Marchesa Colombi Ein Bräutigam fürs Leben

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Inhaltsangabe zu „Ein Bräutigam fürs Leben“ von Marchesa Colombi

Mit schnörkelloser Raffinesse und feiner Ironie wird die Geschichte von Denza erzählt, die früh die Mutter verliert. Der ohnehin ereignislose Alltag wird noch trister, als sie eine Stiefmutter bekommt. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als dem ebenso kleinbürgerlichen wie verschrobenen Elternhaus zu entkommen. Im Piemont des 19. Jahrhunderts gibt es nur einen Weg hinaus: Heiraten. Und so verliebt sich Denza in einen Verehrer, den sie gar nicht kennt. Schon bevor sie ihm endlich begegnet, weiß sie, es ist Liebe. Wann wird er ihr endlich den ersehnten Antrag machen? Mitte der 1970er empfahl Natalia Ginzburg diesen kleinen Roman von 1885 Einaudi zur Neuveröffentlichung: Als Kind habe sie den Text wieder und wieder gelesen, als Erwachsene neu entdeckt und überrascht festgestellt, dass sie in ihrem eigenen Schreiben jene bitterfrohen Züge zu schaffen suchte, die dieser Geschichte ihren Reiz verleihen. Diese Klassikerin des späten 19. Jahrhunderts ist ein edition fünf-Titel par excellence: Ein Vorbild weiblichen Schreibens der italienischen Literatur.

Denza ist so wundervoll niedlich in ihrer Naivität, dass man sie einfach gern haben muss und mit ihr schwärmt statt sie aufrütteln zu wollen

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  • Leserunde zu "Ein Bräutigam fürs Leben" von Marchesa Colombi

    Ein Bräutigam fürs Leben
    edition_fuenf

    edition_fuenf

    Liebe Leserinnen und Leser, wir laden euch herzlich ein, an unserer neuen Leserunde teilzunehmen! Vor einer Weile ist in unserem Verlag der kleine, aber feine Roman „Ein Bräutigam fürs Leben“ der Italienerin Marchesa Colombi erschienen. Das Besondere daran? Nun, der Roman ist tatsächlich schon 1885 geschrieben worden! Aufgrund seiner Zeitlosigkeit wurde er in den 1970er Jahren in Deutschland schon einmal wiederentdeckt und ist jetzt bei uns in neuer Übersetzung erschienen. Es ist wirklich erstaunlich, wie schwungvoll und aktuell dieser raffiniert-ironische Text auf seinen nur 136 Seiten auch heute noch ist! Und darum geht’s in dem Buch: Nichts wünscht Denza sich sehnlicher, als der ereignislosen Tristesse ihres Elternhauses zu entkommen – vor allem seit die neue Frau des Vaters den Haushalt tüchtig umkrempelt. Im Piemont des 19. Jahrhunderts gibt es fürs Fortkommen nur einen Weg: Heiraten. Und so verliebt sich Denza schon bald – allerdings in einen Verehrer, den sie gar nicht kennt. Schon bevor sie ihm begegnet, weiß sie, es ist Liebe. Doch wann wird der Geliebte ihr wohl endlich den ersehnten Antrag machen? Jeder von uns kennt wahrscheinlich die Strapazen einer Schwärmerei, die auf eine harte Geduldsprobe gestellt wird. Selten ist dieser unglückliche Zustand wohl so amüsant in einer Geschichte beschrieben worden wie bei Marchesa Colombi! Seid ihr neugierig geworden und habt Lust, „Ein Bräutigam fürs Leben“ zu lesen und euch hier mit anderen LeserInnen darüber auszutauschen? Dann lasst es uns wissen! Uns interessiert eure Meinung. Wir verlosen 15 Leseexemplare, wobei natürlich auch alle anderen herzlich eingeladen sind, mitzuschmökern und zu diskutieren. Schreibt bis zum 7. März einfach einen kurzen Kommentar, warum ihr gern mitlesen würdet!

