Marcel Theroux Weit im Norden

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Inhaltsangabe zu „Weit im Norden“ von Marcel Theroux

Eine atemberaubende Zukunftsvision Der Klimawandel hat die Welt radikal verändert! Nur wenige Menschen haben überlebt, darunter auch Makepeace Hatfield, die im äußersten Norden Sibiriens inmitten von Schnee und Eis ein einsames Leben führt. Als sie bei ihrer täglichen Patrouille durch das verlassene Dorf plötzlich einem Fremden begegnet, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie wird mit der Welt außerhalb ihrer eiskalten Einöde konfrontiert, einer Welt, in der sich die Natur den Menschen untertan gemacht hat ..

Atmosphärisch dicht angelegter Endzeit-Roman, geschrieben in klarer Schreibweise. Ein vollkommener Lese-Genuss!

— barabook

Mitreißend und gefühlvoll erzählt. Absolute Leseempfehlung

— MaariSkog

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    Weit im Norden

    GrauerVogel

    08. July 2016 um 19:19

    Die volle Rezension ist auf meinem Blog zu finden:http://pieni-lepakko.blogspot.de/2016/07/rezension-weit-im-norden.htmlMakepiece Hatfield ist die letzte Einwohnerin der ehemaligen Quäkerstadt Evangeline. Der Kampf um Nahrung und Ressourcen ließen die Stadt zunehmend im Chaos versinken, bis sie schließlich dem Untergang geweiht war. Makepiece führt ein einsames Leben, bis sie eines Tages auf Ping trifft. Die Bekanntschaft mit einem anderen Menschen verändert ihre Sicht auf das Leben und wir begleiten Makepiece auf ihrer langen Reise, die ihr zeigt, wie die Welt außerhalb von Evangeline mittlerweile aussieht. Durchzogen ist das ganze von Erinnerungen, die uns rückblickend erklären, was genau in Evangeline und mit Makepiece geschehen ist.Die genauen Stationen ihrer Reise möchte ich jetzt nicht vorwegnehmen, jedoch fand ich sie fast alle sehr gut geschildert. Vor allem hat mir gefallen, wie realistisch einem immer wieder die Natur des Menschen vor Augen geführt wird. Es war fast schon überraschend, dass die Menschen meistens so beschrieben wurden, wie sie sich tatsächlich verhalten würden. So kennt man das nur aus wenigen Büchern.Die Handlung enthielt gegen Ende leider einige Plotholes und Deadends, und driftete durch einen Gegenstands, der als das Danielsfeuer bezeichnet wird, auch leider in den Bereich SciFi oder Fantasy.Die Rückblenden empfand ich zum Ende hin ebenso als zu überdramatisiert und etwas an den Haaren herbei gezogen, weil man sie eben immer weiter steigern musste, wie es scheint. Das war schade.Bis auf diese Punkte hat mir das Buch aber sehr gefallen, vor allem die sibirische Lanschaft und die Tatsache, dass der Fokus hier gar nicht so genau auf den Untergangs der Zivilisation gelegt wird, sondern auf das Überleben im nachfolgenden Abschnitt. Man erlebt weniger das große Ganze, sondern nur eine, sehr persönliche Geschichte.

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  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    To-ma-to

    21. June 2016 um 11:21

    Der Klimawandel hat die Welt radikal verändert! Nur wenige Menschen haben überlebt, darunter auch Makepeace Hatfield, die im äußersten Norden Sibiriens inmitten von Schnee und Eis ein einsames Leben führt. Als sie bei ihrer täglichen Patrouille durch das verlassene Dorf plötzlich einem Fremden begegnet, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie wird mit der Welt außerhalb ihrer eiskalten Einöde konfrontiert, einer Welt, in der sich die Natur den Menschen untertan gemacht hat ..Ein gelungener Endzeitroman der aufzeigt, was aus uns Menschen wird, wenn die Welt untergeht.....wie wir die Masken fallen lassen und unsere hässlichsten Seiten zum Vorschein kommen, wenn es um das nackte Überleben und den Aufbau einer neuen Zivilisation geht. Wer hier jetzt allerdings Action erwartet, wird enttäuscht. Es ist eher ein ruhiges Buch in dem es nicht um die Zerstörung der Zivilisation wie wir sie kennen, sondern vielmehr um das Leben danach geht...Das Überleben im Kampf gegen die raue Natur Sibiriens und gegen die Menschen, die teilweise jede Menschlichkeit verloren haben. Das Buch ist trotz seiner "Kälte" und stellenweise Emotionslosigkeit sehr bewegend und beängstigend.

