Marceline Loridan-Ivens , Judith Perrignon Und du bist nicht zurückgekommen

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Inhaltsangabe zu „Und du bist nicht zurückgekommen“ von Marceline Loridan-Ivens

Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen. Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: 'Mein Leben gegen deines.' Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art.

Ein wichtiges Buch, so klein es auch ist.

— buecher-bea

Beklemmender, Atem raubender Brief einer Tochter an den geliebten Vater.

— calimero8169

Ein sehr bewegender Brief an einen Vater der nie zurück kommen wird.

— lenicool11

Sehr berührend und eindrucksvoll!

— photovivie

Sehr bewegender Bericht an den toten Vater

— leniks

Besonders einprägsam: Die Tortur nach der Heimkehr.

— MinnaM

Marceline Loridan-Ivens gelingt ein Holocaust-Buch ohne Holocaust-Kitsch.

— Marina_Nordbreze

Tolles Buch, mir hat bloß ein bisschen was gefehlt um mich in die Protagonisten einzufühlen..

— Frewa

sehr ergreifend

— Diana182

Sehr emotional, hat mich sehr berührt

— Sassenach123

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  • Und du bist nicht zurückgekommen

    Und du bist nicht zurückgekommen

    lenisvea

    09. October 2017 um 19:20

    D: 10,00 € A: 10,30 € CH: 14,90 sFr Erschienen: 10.04.2017 suhrkamp taschenbuch 4766, Taschenbuch, 109 Seiten ISBN: 978-3-518-46766-4 Zum Buch: http://www.suhrkamp.de/buecher/und_du_bist_nicht_zurueckgekommen-marceline_loridan-ivens_46766.html Inhalt Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Hass, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen. Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.« Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art. Meine Meinung: Ich bin auf dieses Buch durch eine Rezension aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt, welches allerdings ein anderes Aussehen hat als das obige Cover. Das obige Cover gefällt mir wesentlich besser. Die Autorin erzählt von ihren eigenen Erlebnissen im 2. Weltkrieg, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie sollen sich bald darauf leider niemals wiedersehen. Sie beschreibt sehr eindrücklich ihre Gefühle, die sie damals und auch heute noch hat. Man hat ihr deutlich anmerken können, wie stark sie diese Zeit für ihr ganzes weiteres Leben, welches zum Glück noch lange anhielt und es immer noch tut, geprägt hat. Dieses Buch ist ein wichtiges Zeitdokument, welches wohl nie seine Aktualität und Wichtigkeit verliert. Ich bin der Meinung, dass eine Zeitzeugin es viel nachdrücklicher schildern kann als ein Schriftsteller, dem aufgrund seines jungen Alters nur die Recherche bleibt. Man hat einfach bei jedem Wort gespürt, dass es ihre eigene Lebensgeschichte darstellt. Vielleicht wäre es sogar gut als Schullektüre im Geschichtsunterricht geeignet. Alles in allem hat mir dieses autobiographische Buch sehr gut gefallen. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Leser geben, die sich ein wenig mit Zeitgeschichte befassen möchten. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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  • Herzergreifender Brief einer Zeitzeugin an ihren Vater...

