Marcel R Klapschus Der Rote Ozean

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Inhaltsangabe zu „Der Rote Ozean“ von Marcel R Klapschus

Wir schreiben das Jahr 2027.Ein Glaubenskrieg erschüttert die Welt und unmittelbar nach der Erscheinung eines wundersamen Riesen in Jerusalem färben sich die Meere tiefrot. Es regnet Blut vom Himmel und riesige Flutwellen begraben erst die Küstenstädte und dann immer größere Länder auf der ganzen Erde unter sich.In diesem Chaos begegnen sich Brian und Khayra, die sich lieben und hassen lernen, die unsagbares Leid erfahren und deren junge, geschundene Seelen immer lauter nach Vergeltung schreien. Ihre Herkunft und ihr Glaube machen sie zu Feinden und doch führt das Schicksal die beiden jungen Menschen immer wieder zusammen. Sie kämpfen mit ihrem Glauben und ihrem Gewissen in einer Welt, die langsam in den tosenden Fluten des Roten Ozeans versinkt, in der niemand mehr fähig ist, sein Tun zu hinterfragen und in der eine ganze Zivilisation im Begriff ist, sich selbst zu vernichten.Eine mitreißende Geschichte, die Genregrenzen zwischen Fantasy, Dystopie und Thriller einreißt und die näher an der Realität zu sein scheint, als man glauben möchte.

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    Der Rote Ozean

    Originaldibbler

    07. May 2014 um 02:00

    Im Jahr 2027 färben sich die Meere rot und verschlingen nach und nach die Landmassen der Erde. Darauf hin entbrennt ein weltumspannender Krieg zwischen Christen und Moslems, die sich gegenseitig die Schuld an diesem "Wunder" geben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der christliche Halbaraber Brian, der den Krieg, weitere "Wunder" und natürlich auch allerhand Zwischenmenschliches auf Seiten der Christen miterlebt. Die Handlung schreitet schnell voran und es gibt einige Überraschungen, die es wohl rechtfertigen diesen dystopischen Roman nicht nur der Phantastik zuzuordnen, sondern ihm auch stilistische Anleihen aus der japanischen Literatur zu attestieren. Trotz der schnellen und unterhaltsamen Story, würde ich das Buch nicht als Unterhaltungsliteratur einstufen. Es wirft viele Fragen auf und regt dazu an über die aktuelle politische und religiöse Lage in der Welt nachzudenken. Ein Buch an dem nicht nur Leser phantastischer Literatur, sondern auch das Feuilleton gefallen finden müssten. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Der Rote Ozean" von Marcel R Klapschus

    Der Rote Ozean

    momo15

    28. July 2011 um 12:12

    Der rote Ozean ist ein Roman, in den man sich sehr gut hineinversetzen kann. Dazu hat man zwei Protagonisten, Brian und Khayra. Beide durchleben in Zeiten des Krieges und mit dem Verlust von Familie und Freunden, wie schwer es ist, neues Vertrauen und vor allem neue Hoffnung zu entwickeln. Auf diesem schweren Weg treffen sie viele Entscheidungen, teilweise auch sehr naiv und scheinbar unüberlegt. Deshalb geraten sie an ihre Grenzen. Als Leser erscheint der teilweise eingeschlagene Weg als falsch und undurchschaubar, denn bis zum Schluss muss man darum zittern, dass Brian und auch Khayra wieder einen Weg zu sich selbst finden, mit dem beide auch zufriedener sein können.  Dennoch lernen sie, über sich selbst hinauszuwachsen und stellen sich den Herausforderungen. Ich finde diesen Roman empfehlenswert, zumal er einem wieder bewusst macht, wie wichtig es ist, zu hinterfragen, anstatt immer einfach alles hinzunehmen.

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  • Rezension zu "Der Rote Ozean" von Marcel R Klapschus

