Marcel Reich-Ranicki Lauter Lobreden

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Inhaltsangabe zu „Lauter Lobreden“ von Marcel Reich-Ranicki

Zwanzig Lobreden auf deutsche AutorenDem deutschen Feuilleton und jeder Klappentexterkunst zum Trotz muss man leider sagen: »Die Mehrzahl aller Bücher war und ist schlecht.« Was natürlich nicht für die im vorliegenden Buch behandelten gilt, enthält es doch »lauter Lobreden«. Marcel Reich-Ranicki hat es zusammengestellt, um am Beispiel von zwanzig deutschen Autoren zu zeigen, wie gut er zu loben versteht. Genötigt sah er sich dazu, weil er von einer harmonie-süchtigen Öffentlichkeit immer wieder zum literarischen Scharfrichter, Dichterkränker und Wüterich stilisiert wurde. Wer nun aber fürchtet, der brillante Kritiker habe beim Verfassen dieser Reden mal beide Augen zugedrückt oder fünfe gerade sein lassen, sieht sich glücklicherweise getäuscht. Auch wo er lobt, ist Reich-Ranicki genau.

Ehrlich. Unterhaltsam und gut geschrieben.

— cn8sc
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    Lauter Lobreden
    cn8sc

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    09. August 2015 um 10:21

    Schlechte Bücher, gute Bücher. Jeder kennt das. Doch wer entscheidet eigentlich, was schlecht und gut ist und was ist dabei wichtig? Marcel Reich-Ranicki hat für sich eine Liste an Autoren und Kritikern erstellt, die es seiner Meinung nach wert sind 'gelobt' zu werden und analysiert dabei den Schreibstil und die erschienenen Werke. Anfangs war ich sehr kritisch gegenüber dem Buch, was mir von einer ehemaligen Deutschlehrerin empfohlen wurde. Ich dachte, die Thematik ist zu trocken, nicht ansprechend und würde mich langweilen. Doch das war nicht der Fall! Das Buch hat sich gut lesen lassen. Der Schreibstil hat mir gefallen und war nicht schwer zu lesen. Mit seiner genauen Analyse hat er mein Interesse für neue Autoren geweckt und spricht dabei indirekt Empfehlungen für unterschiedliche Bücher aus, von denen ich in Zukunft wahrscheinlich ein oder zwei lesen werde. Bei seiner Analyse verwendet er zahlreiche anschauliche Zitate, kritische Fragen und Anreize zum Nachdenken. Unter anderem: 'Sie bieten nicht Antworten, sondern Fragen. Sie beunruhigen, ohne zu trösten. Sie heilen nicht, sie verletzten.‘ (S. 56 / Über die Bücher von Wolfgang Koeppen) 'In unserer Zeit wird die Lyrik - aus welchen Gründen auch immer - nur noch von einem sehr kleinem Teil des Publikums überhaupt wahrgenommen.' (S. 83) 'Der Erfolg weckt den Zweifel, der Ruhm provoziert den Widerspruch.' (S. 93) 'Wie kann Vernunft sprachmächtig und das Denken praktisch werden?' (S. 111) Mit seinem Buch hat mich Reich-Ranicky inspiriert. Obwohl eher 'ältere' Literatur vorgestellt wurde, hat mich das Buch begeistert und ich werde demnächst sicher so eine Bücher lesen, über die Reich-Ranicky geschrieben hat.

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