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Ayda

    29. July 2017 um 19:38

    "Meine Rückkehr ist Synonym für deine Abwesenheit. So sehr,dass ich sie auslöschen,ebenfalls verschwinden wollte" Marceline Loridan-Evans schreibt 70 Jahre nach seinem Tod einen Brief an ihren Vater, mit dem sie zusammen deportiert wurde. Damals war sie 15 Jahre jung. Sie kam nach Birkenau, er nach nach Auschwitz. Zwischen den Lagern lagen nur 3 km, aber sich zu sehen war unmöglich. Wir erfahren in dem Brief über ihre Zeit in diesem Lager und was sie alles erleben,über sich ergehen lassen musste, so dass sie im Laufe der Zeit alles menschliche ablegen musste,um diese Abgründe zu überstehen. Diesen Brief wird ihr Vater jedoch nie lesen,denn er hat nicht überlebt...Ein Buch,das gelesen werden sollte, sehr ergreifend und gleichzeitig grausam. Wir bekommen Einblicke in die Gefühlswelt einer Zeitzeugin, die es geschafft hat zu überleben. Auch nach dem Krieg plagen Sie viele Schuldgefühle,ihre Gedanken sind immer bei ihrem Vater. Es geht um Tod,Verlust,Angst, Trauer und Hoffnung. Sie hat einen sehr warmen,emotionalen Schreibstil,der die Liebe zu ihrem Vater sehr gut wiederspiegelt. Es ist wichtig,überlebende Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen,denn nur so kann uns vor Augen geführt werden, zu was Menschen fähig sind und wir uns als Gesellschaft immer gegen Rassismus und Antisemitismus positionieren müssen. Ein Stück Zeitgeschichte,das gelesen werden sollte!Autorin:Marceline Loridan-Ivens, 1928 als Marceline Rozenberg geboren, wurde im März 1944 mit ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie lebt in Paris. (Quelle: www.suhrkamp.de)Mehr Informationen:http://www.suhrkamp.de/buecher/und_du_bist_nicht_zurueckgekommen-marceline_loridan-ivens_17660.htmlhttps://www.youtube.com/watch?v=zLLyeREWrrk

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  • Ein endlich geschriebener Brief

    Und du bist nicht zurückgekommen

    buecher-bea

    05. March 2017 um 21:21

    Die Autorin schreibt einen Brief an ihren Vater, den sie nie abschicken wird. Denn ihr Vater ist nicht zurückgekommen. Sie schon. Aus Auschwitz. Ihre Mutter und ihre Geschwister konnten sich alle verstecken, aber sie beide wurden erwischt, im Schloß in Frankreich, wo sie wohnten. Welches der Vater aus reiner Lust kaufte und zum Familiensitz machte. Sie war damals fünfzehn Jahre alt. Als sie zurückkommt, stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen. Niemand will davon wissen. Und doch fehlt ihr Vater überall. Wie gerne hätte sie mit ihm getauscht.... Eine bedrückende, reale Geschichte und dadurch ein wichtiges Zeitdokument von einem Menschen, dessen Generation gerade nach und nach diese Welt verlässt. Ein wichtiges Buch, so klein es auch ist.