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  • Düsteres Endzeitdrama

    Weit im Norden

    Babscha

    07. April 2014 um 18:05

    Makepeace Hatfield ist die letzte einsame Bewohnerin von Evangeline, der Siedlerstadt im hohen Norden Sibiriens. Alle anderen sind tot, ihre Familie, Freunde, Nachbarn, all die religiösen Eiferer, die damals Amerika verlassen hatten, um dort am Ende der Welt einen Neuanfang im besten christlichen Sinn zu wagen. Was zunächst auch funktionierte. Bis die großen weltweiten Unruhen und Kriege und der Klimakollaps immer mehr Verzweifelte, Flüchtlinge und später Plünderer und Kriminelle in die Stadt spülten, alles den Bach runter ging und nur noch das nackte Überleben zählte. Und seitdem lebt sie dort, innerlich gebrochen, im Rückblick auf schreckliche Erlebnisse und Erfahrungen, fertig mit den Menschen und der Welt. Als eines Tages dann ein Flugzeug am Himmel erscheint, weiß sie, dass es doch noch irgendwo andere zivilisierte Menschen außer ihr geben muss. Und sie bricht auf Richtung Süden, nicht ahnend, was dort auf sie wartet. Eine beklemmende, ganz eigentümliche Dystopie, die völlig vom Denken und Handeln einer einzigen Person lebt und wie sich diese allen Widrigkeiten zum Trotz und mit unbeugsamem Willen durch eine absolut lebensfeindliche Welt schlägt und an ihren schlimmen Erfahrungen mit völlig verrohten degenerierten Mitüberlebenden nur wächst. Ein Buch, das den Leser zu fesseln vermag und immer ganz dicht an seiner Hauptfigur bleibt, das den im Meer seiner harten, brutalen Sprache und den streckenweise unsäglichen Begebenheiten mit schwimmenden Leser glücklicher Weise immer wieder auf subtile kleine Rettungsinseln in Form der tief verborgenen Emotionalität und Empathie seiner Protagonistin Makepeace spült, bevor es dann wieder los geht. Die Geschichte mit ausgewogen gesetzten Rückblenden ist schlüssig und nachvollziehbar erzählt, durchgängig spannend und hat eine wahrlich außergewöhnliche Hauptperson. Und am Schluss bleibt sogar ein kleiner Hoffnungsschimmer.

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  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    SilbermondDruidin

    14. March 2013 um 21:59

    Eigentlich dachte ich es wäre eine Dystopie,aber im nachhinein stellte es sich als ein Endzeit-Roman heraus, vergleichbar mit dem Film “Postman”. Weit im Norden Sibiriens begannen verschiedene amerikanische, fundamentalistische Glaubensgemeinschaften ein neues Leben in ihren New Jerusalem. Auf der Flucht vor dem stressigem Großstadtleben flüchteten sie sich in ein einfaches Leben, fernab der Zivilisation, abgeschieden selbst von allem machen sie keinerlei Versuche, sich zu assimilieren. Schon bald jedoch werden sie von den Ereignissen der Weltpolitik eingeholt. Hungersnoten und Dürren treiben Flüchtlinge in den arktischen Norden, die die kleinen amerikanischen Enklaven überfallen. In dieser Zeit lebt Makepeace, mittleren Alters. Sie ist die letzte Überlebende ihrer kleinen Stadt und erhält einsam und allein die Ordnung aufrecht. Sie weiß nicht, ob es irgendwo noch Städte gibt oder Zivilisation. Sie kommt alleine gut zurecht, die braucht keinen, bis sie Ping kennenlernt, einen Menschen, der ihr bewusst macht, dass es noch ein Leben außerhalb ihrer kleinen Welt gibt und so begibt sie sich auf eine weite und gefährliche Reise auf der man auch erfährt was mit ihr und ihrer Familie geschehen ist. Fazit: Die Geschichte ist teilweise sehr spannend erzählt,man kann sich sehr gut in in die Heldin,der Geschichte, hineinversetzen,leider wartete ich immer wieder darauf das irgendwelche mutierten oder gefährlichen Wesen auftauchen,da ich dachte es wäre eine Dystopie oder wenigstens etwas Fantasy drin.Doch war ich sehr angenehm Überrascht, wie gut mir das Buch auch so gefiel. Leider war es am Ende mal wieder (wie bei so vielen Büchern und auch Filmen) hoppla di hop zu Ende. Ich mag es einfach nicht wenn am Ende so gerast wird,nach dem Motto „Wir müssen nun ganz schnell Schluss machen...“. Aber im großen und ganzen Empfehlenswert,wenn man sich mal Entspannen möchte.