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    • 176
  • Ein literarischer Juwel

    Ein Bräutigam fürs Leben
    britta70

    britta70

    22. July 2013 um 01:46

    "Bräutigam fürs Leben" erzählt die Geschichte von Denza. Sie lebt in einer italienischen Kleinstadt und führt im Haus ihres Vaters und ihrer Stiefmutter ein recht eintöniges Leben. Zu ihrer Zeit, im 19. Jahrhundert, besteht die einzige Chance, das Elternhaus zu verlassen in einer Hochzeit. Entsprechend fixiert ist Denza auf dieses Thema. Als offensichtlich ist, dass sie einen Verehrer hat, ist sie überglücklich. Ihre Begeisterung über Ornatos Äußeres hält sich zwar in Grenzen, doch dies tut ihrer Euphorie keinen Abbruch. Zu groß ist der Wunsch, zuhause raus zu kommen. Und so wartet Denza und fiebert der befreienden Hochzeit entgegen. Als ein Brief ankommt, glaubt sie, ihr Ziel erreicht zu haben. Es handelt sich auch tatsächlich um einen Heiratsantrag, nur ist dieser an ihre Schwester orientiert. Also heißt es für Denza weiter warten. Ob ihr sehnsüchtiger Wunsch in Erfüllung geht und sie an Ornatos Seite glücklich wird, sei hier natürlich nicht verraten. Das Buch in der neuen Übersetzung von Christine Gräbe erschien in der Reihe Edition 5. Wie alle Bände dieser Reihe ist es wundervoll gestaltet; in diesem Fall ist das Buch auch liebevoll illustriert. Doch nicht nur die Aufmachung macht es zu etwas Besonderem. Mir hat auch die Geschichte selbst als eindrucksvolles Sittengemälde der damaligen Zeit ausgesprochen gut gefallen. Die Übersetzung scheint mir sehr gut gelungen und fängt den flüssigen und bildhaften Sprachstil der Autorin Marchesa Colombi sehr gut ein. Die Charaktere sind sehr plastisch gezeichnet und ich habe mit Denza den weiteren Entwicklungen entgegen gefiebert. Insgesamt ein wunderschönes Buch mit einem Vorwort von Natalia Ginzburg. Ich bin froh, dass ich es dank der Edition 5 für mich entdecken konnte und empfehle diesen literarischen Juwel gerne weiter. 

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  • Ein Bräutigam fürs Leben

    Ein Bräutigam fürs Leben
    Rezistern

    Rezistern

    01. June 2013 um 21:28

    Bereits im Jahre 1885 schrieb die Italienerin Marchesa Colombi den Roman „Ein Bräutigam fürs Leben“, der nun beim Verlag edition fünf in neuer Übersetzung erschienen ist. INHALT Die hübsche, junge Denza wünscht sich nicht sehnlicher, als endlich dem todlangweiligen, ereignislosen Alltag in ihrem kleinbürgerlichen Elternhaus durch eine Heirat zu entkommen. Einen anderen Ausweg gab es zu jener Zeit im 19. Jahrhundert für junge Mädchen nicht. Schon bald verliebt sich Denza unsterblich in einen Verehrer, den sie zunächst noch gar nicht persönlich kennt. Sie träumt von einem besseren Leben an der Seite ihres künftigen Ehemanns und weiß bereits vor dem ersten Treffen mit ihrem wohlhabenden Traummann, dass es die große Liebe ist. Doch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn voller Ungeduld muss sie schon viel zu lange auf den längst überfälligen Heiratsantrag warten . . . MEINE MEINUNG Anhand von Denza, einer jungen Frau aus kleinbürgerlichem Hause, portraitiert die Autorin exemplarisch ein Frauenleben Mitte des 19. Jahrhunderts in der italienischen Provinz Piemonts. Der Roman beginnt mit dem viel sagenden Satz der Protagonistin Denza: „Eine eintönigere, ödere und freudlosere Jugend als meine kann man sich eigentlich kaum vorstellen.“ Sehr einfühlsam und eindringlich gelingt es der Autorin, uns die pragmatische Betrachtungsweise und nüchterne Gedankenwelt sowie den freudlosen Alltag der Hauptfigur nahe zu bringen. So hatte ich schon bald eine Vorstellung von den Lebensbedingungen der damaligen Zeit, der Protagonistin und ihrer Familie vor Augen. Vor allem erstaunlich ist es, wie rasch mich der Roman in seinen Bann ziehen konnte. Auch wenn die geschilderten Lebensverhältnisse doch kaum noch mit unserem heutigen Leben vergleichbar sind und einem sehr fremd erscheinen, üben sie eine ungeheure Faszination auf den Leser aus. Im Mittelpunkt all ihres Denkens steht für Denza das Thema Heirat, denn zur damaligen Zeit gab es keine andere Möglichkeit, ihrer ausweglosen Situation zu entkommen. So ist es auch kein Wunder, dass sie sich immer häufiger aus dem ereignislosen Alltag wegträumt und sich einen Märchenprinzen herbeiwünscht, der sie rettet. Sehr amüsant ist es zu lesen, dass Denza sich voller Inbrunst in einen heimlichen Verehrer verliebt hat, der zwar aus wohlhabenden Elternhaus stammt, doch sich bei genauerem Hinschauen als eher monströs und recht charakterschwach erweist. Die Autorin schildert sehr fesselnd und gekonnt, auf welch harte Geduldsprobe Denza gestellt wird, bis hin zu der bitteren und schockierenden Erkenntnis, dass sie sich hoffnungslos in ihre Traumwelt verrannt hat. Sehr gut gefallen hat mir die sehr feinsinnige Ironie der Autorin, die trotz des eher nüchternen Schreibstils zwischen den Zeilen zu lesen ist. Hervorzuheben ist die sehr gelungene Neuübersetzung des Romans, die sich sprachlich angenehm und flüssig lesen lässt, und in der Ausdrucksweise genau den richtigen Ton trifft. Sehr lesenswert ist auch die dem Roman vorangestellte Einführung der italienischen Autorin Natalia Ginzburg, die dieses faszinierende literarische Kleinod von 1885 Mitte der 1970er entdeckte und es erneut veröffentlichen ließ. Hierin erläutert sie uns ausführlich, welchen ungeheuren Einfluss dieses Büchlein auf sie und ihre späteren schriftstellerischen Werke hatte. Durch das insgesamt eher schlichte Design wirkt das Buch sehr edel und kann in seiner hohen Qualität mit seinem roten Leineneinband mit Prägung, passendem Lesebändchen und einer Geschenkbanderole überzeugen. FAZIT Ein aufgrund seiner thematischen Zeitlosigkeit interessanter, sehr lesenswerter Roman! Durch seine hochwertige Gestaltung auch hervorragend als Geschenk eignet!

