Marcel Möring

 4.1 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Modellfliegen, Eine Frau und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Marcel Möring

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Modellfliegen

Modellfliegen

 (7)
Erschienen am 22.04.2016
Eine Frau

Eine Frau

 (5)
Erschienen am 03.09.2009
In Babylon

In Babylon

 (5)
Erschienen am 28.07.1998
Das große Verlangen

Das große Verlangen

 (2)
Erschienen am 22.07.1998
Im Wald

Im Wald

 (1)
Erschienen am 29.04.2014
Der nächtige Ort

Der nächtige Ort

 (1)
Erschienen am 09.11.2011
Mendel

Mendel

 (1)
Erschienen am 01.11.2004

Neue Rezensionen zu Marcel Möring

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Minjes avatar

Rezension zu "Eine Frau" von Marcel Möring

Der Weg zu sich selbst
Minjevor 3 Jahren

Das Buch "Die Frau" von Marcel Möring erschien 2009 im Luchterland Literaturverlag. 2007 erschien das Original bei De Bezige Bij.

Die Handlung des Buches spielt im Jahr 2000 in Holland. Wir erfahren jedoch aus dem Leben der Protagonistin Ereignisse, die in Frankreich und Australien passiert sind.
Laura. 60 Jahre alt. Sie ist seit 20 Jahren Hotelbesitzerin. Inclusive Gourmet Restaurant. Und eines Tages- da ist alles aus. Sie flüchtet in einen Schrank und weint. Sie reisst sich zusammen und funktioniert weiter. Ein agressiver  Gast ruiniert ihre Gesundheit. Der Arzt muss kommen, und ihre Wunde nähen. Ihre ganze Vergangenheit hastet an ihr vorbei.
Was ist Schlimmes in ihrer Vergangenheit passiert? Was werden die Konsequenzen sein?

Thema: Verschiedenes wird im Buch angesprochen- Einsamkeit, Todesgedanken, schmerzhafte Erinnerungen. Die Frage: Kann man seine Vergangenheit lebenslänglich erfolgreich verdrängen?

Die Protagonistin  Laura, sie gefällt mir, Eine Frau, die Schlimmes erlebt hat. Eine Frau, die versucht, stark zu sein. Die versucht, ihr Leben erfolgreich zu bewältigen. Die alles, was ihr Gefühlsleben verwirren könnte, verdrängt.

Sprache und Stil sind hervorragend. Es ist wirklich ein Genuß, die Novelle zu lesen. Als ob der Autor mit viel Liebe und Hingabe ein Bild zeichnet und immer wieder bei wichtigen Details verweilt.

Spannung: Auch wenn die Handlung in der Gegenwart kurz ist, ist trotzdem eine Spannungskurve vorhanden, da es Rückblicke in die Vergangenheit von Laura gibt. Der Leser möchte wissen, was sie alles Schlimmes erlebt hat. Er ärgert sich, hätte vielleicht anders gehandelt. Am Ende die Erleichterung...

Fazit: ein literarisches Meisterwerk!

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serendipity3012s avatar

Rezension zu "Im Wald" von Marcel Möring

„… ich wollte, Du wärst glücklich und würdest es Dir selbst gestatten, glücklich zu sein.“
serendipity3012vor 4 Jahren

„… ich wollte, Du wärst glücklich und würdest es Dir selbst gestatten, glücklich zu sein.“

Seit zwanzig Jahren lebt Marcus Kolpa mit seiner Tochter Rebecca in einem Haus abgeschieden auf einem Hügel und führt ein zurückgezogenes Leben. Als Rebecca erst ein paar Monate alt war, hat seine Frau Chaja Marcus plötzlich verlassen: Ohne Koffer und ohne Erklärung verschwand sie, und Marcus hat all die Jahre nicht erfahren, wieso, ob Chaja noch lebt und wenn ja, wo sie sich aufhält. Marcus hat einen sehr erfolgreichen Roman geschrieben, der es ihm erlaubt, finanziell unabhängig zu leben und sich ganz der Erziehung seiner Tochter zu widmen, auf die er sich völlig konzentriert. Rebecca aber ist nun erwachsen, wird ausziehen und nach London gehen.

