Marcia Rose Im Haus des Vaters

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Inhaltsangabe zu „Im Haus des Vaters“ von Marcia Rose

Ein großer Roman um zwei Familien zwischen Leidenschaft und Gerechtigkeit, Liebe und Verzeihen. New York in der Gegenwart: Jonah ist ein vom Schicksal gestrafter, verbitterter Mann. Seine Frau Dorothy liebt ihn über alles, aber wie lange kann sie seine Bitterkeit noch ertragen? Verständnis findet sie einzig bei ihrer Tochter, sind doch auch deren Ehe die Romantik und die Liebe abhanden gekommen. Als eine lange schwelende Familienfehde erneut ausbricht, beschließen die Frauen zu handeln ... Eine anrührende Geschichte vor einem gewaltigen Zeitpanorama: vom Nachkriegsidealismus über die McCarthy-Zeit und die Romantik der 70er bis in die Gegenwart.

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  • Rezension zu "Im Haus des Vaters" von Marcia Rose

    Im Haus des Vaters
    ribanna

    ribanna

    16. November 2010 um 21:40

    Ein Frauenroman, eine Familiengeschichte, ein Zeitgemälde - all das stellt dieser Roman dar. Er umspannt die Jahre zwischen 1941 und 1987 und spielt im Milieu des linken und kommunistischen Nordamerika. Dorothy und Jack sind Geschwister mit einer recht engen Beziehung. Gegen den Willen ihrer Familie heiratet Dorothy den überzeugten Kommunisten Jonah. Immer häufiger kommt es zum Streit zwischen Jonah und Jack, bis sich schließlich die Familien vollkommen zerstreiten und fast 40 Jahre lang keinen Kontakt mehr zueinander haben. Als Jonah todkrank ist, möchte er sich mit Jack wieder versöhnen. Dorothys Tochter Cookie und Jacks Tochter Deena fädeln ein großes Familientreffen ein. Das Buch ist aus Dorothys und Cookies Perspektive geschrieben. Zwei starke Frauen, die das Familienleben organisieren und Geld verdienen, während ihre Männer idealistischen Ideen anhängen und mit der Rettung der Welt beschäftigt sind. Frauen, die auch immer wieder aus der Ehe ausbrechen, letztlich aber doch bei ihren Männern bleiben. Das Buch hat mir gefallen, allerdings hat es Längen und es mangelt an Höhepunkten.

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  • Rezension zu "Im Haus des Vaters" von Marcia Rose

    Im Haus des Vaters
    R-E-R

    R-E-R

    01. August 2010 um 17:42

    Spätestens als Cookie mit einer Tüte Shiseido Kosmetik und frisch geschminkt aus dem New Yorker Kaufhaus kommt war mir klar, dass ich “Im Haus meines Vaters” von Marcia Rose zu Ende lesen muss. Auch ich habe in den 1980er Jahren teure Puderdosen dieser japanischen Kosmetikfirma mit nach Hause geschleppt. Und so fühlte ich mich zurückversetzt und habe mich gern wieder daran erinnert. Erinnerungen sind überhaupt ein wesentliches Element dieses Romans. Cookies Vater Jonah wird bald sterben. Er hat Krebs im Endstadium und weiß dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Also will er sich mit seinem Schwager Jack, dem Bruder seiner Frau Dorothy versöhnen. Ein über 40 Jahre zurückliegender Streit hatte die beiden entzweit. Und mit ihnen auch die zugehörigen Familien. Jetzt plant Cookie zusammen mit ihrer Cousine Deena ein großes Fest, zu dem sich beide Familien samt Kindern und Enkeln treffen sollen. Im Zuge der Vorbereitungen kommen Erinnerungen wieder, die Cookie nachdenklich stimmen. Sie ist nicht glücklich mit ihrem Leben. Ihre Ehe ist von Lieblosigkeit und Desinteresse geprägt. Ist es also an der Zeit für Veränderungen zu sorgen? Oder gibt es ihn, diesen “Stoff” der eine Familie allen zum Trotz zusammenhält? Auf eins möchte ich sogleich hinweisen. Der Klappentext hat mit dem Inhalt des Buches nicht das geringste zu tun. Es gibt keine folgenschwere Entscheidung. Dave, Cookies Ehemann, wird zu keiner Zeit als leidenschaftlich und verrückt beschrieben. Um ihre Mutter macht sich Cookie mitnichten Sorgen. Umgekehrt wird eher ein Schuh draus. Und New York im Sommer ist nur ein Schauplatz dieser Geschichte. Es ist die Geschichte zweier Familien. Dorothy heiratet während des zweiten Weltkrieges den Linken Jonah. Ihr Bruder Jack eine reiche Bauunternehmertochter. Kommunismus und Kapitalismus prallen im Amerika der Kriegs- und Nachkriegszeit aufeinander und führen zu einem ganz speziellen privaten Kleinkrieg. Protestmärsche, McCarthy Ära, Martin Luther King und seine berühmte Rede, Demonstrationen und Bürgerrechtsbewegung. In Rückblenden wird ein atmosphärisches Bild der jüngeren amerikanischen Geschichte gezeichnet. Daneben stehen die persönlichen Schicksale der Familienmitglieder. Im Vordergrund die von Cookies Eltern, Dorothy und Jonah. Aus dem Jetzt, das in der Geschichte 1987 spielt, wird in Rückblenden das Leben der beiden nacherzählt. Beginnend im Winter 1941 als Dorothy und Jonah beschließen, gegen den Willen von Dorothys Familie zu heiraten. Marcia Rose schreibt nicht dramatisch, nicht einmal wirklich spannend. Eher interessant und mit einer bewegenden Lebendigkeit. Die Figuren sind unspektakulär. Das was sie erleben schon eher. Und doch hat es mehr mit der Zeit in der sie leben zu tun, als mit ihren Persönlichkeiten. Jonah der nicht begreifen will, dass seine kommunistischen Ideologien in Amerika niemals verwirklicht werden. Der starrköpfig zu seinen Überzeugungen steht und damit die Familie an den Rand ihrer Existenz bringt. Dorothy die immer wieder mit ihrer Ehe hadert., ihren Mann betrügt und doch nicht verlässt. Zuerst wegen der Kinder und später aus Gewohnheit. Cookie, die unter dem Desinteresse ihres Mannes leidet und im Seitensprung ihrer Mutter ähnelt. Alle scheinen irgendwann am Leben zu verzweifeln und machen doch weiter. Am Ende hat jeder für sich eine Erkenntnis gewonnen. Diese jetzt vorwegzunehmen wäre sträflich. Nachdem man diesen Roman gelesen hat, weiß man worauf es im Leben ankommen kann. Und das sollte jeder für sich alleine herausfinden.

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