    Der Rote Ozean

    AArndt

    27. May 2011 um 21:19

    Nachdem ein übernatürliches Wesen erschienen ist und augenblicklich wieder vernichtet wurde, bricht ein Krieg aus. Und der Leser ist sofort mittendrin im Geschehen, das fortan nicht wieder loslässt. Das Wasser in den Flüssen und Ozeanen färbt sich rot, steigt immer höher und verschlingt unaufhaltsam ganze Landstriche und Kontinente, bis nur noch kleine Teile von Amerika übrigbleiben. Der Junge Brian verliert seine Familie während eines Atomschlages und wird Soldat. Er erblickt das ganze Ausmaß des Geschehens, als er mit einem Helikopter über den Ozean fliegt. Auch als Leser ist man nachhaltig von diesem Bild gebannt. Die blutrote Farbe begleitet durch den gesamten Roman. Auf der Erde tobt ein Krieg der Religionen: Zwischen Christen und Moslems. Die Konflikte zwischen ihnen werden plastisch beschrieben. Man muss als Leser aber keinem Glauben angehören, denn die Botschaft des Romanes ist allgemeingültig. Marcel Klapschus entwirft eine eigenständige, lebendige Fantasy-Welt mit frischen Stil-Elementen. Es ist eine Geschichte um Liebe, Glaube, Krieg und dem Anderssein. Die Botschaft lautet: Niemals die Hoffnung aufgeben. Da ist zum Beispiel der Engel Dederkea, der eine geheimnisvolle Mission verfolgt. Brian wird zum Erlöser auserkoren, auch wenn er sich nicht als solcher sieht. Er soll den Menschen eine Botschaft vermitteln, die er selbst zunächst nicht begreift. Die Verblendung der Menschen wird stellvertretend am Beispiel Brians vorgeführt. Er macht bittere Erfahrungen und erhält die Einsicht, dass ein Rachefeldzug, um den Tod seiner Familie zu rächen, nicht der richtige Weg sein kann. Brian fragt sich zunehmend, ob die Menschen ein gescheitertes Experiment Gottes seien. Am Ende offenbart sich die Sinnlosigkeit des Krieges. Letzten Endes geht es um menschliche Werte wie Liebe, Achtung, Mitleid, Nächstenliebe. Damit hat Marcel Klapschus ein zeitloses Thema aufgegriffen. Das Buch enthält viele originelle Ideen. Vor allem auch die Beschreibung der geheimnisvollen Insel, auf der Brian abstürzt und die Geschehnisse in einem unterirdischen Höhlensystem verbreiten Endzeit-Stimmung pur. Brian lauscht in einer Höhle den weisen Worten eines Engels – der von Hoffnung und einer besseren, friedlicheren Zukunft erzählt. Auch die Traumsequenzen sind dicht und plastisch erzählt. Der Aufbau der Geschichte folgt einem strikten Konzept. Die Charaktere sind nur rudimentär beschrieben, auch die Handlungsorte werden nur angedeutet. Aber das erwarte ich auch nicht von solch einem Roman. Die bildhafte Sprache transportiert den Inhalt wunderbar und erzeugt lebendige Bilder vom Rot des Wassers und den verwüsteten Städten im Kopf. Dieses Phänomen ist der wahre Pluspunkt und die besondere Stärke des Romanes. Beim Lesen glaubt man, einen Film zu sehen, der farbenprächtig und düster vor dem inneren Auge abläuft. Wenn Brian sich auf seinem Feldzug gegen die vermeintlichen Attentäter und Mörder der mystischen Erscheinung und seiner Familie befindet, wird die Erzählung emotional und reißt erzählerisch mit. Dies ist eine Utopie mit Thriller-Elementen und Endzeitromantik, die emotional sehr packt. Schon lange habe ich keinen solchen Fantasy-Roman gelesen, der trotz seiner schlichten Sprache eine Tiefe besitzt und auf jeder Seite mit dem Haupthelden mitfiebern lässt. Der Roman ist flüssig geschrieben, liest sich sehr gut. Zudem ist der Leser gefordert, mitzudenken, Deutungen und Zusammenhänge selbst herzustellen. Ab der zweiten Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da die Handlung rasant vorangeht. Ich bin abgetaucht in die Welt des Roten Ozeans und habe gern diese fremdartige Welt entdeckt.

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  • Leserunde zu "Der Rote Ozean" von Marcel R Klapschus

    Der Rote Ozean

    MarcelK

    Mein Dystopisches-Werk "Der Rote Ozean" sorgt immer wieder für kontroverse Diskussionen: Ist der Autor uns nicht eine ganze Menge Antworten schuldig geblieben? Oder habe ich mich als Leser selbst dabei ertappt, dass ich lieber nach der Meinung des Autoren rufe, statt mir meine Antworten selbst zu suchen? Darf man im Phantastik-Genre mit moderner Kriegsführung, wundersamen Riesen und blutroten Weltmeeren um sich werfen, ohne gänzlich mit der Realität zu brechen? Ist Fantasy überhaupt noch Fantasy, wenn die Geschichte so bedrohlich nah mit unserer Zukunft verwoben ist, dass uns der Roman die Flucht in eine heitere Märchenwelt der Schurken und Helden versperrt? Ich bin auf eure Meinungen, Kritiken in dieser Leserunde sehr gespannt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen, diskutieren, kritisieren, philosophieren... Aus dem Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2027.Ein Glaubenskrieg erschüttert die Welt und unmittelbar nach der Erscheinung eines wundersamen Riesen in Jerusalem färben sich die Meere tiefrot. Es regnet Blut vom Himmel und riesige Flutwellen begraben erst die Küstenstädte und dann immer größere Länder auf der ganzen Erde unter sich.In diesem Chaos begegnen sich Brian und Khayra, die sich lieben und hassen lernen, die unsagbares Leid erfahren und deren junge, geschundene Seelen immer lauter nach Vergeltung schreien. Ihre Herkunft und ihr Glaube machen sie zu Feinden und doch führt das Schicksal die beiden jungen Menschen immer wieder zusammen. Sie kämpfen mit ihrem Glauben und ihrem Gewissen in einer Welt, die langsam in den tosenden Fluten des Roten Ozeans versinkt, in der niemand mehr fähig ist, sein Tun zu hinterfragen und in der eine ganze Zivilisation im Begriff ist, sich selbst zu vernichten.Eine mitreißende Geschichte, die Genregrenzen zwischen Fantasy, Dystopie und Thriller einreißt und die näher an der Realität zu sein scheint, als man glauben möchte. Mehr über den Roman: http://www.der-rote-ozean.de http://www.marcel-klapschus.de Pressestimmen: ''Marcel René Klapschus hat ein äußerst spannendes Szenario zwischen Krieg, japanischem Fantasy und aktuellen, realen Konflikten dieser Welt erschaffen.'' blackfear.de ''Der Rote Ozean [...] ein Roman, der eben durch seine erfrischende Art sehr zu empfehlen ist. '' 3,5/5 Punkte legimus.de ''Ein packendes, überaus beklemmendes Endzeitdrama, dass gerade vor den Ereignissen der aktuellen Weltgeschichte Herzklopfen beim Leser verursacht.'' 9/10 Sterne buchtips.net ''Eine Empfehlung für Liebhaber von Dystopien und Endzeit-Romane mit phantastischen Elementen'' 8/10 Sterne grimoires.de

