Marcelle Sauvageot Fast ganz die Deine

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Inhaltsangabe zu „Fast ganz die Deine“ von Marcelle Sauvageot

Bin ich für dich geschaffen? – Ein ungeheuer klarsichtiges und leidenschaftliches Buch über das Wesen der Liebe, das einem den Atem stocken läßt. Eine junge Frau reist 1930 wegen eines Lungenleidens in ein Sanatorium. Dort findet sie einen Brief ihres Verlobten vor, und darin steht: »Ich heirate …Unsere Freundschaft bleibt.« Eine Phrase, millionenfach gebraucht. Wohin mit dem Schmerz, des einzigen Glückes beraubt, das einem Halt spendete? Marcelle Sauvageot sucht Erlösung in einem Brief, den sie jedoch nie abschickt. Darin empören sich Liebe und Stolz gegen das Verhalten eines standesbewußten Mannes und gegen die gesellschaftlichen Konventionen. Erinnerungen an glückliche Momente und hoffnungsfrohe Träume einer gemeinsamen Zukunft vermischen sich mit der Verzweiflung über ihre tödliche Krankheit. Selbstbewußt und rückhaltlos offen schreibt sie sich ihr Leid von der Seele, doch geraten die Aufzeichnungen nie zu einer Abrechnung oder Schuldzuweisung, vielmehr dringen sie ins Innerste der Liebe vor. Es ist das Zeugnis einer verletzten, aber selbstbewußten starken Frau und letztlich die Geschichte einer Befreiung, die von einer ergreifenden Lust am Leben zeugt.

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  • Marcelle Sauvageot - Fast ganz die Deine

    Fast ganz die Deine

    ClaudiasWortwelten

    04. March 2016 um 10:47

    Über das Buch: Bei dem 1934 erstmals erschienenen autobiographischen Briefroman handelt es sich um einen zwischen dem 7. November und 24. Dezember 1930 verfassten Abschiedsbrief Marcelle Sauvageots an ihren ehemaligen Verlobten, der sie verlassen hatte, um eine andere zu heiraten. Die an Tuberkulose erkrankte Autorin schreibt diesen Brief während eines Sanatoriumaufenthalts in Hauteville, wird ihn jedoch nie an den eigentlichen Adressaten abschicken. So kursiert er zunächst nur als Privatdruck unter ihren Freunden, die sie zu überreden versuchen, ihn zu veröffentlichen. Erst als der Text zufällig dem Literaturkritiker Charles du Bon in die Hände fällt, wird er 1934 erstmals unter dem Titel Commentaire publiziert. Kurz vor der Veröffentlichung ihres Buchmanuskripts verstirbt Marcelle Sauvageot im Alter von nur 33 Jahren in einem Sanatorium in Davos. Inhalt: Der mehr als 70 Jahre alte Text, der 2005 in einer neuen deutschen Übersetzung unter dem Titel Fast ganz die Deine erneut herausgegeben wurde, ist die schonungslose und zugleich traurige Abrechnung einer verlassenen und verschmähten Frau mit dem Mann, den sie liebte. Der ehemalige Verlobte, den sie abwechselnd mit Sie und Du anspricht, hatte ihr in einem Brief mitgeteilt „Ich heirate… Unsere Freundschaft bleibt“. "Man sieht all die leidvollen Phasen voraus, durch die man wird gehen müssen, und weiß, danach kommt die Leere […] Man hat nichts mehr zu erwarten und bleibt doch noch endlos so stehen, wohl wissend, daß nichts mehr kommen wird." Das Angebot seiner Freundschaft lehnt sie entschieden ab. In ihrem Brief versucht sie, sich ihren Kummer von der Seele zu schreiben, erinnert sich an gemeinsame Stunden vollkommenen Glücks, aber auch an die Fehler und Schwächen des einst geliebten Mannes, von dem sie sich nun zu befreien und zu distanzieren versucht. Meine persönliche Meinung: Wann immer ich das schmale Bändchen zur Hand nehme, bin ich zu Tränen gerührt und fasziniert von der Klarheit und Offenheit, mit der Marcelle Sauvageot ihre Gefühle und ihre Verletzlichkeit skizziert und gegen ihren Schmerz aufbegehrt. Jeder, der schon selbst solche schmerzvollen Momente und Trennungen durchlebt und durchlitten hat, würde gerne die richtigen Worte finden, um dem Schmerz Ausdruck zu verleihen und ihn sich von der Seele zu schreiben – Marcelle Sauvageot findet sie. In einer wunderbar klaren und poetischen Sprache reflektiert sie über Liebe, Freundschaft, Trennung und Erinnerung. Auch wenn die Trauer und der Schmerz um den Verlust des Geliebten in der jeder Zeile spürbar sind, ist der Text nie klagend, sondern kämpferisch. Dieser Abschiedsbrief ist Zeugnis der Befreiung einer zutiefst verletzten Frau, die jedoch nie in Selbstmitleid zerfließt, sondern sich stets ihren Stolz und ihre Würde bewahrt. Fast ganz die deine ist ein wundervolles Buch, das traurig, nachdenklich, aber auch Mut macht, denn am Ende ihres Briefes, scheint es, als sei die Distanzierung und Befreiung gelungen: "Ich bin wieder kampflustig, bereit, dem Leben ohne Sie tapfer ins Auge zu sehen; vielleicht ist es schöner ohne Sie – es ist neu…

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  • Reflexion zur Liebe

    Fast ganz die Deine

    Stephanus

    20. August 2015 um 09:36

    Die Autorin schreibt einen Brief an ihren Verlobten, nachdem dieser ihr mitgeteitl hat, dass er eine andere geheiratet hat. Erstaunlich fand ich, dass die Autorin in diesem, heute sehr ungewöhnlichen Monologstil, eine kluge und nie langatmige Betrachtung über Liebe und ihre Person anstellt. Ein bemerkenswertes, dünnes Büchlein mit einer feinen Sprache und einem heute antiquiert erscheinenden Stil. Das Buch hat mir gefallen, aber jeder Leser sollte einmal kurz das Buch anlesen ob die Sprache und der Stil einem zusagen, da sicher nicht jedermanns Geschmack.