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  • Nachgetragenen Liebe

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Buecherschmaus

    07. February 2017 um 22:29

    „Ich bin ein fröhlicher Mensch gewesen, weißt du, trotz allem, was uns widerfahren ist. Fröhlich auf unsere Art, aus Rache dafür, dass wir traurig waren und dennoch lachten. Die Leute mochten das an mir. Aber ich verändere mich. Es ist keine Bitterkeit, ich bin nicht bitter. Es ist, als wäre ich schon nicht mehr da. Ich höre Radio, die Nachrichten, ich weiß, was geschieht, und es macht mir oft Angst. Ich habe hier keinen Platz mehr.“ Das Gefühl, keinen Platz mehr zu haben, kennt Marceline Loridan-Ivens aus ihrer Jugend. 1943, mit 15 Jahren, wurde sie zusammen mit ihrem Vater aus Frankreich deportiert. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Zwei Lager, die nur drei Kilometer trennten und zwischen denen doch ein unüberwindbarer Abgrund klaffte. „Du wirst vielleicht zurückkommen, weil du jung bist, aber ich werde nicht zurückkommen.“ Die Prophezeiung des Vaters wurde zur traurigen Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, die Marceline ihr Leben lang nicht verdrängen konnte. „Noch heute zucke ich zusammen, wenn ich Papa sagen höre., fünfundsiebzig Jahre danach, sogar, wenn es jemand ausspricht, den ich nicht kenne.“ „Ich habe so wenig Zeit gehabt, mir einen Vorrat von die anzulegen.“ Der nie verwundene Verlust des geliebten Vaters ist das Zentrum, um das das Buch kreist. Zwar werden auch der Lageralltag und seine Grausamkeiten in schonungsloser Deutlichkeit geschildert, aber „Es war notwendig, dass das Gedächtnis zerbrach, sonst hätte ich nicht leben können.“ So gehen auch die Worte, die der Vater in einer kleinen eingeschmuggelten Nachricht an sie richtet, verloren. Ihr Leben lang versucht sie, sie wiederzuholen. Besonders eindringlich schildert die Autorin, wie sie auch nach der Befreiung und der Rückkehr nach Hause – Mutter, Bruder und Schwester haben ebenfalsl überlebt, der Empfang durch die Mutter fiel aber erschreckend herzlos aus – ihren Platz im Leben nur sehr zögerlich findet. So kann sie, wie viele ihrer Leidensgenossen zunächst nicht in weichen Betten schlafen, zittert auch Jahre danach noch in jeder Bahnhofshalle, meidet Duschen. „Man spürt sein Leben lang, dass man zurückgekommen ist.“ und „Ich widerstand ihren Aufforderungen zu Leben.“ Hin und wieder hätte ich gerne mehr Informationen gehabt, z.B. wie Mutter und Bruder überlebt haben. Dafür ist in dem schmalen Buch kein Platz. Wir erfahren nur, dass die Familie zerbricht, dass sich sowohl der manisch-depressive Bruder als auch die Schwester mehr als dreißig Jahre danach das Leben nehmen. „Nach dir war unsere Familie zu einem Ort geworden, wo man um Hilfe rief, aber niemand es je hörte.“ Das Buch ist ein erschütternder Bericht aus einer dunklen Zeit. Aber auch ein Blick voller Angst in eine Zukunft und Gegenwart, in der sich, gerade in Frankreich wieder antisemitische Strömungen kundtun. Vor allem aber ist es ein ungemein zärtliches Gedenken an den verlorenen Vater. „Ich habe gelebt, da du wolltest, dass ich lebe. Aber gelebt, wie ich es dort gelebt habe, indem ich die Tage nehme, wie sie kommen, einen nach dem anderen. Trotz allem gab es schöne Tage. Dir zu schreiben hat mir gut getan. Wenn ich mit dir spreche, tröste ich mich nicht. Ich mildere nur, was mich beklemmt. Gern würde ich vor der Geschichte der Welt fliehen und zu meiner Geschichte zurückkehren, zu der von Schloime und seinem lieben kleinen Mädchen.“ Ein großes Werk nachgetragener Liebe und ein Zeugnis, das um so wertvoller ist, als es in Zukunft immer weniger davon noch geben wird.

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  • Berührendes Zeitzeugnis

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Curin

    20. January 2017 um 20:07

    Marceline wird als junges Mädchen gemeinsam mit ihrem Vater nach Auschwitz deportiert. Sie überlebt den Holocaust, doch ihr Vater stirbt und kehrt nie wieder nach Hause zurück. 70 Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, der ihn nie erreichen wird… . Marceline Loridan-Ivens hat hier einen bewegenden und sehr persönlichen Brief verfasst, der Zeugnis von den Schrecken der Lager, aber auch von dem Leben danach gibt. Besonders eindringlich beschreibt sie das einzige Zusammentreffen mit ihrem Vater in Auschwitz. Dieses Erlebnis und die verschwommene Erinnerung an eine Nachricht, die er ihr heimlich zukommen ließ, haben sie ihr ganzes Leben lang nicht losgelassen. Sie gibt auch einen tiefen Einblick in die Zeit nach Auschwitz, in der niemand ihre Geschichte hören wollte und sie zum Vergessen gedrängt wurde. Es ist tieftraurig zu lesen, wie sie von der mutigen jungen Frau, die im Holocaust jeden Tag um ihr Überleben gekämpft hat, innerlich daran zu zweifeln beginnt, ob sie überhaupt hätte zurückkehren sollen und ob sich ein Leben danach überhaupt noch lohnt. Mich persönlich hat Marcelines Brief sehr berührt. Sie beschreibt eindrücklich das Leiden der KZ-Insassen und schafft es, dass erlebte Grauen mit all seinen Ausmaßen in Worte zu fassen und hat so auf ihre ganz eigene Weise ihre Vergangenheit literarisch verarbeitet. Obwohl das Buch vom Umfang nicht sehr lang ist, kann man es nur Stück für Stück lesen, da es doch sehr bewegt und nachdenklich macht. Insgesamt hat mich dieser eindrücklich geschriebene Zeitzeugnis von Marceline sehr berührt. Ich kann es daher an jeden empfehlen, der sich mit dem Holocaust auseinandersetzen möchte und starke Nerven mitbringt.