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    • 6

    Buecherwurm1973

    19. May 2011 um 11:41
  • Rezension zu "Der Rote Ozean" von Marcel R Klapschus

    Der Rote Ozean

    Dirk-Radtke

    18. May 2011 um 21:40

    Im Jahre 2027 entbrennt ein verbitterter Krieg zwischen Christen und Moslems, ausgelöst durch eine unglaubliche Erscheinung, deren Vernichtung den drohenden Untergang der Menschheit nach sich zieht, und in einem immer verbisseneren Kampf endet. In diesem Chaos findet sich der junge Halb-Araber Brian wieder, der tiefer in die Ereignisse verwickelt ist, als er eigentlich glaubt. An der Stelle beginnt eine Erzählung, welche sich aus den Genres Fantasy, Drama und Science Fiction zusammensetzt, die der Autor Marcel Klapschus in eigenem Schreibstil verständlich rüberbringt. Dabei verzichtet er auf unnötige Ausweitungen diverser Situationen, sodass sich das Buch weiten teils „auf den Punkt gebracht“ liest. Man durchläuft ein Endzeitszenario, welches in der beschriebenen Form ungerne erlebt werden möchte, zumal sich einige Szenen bildlich im Kopf festsetzen. Leider bleiben für den Leser am Ende einige Fragen, die der Text aufwirft, unbeantwortet, was aber vom Autor durchaus gewollt ist, und zu tieferem Nachdenken anregen soll! Für alle Quereinsteiger der erwähnten Genres finde ich dieses Buch als Empfehlenswert, da es so gut wie keines der Genreverwandten Klischees bedient, sondern im eigenen, auserwählten Stil daherkommt.

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  • Lesung: Der Rote Ozean (Marcel René Klapschus) am 21.05. in Hamburg

    Der Rote Ozean

    MarcelK

    12. May 2011 um 10:09

    Am 21.05 lese ich in der Jupi-Bar im Hamburger Gängeviertel aus meinem neuen Endzeitdrama "Der Rote Ozean". ------------------ Aus dem Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2027.Ein Glaubenskrieg erschüttert die Welt und unmittelbar nach der Erscheinung eines wundersamen Riesen in Jerusalem färben sich die Meere tiefrot. Es regnet Blut vom Himmel und riesige Flutwellen begraben erst die Küstenstädte und dann immer größere Länder auf der ganzen Erde unter sich.In diesem Chaos begegnen sich Brian und Khayra, die sich lieben und hassen lernen, die unsagbares Leid erfahren und deren junge, geschundene Seelen immer lauter nach Vergeltung schreien. Ihre Herkunft und ihr Glaube machen sie zu Feinden und doch führt das Schicksal die beiden jungen Menschen immer wieder zusammen. Sie kämpfen mit ihrem Glauben und ihrem Gewissen in einer Welt, die langsam in den tosenden Fluten des Roten Ozeans versinkt, in der niemand mehr fähig ist, sein Tun zu hinterfragen und in der eine ganze Zivilisation im Begriff ist, sich selbst zu vernichten.Eine mitreißende Geschichte, die Genregrenzen zwischen Fantasy, Dystopie und Thriller einreißt und die näher an der Realität zu sein scheint, als man glauben möchte. -------------------- Näheres zum Roman erfahrt ihr auf http://www.der-rote-ozean.de Eine kleine Kostprobe gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=bTm5H4ivayI&fmt=18 Ich freue mich auf euer Kommen ;-)

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  • Rezension zu "Der Rote Ozean" von Marcel R Klapschus