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  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Claudia Kalscheuer

    Fast ganz die Deine

    Sternenstaub

    24. June 2010 um 14:47

    Ausdrucksstark,menschlich,direkt und ehrlich.

    Man konnte sich gut einfühlen,wobei es teilweise etwas anstrengend zu lesen war,durch den doch etwas häufigen Wechsel der Anredeformen und die zwar subjektive,aber doch sachlich klingende Betrachtungsweise.

  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Marcelle Sauvageot

    Fast ganz die Deine

    Beagle

    14. June 2008 um 11:23

    Sprachlich mit Sicherheit ein Meisterwerk der Literatur, jedoch für meinen Geschmack etwas zu kitschig

  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Marcelle Sauvageot

    Fast ganz die Deine

    katermurr

    12. June 2008 um 00:55

    ich fands ermüdend

  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Marcelle Sauvageot

    Fast ganz die Deine

    Franny

    07. February 2008 um 00:50

    Der Mann hat eine andere. Er schreibt der Verlobten "Ich heirate... Unsere Freundschaft bleibt." Mit Hilfe von Briefen in Monologform, versucht Marcelle Sauvageot, als schwerkranke Frau, ihre noch vorhandenen Gefühle für den Ex-Geliebten zu verarbeiten. Sie klagt an: sich selbst, ihn, ihre Gefühle und ihre Hoffnungen. Geschrieben, heraus aus einer Seele, die voller Gefühle ist und dennoch versucht den Verlust zu verarbeiten. Wundervolle Monologe mit Tiefsinn und Seele.

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  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Claudia Kalscheuer

    Fast ganz die Deine

    giulianna

    11. January 2008 um 18:49

    dieses büchlein hat mich mit der feinheit seiner sprache berührt.

  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Marcelle Sauvageot

    Fast ganz die Deine

    metalmel

    15. November 2007 um 22:22

    Eine Abrechnung. Und was für eine! Eine Frau und ein Abschiedsbrief. Marcelle Sauvageot reist im Jahre 1930 von Paris in das Sanatorium von Hauteville. Sie leidet an Tuberkulose. Und doch ist da noch ein kleiner Funken Freude, denn sie erwartet sehnsüchtig einen Brief ihres Geliebten. Voller Eifersucht waren seine letzten Briefe und jetzt kommt das lang ersehnte Schreiben an. Voller Erwartung schreibt sie in ihr Tagebuch: „Dieser Brief wird vielleicht süß sein.“ Doch, ach, wie sehr hat sie sich getäuscht! „Ich heirate ... Unsere Freundschaft bleibt...“, das sind die Worte, die sie nach dem Öffnen vorfindet. Marcelle versucht den Schock zu überwinden, indem sie auf diese Zumutung antwortet. Sie schreibt einen Brief an ihren Geliebten, der nie abgeschickt wird. Sie spricht vermutlich vielen aus der Seele, wenn sie, die Verlassene schreibt: „Man sieht all die leidvollen Phasen voraus, durch die man wird gehen müssen, und weiß, danach kommt die Leere. Es wird das Erwachen im Morgengrauen kommen, wenn der Schmerz noch ohnmächtig ist und man zu Gott betet, weiterschlafen zu dürfen. Wie ein in Watte gehüllter Tumor – und plötzlich ein heftiger, stechender Schmerz.“ Jeder kennt das Gefühl, doch Marcelle Sauvageot drückt es so unmittelbar aus, dass man meint, den Schmerz selbst fühlen zu können. „Tagsüber oder am Abend gibt es Momente der Ruhe, in denen man sich wundert, nichts zu spüren; dann lauert man auf den Satz, den Ton, den Duft, der den Schmerz jäh wieder zum Leben erwecken wird.“ Ja, genau so ist es. Man leidet eben auch gerade unter dem erschütternden Wissen: „Es gibt kein Zurück mehr. Es gibt kein Wir mehr.“ Stattdessen das schäbige Angebot einer Freundschaft. Messerscharfe Sätze, die ins Mark treffen. Sie ist so verletzt, wie man es nur sein kann und sie will eines ganz sicher nicht – Freundschaft: „Unsere Freundschaft wird in Zukunft etwas sehr Hübsches sein; wir werden uns Ansichtskarten von unseren Reisen und zu Neujahr Pralinen schicken. Wir werden uns gegenseitig besuchen; wir werden einander von unseren Plänen erzählen, wenn diese dabei sind, sich zu verwirklichen, um den anderen ein wenig zu kränken und im Falle eines Scheiterns sein Mitleid nicht erdulden zu müssen; wir werden vorgeben zu sein, was wir glauben, und nicht, was wir sind; wir werden einander oft ‚Danke’ und ‚Verzeihen Sie’ sagen, freundliche Worte, die man so dahinsagt. Wir werden Freunde sein. Glauben Sie, dass das nötig ist?“

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  • Rezension zu "Fast ganz die Deine" von Claudia Kalscheuer

    Fast ganz die Deine

    Lumina156

    06. August 2007 um 22:56

    Ein phantastisches Buch, dass dermaßen sprachlich überzeugt. Ich liebe die Art, spielerisch mit der Sprache umzugehen und Gefühle, Empfindungen auf eine neue Art auszudrücken. Das finde ich hier sehr gelungen!!

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