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  • Rezension zu "Ein Bräutigam fürs Leben" von Marchesa Colombi

    Ein Bräutigam fürs Leben
    SiCollier

    SiCollier

    Von da an hatte ich kaum noch Zeit, meinen einstigen Träumen nachzuhängen (...) (Seite 128) Meine Meinung Das informative Vorwort von Natalia Ginzburg werden manche vermutlich erst nach der eigentlichen Lektüre lesen wollen, da es recht viel vom Inhalt verrät. Nur ohne solches konnte Frau Ginzburg nicht von ihrer Begeisterung für dieses Werk berichten. Ich habe das Vorwort zuerst gelesen und war heftig gespannt auf das, was mich denn erwarten würde. Um es gleich vorweg zu sagen: über weite Strecken konnte ich die große Begeisterung Ginzburgs nicht so richtig nachvollziehen. Zu dem Zeitpunkt hat mir das Vorwort fast besser gefallen als das eigentliche Buch, hat ersteres doch Erinnerungen an „Geschichten“, die ich mit meinen eigenen Büchern erlebt habe und solche „besonderen Sätze“ oder Exemplare wachgerufen. Aber das ist wohl die Natur solcher Beziehungen zu Büchern: sie sind sehr persönlicher Natur und für andere oft nicht nachzuvollziehen. Das Buch selbst hat mir gut gefallen. In einer klaren Sprache, die dennoch bildhaft genug ist, um ein lückenloses Kopfkino in Gang zu setzen, wird zunächst das Haus derer der Dellara beschrieben und die Familie vorgestellt. Und schon sind wir mitten in der Geschichte einer freudlosen, tristen Jugend, eines ebensolchen und eintönigen Lebens, dem die Erzählerin Denza entfliehen möchte. Als einzige Möglichkeit sieht die die Heirat, und als man ihr nach einem Theaterbesuch sagt, daß ein gewisser Herr Mazzuchetti sie angesehen habe, beschließt sie, daß sie ihn ihn verliebt ist und erwartet demgemäß seinen Heiratsantrag. Davon, von diesem Warten, nun erzählt uns Denza. Es sind keine großen Dinge, die passieren, aber dennoch habe ich das Buch zu keiner Zeile langweilig oder eintönig empfunden, im Gegensatz zu dem Leben, das beschrieben wird. Über weite Strecken war ich mir nicht so richtig sicher, ob sich Denza alles nur einbildet bzw. interpretiert (z. B. die Blicke des Herrn Mazzuchetti) oder ob es sich um tatsächliche Geschehnisse handelt. Wir als Leser wissen naturgemäß auch nicht mehr als Denza selbst. Da ich nun aus dem Vorwort wußte, welcher Satz Frau Ginzburg so beeindruckt hatte, erwartete ich diesen natürlich mit Spannung. Auf mich hat der jedoch gar nicht so gewirkt. Ich habe mich immer noch gefragt, woher denn die Begeisterung für dieses Buch kommt und wie man das wieder und wieder lesen kann. Bis, ja bis ich dann auf der Seite 128 angelangt war und den oben zitierten Satz las. Da wußte ich um die Begeisterung der Frau Ginzburg und da wußte ich, daß auch ich das Buch noch etliche Male würde lesen müssen. Nicht nur - und das ist mir so bisher selten begegnet - daß wir es hier anscheinend mit einem sehr detaillierten Sittengemälde einer Kleinstadt im 19. Jahrhundert zu tun haben, es hat etwas mit dem Leben zu tun. Nicht nur damals, sondern heute. Nicht nur mit dem von fiktiven Figuren in einem Roman, sondern dem von Menschen aus Fleisch und Blut, solchen, die täglich versuchen, ihr Leben zu leben und damit klar zu kommen. Die Wünsche, Vorstellungen, Hoffnungen, Träume haben - und immer wieder erleben müssen, daß diese an der Realität scheitern. Damals wie heute. Das macht dieses kleine Büchlein zu einem zeitlosen Werk, das verdient, wieder und wieder gelesen zu werden. Vermag es doch, wenn die eigenen Erwartungen ans Leben einen Dämpfer erhalten haben, aufzuzeigen, daß das wohl schon immer so war und immer so bleiben wird, und dadurch einen gewissen Trost zu spenden. Das ist mehr, als man über viele andere Bücher sagen kann. KurzfassungIn ein „farbiges Sittengemälde“ des 19. Jahrhunderts verpackt die Konfrontation von Wunschdenken und Realität. Ein zeitloses Stück Literatur.