    Der Rote Ozean

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. April 2011 um 15:51

    (INFO: Ich habe im Rahmen meiner freien Mitarbeit bei Periplaneta dieses Buch gesetzt und mitgestaltet. Und außerdem habe ich zur Entscheidung beigetragen, diesen Autor unter Vertrag zu nehmen. Die Rezension ist der Grund, warum. Keine Schleichwerbung, deshalb auch diese Info.) "Der Autor ist blutjung und Blut ist auch das alles durchtränkende und verschlingende metaphorische Element dieses aufrichtigen und sehr berührenden Werkes. Man soll ja nicht Eigenheiten, Intensionen und Werdegang des Urhebers bemühen, um sich seinem Werk zu nähern, ich mache es trotzdem, denn Authentizität und Schmerz im Anbetracht des Gegenwärtigen hat hier Pate gestanden und einem, ich hasse dieses Wort, Jungautor eine wirklich traurige, stellenweise erschütternde Dystopie abgetrotzt. Gut so. Ungünstig für das Verständnis erscheint mir dabei nur die alles durchdringende Verweigerung, einem Genre zu folgen oder eine Meinung zu vertreten. Marcel René Klappschus lässt Armeen, ganz wie in den jüngsten Kriegen der Nato gegen wen auch immer, aufmarschieren, Atombomben explodieren und science fiction like rießige High-Tech-Archen erstehen und inmitten dieser Szenarien, die genau so auch heute passieren könnten, lässt er Wunder geschehen, Engel erscheinen, einen Riesen das Ende der Welt verkünden usw... Dabei irrt er stilistisch zwischen Graphic Novel, Roman und Tagebuch-Eintrag umher, ähnlich wie sein Held durch die versinkende Welt stolpert. Das mag an manchen Stellen unfreiwillig sein, jedoch passt es zum Plot, wie ich finde, sehr gut. Mit der Phrase "Vielschichtig" umschreibt man jene angenehme Eigenschaft eines Textes, auch nach mehrmaligem Lesen interessant zu bleiben. Das verursacht sicherlich dem erklärungsverwöhnten Konsumenten der "westlichen" Welt einiges Bauchweh, da uns "Der rote Ozean" einige Erklärungen schuldig bleibt. Aber gerade deshalb ist dieses Buch ein Film, der in jedem Kopf anders aussehen wird und der gerade deshalb fasziniert, weil er die individuellen Gedanken an ein derartiges Ende dem Lesenden abverlangt. Überhaupt ist Literatur, die verlangt, die sich Konventionen verweigert, in unserer Instant-Fertigfutter-Welt nicht gern gesehen. Mit Mitte 20 schreibt man ja eigentlich über verflossene Lieben, postpubertäre Missgechicke oder rüde Gewaltphantasien und geht den Lesern lieber ans Zwerchfell oder ans Geschlechtsteil, aber eben nicht an die Nieren. Möge uns "Der rote Ozean" eines Besseren belehren." (as bookworm23)

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  • Lesung: Der Rote Ozean (Marcel René Klapschus) am 14.05 in Berlin

    Der Rote Ozean

    MarcelK

    22. April 2011 um 13:03

    Am 14.05 lese ich im periplaneta Kreativzentrum aus meinem neuen Endzeitdrama "Der Rote Ozean". ------------------ Aus dem Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2027.Ein Glaubenskrieg erschüttert die Welt und unmittelbar nach der Erscheinung eines wundersamen Riesen in Jerusalem färben sich die Meere tiefrot. Es regnet Blut vom Himmel und riesige Flutwellen begraben erst die Küstenstädte und dann immer größere Länder auf der ganzen Erde unter sich.In diesem Chaos begegnen sich Brian und Khayra, die sich lieben und hassen lernen, die unsagbares Leid erfahren und deren junge, geschundene Seelen immer lauter nach Vergeltung schreien. Ihre Herkunft und ihr Glaube machen sie zu Feinden und doch führt das Schicksal die beiden jungen Menschen immer wieder zusammen. Sie kämpfen mit ihrem Glauben und ihrem Gewissen in einer Welt, die langsam in den tosenden Fluten des Roten Ozeans versinkt, in der niemand mehr fähig ist, sein Tun zu hinterfragen und in der eine ganze Zivilisation im Begriff ist, sich selbst zu vernichten.Eine mitreißende Geschichte, die Genregrenzen zwischen Fantasy, Dystopie und Thriller einreißt und die näher an der Realität zu sein scheint, als man glauben möchte. -------------------- Näheres zum Roman erfahrt ihr auf http://www.der-rote-ozean.de Eine kleine Kostprobe gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=bTm5H4ivayI&fmt=18 Ich freue mich auf euer Kommen ;-)

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  • Frage zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke

    Jennifer Ehlert

    Mich würde interessieren: Was war das scheinbar unspektakulärste Erlebnis, das auf "dem Weg" dennoch einen Eindruck hinterlassen hat und eventuell sogar noch einmal beim Schreiben des Buches in Erinnerung geriet?

