ist eine Facette in diesem atmosphärisch superdichten Buch, die genau da hin gehört, wo sie ist. Fazit: Als Fazit würde ich sagen, ich möchte mehr davon lesen, ich war traurig, dass das Buch dann wie im Fluge an mir vorbeizog, der Film im Kopf dann endete. Und erst recht, als ich gelesen habe, dass es keinen Roman mit Sera Muth in Folge geben soll. Schade, ihr Lebensweg hätte mich jetzt doch mal interessiert. Aber ansonsten gibt’s wirklich nichts zu meckern. Ich war mitgerissen, gethrillt wie man so schön sagt und will mehr. Ich denke, dass „Kalte Haut“ für mich eins der Highlights dieses Jahr im Thriller-Bereich ist.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Natalie77

    Natalie77

    20. May 2012 um 19:05

    Rückentext: Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutet auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin. Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der "Knochenmann" nun zurück? Die ersten 50 Seiten: Robert Babicz ist zurück in Deutschland, er hat in den USA bei der Aufklärung einer Mordserie geholfen. Der Knochenmann hat seine Opfer gehäutet als sie noch am Leben waren. Sera eine junge türkische Kommissarin wurde zu einem versuchten Ehrenmord gerufen. in ihrer Umgebung sind nicht alle mit der Art wie sie ihr Leben lebt zufrieden. Tania ist Journalistin und kurz vor einer Beförderung. Während ihr Kollege vom Ehrenmord berichtet hat sie einen Artikel über die Straßenbahn in Berlin die nicht so fährt wie sie sollte. Dann ist das noch der Innensenator der gegen Ausländer hetzt... Meine Meinung: Endlich hat mich nach dem Unfall von Christoph ein Buch wieder so richtig fesseln können. Kalte Haut habe ich in einer Leserunde bei Lies & Lausch gelesen und ich mochte es nicht zur Seite legen. Unterteilt ist der Thriller in 5 Tage, die jeweils mit einem Zeitungsartikel beginnen. Das ist Nahe liegend wird doch die Journalistin Tania durch einen anonymen Anruf zur ersten Leiche geführt. Im Prolog lernt man Robert den Psychologen kennen und auch Jemanden der, doch sehr sadistisch, eine Frau bedroht. Das bringt die Spannung direkt stark nach oben. Auch in der weiteren Geschichte fällt diese nicht ab. Als Leser möchte man schließlich seine Fragen beantwortet haben und auch wenn es mehrere Personen gibt die involviert sind und auch mehrere Schauplätze wird es nie unübersichtlich. Es wechselt immer wieder zwischen Tania der Journalistin, Robert, dem Psychiater und Sera der Kommissarin und ihrer Ermittlungsarbeit. Durch kleinere Cliffhanger wird auch zwischen den Wechseln die Spannung erhalten zusätzlich gibt es kleinere Nebenhandlungen wie der versuchte Ehrenmord der jungen Türkin, der ganz Nebenbei aufgeklärt wird. Auch da bekommt der Leser seine Antworten. Das Ende war für mich sehr überraschend. Erst am letzten Tag in der Geschichte hatte ich eine Ahnung, die es allerdings auch nicht wirklich traf. Ich mag es ja mit zu rätseln, und Marcel Feige hat so viele Spuren und Verdachtsmomente gelegt das ich aus dem Rätseln nicht raus kam. Zum Schluss dann bekam ich aber alle meine Fragen beantwortet und wurde als zufriedener Leser zurück gelassen. Leider wird es kein Buch mehr mit der Ermittlerin Sera geben, aber im August erscheint bereits "Die Mädchenwiese" wenn auch unter dem Pseudonym Martin Krist, aber ebenfalls von Marcel Feige ;-)

