Marceline Loridan-Ivens , Judith Perrignon Und du bist nicht zurückgekommen

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Inhaltsangabe zu „Und du bist nicht zurückgekommen“ von Marceline Loridan-Ivens

Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Hass, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen. Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.«
Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art.

Eine erdrückende Zeitgeschichte als Brief an den Vater. Absolut bewegend und lesenswert.

— Buecherseele79

Beeindruckend, bedrückend und ein wichtiges Dokument der jüngeren deutschen Geschichte.

— stadtschreiber

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  • Ein Brief an den Vater

    Und du bist nicht zurückgekommen

    Buecherseele79

    06. July 2017 um 09:21

    Marceline und ihr Vater werden 1944 nach Ausschwitz-Birkenau transportiert.Marceline muss nach Birkenau während ihr Vater in Ausschwitz ums Überleben kämpft.So nah und doch so fern....bis Marceline eines Tages ein paar Zeilen von ihrem Vater, über einen Mitgefangenen, zugesteckt bekommt.Dann ist der Krieg zu Ende und nur Marceline kommt aus den Lagern zurück....ihr Vater bleibt verschwunden.1948 erhält die Familie ein Schreiben dass der Vater in einem der KZ's umgekommen ist und gerade die Kinder zerbrechen daran.Wie knüpft man an ein Leben an, nach solch schrecklichen Erlebnissen?Wie mit Familie/Gesellschaft umgehen die nichts davon hören wollen?Marceline schreibt einen Brief an ihren Vater, über das was sie durch die Nazis erlebt hat, wie ihr Leben verlief, was es bedeutet dass er nicht zurückkam und die vergebliche Erinnerung an die paar Zeilen die ihr Vater damals an sie schrieb....109 Seiten die trotzdem so intensiv, bewegend und einfach nur erdrückend sind.Marceline wird mit 15, zusammen mit ihrem Vater, nach Ausschwitz-Birkenau gebracht und erzählt ungeschönt und authentisch was sie dort erleben musste, der tägliche Kampf ums nackte Überleben, die Selektion durch Dr. Mengele.Was der Brief für ein Lichtblick im Lageralltag bedeutet, wie sehr sie an den Vater denkt, nur für ihn durchhält und überlebt.Und dann die Gewissheit-der Vater kommt nicht zurück...denn er war der Mittelpunkt der Familie, nicht die Mutter.Wie gerade ihr Bruder den Tod des Vaters nicht verkraften kann, wie eine Familie unter dieser Gewissheit zerbricht.Es schmerzt beim Lesen zu erleben wie sehr sich die Autorin zu erinnern versucht, an die letzten Zeilen ihres Vaters, was er ihr mitteilen wollte und es ihr einfach nicht mehr einfallen mag.Sehr erdrückend fand ich ihre Beschreibung ein Leben nach dem Krieg zu beginnen, denn diese Grausamkeiten begleiten sie ein Leben lang, Tag wie Nacht.Den Geruch von verbranntem Fleisch, von Rauch, die Asche, die Dunkelheit, all dies hat sich in die Seele eingebrannt und wird, für mich, in ihren Zeilen so schrecklich beschrieben.Ein Stück Zeitgeschichte auf 109 Seiten die lange nachwirken.Gegen das Vergessen.Eine Buch was man gelesen haben sollte.

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  • Eine Stimme für die Opfer des Natioanlsozialismus

    Und du bist nicht zurückgekommen

    stadtschreiber

    19. January 2017 um 16:33

    Mit „Und du bist nicht zurückgekommen“ hat Marceline Loridan-Ivens eine herzzerreißende Liebeserklärung einer Tochter an ihren Vater verfasst. Zusammen mit ihrem Vater wurde die Autorin 1944, im Alter mit 15 Jahren, von den Nationalsozialisten deportiert. Sie kam nach Birkenau, der Vater nach Auschwitz. Die Mutter entkam mit zwei Geschwistern dem Zugriff der Nazis nur knapp. Siebzig Jahre später schreibt die überlebende Tochter einen Brief an den Vater, den er nie lesen wird.Der InhaltDie Autorin versucht etwas schier Unmögliches: Sie will dem unaussprechlichen Leid, das die nationalsozialistische Herrschaft vor allem über viele jüdische Familien brachte, eine Stimme geben. Schon kurz nach der gemeinsamen Ankunft in Auschwitz wird sie von ihrem Vater getrennt und landet im drei Kilometer entfernten Birkenau. Trotz der strengen Kontrollen im Konzentrationslager gelingt es ihrem Vater, Marceline noch eine Nachricht zukommen zu lassen, deren Inhalt sie jedoch wenig später vergessen hat. Für die heutige Generation sind die Zustände und Vorgänge in den Konzentrationslagern unvorstellbar. Dazu gehört auch eine Begegnung der Autorin mit Josef Mengele, der in Auschwitz als Lagerarzt tätig war und unmenschliche, grausame medizinische Experimente an den Häftlingen vornahm. Obwohl die Nachricht des Vaters in Vergessenheit geriet, bleiben die Erinnerungen an die Zeit der Nazi-Herrschaft für immer im Gedächtnis und auf der Haut der Autorin eingebrannt. Sie wurde mit der Zahl 78750 gebrandmarkt, die sie das ganze Leben über als schreckliche Gefährtin begleiten sollte, wie sie selbst sagt. Die Autorin bedient sich in ihrem Werk einfacher und klarer Sätze. Genau das erzeugt Kälte und Schrecken. Einer der Schlüsselsätze dürfte das Bekenntnis sein „Ich liebte dich so sehr, dass ich glücklich war, mit dir deportiert zu werden“, das auf den heutigen Leser einfach nur erschütternd wirkt. Mein Fazit Der Autorin gelingt es auf nur knapp mehr als 100 Seiten eine komplexe Geschichte zu erzählen, die das Grauen des Dritten Reiches lebendig macht. Beeindruckend, bedrückend und ein wichtiges Dokument der jüngeren Geschichte. Gespräch mit der Autorin: https://www.youtube.com/watch?v=zLLyeREWrrk Gespräch mit der Autorin (französische Sprache): https://www.youtube.com/watch?v=jLa7Erf5eHI Autor der Rezension: Harry Pfliegl

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