    • 7
  • Rezension zu "Der Rote Ozean" von Marcel R Klapschus

    Der Rote Ozean

    Ati

    26. March 2011 um 15:44

    Der 1986 im damaligen West-Berlin geborene Autor veröffentlichte sein erstes Buch „Yuma 23“ 2007 als kostenloses E-Book, 2008 erschien bei BOD „Die Rückkehr der Phoenix“. Im Jahr 2009 begann der in Schleswig-Holstein lebende Informatiker mit der Arbeit an Der rote Ozean. Zwölf Monate später stand die Rohfassung des 2011 von periplaneta veröffentlichten Romans. Da Klapschus der westlichen Wertegesellschaft nach eigenen Aussagen kritisch gegenübersteht, handelt Der rote Ozean von einem Glaubenskrieg der zu einem Endzeitszenario führt. Der Autor hat seine Geschichte ins Jahr 2027 verlegt und bietet ihr einen Zeitrahmen bis Anfang 2030, bevor er im letzten Kapitel einige Jahre weiterspringt. Die Handlungsorte sind der Nahe Osten, mit Israel und dem Libanon, sowie die Ostküste der Vereinigten Staaten. Die Orte könnten teilweise beliebig getauscht werden, die Geschichte selbst jedoch ohne Weiteres auch im hier und jetzt spielen, da er keine technischen Fortschritte oder Neuerungen beschreibt. Die Dystopie mit fantastischen Elementen handelt von Brian. Einem jungen Amerikaner mit libanesischen Wurzeln, der mit seinen Eltern aus den Staaten in den Nahen Osten gezogen ist. In der Familie gibt es Muslime wie Christen und Klapschus streift kurz das, was die Menschen in dieser Region tatsächlich teilweise leben – religionsübergreifende Beziehungen trotz aller politischen und religiösen Schwierigkeiten. Doch all das endet, als ein seltsames Wesen einen gewaltsamen Tod findet, das von beiden Seiten als göttlich anerkannt und für sich beansprucht wird. Schuldzuweisungen führen zu einem unerbittlichen Krieg. Was in der Realität bereits seit Jahrhunderten immer wieder im Kleineren aufflammt, wird hier bis zur bitteren Neige ausgetragen und bekommt noch eine neue Dimension. Denn zeitgleich beginnt sich der Ozean blutrot zu verfärben. Der Regen, der vom Himmel fällt, ist genauso gefärbt. Wasser schmeckt nicht mehr wie Wasser und ganze Kontinente versinken unaufhörlich in der nicht aufzuhaltenden roten Flut. Die Covergestaltung passt in ihrer eher minimalistischen Art sehr gut. Es zeigt auf einem Felsen in einem blutroten Meer einen zusammengekauerten Engel, dessen erhobene Flügel (genau wie die Schrift) von einem blutigen Regen durchnässt werden. Obwohl Klapschus einen relativ einfachen Schreibstil erkennen lässt und seinen Roman in kurze Kapitel teilt, was dazu führt, dass man die Geschichte in einem Rutsch durchlesen kann, macht er es dem Leser gleichzeitig nicht ganz einfach, an Der rote Ozean dran zu bleiben. Er bedient sich einiger Klischees und bleibt in seinen Beschreibungen nicht wirklich durchgehend logisch oder konsequent. Passend zu den dystopischen Elementen sind seine Figuren blass. Einzig sein christlich getaufter Hauptcharakter Brian, mit dem er wenig zartfühlend umgeht und aus dessen Sicht (wenn auch nicht von ihm) Der rote Ozean erzählt wird, wird etwas klarer herausgearbeitet. Doch wirkt er wenig sympathisch, oft mürrisch, feige und stellenweise geradezu fatalistisch stupide. Er ist neben der jungen Muslima Khayra anscheinend der Einzige, der einen nuklearen Angriff auf Beirut unverletzt überstanden hat und gilt als eine Art Erlöser der Menschheit, ist aber definitiv kein Held. Ich kann nicht behaupten, dass das Buch ganz schlecht ist, dafür ist allein die Grundidee viel zu gut. Auch der Engel der Brian ab dem Angriff auf Beirut immer wieder besucht, hat mir gefallen. Dasselbe gilt für das Ende, das sich im Kapitel 62 auf etwas mehr als einer Seite findet. Ich würde zu viel verraten, wenn ich jetzt explizit darauf eingehe, was dort vorkommt. Es scheint mir jedoch der einzig logische und vor allem richtige Schluss für viele Probleme, die die Erde derzeit hat. Ebenfalls passend fand ich, dass der Autor trotz des Religionskrieges keine missionarisch wirkende Partei für Muslime oder Christen ergreift, sondern den Fokus hier eindeutig auf den zerstörerischen Fanatismus richtet. Doch es gibt zu viele Tatsachen, mit denen man einfach ohne weitere Erklärung konfrontiert wird, die jedoch dringend einer solchen bedurft hätten. Es gibt zu viele Wenn