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    antjemue

    antjemue

    20. May 2012 um 14:29

    Nicht nur ein Thriller! In einem meiner Lieblingsbuchforen – Lies&Lausch – werden regelmäßig Leserunden veranstaltet. Die Kurzbeschreibung: „Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutete auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin. Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der "Knochenmann" nun zurück?“ des neusten Thrillers „Kalte Haut“ vom Berliner Autor Marcel Feige hörte sich so gut an, dass ich den Anmeldeknopf betätigte. Stressbedingt war ich Anfang Mai einige Tage nicht im Forum unterwegs. Als mir die Postbotin dann einen großen Umschlag mit dem Absender M. Feige übergab und ich diesem das Buch mit Signatur und einer persönlichen Widmung entnahm, wurde ich richtig angenehm überrascht, denn von der Verlosung hatte ich absolut nichts mitbekommen. Meine Freude war riesig. So startete ich auch pünktlich zum Leserundenbeginn mit dem Buch und hatte es schon 3 Tage später ausgelesen. Hätte ich an den beiden Abenden zuvor nicht arbeiten müssen, wäre ich sogar noch schneller fertig gewesen. Von Anfang an war ich sowohl vom flüssigen und bildhaften Schreibstil sowie von den verschiedenen Themen innerhalb der Geschichte gefesselt. So beginnt die Geschichte als Zeitungsartikel mit der umstrittenen Äußerung eines bekannten Politikers. Im Buch ist natürlich der Name des Politikers reine Fiktion, an die reale Aussage, kann ich mich, auch wenn es schon ein paar Jahre her ist, noch recht gut erinnern. Führte diese doch in meinem nahen Umfeld auch zu heftigen Diskussionen. Die darauf folgenden Einblicke in das Leben der türkischen Familie, der ursprüngliche Fall der Kommissarin Sera Muth, die persönliche Situation der Journalistin Tania Herzberg, die eigenartige Beziehung des Fallanalytikers Dr. Robert Babicz zu seinem Bruder Max und das Geheimnis um den Grund seines Wegganges aus Deutschland, ich wusste lange nicht, worauf alles hinauslaufen wird, war aber schwer beeindruckt von dem, was ich zwischen den Zeilen las. Obwohl sich der Autor Zeit lässt, seine Protagonisten einzuführen, geschah dies auf so interessante Art und Weise, dass ich die Beschreibungen, Ausführungen und Dialoge zu keiner Zeit als langatmig betrachtete, sondern mich in das Geschehen integriert fühlte, Gemeinsamkeiten feststellte. Spannung baute sich schon hier durch gekonnt gesetzte Szenenwechsel auf. Als dann der erste Mord geschah, schaffte es der Autor sogar, obwohl eigentlich offensichtlich, mich einige Seiten über die Identität des Opfers grübeln zu lassen. Die Ermittlungsarbeiten und auch die damit verbundenen Querelen und Dienstanweisungen empfand ich als sehr realistisch dargestellt. Die persönlichen Zwiespalte und privaten Begebenheiten der Ermittler und anderer Protagonisten erzeugten bei mir Sympathien und Mitgefühl. Als sich dann immer mehr Parallelen zu dem von Robert in den USA bearbeiteten Fall des Knochenmannes und den aktuellen Ereignissen in Deutschland abzeichneten, rätselte ich natürlich mit, wer der kranke Mörder sein könnte. Teils ließ ich mich mit meinen Verdächtigungen von den Spuren des Autors leiten, teils hatte ich meinen eigenen, nicht ganz unbegründeten Verdacht. Durch die inzwischen geschaffene Dramatik immer hundertprozentig am Geschehen dabei, erlebte ich am Ende trotzdem die überraschende Aufklärung, die ich nie und nimmer vorausgesehen hätte. Im ruhigen Epilog, mit dem der Autor das Buch dann ausklingen ließ, wurden fast alle Fragen, die sich im Laufe des Buches aufgetan hatten, beantwortet. Trotzdem blieb etwas offen, was zwar mir zwar ein bisschen gegen die mir eigene Neugier ging, letztendlich die ganze Geschichte dann aber auch wieder realistisch wirken ließ. Marcel Feige war mir bislang vollkommen unbekannt. Dabei ist der 1971 geborene Autor kein Neuling. Im Netz konnte ich erfahren, dass er seit 2002 in Berlin hauptberuflich als Schriftsteller tätig ist. Seine Themenschwerpunkte sind das Großstadtleben: Livestyle, Szene und Subkulturen. Die bei Wikipedia aufgelisteten Titel, auch die unter seinem Pseudonym Christian Brandhurst, klingen verdammt interessant und erweiterten gleich meine Wunschliste. Resümee „Kalte Haut“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Zum Einen konnte ich bei dem vorliegenden Fall ordentlich mit fiebern und wurde gut unterhalten, Zum Anderen gefiel mir auch der Umgang mit der umstrittenen Äußerung des Politikers und die Darstellung der Auswirkungen, die hoffentlich viele Leser zum Nachdenken anregen. Von mir gibt es eine glatte Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Spatzi79