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    • 2
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    14. April 2013 um 11:48
  • Ein Schatz der Literatur - neu aufgelegt

    Ein Bräutigam fürs Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Ein Bräutigam fürs Leben" ist die neu übersetzte und aufgelegte Version von "Eine Provinzheirat", erschienen 1885. *INHALT* Gaudenzia Dellara, von allen nur Denza genannt, ist Halbwaise und wird nicht sehr zeitgenössisch erzogen; sie muss kaum im Haushalt mithelfen und verbringt lange Tage zusammen mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester beim Spazieren. Das ändert sich, als Pietro noch einmal heiratet und die neue Stiefmutter sie zur Mithilfe im Haushalt anhält. Schließlich soll sie doch irgendwann eine gute Braut abgeben. Als sie langsam ins heiratsfähige Alter kommt, wird ihr berichtet, dass sie einen Verehrer hat. Und so steigert Denza sich hinein, sucht die Nähe und den Blickkontakt zu ihrem Liebsten und merkt dabei gar nicht, dass sie verliebt ist - allerdings nur in die Liebe an sich. *MEINE MEINUNG* Ich fand dieses Büchlein herrlich. Auf Grund des geringen Umfangs ließ es sich sehr schnell lesen, und der leichte Schreibstil tut sein Übriges dazu, dass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Mir hat die Erzählweise sehr gut gefallen - es war eine gute Mischung aus Handlung und Beschreibungen (das Haus samt Einrichtung wird detailliert dargestellt), die mich gut in die Zeit hinein finden ließen. Der leicht mitschwingende, ironische Unterton hat das Lesen zu einem Vergügen für mich gemacht. Denza ist ein sehr naiver, aber auch sehr sympathischer Charakter, der mich sehr schnell in ihren Bann gezogen hat. Oft habe ich nur den Kopf über die geschüttelt - auf der anderen Seite spielt die Story nunmal in einer völlig anderen Zeit. Ich fand sie sehr authentisch und realistisch, sehr interessant und ich glaube, dass jeder, der einmal verliebt war, ein Stück von sich selbst in Denza wiederfinden kann. Im Vorwort berichtet Natalia Ginzburg von ihrer Faszination für dieses Buch, die ich ansatzweise nachvollziehen kann, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es nicht zum letzten Mal gelesen habe und sicherlich noch das ein oder andere Mal zur Hand nehmen werde, um darin zu schmökern. Für jeden, der nicht nur auf Action steht und mit den Lebensumständen des 19. Jahrhunderts etwas anfangen kann, ein absolut empfehlenswertes Büchlein.

