Marcel Reich-Ranicki Thomas Mann und die Seinen

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(5)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Thomas Mann und die Seinen“ von Marcel Reich-Ranicki

Wie kein anderer hat sich der große Kritiker Marcel Reich-Ranicki jahrzehntelang um das Werk Thomas Manns verdient gemacht. ›Thomas Mann und die Seinen‹ – jetzt in erweiterter Neuauflage – stellt die Summe dieser Beschäftigung dar und zeigt den Schriftsteller im produktiven, oft auch konfliktreichen Verhältnis zu den anderen Familienmitgliedern.

Stöbern in Biografie

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang

Eine interessante Geschichte mit höhen und tiefen, die doch zum Nachdenken anregt.

funny1

Dichterhäuser

Ein großartiges Geschenk an alle, die Literatur & ihre Dichter lieben/besser kennenlernen wollen. Diese Fotos! Ein wahres Fest fürs Auge!

Wedma

Penguin Bloom

Inspiriert einfach...

WriteReadPassion

Und was machst Du so?

Eine interessante Lektüre, die dazu führt, die eigene Biografie und Berufswahl zu hinterfragen.

seschat

Gegen alle Regeln

Sehr persönlicher Bericht, der nahe geht.

miss_mesmerized

Von Beruf Schriftsteller

Ein sehr lesenswerter Einblick in das Leben des berühmten Schriftstellers Haruki Murakami - nicht nur für Bibliophile!

DieBuchkolumnistin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Buddenbrooks" von Thomas Mann

    Buddenbrooks
    aba

    aba

    Ich freue mich, die nächste Leserunde zu der LovelyBooks Klassiker Zeitreise eröffnen zu dürfen. Mit "Buddenbrooks" von Thomas Mann geht es weiter. Zur Ausgabe "Buddenbrooks" erschien 1901 und war Thomas Manns erster Roman. Bis heute zählt die bewegende Geschichte der Kaufmannsfamilie aus Lübeck zu den meistgelesenen Klassikern der deutschen Literatur. Diese Ausgabe basiert auf dem Erstdruck von 1901 und gibt den Roman in seiner originalen Gestalt und ursprünglichen Orthographie wieder. Über Thomas Mann Thomas Mann, 1875 – 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb. Zusammen mit den S. Fischer Verlagen lade ich euch zu einer Leserunde zu diesem Klassiker ein. Für die Leserunde werden vom Verlag 10 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Diese werden unter den Interessenten verlost. Ihr könnt aber auch mit euren eigenen Exemplaren teilnehmen oder solche bei den Fischer Verlagen erwerben, wenn ihr diese Leserunde auf keinen Fall verpassen möchtet. Wer ein Exemplar gewinnen möchte, antwortet bitte bis zum 27. Oktober auf folgende Frage: Thomas Mann hat mit diesem frühen Werk den Nobelpreis verliehen bekommen. In "Buddenbrooks" porträtiert er die Gesellschaft einer bedeutenden und namenlosen Hansestadt. Innerhalb seiner Familie und bei den Bewohnern seiner Heimatstadt Lübeck, die sich porträtiert sahen, löste der Roman Entrüstung aus. Er selber verteidigte sein Recht als Schriftsteller, die Realität als dichterische Vorlage zu verwenden. Was haltet ihr davon? Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

    Mehr
    • 739
  • Rezension zu "Thomas Mann und die Seinen" von Marcel Reich-Ranicki

    Thomas Mann und die Seinen
    cosima73

    cosima73

    06. August 2012 um 13:35

    "Empfindlich war er wie eine Primadonna und eitel wie ein Tenor. Er war ichbezogen und selbstgefällig, kalt und rücksichtslos und bisweilen sogar grausam." Dieses sehr hart ausfallende Urteil fällt Marcel Reich-Ranicki über Thomas Mann. Der so bezeichnete Schriftsteller erscheint in einem nicht wirklich positiven Licht, so einen Menschen würde man, so denkt man, meiden im eigenen Leben. Und doch geht von ihm eine Faszination aus, der man sich kaum entziehen kann. Von der ganzen Familie. Reich-Ranicki zeichnet anhand von Thomas Manns Tagebüchern und Briefen sowie mit Blick auf seine Werke in kurzen Essays ein Bild von Thomas Mann. Er beleuchtet Thomas Manns Leben als Deutscher, als Ehemann, Vater und Schriftsteller. Und er zeigt dabei einen Menschen, der trotz seines Erfolgs auf der ständigen Suche nach Achtung und Anerkennung ist. „'Wir alle tragen Wunden', heisst es in der „Entstehung des Doktor Faustus“, 'und Lob ist, wenn nicht heilender, so doch lindernder Balsam für sie.'“ Das Leben der Familie Mann ist geprägt von Thomas Manns Schreiben, alles scheint nur darauf ausgerichtet und davon geleitet. Diesem Schreiben ordnet er alles unter und alle müssen sich ihm unterordnen. Sichtbar wird ein Mensch, der in sich selber gefangen scheint, der als einziges Ventil das Schreiben sieht. Sowohl in seinem Werk wie auch in seinen Tagebüchern drückt er die Gefühle aus, welche er zu leben nicht wagt. Im Leben prägt ihn eine Distanz, eine Kälte und Härte, Freunde hat er keine wirklichen, Kontakte sind lose und nur da gesucht, wo sie ihm dienen. An Egozentrik ist er kaum zu überbieten, alles wird darauf hin analysiert, was es ihm bringt. Ein kurzer Blick fällt auch auf die Familie Thomas Manns, auf die geliebte älteste Tochter, welche sich nie aus seinem Bann lösen konnte, auf seine Frau, die ihr Leben dem seinen widmete, auf den ältesten Sohn, der in seinem Schatten nach Licht suchte und nicht fand. Ein Leben wie ein Roman, packend, mitreissend, faszinierend. Fazit: Ein lesenswertes Buch über einen grossen Schriftsteller. Reich-Ranicki schöpft aus einem tiefen Fundus von Wissen, Literaturliebe und sprachlicher Prägnanz.

    Mehr