Marcel Proust

 4 Sterne bei 230 Bewertungen
Marcel Proust

Lebenslauf von Marcel Proust

Valentin Louis Georges Eugène Marcel Proust wurde 1871 in Paris geboren. Der Schriftsteller und Sozialkritiker veröffentlichte in seinen 51 Jahren einige Romane, sein Hauptwerk war dabei "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", ein Roman der in sieben Bänden erschien und sich mit der subjektiven Welt des "Ich" beschäftigt. In dieser fiktiven Autobiograhie beschäftigt er sich vorwiegend mit dem Thema der Erinnerung, aber auch mit der mondän-dekadenten Gesellschaft der Jahrhundertwende. Dieses Motiv der versagenden Erinnerungen, kombiniert mit den Konsequenz der Subjektivität der menschlichen Wahrnehmung, macht Prousts Romane zu literaturhistorisch bedeutenden Werken. Proust beendete nach dem Gymnasium ein juristisches Studium ohne Examen, absolvierte aber einen geistenwissenschaftlichen Studiengang erfolgreich. !895 nahm er eine unbezahlte Stelle als Bibliothekar an. 1919 erhielt Proust den Prix Goncourt, die höchste französische Auszeichnung für Literatur. Außerdem wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Marcel Proust starb am 18. November 1922. Eine beachtliche Zahl seiner Jugendbriefe wurde seit 1926 posthum veröffentlicht.

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

 (36)
Erschienen am 01.09.2010
Eine Liebe Swanns

Eine Liebe Swanns

 (34)
Erschienen am 01.03.2004
In Swanns Welt

In Swanns Welt

 (25)
Erschienen am 06.10.2010
Unterwegs zu Swann

Unterwegs zu Swann

 (13)
Erschienen am 29.11.2004
Im Schatten junger Mädchenblüte

Im Schatten junger Mädchenblüte

 (9)
Erschienen am 29.11.2004
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

 (9)
Erschienen am 20.11.2000
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

 (5)
Erschienen am 06.03.2009

Neue Rezensionen zu Marcel Proust

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glowingglooms avatar

Rezension zu "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust

M.Proust
glowinggloomvor einem Jahr

4185 Seiten; von nun an wird mich kein Buch mehr wegen seiner Seitenzahl zurückzucken lassen. Habe 3 ½ Monate dafür gebraucht. Auf der Handlungsebene geht es in dem Roman u.a. um das gesellschaftliche Leben in französischen Adelskreisen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts (das als unglaublich dünkelhaft geschildert wird), den leidenschaftlichen Antisemitismus in Frankreich (insbesondere im Zusammenhang mit der Dreyfus-Affäre), die Homosexualität (vorwiegend die männliche Form), die pathologische Eifersucht des Ich-Erzählers (also von Proust selbst, in diesem autobiografischen Roman). Der Roman folgt der Literatur-Theorie von Proust, die im letzten Band erläutert wird und die aus dem subjektiven Empfinden der Erinnerung an die eigene Vergangenheit schöpft (wobei ich nicht sicher bin, ob ich Proust´s Theorie verstanden habe). Ich finde die Schachtelsätze von Thomas Mann sind Sprachkunstwerke, die man sich ausschneiden und einrahmen möchte. Die langen Sätze von Proust finde ich quälend zäh, manchmal am Rande des Zumutbaren. Ich vermute, dass die Sprache bei der Übersetzung auf der Strecke geblieben ist. Thematisch fand ich den Roman teilweise interessant aber die Sprache hat mir die Lektüre verleidet.   

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Rezension zu "Unterwegs zu Swann" von Marcel Proust

Man braucht Geduld, aber wird belohnt...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

 Marcel Proust hat mit seinem siebenbändigen Zyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" wohl das berühmteste literarische Großprojekt des 20. Jahrhunderts geschrieben. Das insgesamt 5300 Seiten starke Romanwerk wurde in unzähligen Artikeln und Analysen studiert und verarbeitet und ist in seinem erzählerischen Detailreichtum bis heute unerreicht.

Der fiktive Ich-Erzähler (Proust orientierte sich an eigenen Lebenssituationen und vermischte sie mit Fiktion) erinnert sich an Kindertage und Jugendzeit, wobei Proust die Technik des sogenannten "Bewusstseinsstroms" angewendet hat, die auch James Joyce und Virginia Woolf seinerzeit benutzten. In absolut konsequenter Weise beschreibt der Erzähler extreme Details des damaligen täglichen Lebens, Eigenarten in der Familie und von Freunden; Landschaftsbeschreibungen nehmen stellenweise mehrere Seiten ein und das Eintauchen eines Stückes Sandkuchen in den Tee wird über mehrere ausgedehnte Absätze zelebriert.