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    • 2
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    14. April 2013 um 11:42
  • Ein wunderschönes kleines Buch

    Ein Bräutigam fürs Leben
    leserattebremen

    leserattebremen

    10. April 2013 um 20:37

    Denza ist ein junges Mädchen in Italien Ende des 19. Jahrhunderts. Sie will eigentlich nur eines: von den Männern umschwärmt werden und einen tollen Verehrer heiraten. Als ihre Cousine ihr erzählt, dass ein reicher Mann sie in der Oper beobachtet hätte, verliebt sie sich in ihn, ohne in jemals gesehen zu haben. Wenn die beiden sich treffen, sehen sich in die Augen und Denza ist sich sicher, dass junge Herr sie liebt und heiraten wird, ohne je mit ihm gesprochen zu haben. Doch die Zeit vergeht, ihre Cousinen und ihre Schwester heiraten und der junge Mazzucchetti hat immer noch nicht um ihre Hand angehalten....Der Roman „Ein Bräutigam fürs Leben“ von Marchesa Colombi erschien ursprünglich 1885 unter dem Titel „Eine Provinzheirat“ und wurde jetzt von Natalia Ginzburg mit einem Vorwort versehen und neu veröffentlicht. Dabei passt der alte Titel sehr viel besser zu der Romanhandlung als der neue, denn um das Leben in der italienischen Provinz geht es eigentlich. Der Stil der Autorin ist leicht und gut lesbar, so dass die 120 Seiten schnell verschlungen sind. Denza ist zwar mit ihrer unglaublichen Naivität fast schon anstrengend, doch gleichzeitig auch ein Bild der damaligen Zeit und des Frauenbildes. Die Vorstellung, ohne Ehemann als alte Jungfer zu enden, ist schlimmer, als einen fremden und vielleicht ungeliebten Mann zu heiraten. Durch den Stil der Autorin wird die Geschichte jedoch nie anstrengend und ein bisschen fühlt man mit Denza mit, ein bisschen belächelt man auch ihre provinzielle Gutgläubigkeit. Die in der editionfünf erschienene Neuauflage ist sehr schön gestaltet und damit ein absoluter Geschenketipp, wenn man jemandem etwas besonderes schenken will. Das Vorwort von Natalia Ginzburg macht einen neugierig auf den Roman, so dass man ihn gleich durchlesen möchte. „Ein Bräutigam fürs Leben“ ist ein wunderschönes Büchlein für Zwischendurch geworden, dass man wunderbar immer wieder lesen kann, um neue Seiten zu entdecken. 

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  • naives verliebtes Mädchen

    Ein Bräutigam fürs Leben
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    09. April 2013 um 13:26

    1885 erschien in Italien der Roman 'Un matrimonio in provincia'. 'Eine Provinzheirat' hiess das Buch dann auch in der ersten deutschen Übersetzung, und ich finde diesen Titel viel passender als 'ein Bräutigam für immer', unter dem das Büchlein jetzt in neuer Übersetzung verlegt wurde. Erzählt wird die Geschichte des Mädchens Denza, das in einer Kleinstadt im Italien des 19.Jh. aufwächst. Ihre Kindheit ist nicht wirklich hart, aber ziemlich trist und freudlos. Als Denza erfährt, dass sie einen reichen Verehrer haben soll, ist sie so begeistert, dass sie sich in eine fast besessene Verliebtheit hineinsteigert, und der Traum von einer Heirat mit ihm ihre Gedanken über Jahre bestimmt. Kann das gutgehen? Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zum Einen ist die Aufmachung liebevoll - mit rotem Leinen, Geschenkbanderole und Lesebändchen. Das Buch sieht in Wirklichkeit deutlich besser aus als in den Abbildungen. Aber vor allem fesselt die Story. Nicht nur, weil ein anschauliches Bild des kleinstädtischen Lebens im damaligen Italien entsteht; sondern auch, weil das Erleben des Mädchens sehr beeindruckend beschrieben wird, in moderner Sprache, einfühlsam und doch mit feiner Ironie. Denzas Obsession wirft Fragen auf, die uns auch heute noch beschäftigen: Was bedeutet Verliebtheit, sind wir nicht manchmal nur deshalb so high, weil durch die Augen des Anderen die eigene Bedeutung erhöht wird? Ist man nicht oft eher in die erträumte gemeinsame Zukunft als in den anderen Menschen verliebt? Welche Rolle spielt in der Liebe überhaupt der egoistische Traum vom eigenen zukünftigen Glück? Und sind die Gefühle, die man beim Anderen vermutet, nicht oft nur Projektionen? In diesem Sinne ist die verliebte naive Denza, die so starrköpfig an Ihrem Traum festhält, eine zeitlose Gestalt. Und wenn sie am Schluss doch noch heiratet, wird es zwar nur eine Provinzheirat, aber es ist das, was das Leben für sie bereithält.

