Marcel Robischon Vom Verstummen der Welt

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Inhaltsangabe zu „Vom Verstummen der Welt“ von Marcel Robischon

Das Tal der Bären und der Berg der Geier – Reminiszenzen an eine Zeit, als die großen Wildtiere auch bei uns noch zahlreich waren. Heute sind sie weitgehend verschwunden – zurückgedrängt, verschollen oder für immer ausgestorben. Mit ihrem endgültigen Verschwinden aber verarmt nicht nur unser natürlicher Reichtum; verloren geht auch ein geistiges Reservoir, aus dem menschliche Kultur seit Jahrtausenden schöpft. Wir leben in einer Zeit der Vereinheitlichung; aus Vielfalt wird Einfalt. Doch was wir in unseren Städten tagtäglich beobachten, macht auch vor Wald und Flur nicht halt – mit den bekannten Folgen für unsere Ökosysteme. Welche Auswirkungen hat diese 'biologische Globalisierung' auf den Menschen als kulturelles Wesen? Was bedeutet es für unser Denken, wenn immer weniger Pflanzen und Tiere die Natur bereichern oder der Reichtum der Arten als Muster für unsere Vorstellungen und Ideen verschwindet?
Marcel Robischon lädt den Leser zu einer ganz ungewöhnlichen, poetischen Reise ein und zeigt mit verblüffenden Einsichten, was es heißt, wenn alles auf der Welt 'immer gleicher' wird. Eine literarische Entdeckung in der Tradition großer amerikanischer Schriftsteller von Henry D. Thoreau über Rachel Carson bis Michael Pollan.

Sehr gutes Buch nur zu empfehlen - mit wissenschaftlichen Touch aber trotzdem sehr persönlich erzählt.

— Kalima

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sternenstaubhh

Was wichtig ist

Eine inspirierende Rede, die vieles enthält, worüber man nachdenken kann. Ein Stern Abzug nur für den Preis.

eulenmatz

Vom Anfang bis heute

Eine lockere Zusammenfassung der gesamten Weltgeschichte für jeden, der einen knappen Überblick haben möchte.

wsnhelios

Das andere Achtundsechzig

Ein Buch, welches mit der 68er – Mythen auf wissenschaftlicher Basis aufräumt.

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  • Rezension zu "Vom Verstummen der Welt" von Marcel Robischon

    Vom Verstummen der Welt

    WinfriedStanzick

    01. March 2012 um 11:08

    Die Lektüre dieses Buches ist ein erschütterndes und nachdenklich machendes Erlebnis. Der Forstwissenschaftler und Biologe Marcel Robischon hat die Welt bereist und auf den Spuren der großen Entdecker Menschen und die Natur beobachtet. Vielen Mythen und Legenden ist er dabei nachgegangen und hat insgesamt dreizehn wunderbare und geradezu poetische Essays verfasst. Essays, die den Leser mitnehmen auf eine „Reise voller Abenteuer, Wunder und Erkenntnis“. Der unaufhaltsam scheinende Verlust der Artenvielfalt ist für ihn nicht nur als Verlust unseres natürlichen Reichtums zu interpretieren. Indem immer mehr Tiere und Pflanzen aussterben, verlieren die Menschen mit den dann auch verschwundenen Farben, Düften und Klängen etwas, was für die Sinne der Menschen über Jahrtausende wichtig gewesen ist, was zu ihrer Kultur gehörte, womit sie sich auch selbst definieren konnten. Die Verarmung der Vielfalt unserer Natur, deren unermesslicher Reichtum den Menschen seit dem Beginn der Evolution Ideen vermittelt und seine Phantasien angeregt hat, wird Folgen haben für das Denken des homo sapiens. Sein Denken, seine Kultur werden nicht unberührt bleiben in einer Umwelt, die immer eintöniger wird. Natürlich will Robischon mit seinem Buch mahnen und warnen. Vor allen Dingen aber will er auf eine fast schon poetische Weise das Mitgefühl seiner Leser wecken für seine Mitgeschöpflichkeit, wie ich das nennen möchte. Er möchte erinnern und erlebbar, spürbar machen, was da alles verloren zu gehen droht. Damit eines nicht geschehe: „dass alles immer gleicher wird und wir in der Natur keine Antworten mehr für die Zukunft finden.“ Ein großes, leidenschaftliches und zutiefst trauriges Buch.

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