Das erfordert vom Leser extreme Geduld und ein Fallenlassen in die wunderschöne, sehr komplexe Sprache. "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist kein Buch zum Schnelllesen. Spannung: Fehlanzeige. Action erübrigt sich sowieso. Ich habe sehr lange an dem Buch gelesen, da ich mit Absicht pro Tag lediglich exakt 10 Seiten genossen habe, nicht mehr und nicht weniger. Auf diese Weise bleibt man in der Handlung, aber wird von der schieren Textmasse nicht überfordert, denn Proust verwendete nicht wirklich kurze Sätze, sondern schrieb ab und an wahre Satzungetüme, die man ansonsten nur von Thomas Mann kennt.
Nichtsdestotrotz wollte ich jederzeit wissen, wie es weitergeht, wollte den Erzähler durch seine täglichen Erlebnisse begleiten und neue Charaktere, neue Beschreibungen von Städten und Natur lesen. Ein Buch, das erarbeitet werden will, aber dafür mit wunderbarer Sprache belohnt, die heutzutage leider vollkommen ausgestorben ist.

Jeder Literaturinteressierte sollte zumindest einen Blick in Band 1 hineinwerfen und sich nicht vom gewöhnungsbedürftigen Stil und dem quälend langsamen Beginn abschrecken lassen. Es lohnt sich!

Fazit: Ein wunderschön geschriebenes, mit viel Ironie und absolut detailreichen Beschreibungen durchsetztes Jahrhundertwerk. Großartig!

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tara_tonkss avatar

Rezension zu "In Swanns Welt" von Marcel Proust

Rezension zu "In Swanns Welt" von Marcel Proust
tara_tonksvor 6 Jahren

In diesem Band sind die ersten beiden Bücher von Proust's Werk: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit".
Der Schreibstil Prousts ist unglaublich schön. Man kann sich leicht in seine Welt hinein träumen. Jedoch sind dieser endlosen Schachtelsätze manchmal sehr schwer zu folgen. Doch wenn man sich Zeit nimmt, und einmal in eine andere Welt, eine Welt der vergangenen Zeit, kennen lernen möchte, dann ist man bei Proust ehr richtig. Vor allem wird die Liebe thematisiert. Die Liebe in allen Variationen.

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Gespräche aus der Community

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Hat überhaupt irgendwer hier bei Lovelybooks Prousts gesamte "Suche nach der verlorenen Zeit" gelesen? Wenn ja, dann wie (in einem Rutsch, alle 7 Bände hintereinander oder über viele Jahre hinweg)?
Fauns avatar
Letzter Beitrag von  Faunvor 6 Jahren
Bücher, in die man sich nicht hineinkämpfen muss, lohnen nicht. Irgendwann löst sich der Kampf in Geniessen auf, ein ähnlicher Effekt soll sich ja angeblich auch beim Marathonlaufen einstellen ;-) Den "Ulysses" habe ich zuerst mit ca. 14 gelesen (in einer deutschen Übersetzung). Ich fand den Stil bzw. die Erzählweise zwar faszinierend, aber Vieles habe ich nicht verstanden, zumal ich damals gar nicht wusste, dass Ulysses der englische Name für Odysseus ist, ich also auch nicht verstanden habe, dass Mr. Bloom seine persönliche Odyssee an einem Tag durchlebt, obwohl ich Ilias und Odyssee (in Prosa aufgelöst, als so eine Art Volksbuch) vorher bereits mehrmals gelesen hatte. Ungefähr 20 Jahre später habe ich den "Ulysses" im englischen Original gelesen, dann schon mit wesentlich mehr Genuss und weniger Kampf. Ich bin mal gespannt, wie lange es bis nächsten Durchgang dauert ;-) Falls man sich noch etwas "motivieren" muss, den "Ulysses" zu lesen, empfehle ich die Lektüre von Arno Schmidts (Funk)Essays, insbesondere "Der Triton mit dem Sonnenschirm" und "Das Buch Jedermann". Die wahre Herausforderung ist dann natürlich noch "Finnegan's Wake", auch dazu gibt es etwas von Arno Schmidt ("Das Geheimnis von Finnegans Wake"). Laut Schmidt hat das Werk von Joyce "zwei Gipfel", "Finnegans Wake" und "Ulysses", wobei hier "Gipfel" in erster Linie etwas mit Erklimmen zu tun hat! Aber Vorsicht!: Auch in Arno Schmidt (der ja selbst mit "Zettels Traum" ein Werk von odysseeischen Ausmaßen verfasst hat) muss man sich hineinkämpfen ;-)
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Zusätzliche Informationen

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Paris (Frankreich) geboren.

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