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  • "Und Du bist nicht zurückgekommen" von Marceline Loridan-Ivens

    Und du bist nicht zurückgekommen

    calimero8169

    09. January 2017 um 16:05

    InhaltMarceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater deportiert wird. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief.Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort - und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusmmenzufügen.Eindruck"Und Du bist nicht zurückgekommen" ist ein beklemmendes, den Atem raubendes Zeitzeugnis einer Überlebenden von Ausschwitz. Es ist keines der typischen Bücher über den Holocaust sondern die Gedanken und das Andenken einer Tochter an den über alles geliebten Vater, den sie nie wieder sah. Erlebnisse, Qualen, Ängste und Gefühle, die sie mit niemandem teilen konnte und vor allem nicht mit ihm zusammen verarbeiten konnte. Keinen Trost vom Vatererhalten zu können und ihm keinen Trost geben zu können, wurde in bewegenden und aufwühlenden Zeilen festegehalten.Töchter brauchen ihre Väter, Töchter brauchen den väterlichen Rat und Töchter brauchen den Segen des Vaters - weil Väter und Töchter eine besondere Beziehung zueinander haben. Marceline Loridan-Ivens hat dieses alles in einem liebevollen, offenen Brief zusammengefasst und den verstorbenen Vater an ihrem Leben somit teilhaben lassen. Was mich besonders traurig gemacht hat, ist die Tatsache, dass die wenigen Zeilen ihres Vaters - die für beide hätten tödlich sein können - verloren gegangen sind.Über die Liebe zu ihm, über die Gefühlskälte der Familie nachdem Marceline aus der Gefangenschaft freikam und das Drängen der Mutter, die Jahre unter dem Joch der Nazis zu vergessen, hatte ich oft Tränen in den Augen und mir blieb die Luft weg über die Grausamkeiten, die Menschen durch Menschen damals erleiden mussten und noch heute erleiden. Seelen und Körper werden zerstört und diejenigen, die entkommen konnten oder befreit wurde, müssen den Rest ihres Leben damit zurechtkommen. Ich frage mich immer wieder, wie das funktionieren kann. Wie kann man Anblicke, Geräusche und Gerüche vergessen, die sich festgesetzt haben?Wie soll man die Gesichter von Säuglingen und Kindern vergessen, die in die Gaskammer geschickt wurden? Dieser Brief hat einen kleinen Einblick in das Innerste seiner Verfasserin gegeben.FazitEine Geschichte voller Schmerz, Sehnsüchte und Liebe, die aufwühlt und fassungslos macht. Ich kann Marceline Loridan-Ivens nur meine Hochachtung aussprechen, dass sie uns Leser hat teilhaben lassen an ihrem Schicksal aber auch an der Liebe zu ihrem Vater und hoffe das sie eines Tages wirklich sagen wird: "Ja, es hat sich gelohnt!"Absolute Leseempfehlung.