und Aber in der Geschichte. Zu viele glückliche Zufälle, die Brian betreffen. Vieles mag in der künstlerischen Freiheit begründet liegen, alles lässt sich damit jedoch nicht begründen. Obwohl Klapschus es geschafft hat, die geringe Lernfähigkeit der Menschheit beziehungsweise deren religionsübergreifende Verbohrtheit zu vermitteln, gibt es zu viel Störendes, als dass mich Der rote Ozean wirklich begeistert hätte. Nicht alles muss in einem Roman der beiden Genres (Dystopie/Fantasy) zwingend logisch sein. Möglicherweise wäre es sinnvoll gewesen, aus dem jetzt vorliegenden Roman eine allenfalls 100seitige Novelle zu machen oder ihn um mindestens 400 Seiten auszubauen. Dann hätte vermutlich die Chance bestanden, ihn so packend zu formulieren, wie die Idee es verdient. Wer die Geschichte unvoreingenommen lesen möchte, sollte den Rest meiner Buchbesprechung auf keinen Fall lesen, denn darin möchte ich ein paar Beispiele aufführen. Beginnen möchte ich mit dem Wesen, das gleich zu Anfang des Romans auftaucht und umkommt. Völlig unabhängig davon, dass Brian den Vorfall, bei dem er zugegen ist, unsinnigerweise eher als Anschlag auf sein Leben bezeichnet, wundert sich niemand wirklich über das Wesen an sich. So etwas gab es anscheinend vorher noch nicht. Obwohl Menschen vor Ort waren, gibt es keine wirklichen Zeugen. Es gibt mageres Bildmaterial, aber genau genommen weiß niemand, was dort wirklich passiert ist. Das hindert Muslime wie Christen jedoch nicht daran, das unbekannte, sich wieder ins Nichts auflösende Wesen aufgrund eines einzigen, gesprochenen Satzes sofort als göttlich zu erkennen, für sich zu beanspruchen und den mehr als vage beschriebenen Mord auf grausamste Weise zu rächen. Kurz darauf findet ein Attentat statt. Für dieses wird laut Regierung der christlichen Welt – die sich Christliche Föderation nennt – Khayras Vater verantwortlich sein. Der soll eine Hochzeitsgesellschaft samt Gebäude in die Luft gesprengt haben und damit für Brian, der mit seiner Familie eben neben Khayra und ihrer Familie dort anwesend war, der Mann sein, der den Tod seiner Familie verschuldet hat. Beirut wird im gleichen Augenblick mit Nuklearwaffen verwüstet und atomar verseucht. Oder war es doch Khayras Vater, der eine Atombombe gezündet hat? Wenn ja, scheint es fraglich, dass er das überlebt hat. Genauso wie es fraglich scheint, dass ausgerechnet er den eventuell doch eher kriegerisch erfolgten Gegenschlag zu dem angeblich auf das Wesen verübte Attentat überlebt hat. Das soll er aber laut Aussage der Christlichen Föderation, denn Brian wird nach seiner Ausbildung auf ihn angesetzt und soll ihn töten und will es auch tun, damit seine Familie gerächt ist. Ein Selbstmordattentat wäre tatsächlich nachvollziehbar gewesen, denn so etwas ist genau wie Fanatiker im Allgemeinen leider viel zu oft traurige Realität. Doch auf den Gedanken, dass Brians Familie auch durch den nuklearen Angriff ums Leben gekommen wäre und Brian auch gar nicht unterscheiden konnte, was denn nun zuerst erfolgte, kommt der Junge nach seiner Ausbildung nicht. Da erscheint es fast nebensächlich, dass Brian sofort erkennt, dass eine Atombombe gezündet wurde und er sich deshalb logischerweise vor Strahlung fürchtet. Aus dem Grund verzichtet er darauf, aus seinem praktischerweise wiedergefundenen Zuhause Nahrungsmittel mitzunehmen. Die gleichermaßen verstrahlten Decken oder Kleidung scheinen ihm jedoch absolut kein Kopfzerbrechen zu bereiten. Es könnte natürlich daran liegen, dass der Autor, die Geschichte ins Jahr 2027 verpflanzt hat und er gedanklich davon ausgeht, dass in dieser Zukunft sogar in absoluten Katastrophenszenarien alles bis ins Kleinste weltweit überwacht wird. Die Herscharen von Mitarbeiten, die ein solches Überwachungssystem tragen, könnten durchaus im schriftstellerisch möglichen Bereich liegen. Ob diese Vermutung stimmt, ist jedoch offen. Denn leider bringt Klapschus das dem Leser zuvor nicht nahe und so scheint es wenig nachvollziehbar oder gar glaubwürdig, dass die Armee der Vereinigten Staaten Brian in dem radioaktiv verstrahlten, völlig verwüsteten Stück Land nur kurz nach dem Angriff findet, in die Staaten bringt und ihn als Soldat für den Glaubenskrieg ausbildet. Das alles übrigens, während