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  • Rezension zu "Ein Bräutigam fürs Leben"

    Ein Bräutigam fürs Leben
    bookgirl

    bookgirl

    05. April 2013 um 13:42

    Inhalt Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in Italien: Denza lebt mit ihrer Schwester, ihrem Vater und der Stiefmutter gemeinsam. Ihr Dasein ist trist, wo sie hauptsächlich für den Haushalt sorgen muss und generell unter der Fuchtel der strengen Stiefmutter steht. Doch eines Tages stellt sie fest, dass sie einen Verehrer hat. Onorato ist zwar mit seiner Fettleibigkeit alles andere als ein schöner Mann, aber dennoch träumt Denza von einem Leben mit ihm und ist der festen Überzeugung, dass sie dann auch ihrem Elternhaus entfliehen kann. Meine Meinung Wenn man bedenkt, dass "Ein Bräutigam fürs Leben" schon über 100 Jahre alt, dann ist die Schreibweise der neuen Auflage, einerseits der damaligen Zeit entsprechend, aber dennoch gut lesbar. Der Roman wäre eine nüchterne Geschichte, wenn da nicht immer wieder ein gute Portion an Ironie und Witz eingeflochten wäre. So habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich beim Lesen schmunzeln musste. Denza ist ein Charakter, den man schnell sympathisch findet. Aus heutiger Sicht ist kaum vorstellbar, dass man jemanden kennenlernt und sich dann so sehr darauf versteift, dass dieser eine Mann der Traummann ist und es gar nicht anders sein kann, als das man ihn heiratet. Aber da die Geschichte in einer anderen Zeit spielt, scheint ein harmloser Flirt damals eine andere Bedeutung gehabt zu haben. Das Ende hat mich überrascht, da es aufgezeigt hat, wie lange Denza bereit war auf Oronato zu warten. Fazit "Ein Bräutigam fürs Leben" ist eine Geschichte, die auch nach all den Jahren eine Lesevergnügen bietet und eine Moral beinhaltet, die mir gut gefallen hat.  

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  • Wen kriegt die Braut...

    Ein Bräutigam fürs Leben
    Emma.Woodhouse

    Emma.Woodhouse

    04. April 2013 um 09:58

    Denza hat von der Liebe und ihrem Bräutigam eine ganz bestimmte Vorstellung. Sie ist sich sicher das ein Mädchen mit ihrem Aussehen nicht nur eine gute Partie gewiss ist sondern auch die Liebe dieses Mannes. Schnell hat sich der geeignete Partner gefunden, nun muss er nur noch um ihre Hand anhalten. Aber wird er das auch wirklich tun? Zunächst einmal muss ich einfach erwähnen wie schön diese Ausgabe ist. Der rote Leineneinband und die liebevolle Gestaltung lassen das Leserherz wirklich höher schlagen. So nun aber zum Buch. Mir hat es wirklich gefallen und das obwohl ich mit der Hauptperson - Denza nicht so direkt warm wurde. Denza war unheimlich eitel und von sich eingenommen aber das hat sich letztendlich ja auch gerächt. Andersherum hatte sie aber die typischen Mädchenträume und musste diese mit der Realität in Einklang bringen...das dass meist nicht so funktioniert kennt wohl ein jeder. Denza hat leider viel zu lang in diesem Traumland gelebt und war allgemein viel zu naiv, gerade für die Zeit in der sie gelebt hat. Die anderen Personen waren aber auch sehr amüsant gerade wenn man sie im Kontrast zu Denza gesehen hat. Was mir wirklich besonders gut gefallen hat waren die Beschreibungen und dass das Buch obwohl wenig geschah gar nicht langweilig war. Wenn ich da an Effi Briest denke, ist dieses sehr viel schöner. Man sollte es natürlich nicht mit unserer heutigen Literatur vergleichen. Es ist aber ein wirklich bezauberndes Buch.