    Spatzi79

    29. April 2012 um 16:46

    Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Da ist einmal die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth, die den Spagat zwischen westlicher Lebensweise (Polizistin, über 30, unverheiratet, etc.) und der Liebe zu ihrer Familie meistern muss und gleichzeitig. Teilweise ziehen sich ihre Fälle bis in ihr Privatleben, als sie zum Beispiel einen versuchten „Ehrenmord“ an einer jungen Türkin untersuchen soll. Aber dann kommt ein weiterer Fall hinzu, der Sohn des Berliner Innensenators ist ermordet worden. Handelt es sich um einen politischen Mord oder was steckt dahinter? Unterstützt werden Sera und ihre Kollegen durch Robert Babic, einen Kriminalpsychologen, der gerade von einer mehrjährigen Ausbildung in den USA zurückgekommen ist. Dort war behilflich, einen Täter zu schnappen, der seine Opfer grausam gehäutet hat. Und ausgerechnet zu diesem Fall weist der Berliner Mord erschreckende Parallelen auf. Dann ist da noch die Journalistin Tania Herzberg, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat, was dieser jedoch nicht akzeptieren will. Zu Beginn braucht es ein Weilchen, bis diese verschiedenen Handlungsstränge zusammenlaufen, die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektiven sowie die kleinen Cliffhanger am Ende praktisch jedes Kapitels lassen aber auch hier schon keine Langeweile aufkommen. Gegen Ende hin wird das Tempo dann geradezu atemberaubend, da konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Gut gefallen hat mir die Einflechtung von Details über die türkische Lebensweise anhand der Kommissarin (auch wenn mich zu Beginn die vielen türkischen Sätze in den Unterhaltungen etwas im Lesefluss gestört haben). Sera war für mich der interessanteste Charakter des Buches und ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle, in denen Sera Muth ermittelt!

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. April 2012 um 15:08

    Ein Innensenator, der gegen kriminelle Ausländer hetzt; ein Attentat auf eine türkische Frau, die die Äußerungen zu bestätigen scheint. Und dann kommt es zum Mord an den Sohn des Innensenators, somit scheint der Mord politisch motiviert zu sein oder steckt da mehr dahinter? Das versucht das Team um Sera Muth und Robert Babicz herauszufinden. Das Buch beginnt anfangs mit drei, voneinander unabhängigen Handlungssträngen, de sich aber im weiteren Verlauf des Buches annähern, anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber einmal im Buch drin, ist das kein Problem mehr. Anfangs glaubte ich, ich werde von Grausamkeiten und blutrünstigen Szenen und detailreichen Beschreibungen überschüttet, aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn Marcel Feige hält sich mit derartigen Brutalitäten zurück, was ich als äußerst positiv empfand, denn ich bin ein Leser, der gern ohne derartige Grausamkeiten auskommen kann, denn das Kopfkino sorgt selbst bei Andeutungen für genügend Bilder. Die Figuren sind, auch durch ihre verschiedenen Hintergrundgeschichten und Persönlichkeiten, sehr authentisch und man freundet sich im Verlauf immer mehr mit ihnen an. Sehr ans Herz ist mir Sera Muth, die anfangs, auch durch ihren Lebensstil und ihren Ermittlungen in der türkischen Gemeinde sehr zwischen den Stühlen stand, da sie einer türkischen Familie entstammt, und es auch familiär Spannungen gibt. Zwar gibt es im Lauf des Buches die Möglichkeit auf den Mörder festzuschießen, was vielleicht das einzige kleine Manko in meinen Augen ist, aber was der Spannung trotzdem nicht abträglich ist. Denn das Tempo steigt auch von Kapitel zu Kapitel und man ist auf die Auflösung gespannt. Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es gibt einen gut ausgearbeiten Spannungsbogen und die Figuren sind auch sehr sympathisch und man hat auf jeden Fall viel Freude mit dem Buch.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Nina2401