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  • Ein einzigartiger Rückblick

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Babyv

    26. December 2016 um 11:58

    "Und du bist nicht zurück gekommen" ein Titel, der einem in Bezug auf das Thema einen kalten Schauer über den Rücken gleiten lässt... Die Autorin Marceline Loridan-Ivans lässt ihre Leser durch ihr Buch eine einzigartige Sicht auf Vergangenes nehmen. Ihr Schreibstil ist dabei keineswegs bedrückend, wie es das Thema, das Leben im KZ, die Angst und der Funke Hoffnung der langsam verglühte, vermuten lässt. Sie schreibt es nüchtern aber dennoch betreffend. Schreibt sich ihre Erlebnisse, ihre Ängste und das Leben danach von der Seele.  Es ist ein ganz anderes Gefühl dieses Buch zu lesen als ein sachliches Geschichtsbuch. Es berührt vielmehr und macht deutlicher klar, was das Leben in einem KZ zu bedeuten hatte!Auch wurde mir viel stärker vor Augen geführt, was alles tot geschwiegen wurde und was gerade dieses Schweigen zu den Ereignissen mit den Betroffenen selbst gemacht hat. Wie sich manche dieser Menschen wünschten lieber tot zu sein, als so weiter zu leben ...Ein wirklich schwieriges Thema. Von einer Zeitzeugin so authentisch beschrieben, versetzte  mich in diese Zeit und ließ mich mehr nachdenken, wacher werden, für das was in vergangener Zeit war und den ein oder anderen immer noch verfolgt. Ich bin froh, dass ich das Buch lesen durfte. Es ist definitiv kein Buch zum schnell durchlesen. Es ist keine einfache Kost und dennoch absolut lesenswert! Ein Zeitzeugenbericht auf top Niveau und daher vergebe ich alle Sterne!

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  • Ein sehr bewegender Brief an einen Vater der nie zurück kommen wird.

    Und du bist nicht zurückgekommen

    lenicool11

    19. December 2016 um 20:31

    Inhalt Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen. Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: 'Mein Leben gegen deines.' Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art. Meine Meinung Ein Buch mit einen sehr einfühlsamen und liebevollen Schreibstil. Ein Brief der mich sehr bewegt hat und mich echt mit genommen hat das ich das Buch in einen Rutsch gelesen hab. Es hat mich sehr bewegt wie sie erzählt wie sie ins KZ kommt und wie sie das überlebt hat und wie sie dann wieder nach Hause gekommen ist und wie sie ihr Leben gelebt hat bis zum Ende des Briefes sie erzählt ihren Vater mit sehr viel hingabe und gefühl was sie erlebt hat und man merkt deutlich im schreiben das sie ihn sehr vermisst. Dieses Buch ist ein echt tolle Erinnerung und Zeugnis an eine Tochter die ihren Vater sehr geliebt hat und durch die Hölle gegangen ist sie nimmt kein Blatt vor dem Mund erzählt ehrlich und deutlich wie sie die Zeit als Jüdin in Deutschland erlebt hat. Fazit Jeder der wissen will wie eine Jüdin sich gefühlt hat und was sie erlebt hat im 2 Weltkrieg sollte dieses sehr bewegende Buch lesen. Es tut mir in der Seele weh das Menschen so mit anderen Menschen um gehen können. Ein Buch was mich bewegt hat und sehr berührt und daher ganz klar 5 Sterne für diesen Brief einer Tochter an seinen toten Vater.

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    • 2
  • Stark sein, um weiter zu Leben