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  • Ein zeitloser Klassiker - edel verpackt

    Ein Bräutigam fürs Leben
    Millie

    Millie

    03. April 2013 um 21:04

    Der bei edition fünf neu aufgelegte Roman der Marchesa Colombi aus dem Jahre 1885 ist ein kleines aber feines Büchlein: Auf gerade einmal 132 Seiten erzählt Denza ihre Geschichte: von freud- und ereignislosen Kindertagen, von dem Versuch, der ewigen Tristesse des Elternhauses zu entkommen, indem sie nach einem Heiratskandidaten Ausschau hält, von dem endlosen Warten darauf, dass dieser endlich um ihre Hand anhält... Der schnörkellose und pragmatische Schreibstil liest sich wunderbar - als Leser taucht man schnell ein in das Leben eines 17jährigen Mädchens, für das eine Hochzeit (scheinbar egal mit wem) den einzigen Ausweg darstellt aus dem ewig grauen Alltagseinerlei. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, als würde Denza mir atemlos ihre Geschichte erzählen, ohne Punkt und Komma. Das stimmt natürlich nicht wirklich, aber da der Roman nicht in Kapitel unterteilt ist und einzelne Abschnitte sich nur durch eine eingeschobene Freizeile voneinander abheben, geht alles scheinbar fließend ineinander über. Dies unterstreicht noch den Eindruck von Eintönigkeit und Ereignislosigkeit: Nichts wird spachlich oder optisch besonders hervorgehoben - selbst eine Hochzeit, eine Geburt oder ein Todesfall ist ein Ereignis neben anderen. Ich habe die Lektüre sehr genossen, und auch als Geschenk eignet sich das Buch wunderbar. Der sehr edle rote Leineneinband mit farblich passendem Vorsatzblatt und Lesebändchen, die eingeprägte weiße Schrift und die kleine Zeichnung ebenfalls in Weiß sind ein optischer und haptischer Genuss. Das i-Tüpfelchen bildet die halbhohe fliederfarbene Banderole, in der sogar Raum für persönliche Grüße vorgesehen ist - wie ich finde eine ganz reizende Gestaltungsidee.

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  • Rezension zu "Ein Bräutigam fürs Leben"

    Ein Bräutigam fürs Leben
    CHRISSYTINA

    CHRISSYTINA

    31. March 2013 um 15:05

    Kurz zum Inhalt: Italien, 19. Jahrhundert. Die junge Denza lebt mit ihrer älteren Schwester in einem Elternhaus, das sich kein junges Mädchen wünschen würde: Sie darf keine schönen Kleider tragen, darf nur sehr selten ausgehen und muss sich um den Haushalt kümmern. Sie schämt sich für ihre Familie und deren seltsame Gewohnheiten. Als schließlich der Reiche Onorato ein Auge auf sie wirft, wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Seine Blicke und Worte lassen Denza auf eine baldige Hochzeit und das Entfliehen aus dem verschrobenen Elternhaus hoffen. Aber warum unternimmt ihr Verehrer so lange keine weiteren Schritte? Meine Meinung zu diesem Buch: Der Schreibstil ist eher nüchtern und mit einer guten Prise Ironie gewürzt. Die Geschiche hat eine feine Moral. Damit will ich sagen, dass sie einem nicht sofort ins Auge springt, sondern erst im Nachklang Formen annimmt. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich werde es definitiv irgendwann noch einmal lesen. Auch zu erwähnen ist der wunderschöne, sehr hochwertige Einband aus Buchleinen und die Fadenheftung. So etwas findet man heute nur noch selten. Außerdem gibt es noch ein farblich zum Buch passendes Lesebändchen. Perfekt!

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  • Von der Liebe und anderen Träumereien