    Nina2401

    15. April 2012 um 19:17

    In der Hauptstadt brodelt es. Der Berliner Innensenator Lahnstein macht sich gerade mit seinen fremdenfeindlichen Äußerungen bei Teilen der Bevölkerung unbeliebt, woran auch die örtliche Boulevardpresse nicht ganz unschuldig ist. Da wird sein Sohn auf ziemlich bestialische Weise ermordet. Die Ermittlungen leitet die türkisch-stämmige Kommissarin Sera Muth. Der kürzlich aus den USA zurückgekehrte Robert Babicz soll sie unterstützen. Zunächst tappen beide im Dunkeln. Sera befürchtet die Täter in der türkischen Gemeinde, während Robert in eine ganz andere Richtung denkt. In den USA war er maßgeblich daran beteiligt, den Knochenmann zu überführen. Hat er einen Nachahmer in Berlin gefunden? Die Zeit läuft den Beiden davon, denn kurze Zeit später taucht die nächste Leiche auf. Von Anfang an kam ich kaum zum Luft holen. Marcel Feige erzählt in gewohnter Manier überaus temporeich und sehr spannend. Er hat sehr interessante und authentische Charaktere geschaffen und mit Sera eine würdige Nachfolgerin von Paul Kalkbrenner - den treuen Lesern noch aus den vorherigen Krimis von Marcel Feige bekannt - kreiert. Seras Umfeld, die Probleme, mit denen sicher viele junge Türkinnen zu kämpfen haben, wurden sehr realistisch dargestellt. Außerdem konnte ich an den Gedanken des geheimnisvollen Profilers Robert teilhaben, was ich überaus interessant fand. Schon beim Prolog hatte ich Gänsehaut. Aber das Gruseln geschah nur in meiner Fantasie, denn Marcel Feige hat auch in diesem Buch auf allzu blutrünstige Schilderungen verzichtet und es mir überlassen, wie intensiv ich mir bestimmte Dinge vorstelle. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, denn ein wirklich guter Krimiautor braucht diesen blutigen Trash nicht, um Spannung zu erzeugen. Ich habe vor vielen Jahren die Hauptstadt besucht und Marcel Feige hat die besondere Atmosphäre dieser vielseitigen Metropole sehr gut eingefangen. Die in mehrere Erzählstränge und viele recht kurze Kapitel aufgeteilte Story ist sehr glaubhaft und atemberaubend geschrieben. Ich fieberte mit, ich ließ mich aufs Glatteis führen, aber das verzeihe ich gerne, auch die Cliffhanger, mit denen der Autor mich nach jedem Kapitel gequält hat, denn so muss ein spannendes Buch sein. Ich musste mich zu jeder Lesepause zwingen und war froh über ein Ende, das schlüssig und nicht vorhersehbar ist und … das viel Raum für eine Fortsetzung lässt. Meine Empfehlung für alle anspruchsvollen Krimileser, die sich nicht von blutrünstigen Details sondern lieber von einer intelligent konstruierten Story fesseln lassen möchten!

