Marco Kunst Herr der Zeiten

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Inhaltsangabe zu „Herr der Zeiten“ von Marco Kunst

Amsterdam 1670. Wessels Vater arbeitet an einer Erfindung, die sämtliche Naturgesetze außer Kraft setzt: Er kann die Lebenslinie eines Menschen sichtbar machen und auch seinen Tod vorhersagen. Als er entdeckt, dass er selbst nur noch wenige Tage zu leben hat, wagt er ein Experiment mit furchtbarem Ausgang: Er bleibt am Leben, aber weder tot noch lebendig, ein Zombie. Wessel muss seinen Vater stoppen, bevor der Riss im Gewebe der Wirklichkeit, der durch das Experiment entstanden ist, immer größer wird und alles zu vernichten droht. Der Riss durch Zeit und Raum führt Wessel bis in die Gegenwart, wo er Pink trifft - ein Mädchen in seinem Alter. Ob sie ihm helfen kann, den Riss zu schließen?
Ein fesselnder Ideenroman, der unter die Haut geht. Und der die großen Fragen von Leben und Tod, Zeit und Raum gleichermaßen poetisch wie mitreißend thematisiert.

Konnte mich leider nicht überzeugen, da das Szenario zu abstrus wurde... Schade!

— _hellomybook_

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  • Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

    Herr der Zeiten

    Buchraettin

    27. October 2017 um 07:33

    Gibt es eine unsterbliche Seele? Kann man Lebenslinien eines Menschen vorhersagen und so auch seinen Todeszeitpunkt? Experimente im 17. Jahrhundert in den Niederlanden. Ein junger Mann namens Wessel, der seinem Vater dabei helfen soll, diese Dinge zu beweisen. Wird es ihnen gelingen?Die Idee, die der Geschichte zugrunde liegt, hat mir sehr gut gefallen und ich hatte mir eine spannende Geschichte erwartet. Die Seele, Lebenzeitlinien, Experimente, das klingt schon sehr spannend. Leider wurde das für mich in der Geschichte nicht so spannend und fesselnd umgesetzt.Es sind Themen, die laden den Leser zum Nachdenken und Philosophieren ein.Es gibt in der Erzählung, die im 17.Jahrhundert angesiedelt ist, immer wieder kurze Einschübe in das Jahr 2013 folgend. Das wurde aber gut gekennzeichnet oben auf den Seiten, welches Jahr gerade spielt.Die Einschübe aus dem 21. Jahrhundert sind anfangs nur kurz und ich wusste anfangs nicht, was die mit der Geschichte zu tun haben könnten, wobei ich schon so einen Verdacht hatte. Mir haben die aber nicht so gut gefallen, ich fühlte mich im Lesefluss unterbrochen. Ich denke, sie sollten wohl eine Art Anker in der Zeit einführen.Die Szenen aus dem 17. Jahrhundert wurden mir zu ausführlich beschrieben, wie z.B. seine Verliebtheit. Mir hat hier das flüssige Lesen gefehlt, die Spannung der Geschichte. Es gab ein paar Szenen, die fand ich schon brutal und auch blutig, z.B. bei den Experimenten.Gut gefallen haben mir die Szenen, wo aus dem historischen Zeitraum der Niederlande aus dem 17. Jahrhundert berichtet wurde. Gefallen haben mir auch die Gedanken zu Körper- Seele und hier auch der Konflikt Religion und Wissenschaft. Ich fand nur die Umsetzung in dieses Jugendbuch für mich nicht gelungen. Es sind viele Ideen aus der Philosophie dabei, Fachbegriffe und mir fehlte klar die Spannung in der Geschichte. Gut gefallen hat mir noch das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches. Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass der Name „Wessel“ immer wieder auftaucht. Da wurde nicht mal ein anderes Wort wie z.B. der Junge oder er benutzt, sondern meistens der Name und das störte mich sehr beim Lesen. Die Figur kam mir leider auch nicht nahe, mir fehlte hier auch eine Verbindung zu der Figur. Sie blieb zu sehr auf Distanz.Im Nachwort beschreibt der Autor noch, wie lange er an dem Buch geschrieben hat und auch welche Figuren historisch belegt sind. Es ist eine tolle Idee. Zeitlinien, gibt es eine Seele, das klang sehr gut der Klappentext, leider konnte mich die Geschichte dann nicht überzeugen und fesseln beim Lesen. Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

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  • Selten war ich so zwiegespalten!

    Herr der Zeiten

    _hellomybook_

    31. December 2016 um 10:30

    Selten war ich so zwiegespalten bei einem Buch. So macht "Herr der Zeiten" in meinen Augen einiges richtig, aber auch vieles falsch. Marco Kunst hat eine sehr lebendige und wortgewandte Sprache, die das Lesen angenehm gestaltet. Er bietet uns ein zu Beginn noch sehr interessantes Szenario und baut eine gute und stimmige Atmosphäre auf. Im Laufe des Buches jedoch entwickelt sich dieses Szenario zu etwas so Abstraktem, dass es mir als Leser schwer gefallen ist, es mir bildlich vorzustellen. Irgendwann wird es einfach nur unglaubwürdig und fast schon lächerlich. Zudem sind es mir, vor allem bei den Protagonisten, zu platte und unvorhersehbare Charaktere, dessen Gedankengänge sich vielerorts nicht nachvollziehen ließen. So ist dieser Roman zwar wirklich spannend, so hat er aber das völlig falsche Tempo. An wichtigen Stellen hetzt der Autor zu viel, dann widmet er sich auf vielen Seiten einer Nichtigkeit, die nicht zur Handlung beiträgt. Demzufolge liest man fast hundert Seiten und hat das Gefühl, der Autor hätte dies schon mehrfach erwähnt und man lese die ganze Zeit dasselbe. Es vergehen beispielsweise auf ca. zehn Seiten viele hundert Jahre und dann bleibt der Autor wieder im Jahre 2013/14 stehen! Das Finale, auf das das Buch hinarbeitet, fällt meiner Meinung nach zu unspektakulär aus. "Herr der Zeiten" ist leider über weite Strecken ziemlich vorhersehbar. Marco Kunst widmet zu wenige Worte an den Wahnsinn des Vaters. Jedoch, und das muss ich hier sagen, ist der Roman nicht wirklich langweilig. Er schafft es gut, Spannung aufzubauen. Am Schluss bleiben mir leider zu viele Fragen offen, weswegen einzelne Elemente auffallend wirken, als dass der Autor sie nur eingebaut hätte, um die Handlung voranzutreiben. Außerdem gefällt mir das deutsche Buchcover nicht, denn erstens spricht es mich nicht an und zweitens passt es nicht wirklich zu der Geschichte. Trotz der vielen Kritikpunkte meinerseits gibt es auch einige gute Gründe, sich das Buch zuzulegen  Fazit: Es ist schwierig, "Herr der Zeiten" in Punkten zu bewerten. Wer also hier nach dem Klappentext Lust auf den Roman hat und von dem Szenario angetan ist, der wird hier wahrscheinlich nicht enttäuscht. Jedoch wurde es mir zu abstrus, sodass hier eine hohe Gesamtpunktebewertung nicht möglich ist.  Aber wer interessiert ist, der achtet hier auf die Genrewertung, denn in seinem Genre ist er wirklich in Ordnung, aber im Vergleich zu allen Büchern, die ich bisher gelesen habe, sticht er nicht hervor.   Spannung ** Action * Gefühl Humor   Genrewertung: 6/10 Gesamtwertung: 4,5/10   Das entspricht zwei von fünf Sternen für "Herr der Zeiten", mit Tendenz nach oben.🌟🌟

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