zeitgleich die komplette Westküste der Vereinigten Staaten untergeht und dort Millionen von Menschen ein blutrotes und nasses Grab finden. Ähnlich schwer nachvollziehbare Geschehnisse häufen sich. Liegt es an Streichungen? An Textpassagen, die der Überarbeitung zum Opfer fielen, das so vieles einfach als hinzunehmende Tatsache präsentiert wird? Dinge wie der Verlust von Brians Unterschenkels gegen Ende der Geschichte deuten fast darauf hin, denn mit dieser Tatsache wird man genau wie mit vielen anderen einfach konfrontiert, während anderes ausgeschmückt wird, das wenig aussagekräftig scheint. Oder nehmen wir Khayra. Ihre Wandlung vom unschuldigen Teenager in eine Soldatin beziehungsweise Attentäterin bekommt man kaum mit. Die Wandlung an sich wäre nachvollziehbar. Was jedoch wenig authentisch wirkt, ist ihre Vorgehensweise bei den beiden Attentaten im Roman. Beide finden im Hoheitsgebiet der Christlichen Föderation statt. Bei dem, was Khayra vorhat, sollte man meinen, dass sie so lange wie möglich unsichtbar und angepasst an ihre Umgebung vorgeht, um ihre Mission zu erfüllen. Das tut sie aber nicht. Statt dessen hüllt sie sich in einem Land, das unerbittlich gegen Muslime vorgeht, in einen Tschador. Zieht das eine Mal zwar anscheinend feindselige Blicke auf sich, schafft es beide Male aber problemlos nicht nur den Sprengstoff, sondern auch sich selbst durch sämtliche Reihen und Sperren zu manövrieren. Diese Sache lässt sich nicht nur mit den Strukturen erklären, die zwangsläufig kollabiert sein müssen, sondern wirkt einfach nur wie ein Klischee. Völlig unabhängig davon ist da noch die alles verschlingende blutrote Flut. 2012-gleich schaffen die Überlebenden beider Religionen es im Geheimen Archen zu bauen, die einen kleinen Teil der Bevölkerung retten können. Klingt logisch, wie sollte man sonst überleben, wenn die Erde versinkt. Was weniger logisch ist, ist die Frage, wie das geklappt haben soll. Innerhalb weniger Monate geht Klapschus Erde sprichwörtlich unter. Abgesehen von Hunderten von Millionen Toten durch die Flut dürften auch die Zerstörungen und Toten durch die kriegerische Auseinandersetzung dazu führen, dass jegliche Infrastruktur weltweit komplett zusammenbricht. Trotzdem werden die Archen pünktlich fertig. Trotzdem kommen Briefe (von Khayra an Brian und umgekehrt, wenn auch mit einiger Zeitverzögerung) an, was wiederum dem aus Verständnisgründen angenommenen Überwachungsszenario widerspricht. Trotzdem findet sich genügend Benzin und Kerosin, dass Khayra mal eben vom Nahen Osten nach Amerika fliegen und Brian mal eben mit einem Auto zu einem Café kommen können, wo sie, tief verhüllt, alles in Schutt und Asche legt – bis auf Brian und sich selbst. Weil sie ihn liebt und hasst? Das in der Inhaltsangabe stehende „In diesem Chaos begegnen sich Brian und Khayra, die sich lieben und hassen lernen….“ kann nicht überzeugen, sondern ist eine weiterer Punkt, der einfach behauptet wird. Am sich lieben lernen kann man als Leser nicht teilnehmen, da ihre gemeinsame Zeit, sich auf eher nichtssagende Minimalstbegegnungen beschränkt. Sie sprechen kaum miteinander und für Liebe auf den ersten Blick ist der angebliche Hass zu krass. Der wiederum ist hauptsächlich durch ein paar wenige Sätze von Leuten begründet, die ihnen einreden, dass die jeweils andere Religion an allem schuld und deren Vernichtung der einzige Weg ist, vor der roten Flut gerettet zu werden. Selbst Jugendliche – und als solche lernen wir Khayra und Brian zumindest flüchtig kennen (sie ist zu Beginn 15, er ein Jahr älter) - lassen mehr eigenständiges Denken erwarten, als die beiden trotz und Brian auch schon vor dem Trauma in Beirut erkennen lassen. Gleichwohl ist der angebliche Hass zwischen den beiden auch gar nicht vorhanden. Sie tötet ihn nicht, trotz passender Gelegenheit, rettet ihn quasi sogar mehr als einmal. Und auch er trägt mehr oder weniger einmal dazu bei, dass sie überlebt. Das Wie und Warum, die angebliche Motivation für bestimmte Handlungen aller wird nicht erklärt und erscheint zum Teil mühsam konstruiert. Außerdem scheinen der Libanon und der Rest der Vereinigten Staaten trotz des riesigen Meeres dazwischen plötzlich sehr nah beisammen. Immerhin starten die Kampfjets an der Ostküste