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Buchbahnhof

    Buchbahnhof

    25. March 2012 um 07:41

    Für einen Thriller geht es recht langsam los. Auf den ersten 100 Seiten nach dem Prolog werden in aller Ruhe die verschiedenen Figuren eingeführt. Man lernt Sera kenne, die türkische Polizistin, deren Onkel nicht mit ihrem Lebenswandel einverstanden ist. Sera ist eine mutige junge Frau, die ihren Weg in Deutschland auch gegen die Widerstände ihrer Familie geht und sich voll integriert hat. Außerdem lernt man Robert kennen, den Polizeipsychologen, der seinen Bruder Max wieder trifft, den er über vier Jahre nicht gesehen hatte. Robert scheint, obwohl Psychologe, selbst einiges mit sich herumzuschleppen. Was genau erfährt man nur häppchenweise, aber stetig bis zum überraschenden Ende. Man erfährt viel über die Familienverhältnisse von Sera. Eingeführt wird auch die Journalistin Tania, die sich von ihrem Ehemann getrennt hat, was dieser aber absolut nicht einsehen und akzeptieren will und die nach und nach immer mehr eine entscheidende Rolle in dem Buch spielen wird. Das Buch besticht durch sich immer weiter aufbauende Spannung, ohne allerdings die Schockelemente, die ich aus den Büchern von z. B. Cody McFadyen gewohnt war, was mir gut gefallen hat. Gerade die nicht atemlose, aber die dennoch immer aufrechterhaltene Spannung macht diesen Thriller so faszinierend. Die Handlung wird stetig voran getrieben und man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Nach den ersten 100 Seiten fangen die einzelnen Geschichten an sich immer mehr zu verweben, bis alles in einem großen Showdown endet. Die Geschichte ist logisch aufgebaut, ohne Sprünge oder Wendungen, die nicht nachvollziehbar waren. Robert ist ein spannender Charakter. Für einen Psychologen, der seine Ausbildung zum Profiler beim FBI gemacht hat bringt er den Fall erstaunlich wenig voran. Warum das so ist erschließt sich am Ende des Buches dann auch mit einem großen Knall. Mir persönlich war Robert von Beginn an ein solch unsympathischer Charakter, dass ich mich jedes Mal gefreut habe, wenn er wieder daneben lag oder er von Sera ausgebootet wurde. Gemein, ich weiß, aber irgendwie machte mir das Buch auch dadurch solchen Spaß. Sera war für mich ein sehr interessanter und sympathischer Charakter. Eine starke Frau, die entgegen der Mentalität ihrer Familie ihren Weg geht, aber dennoch ein ums andere Mal versucht in beiden Welten zu bestehen. Irritiert hat mich zu Beginn, dass jedes Mal, wenn das Buch in Seras Familie spielt der Satz zunächst auf türkisch gesagt wird und man dann die Übersetzung auf Deutsch serviert bekommt. Dadurch wurde das Buch an diesen Stellen recht schwer lesbar. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich diese Sätze dann auch einfach überlesen habe. Andererseits ist die Idee ziemlich gut, da es etwas ist, was man nicht in vielen anderen Büchern finden wird und was das Buch neben der Geschichte einzigartig macht. Mein Fazit: Ein lesenswerter Thriller, der mit einer logischen Handlung und einem sich durch das ganze Buch ziehenden Spannungsbogen besticht.

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  • Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

    Kalte Haut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. March 2012 um 19:12

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt; der Klappentext verspricht ja einiges. Folgt der Autor in seinem Thriller dem Trend, grausame Quälereien seitenlang und bis ins kleinste Detail zu beschreiben? Diese Frage kann ich mit "Nein" beantworten. Er hält sich bei der Beschreibung einzelner unschöner Szenen eher bedeckt und das tut meiner Meinung nach der Atmosphäre dieses Buches eher gut als das es ihm schadet. Marcel Feige setzt im ersten Drittel des Buches überwiegend auf eine genaue Beschreibung der Akteure, ihrer Lebens- und Arbeitsweise und dem Milieu, in dem sie in Berlin leben. Und das sehr authentisch, z. B. spricht die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth mit ihrer Familie türkisch. Ab dem zweiten Drittel nimmt die Story mehr und mehr an Fahrt auf, Handlungsstränge werden verknüpft und schon steckt der Leser mitten im Geschehen und wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Vom Anfang bis zum spektakulären Ende einfach nur gut. Fazit: Atmosphärisch dichter, spannend erzählter Thriller, der mit einigen Überraschungen aufwartet und sicherlich jeden Fan dieses Genres begeistern wird. Nicht nur für Berlin-Fans ein Muss. Der gelungene Auftakt einer Serie; ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

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