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Giorgo

    27. October 2016 um 21:49

    Marceline war 15 Jahre alt, als sie ins KZ Birknau deportiert wurde. Ihr Vater kam nach Ausschwitz. Damals wusste sie nicht, dass sie nicht all zu weit entfernt war, von ihrem Vater. Er schaffte es ihr einen Brief zuschreiben und ihn seiner Tochter zukommen zu lassen. Das war sehr riskant. Doch Marcelin vergass die Wörter, die ihr Vater geschrieben hatte, um weiter zu leben. Marcelin hat überlebt, doch ihr Vater nicht. Die Familie bekam erst nach 5 Jahren ein Telegramm , dass ihr Vater Ausschwitz nicht überlebt hat. Für Marceline was das ein sehr grosser Verlust. Sie wünschte, dass ihr Vater überlebt hätte, denn er war der Ernährer der Familie. 75 Jahre nach den Ereignissen in Auschwitz, schreibt sie dieses Buch (in Briefform) für ihren verstorbenen Vater. Was sie im Lager erlebt hat und wie es ihr nach dem Krieg erging. Die mittlerweile 85 jährige Frau, leidet immer noch unter dem Verlust ihres Vaters. Es ist eine ungewöhnliche Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, es wird nicht detailliert geschrieben was in Ausschwitz geschah. Es ist eher eine Biographie in der es um die Gefühle der Beteiligten geht. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, so dass ich es manchmal nicht mehr aus der Hand legen konnte. Darunter sind sehr viele Sätze, die mich tief berührt haben, wie z.b. folgendes Zitat der Autorin: „Noch heute zucke ich zusammen, wenn ich Papa sagen höre; fünfundsiebzig Jahre danach, sogar wenn jemand es ausspricht, den ich nicht kenne. Dieses Wort ist so früh aus meinem Leben verschwunden, dass es mir weh tut, ich kann es nur in meinem Inneren sagen, vor allem kann ich es nicht aussprechen. Vor allem nicht schreiben.“ Eine bewegende Geschichte die man nicht so schnell vergisst und die den Leser zu nachdenken bringt. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!

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  • Rezension zu >>Und du bist nicht zurückgekommen<< von Marceline Loridan-Ivens

    Und du bist nicht zurückgekommen

    anduria

    29. September 2016 um 20:17

    Meine Meinung: Zu Beginn des Buches ist man taub. Man ist auf das Schlimmste eingestellt, da man schon aus dem Schulunterricht kennt, was in Ausschwitz geschehen ist. Man hat sich schon für die Schrecken eines Zeitzeugnisses gewappnet – zumindest dachte ich das. Den ersten Abschnitt über das Lager habe ich noch völlig emotionslos gelesen. Zu viele ähnliche Berichte kennt man. Doch die Erzählung dessen, was Marceline erlebt und gedacht hat, als sie das Vernichtungslager verließ, sorgte dafür, dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte. Insbesondere wenn es um den letzten Weg ihres Vaters ging, konnte ich Marcelines noch nach all dieser langen Zeit so großen Schmerz fühlen. Es ist für mich unvorstellbar, wie man mit einem solchen Schmerz in Worte fassen kann, doch ihr ist es gelungen dieses unglaubliche Werk zu schaffen. Mich stört einzig und allein an diesem Buch, dass, auch wenn die Erinnerung an den Vater der rote Faden ist, immer wieder hin und hergesprungen wird. In dem einem Moment erfährt man das Marceline wieder bei ihrer Familie angekommen ist und in nächsten Moment ist man wieder einige Wochen oder Monate vorher noch immer auf ihrem Weg durch die Lager und Märsche, die sie überstehen musste. Dies mag daran liegen, dass es sich um Erinnerungen handelt und diese nun einmal nicht linear sind, doch mich hat es beim Lesen gestört immer darauf achten zu müssen, an welcher Stelle von Marcelines Erinnerungen ich mich befand. Trotzdem würde ich jedem das Buch empfehlen, da dieser Brief einzigartig ist.

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  • Und du bist nicht zurückgekommen