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  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    Neonsonne

    22. April 2012 um 12:20

    *Man erwartet nie, am Ende von etwas dabei zu sein...* . Mein Name ist Makepeace, ich bin die Einzige die übrig geblieben ist. Niemand aus meiner Familie hat überlebt. Zehn Jahre ist es nun her, daß mein Bruder das lezte Mal mit mir zusammen hier im Haus war. Meine Eltern kamen als Siedler hier her, noch bevor meine Geschwister und ich geboren wurden, in ein noch unbewohntes Land Sibiriens, am Ende der Welt. Ein neues Leben sollte beginnen. Wir Kinder der Quäkerfamilien waren glücklich und die alte Zivilation war uns fremd. Die Zeit der Fluten, Seuchen und Kriege brachte uns Flüchtlinge aus dem Süden, Hungrige und Verzweifelte, um über die herzufallen, die helfen wollten. Nach Jahren des Alleinlebens machte ich mich auf den Weg um andere Menschen zu suchen. Ich geriet in Gefangenschaft und landete schließlich mit anderen Sklaven in einen Stützpunkt. Das Arbeitslager, von dem nur Ausgewählte mit in die Zone dürfen. Ich weiss nicht was und wo genau diese Zone ist. Vielleicht werde ich eines Tages auch dabei sein... . Auf der Suche nach anderen Menschen und Hoffnung auf ein anderes besseres Leben trifft sie auf Andere, die mehr Feind als Freund sind. Auch mit Verlusten muss sie kämpfen in einer untergehenden einsamen Welt. . Ich habe das Buch als sehr ruhig, aber auch erdrückend empfunden. Wunderbar und ergreifend geschrieben. Makepeace wechselt in ihren Erzählungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Es ist die Reise einer Frau, die auf sich allein gestellt ist, kämpfend und wachsam. Ihre Erzählungen sind in vier Abschnitte unterteilt. Das Ende hat mich sehr berührt. Der Gedanke, in einer solchen Welt zu leben, erschreckt mich zu tiefst. Und obwohl es das tut, kriege ich nie genug von Endzeitromanen. Denn soweit hergeholt sind diese Geschichten wohl nicht. Das ist eine sehr realistische Zukunftsvision. Genau so könnte es sein... . Lieblingsstelle: *Einst waren wir lediglich ein Haufen nackter Affen gewesen, die im Hinterland eines afrikanischen Ozeans nach essbarem gesucht hatten - jetzt waren wir eine gewaltige Armee, ein Termitenhügel voller Riesen, die den Planeten zum erzittern bringen könnten, wenn wir gemeinsam aufstampften...*

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  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    sabisteb