„Im Wald“ lebt Marcel Mörings Protagonist also schon sehr lange, als Bewegung in sein Leben kommt und der Roman einsetzt: Seine Tochter geht. Seine Mutter, nach Israel ausgewandert – sie sind Juden – und in den letzten Jahren nur noch selten zu Besuch gekommen, stirbt, und Marcus fliegt nach Israel, um ihren Nachlass zu regeln. Er muss feststellen, dass er nicht nur fast nichts über ihr Leben wusste, sondern auch, dass dort niemand von seiner Existenz weiß. Er beginnt – nach langer Zeit – wieder Fragen zu stellen. Wird er doch noch herausfinden, wer sein Vater war? Seine Mutter hatte ihm dies zeitlebens verheimlicht. Und Chaja? Wird sich ihr Verschwinden doch noch aufklären?

„Im Wald“ erzählt vom Leben des Marcus Kolpa, der sich nach einem Schicksalsschlag von der Welt zurückgezogen hat. In Rückblenden erfährt der Leser von seinem früheren Leben, von der Beziehung zu seiner Frau, seiner großen Liebe, die eines Nachts einfach verschwand.

„Was wirst Du jetzt machen?“, fragte er.
„Ich werde mein Kind großziehen. Ich werde atmen. Ich werde Essen kochen und es essen. Und es wird der Tag kommen, an dem ich davon ausgehen muss, dass sie nicht mehr wiederkommt.“


Marcel Mörings Roman erzählt in teils nüchternem, lakonischen Ton, aber dennoch eindringlich von seinem Protagonisten, der es sich abgewöhnt hat, etwas vom Leben zu erwarten und sich von der Welt zurückgezogen hat. Der abgestumpft ist, zumindest ein wenig. Der feststellt, dass es sich doch lohnen könnte, Fragen zu stellen und für Neues offen zu sein. Es ist nie zu spät, um noch einmal etwas zu ändern, auch nicht, um sich selbst zu ändern. Der Leser geht mit Marcus auf seine Reise in die Vergangenheit und schließlich in die Gegenwart, in der Hoffnung, dass doch noch etwas auf ihn wartet. Ein überzeugend gezeichneter Charakter, dieser Marcus Kolpa, mit dem man gern mitfiebert. Und eine gut erzählte Geschichte, in die man nur zu gern eintaucht.

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Aruns avatar

Rezension zu "Modellfliegen" von Marcel Möring

Novelle aus Holland
Arunvor 5 Jahren

Modellfliegen von Marcel Möring

Ein Buch aus unserem Nachbarland Niederlande.

Auf nur 120 Seiten erzählt und der Autor in Form einen Novelle die Geschichte einer Familie,

Vater – Philip, Mutter – Julia und Sohn David.

Die Handlung setzt ein in den 50er Jahren des letzten Jahrhundert im Holland der Nachkriegszeit.

Der 12 jährig David als Icherzähler berichtet uns aus seinem Leben und dem seiner Eltern.

Es gibt Rückblicke auf die Jugend seines jüdischstämmigen Vaters und seiner Mutter aus wohlhabenden Elternhaus, über Kriegserlebnisse bis zum kennenlernen der Beiden mit folgender Hochzeit und seiner Geburt.

Aktuell besucht er das Gymnasium, beide Elternteile sind ohne Arbeit und versuchen sich mit Nebenbeschäftigungen über Wasser zu halten.

Ein alter Freund seiner Eltern taucht auf der eine tragende Rolle im Fortbestand seiner Familie spielen soll. Mit ihm erlebt er auch einige Dinge die im Zusammenhalt mit seiner großen Leidenschaft dem Kochen stehen.

Meine Meinung: Eine gut zu lesende Lektüre die für meinen Geschmack etwas zu kurz war, gerne hätte ich mehr über die Personen, Umstände und Hintergründe erfahren.

Der Autor versteht es Dinge zu umschreiben aber immer treffend zu bleiben!

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