problemlos in ihren Einsatz im Nahen Osten. Direkt über einen Trupp in Ausbildung befindlicher Soldaten samt Brian, der gerade einen 3-Meter-Schutzwall gegen eine Flut stapelt. Eine Flut übrigens, die jeglichen physikalischen Grundsätzen zum Trotz die Rockys völlig überschwemmt, den gerade gestapelten Schutzwall und die dahinter stehenden Häuser jedoch nur bedingt, bevor sie sich wieder zurückzieht. Nicht nur hier zeigt sich übrigens etwas von der Feigheit Brians, die ich eingangs angesprochen habe. Er und seine Kameraden bekommen den Befehl, sich zurückzuziehen, als die Flut immer näher kommt. Sie fliehen (warum andere jedoch vor Ort bleiben oder bleiben müssen und fleißig weiter Sandsäcke wuchten, bleibt offen). Brian regt sich im Zusammenhang mit der Flucht über seine Kameraden auf, denen es scheinbar nichts ausmacht, einen weiteren Kameraden zurückzulassen und diesen dadurch zu verlieren. Macht er selbst etwas? Denkt er etwa daran, ihn zu retten? Dreht er um? Sucht er ihn? Nein. Stattdessen beobachtet er wenig später aus einem Hochhaus andere Soldaten, die immer noch fleißig stapeln und seinen verletzten Kameraden, der verzweifelt versucht, sich noch zu retten, bevor die Flut ihn einholt. Posthum ist er dafür der Einzige, der sich freiwillig um das Grab des entsprechenden Kameraden kümmert. Ein Beispiel für die fatalistisch stupid wirkende Haltung Brians? Fast gegen Ende der Geschichte wird er von der Gegenseite gefangen genommen. Nach einem Flugzeugabsturz landen er und ein Muslim auf einer Insel im Meer, wo er … sagen wir mal die Erkenntnis gewinnt, dass die Motivation für diesen Krieg auf beiden Seiten nicht stimmen kann. Kurz darauf wird er von der eigenen Armee gefunden und quasi gerettet, wobei ihm nochmals vor Augen geführt wird, die dumm die Menschen sich verhalten. Ändert Brian nach dem eigentlich sehr klärenden Vorfall sein Verhalten? Nein, warum auch? Kaum bekommt er den Befehl, nimmt er die ihm in die Hand gedrückte Waffe und schießt auf alles, was muslimisch sein könnte. Auch seine Rettung ist – nebenbei bemerkt – kaum zu rechtfertigen. Der Marine egal welcher Armee dürfte es äußerst schwer fallen, sich ohne Karten und Kenntnisse über neu entstandene Untiefen, bzw. auf dem eigentlich doch ziemlich bewegt sein müssenden Ozean, zielgerichtet auf eine bis dahin unbekannte Insel zuzubewegen, um einen einzigen Mann zu retten. Vom Sinn oder Unsinn dieser Rettungsmaßnahme ganz zu schweigen, denn der gleichen Militärführung macht es ja nichts aus, ihn als angeblichen Erlöser in diesem Krieg kämpfen zu lassen. Der Autor möchte – wie er im Nachwort anmerkt – bewusst keine Antworten liefern. Wie er auf Seite 222 schreibt, möchte er den Leser dazu bringen, nach einem Besuch in einer fantastischen Welt, die Dinge aus dem Alltag mit einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es ist zweifellos eine schriftstellerische Kunst, die Gedankenwelt der Leser anzustoßen, mitzureißen, mitdenken zu lassen und letztlich doch dorthin zu führen, wohin der Autor sie haben möchte. Eine noch größere ist es, wenn Leser die so gewonnenen neuen Gedanken in ihren Alltag mitnehmen und gar integrieren, keine Frage. Das Fatale an Klapschus Umsetzung des wirklich guten Grundgedankens ist jedoch, dass sich mir automatisch unzählige Fragen zu fehlender Logik und Konsequenz (wobei ich das Ende selbst hiervon abgrenzen möchte) seiner Geschichte aufdrängen, jedoch kaum eine zu der problematischen Thematik selbst. Fazit Zu viele Denk- und Logikfehler verderben hier leider eine sehr gute Grundidee und einen tatsächlich logisch-konsequenten Schluss. Wirklich schade, denn das passende Cover und die Inhaltsangabe haben auf etwas anderes hoffen lassen. Die von mir hier vergebenen zwei (von fünf) Punkte gibt es für die Idee und die Ausarbeitung des Covermotivs und nicht wirklich für den Inhalt. Das Buch könnte als Jugendbuch durchgehen, wobei ich anmerken möchte, dass der 14jährige Sohn einer Bekannten, der das Buch nur eine Stunde, nachdem ich es aus der Hand legte, in Angriff nahm, sich ebenfalls bereits nach wenigen Kapiteln über die fehlende Logik bestimmter Passagen ausließ. Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)

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