    13. February 2012 um 12:52

    Weit im Norden Sibiriens begannen verschiedene amerikanische, fundamentalistische Glaubensgemeinschaften ein neues Leben in ihren New Jerusalem. Auf der Flucht vor der Energieverknappung und der globalen Erwärmung flüchteten sie sich in ein einfaches Leben, fernab der Zivilisation, abgeschieden selbst von den Russen machen sie keinerlei Versuche, sich zu assimilieren. Schon bald jedoch werden sie von den Ereignissen der Weltpolitik eingeholt. Hungersnoten und Dürren treiben Flüchtlinge in den arktischen Norden, die die kleinen amerikanischen Enklaven überfallen. Anarchie, Mord und Todschlag regieren, bis dieser Landstrich erneut so gut wie entvölkert ist. In dieser Zeit lebt Makepeace. Sie ist die letzte Überlebende ihrer kleinen Stadt und erhält einsam und allein die Ordnung aufrecht. Sie weiß nicht, ob es irgendwo noch Städte gibt oder Zivilisation, das ist ihr auch egal. Sie kommt alleine gut zurecht, die braucht keinen, bis sie Ping kennenlernt, einen Menschen, der ihr bewusst macht, dass es noch ein Leben außerhalb ihrer kleinen Engen Welt gibt. Man kann dieses Buch als dystopischen Roman bezeichnen, das trifft es aber nicht wirklich, denn die Katastrophe liegt lange zurück und Makepeace führt ein zurückgezogenes, langweiliges Leben, durch das der Leser sie begleitet. Makepeace beschließt ihre Stadt Evangeline zu verlassen, und herauszufinden, ob es irgendwo noch Städte gibt, Zivilisation, Kultur. Also reitet sie durch die eisige Tundra und in diesen ereignislosen Zeiten denkt sie an ihre Kindheit und die Vergangenheit. So erfährt man in pseudophilosophischen Rückblicken, was Makepeace in ihrer Kindheit und Jugend erlebt hat, wenn sie in der Gegenwart gerade nichts anderes zu tun hat, als vor sich hinzuträumen. Die Gegenwart, in welcher Makepeace lebt, macht auch nicht viel her. Die Menschen leben am Rande des Existenzminimums. Größere Gemeinschaften gibt es kaum noch und wenn doch, so sind es totalitäre Gemeinschaften, in denen Hass und Misstrauen herrschen. Makepeace ist nicht dumm, aber sie ist ein einfacher, robuster, ungebildeter Mensch ohne große Ansprüche. Ihre Sprache ist derb und einfach. Man sieht diese Welt durch ihre Augen, und was den Leser interessieren mag, ist Makepeace egal oder sie versteht es einfach nicht und kümmert sich daher nicht darum, wenn es nicht gerade für das Überleben notwendig ist. Das wird schnell sehr dröge und langweilig. Wer auch Beschreibungen von Arbeitslagern steht und was ein Arbeitssklave dabei denken und empfinden mag, wird sicherlich auf seine Kosten kommen, aber da gibt es bessere Bücher. Insgesamt plätschert die Geschichte unsäglich langweilig vor sich hin. Mal wird eine Stadt erkundet, aber nichts hinterfragt oder erforscht, mal reitet man durch die eisige Wildnis. Es gibt keine Spannung, keinen Höhepunkt und auch kein wirkliches Ende. Die obligatorische Sozialkritik des Genres kommt sehr direkt daher. Die bösen Menschen, die die Welt ausbeuten, das wollen die Quäker natürlich nicht, und selbstgerecht ziehen sie sich nach Sibirien zurück, kapseln sich ab, und lassen die Welt uninteressiert zu Grunde gehen. Sowohl die Hauptperson, als auch die Handlung sind einfach gestrickt. Nichts wird hinterfragt, Makepeace will nur überleben und interessiert sich nicht wirklich für irgendetwas. Teils kommt sie mir vor, wie ein stumpfsinniges Tier, ohne Ziele und Wünsche. Die Geschichte reflektiert somit Makepeace Gefühlswelt. Das mag schriftstellerisch gelungen sein, ist für den Leser jedoch zäh und ereignislos.

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  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    Manfred_SH

    22. November 2011 um 16:52

    Ein Post - Endzeitroman. Viel Abenteuer und unheimliche ehemalige Stätten. Sei es eine verlassene Stadt, Verlassene Dörfer, Kirchen und der Untergang einer Siedlergemeinschaft, die ihr Glück in Sibirien versuchte und zunächst erfolgreich war, bis sich die Bedingungen änderten.
    Absolut lesenswert.
    Auffällig an dem Buch ist die große Schrift. Da hätte man Papier sparen können.