    Und du bist nicht zurückgekommen

    photovivie

    22. May 2016 um 17:35

    Marceline Loran-Ivens wurde 1928 als Marcelina Rozenberg geboren und 1944 nach Ausschwitz-Birkenau deportiert. Sie lebt in Paris.Im März 1944 wurden Marceline und ihr Vater deportiert. Die 15-jährige landet in Birkenau, ihr Vater in Ausschwitz. Im Lager haben beide kurz Kontakt. Als Marceline nach dem Krieg nach Hause zurückkehrt, ist ihr Vater nicht zurückgekommen – und wird es auch nie. In diesem 111-seitigem Büchlein schreibt Marceline ihrem Vater einen Antwortbrief auf seinen Brief, den er ihr im Lager zustecken ließ, an dessen Text sie sich aber nicht erinnern kann.Sie schreibt über die Zeit im Lager, die Befreiung, das Ankommen zu Hause und ihr späteres Leben. Und über den großen Verlust, den zum einen der Tod ihres Vaters verursacht hat, und der zum anderen dadurch zustande kommt, das ein Teil von ihr in Birkenau blieb.Dieser Brief ist sehr berührend und eindrucksvoll. Sie erzählt von ihrer schwierigen Ankunft zu Hause, den Konflikten mit Ihrer Mutter, die sie nicht verstand. Sie erzählt davon, das sie sich fragte, ob sie als Vollwaise nicht besser dran wäre, denn dann hätte sie die anderen Überlebenden, die sie verstanden und so waren wie sie.Marceline ist der Überzeugung, das ihr Vater sie verstanden hätte. Mit ihm wäre ihr Leben anders und besser verlaufen. Hätte er sich für ein Leben in Israel entschieden, wäre sie mit ihm gegangen, schreibt sie. Ich denke, sie hat ihren Vater zum Helden stilisiert, was ihrem Leben sicher nicht immer gut tut. Doch sie sieht auch, das nicht nur sein Verlust prägend für sie war, sondern natürlich auch das Lager.Man spürt sein Leben lang, dass man zurückgekommen ist.Erst nach 70 Jahren schaffte es Marceline Loridan-Ivens diesen Brief zu schreiben. Trost spenden kann er ihr nicht, sagt sie, doch er mildert die Beklemmung. Sie hat ein eindrucksvolles Selbstbildnis geschaffen! Mich hat dieser Text sehr berührt.Schau für weitere Buchrezensionen gern auf meinem Blogwww.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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  • Und du bist nicht zurückgekommen

    Und du bist nicht zurückgekommen

    leniks

    17. April 2016 um 18:49

    Dieses Buch ist ein kleines, aber feines Buch als Hardcoverausgabe. Es umfasst 110 Seiten untergliedert in fünf Abschnitte. In diesem Buch schreibt die Autorin Marceline Loridan-Ivens geborene Rozenberg , geboren 1928 einen Brief an ihren Vater. Und zwar siebzig Jahre nachdem sie und ihr Vater im Konzentrationslager gekommen sind. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Laut ihrem Brief an den Vater nur drei Kilometer von einander entfernt. Zunächst erzählt sie wie beide ins KZ gekommen sind und sie gibt dem Leser einen Einblick wie es dort zugegangen war. Ich war vor Jahren mit der Schule im KZ Buchenwald und fand das sehr bedrückend was wir da gesehen und gehört haben. Ich finde das Buch sehr berührend und sehr persönlich geschrieben. Die Autorin ist Schauspielerin und Drehbuchautorin. Zusammen mit ihrem Mann hat sie Filme in Kriegsgebieten gemacht, wie sie in dem Brief an ihrem Vater schreibt. Ganz traurig finde ich auch den Teil, wo sie nach Hause kommt, und ihr kleiner Bruder jemanden anders erwartet hat, als seine Schwester. Er hat es zwar nicht gesagt, aber sie hat es gefühlt. Er ist nicht zurückgekommen, sondern seine Schwester. Dann erzählt sie ihm noch von ihrem Leben und das der Familie. Auch das sie zweimal verheiratet war und keine Kinder bekommen hat. Ich kenne die Autorin nicht aus Filmen, aber ich werde aber nun mal schauen, ob ich etwas von ihr kenne. Ich gebe dem Buch meine volle Leseempfehlung.

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  • Ein Zeugnis der besonderen Art