    Ein Bräutigam fürs Leben
    ColourfulMind

    ColourfulMind

    29. March 2013 um 20:44

    "Ich meinerseits fühlte mich verliebt, ganz ohne ihn zu kennen. Ich liebte den Verehrer. Allein die Tatsache, dass ich einen hatte, verlieh mir in meinen Augen Bedeutung." -S.54 Inhalt: Denza liebt mit ihrer Familie in eher einfachen Verhältnissen. Sie ist wunderschön und träumt von Liebe und Heirat, um ihrem Elternhaus zu entfliehen. Als sie tatsächlich in schon jungen Jahren einen Verehrer begegnet, scheint sich alles, wovon sie je träumte zu erfüllen. Aber haben Träume und Wünsche in der Realität überhaupt Raum um zu überleben? Meine Meinung: "Ein Bräutigam fürs Leben" von Marchesa Colombi wurde schon 1885 verfasst und nun von dem editionfünf-Verlag noch einmal neu verlegt. Das Buch ist in einen wirklich tollen Leineneinband gehalten und auch wenn das Cover eher einfach ist, macht es doch wirklich was her. Mehrere Bilder und Zeichnungen sind zwischendurch in die Geschichte eingesträut und stellen einzelne Szenen oder Details aus der Geschichte dar. Dies ist nicht unbedingt notwendig zum Verständnis der Geschichte, wertet das Ganze, ebenso wie der Leineneinband aber um einiges auf. Die Sprache ist, obwohl das Buch vor einiger Zeit verfasst worden ist, sehr einfach und gut verständlich. Aber auch recht schmucklos, wodurch vieles sehr schnell "abgearbeitet" wird, oder auch nur am Rande erwähnt, was ich teilweise etwas schade fand, weil vor allem zu Beginn des Buches sehr ausschweifende Raumbeschreibungen vorkommen, die eigentlich auf einen sehr detaillierten Schreibstil schließen ließen. Diese sehr langen Beschreibungen am Anfang waren ein wenig zu viel des Guten und haben deswegen irgendwie nicht ganz zum restlichen Stil der Geschichte gepasst. Die junge Denza ist geradezu besessen vom Heiraten und dem Gedanken an die Liebe. Sie hat den unbändigen Wunsch, ihrer einfachen Herkunf zu entfliehen und an der Seite eines Ehemannes ein besseres Leben zu finden, was sie sich durch ihre Schönheit verspricht. Sie ist sehr eitel und vor allem naiv, trotzdem ist sie aber sehr sympathisch und ihre Aufregung und Gefühle gingen während des Lesens auf mich über. Die Charaktere sind allesamt sehr komplex und realistisch in dem was sie tun und denken. Da wäre zum Beispiel die böse Stiefmutter, die eigentlich gar nicht so böse ist. Sie ist sehr geprägt von dem damaligen gesellschaftlichen Denken und möchte vor allem ihre Stieftöchter gut versorgt wissen. Auch wenn sie dabei oftmals sehr egoistisch oder hart erscheint. Die Geschichte ist sehr einfach gehalten, aber unterhält. Man begleitet als Leser Denza auf ihrer Suche nach der Liebe und fiebert durchaus mit ihr mit. Fazit: Die Geschichte ist unterhaltend und fesselt, dennoch fehlt ihr das gewisse Etwas, das sie zu etwas besonderem macht und sie von anderen Büchern dieser Art abhebt. Denn die Handlung ist sehr einfach und wirklich viel geschieht nicht. Trotzdem ist "Ein Bräutigam fürs Leben" mit seinen gut 130 Seiten ein unterhaltendes Buch für zwischendurch, welches das Leben von damals sehr realistisch darstellt und sich nicht in unauthentischer Romantik verliert.

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  • Rezension zu "Ein Bräutigam fürs Leben" von Marchesa Colombi

    Ein Bräutigam fürs Leben
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    28. March 2013 um 14:38

    Denza lebt im 19. Jahrhundert in Italien. Ihr Leben mit dem Vater und der Stiefmutter ist trostlos und eintönig. Damals war die einzige Möglichkeit für ein junges Mädchen von zuhause wegzukommen eine Heirat. Und so ist Denza überglücklich, als sie plötzlich einen Verehrer hat. Von nun an träumt sie nur noch von ihm und hofft jeden Tag darauf, ihn wiederzusehen. Fortan wartet sie darauf, dass er bei ihrem Vater um ihre Hand anhält. Doch es vergehen Wochen und Monate, und Denza bekommt keinen Heiratsantrag. Der Roman erzählt die Geschichte einer Frau in einer italienischen Kleinstadt im 19. Jahrhundert. Die Autorin beschreibt sehr gut die Regeln und Zwänge, die die Gesellschaft den Menschen damals auferlegt hat. Ganz besonders Frauen und junge Mädchen mussten sich den gesellschaftlichen Zwängen anpassen. So war es für Denza auch unmöglich, einfach zu ihrem Verehrer zu gehen, und ihn ganz offen nach seinen Gefühlen zu fragen. Sie konnte immer nur darauf hoffen, ihm zufällig zu begegnen und mit ihm ein paar Blicke auszutauschen. Als Leser merkt man immer wieder, dass das Buch in einer ganz anderen Zeit spielt. Das macht es leider auch recht schwer, sich mit der Protagonistin zu identifizieren. Die Geschichte wird wirklich recht schön erzählt, doch leider hat der Roman nicht sehr viel Handlung. Da das Buch aber nur 130 Seitien hat, hat man es sehr schnell durchgelesen. Das Buch beginnt mit einer Einführung von Natalia Ginzburg. Diese Einführung sollte man aber lieber erst am Schluss lesen, da hier bereits die ganze Handlung und auch das Ende verraten wird. Es wäre vom Verlag einfach besser gewesen, wenn man diesen Text als Schlusswort ganz hinten im Buch abgedruckt hätte.

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