  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. November 2011 um 18:48

    Wie so oft finde ich, dass der Klappentext vollkommen falsche Erwartungen in den potentiellen Lesern weckt. Es handelt sich bei dem Buch keineswegs um einen spannenden Krimi mit Herzrasen vor Spannung, eher im Gegenteil. Kampf- oder Todesszenen werden "kurz und schmerzlos" abgehandelt, in wenigen Zeilen. Überhaupt passiert in dem Buch nicht übermäßig viel: Makepeace, die letzte Überlebende in ihrer Siedlung, führt ein einsames und ständig von Gefahren überschattetes Leben. Sie muss immer auf der Hut sein, um ihr Überleben kämpfen. Als sie eines Tages auf Ping trifft, die gerade Bücher zum Verbrennen aus einem der verlassenen Häuser stehlen will, schießt Ping sie aus einer Überreaktion heraus an - und gewinnt Ping doch noch als Freundin, als sie ihren Fehler erkennt. Wenige Monate später verlässt Ping aber Makepeace' Leben genauso plötzlich wieder wie Ping in ihr Leben eingetreten war und Makepeace Lebenswille ist gebrochen, die Einsamkeit scheint ihr unerträglich. Erst Wochen später, als sie ein Flugzeug am Himmel entdeckt, schöpft sie wieder Hoffnung: Gibt es möglicherweise noch eine zivilisierte Welt da draußen? Städte, wie es sie früher gab, bevor die Katastrophe über die Menschen hereinbrach? Und so macht sie sich auf den Weg, um auf diese Fragen eine Antwort zu finden. Die meiste Zeit geht es in dem Buch dabei weniger um den Aspekt der Zerstörung des (für uns Leser) gewohnten Lebens - der Zivilisation-, sondern tatsächlich um das Leben danach. Was wird aus den Menschen, wenn man ihnen alles raubt? Gehen Liebe, Mitleid, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Moral vollständig verloren? Wer wird überleben, wer als Sklave oder Herrscher? Neben diesen oft eher ernüchternden Fragen (und Antworten) ist das Buch aber auch eine Hommage an das Leben - denn Makepeace' Lebenswille bricht (fast) nie, immer möchte sie weiter und noch das Beste aus ihrem Leben machen. Eine der Fragen, die im zweiten Teil des Buches aufkommt (deshalb möchte ich hier auch nicht zuviel darüber verraten), ist zudem, ob man eine Gesellschaft mit einem Lebensstil aufbauen kann, der darauf fußt, dass andere Menschen dafür versklavt werden und sogar sterben müssen. Spontan würden die meisten wohl "Nein!" antworten, andererseits sind wir auch heute vielleicht nicht so weit davon entfernt ... aber darüber kann ja jeder in seinem stillen Kämmerchen nachdenken (oder es sein lassen). Ich habe das Buch in nur zwei Tagen gelesen, insbesondere der erste Teil hat mich extrem gefesselt. Das Buch liest sich flüssig und süffig. Die Schriftgröße ist recht hoch, dadurch liest es sich auch schneller als man bei der Seitenzahl vielleicht zunächst erwartet.

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  • Rezension zu "Weit im Norden" von Marcel Theroux

    Weit im Norden

    HarryF

    29. October 2011 um 22:17

    Makepeace - was für ein Name! Genau so außergewöhnlich, wie der Name ist auch die Geschichte der Frau, die dieses Buch in einer nicht allzu entfernten, jedoch radikal veränderten Zukunft erzählt. Nachdem auf Grund des Klimaschutzes(!) die Erde ausgetrocknet ist, verschwindet auch alles, was wir unter dem Begriff Zivilisation zusammenfassen: Moral, Respekt, Mitgefühl - alles nur noch Worte in einem verstaubten Buch in einer Schrift die niemand mehr lesen kann. Makepease versucht, in dieser feindlichen Welt - die sich übrigens im nördlichen Sibirien befindet - zu überleben, das ist Aufgabe genug. Einerseits ist "Weit im Norden" eine Anklageschrift, ein Manifest der Bösartigkeit im Menschen, andererseits aber auch eine Liebeserklärung an das Leben, ausgedrückt im unbändigen Wunsch Makepeace' zu leben! Einen Punkt Abzug gibt's dafür, dass eigentlich nicht sonderlich viel passiert und durchaus interessante Teilaspekte mit ein paar Zeilen (was aber garantiert gewollt ist) abgetan wurde.

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