    Und du bist nicht zurückgekommen

    HappiestGirl

    Inhalt: Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen. Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.«   Meine Meinung: Ein unglaubliches Zeugnis seiner Zeit. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, selbst in der Situation zu stecken, selbst die Gefangene gewesen zu sein. Ich war zu Tränen gerührt und obwohl das Buch mit seinen wenigen Seiten schnell gelesen war, mußte ich zwischendrin immer mal kurz pausieren und sinnieren. Dieses Buch ist sowohl eine Hommage an ihren Vater und erinnert sehr ausdrucksstark an die Zeit des 2. Weltkrieges und wie es nicht nur die Gefangenen, sondern auch ihre Angehörigen verändert hat. Ich habe wirklich einige Male schlucken müssen und fand es sehr schade, dass sie ihren Vater nie hat „gehen lassen“. Dadurch hat sie sicher das Leben einige Male nicht genießen und das Beste draus machen können, hat aber dennoch viel in ihrem eigenen Leben bewegt.   Fazit: Ein Buch, das wirklich unter die Haut geht. Ein echtes Zeitdokument deutscher Geschichte, dass auch nach dem Lesen noch nachhallt.

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    • 3

    dicketilla

    23. February 2016 um 10:45
  • Das kleine Buch ist ein bewegendes Zeugnis einer Überlebenden

    Und du bist nicht zurückgekommen

    WinfriedStanzick

    15. February 2016 um 09:57

    Fünfzehn Jahre alt ist Marceline Rozenberg, als sie 1944 zusammenmit ihrem Vater von den Nazis festgenommen wird und deportiert wird. Sie kommt nach Birkenau und überlebt dort wie durch ein Wunder, der Vater kommt  in Auschwitz ums Leben. Kurz vor seinem Tod gelingt es dem Vater auf einem kleinen Zettel eine Botschaft an seine Tochter aus dem Lager zu schmuggeln. Doch Marceline kann sich nur noch an die Anrede („Mein liebes kleines Mädchen“) und an die Unterschrift des Vaters. Den Rest hat sie vergessen, worunter sie ein Leben lang leidet. Siebzig Jahre nach ihrer Befreiung aus Auschwitz schreibt sie mit Hilfe von Judith Perrignon ihrem Vater einen langen Brief. Der Brief ist eine Liebeserklärung an den Vater und gleichzeitig ein letzter Versuch, die furchtbaren Geschehnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Grauenvolle und unmenschliche Ereignisse, die das normale Vorstellungsvermögen übersteigen, und die Marceline für ihr ganzes Leben prägen sollten. Doch sie erzählt auch von dem Leben danach, als niemand hören wollte von „dort“ und als sie unter einem stummen Vorwurf gelitten hat: warum bist du zurückgekommen und nicht der Vater, den die Familie nötiger gebraucht hätte. Das kleine Buch ist ein bewegendes Zeugnis einer Überlebenden, die wie vieler andere, die ein ähnliche Schicksal hatten, ihr ganzes Leben lang damit hadern, überlebt zu haben und das Lager nie ehr aus ihrer Seele bekommen: "Die Wörter hatten uns verlassen. Wir hatten Hunger. Das Massaker war in vollem Gange. Ich hatte sogar Mamas Gesicht vergessen. Und da war deine Botschaft vielleicht plötzlich zu viel Wärme, zu viel Liebe, ich habe sie nach dem Lesen sofort geschluckt, wie eine Maschine, die Hunger und Durst hat. Und dann habe ich sie ausgelöscht. Zu viel daran denken hieß, den Mangel zuzulassen, es macht verwundbar, es weckt die Erinnerungen, es schwächt und es tötet. Im Leben, dem richtigen, vergisst man auch, man geht darüber hinweg, man verlässt sich auf die Gefühle. Dort ist es das Gegenteil, zuerst verliert man die Bezugspunkte der Liebe und der Sensibilität. Man erfriert von innen her, um nicht zu sterben."

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  • Buchverlosung zu "Und du bist nicht zurückgekommen" von Marceline Loridan-Ivens

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Sommerregen

    Hallo! :)

    Ich habe auf meinem Blog eine neue Verlosung gestartet - es kann jeder mitmachen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal vorbeischauen würdet.

    Ganz liebe Grüße und viel Glück!!

    Hier geht es zur Verlosung:

    https://warmersommerregen.wordpress.com/2016/02/01/%F0%9F%8F%86-%F0%9F%8E%88-wieder-ein-schoener-anlass-fuer-eine-verlosung-%F0%9F%8E%88/

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