Marco Löw Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft: Band 1 Grundlagen

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Inhaltsangabe zu „Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft: Band 1 Grundlagen“ von Marco Löw

Überlegene forensische Gesprächskompetenz für Führungskräfte durch das Marco-Löw-Befragungssystem. Nähere Beschreibung siehe unter "Text der Buchrückseite" und "Biografische Anmerkung".

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  • "...niemand wird so leicht getäuscht, als wenn er einen andern zu täuschen glaubt."

    Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft: Band 1 Grundlagen

    R_Manthey

    09. July 2015 um 10:38

    Gedankenleser, Mentalisten oder Spezialisten, die kaum sichtbare Bewegungen der Gesichtsmuskulatur wahrnehmen können, erobern seit einiger Zeit die Welt der amerikanischen Krimiserien, nachdem dort vorher lange Zeit Pathologen und Chemiker geherrscht hatten, um lügende Mörder zu überführen. Auch Marco Löws Buch über kriminalistische Befragungstechniken für die Wirtschaft könnte man auf den ersten Blick in diese Mode einordnen, denn auf dem Buchdeckel springt einem ein gelber Punkt ins Auge, auf dem steht: "So entlarven Sie jeden Lügner". Aber dieser Eindruck täuscht. Löw ist ein wirklicher Praktiker, der über ein Jahrzehnt an Erfahrungen im Polizeidienst aufzuweisen hat und dort am Ende selbst Ausbilder war. Nun, nachdem er den Mut zur Selbständigkeit aufgebracht hat, bietet er der Wirtschaft an, Leute zu überführen, die ihrem Arbeitgeber bewusst Schaden zufügen. Darüber hinaus gibt er Seminare zu dieser Thematik. Sein Buch stellt in diesem Zusammenhang den ersten Band einer theoretischen Unterstützung dar. Auf Seite 192 lesen wir: "Die in diesem Buch beschriebenen Techniken und Methoden erschließen weder das gesamte Repertoire des Marco Löw Befragungssystems, noch ersetzen sie praktisches Training." Vorgestellt und systematisiert werden also nicht irgendwelche geheimnisvollen mentalen Methoden, sondern eine breite Palette von praktischen Vernehmungstechniken, die nur ein Ziel haben: Am Ende muss ein gerichtsfestes Geständnis des Täters stehen. Zu meiner Überraschung musste ich lesen, dass es offenbar kein polizeiliches Standard-Lehrbuch über Vernehmungstechniken gibt. Aber denkt man eine Weile darüber nach, dann wird klar, dass es sehr schwer ist, eine einheitliche Methode vorzugeben. Ein guter Vernehmer muss seine eigenen Emotionen im Griff haben, kühlen Kopf bewahren, Manipulationstechniken einsetzen und schnell reagieren können, variabel sein und ganz nebenbei auch noch über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe und eine hohe Wahrnehmungsfähigkeit verfügen. Das kann man nur bedingt lehren. In diesem Buch werden deshalb erst einmal nur Grundlagen von Vernehmungstechniken dargestellt, mit denen man einen vermeintlichen Täter überführen kann. Dabei geht es immer wieder darum, genau zu erkennen, wo der Verdächtige mit hoher Wahrscheinlichkeit lügt, um dann entsprechend nachsetzen zu können. Bevor diese Techniken einzeln erläutert werden beschreibt der Verfasser das Szenario grundsätzlich. Zu jeder Befragung gehört ein Vorgespräch, in dem der Verdächtige bereits verunsichert werden kann. Doch hauptsächlich geht es in diesem Vorspiel, bei dem zunächst über scheinbar Belangloses gesprochen wird, darum, das Normalverhalten des Kandidaten zu definieren und sich ein ungefähres Bild über ihn zu machen. Sollte er bei seiner Vernehmung dann tatsächlich lügen, dann wird sein Verhalten sich relativ zum Normalen ändern, sei es in der Körpersprache oder in der Art der sprachlichen Reaktion. Darauf geht Löw im Text ausführlich ein. Wenn jemand lügt, dann ist er gezwungen, sich eine Geschichte auszudenken. Die Wahrheit hingegen lässt sich einfach aus dem Gedächtnis abrufen. Lügen müssen einfach sein, weil das menschliche Gehirn sich nicht zu viele Einzelheiten merken kann. Da Lügner das intuitiv wissen, kommen sie bei einer gezielten und manipulativen Gesprächsführung, wie sie von Löw vorgestellt wird, unter geistigen und körperlichen Stress, der irgendwann nicht mehr durchgehalten wird. Zuerst stellen sich Kontrollverluste ein, die dann auf Dauer zum Zusammenbruch des gesamten Lügensystems führen. Offenbar hat es die Zahl 17 dem Verfasser angetan, denn in seinem Buch gibt es 17 Wahrnehmungsmöglichkeiten, 17 Befragungsformen, 17 Feinabstimmungspunkte, 17 Manipulationstechniken, 17 allgemeine Warnindikatoren, ebenso viele allgemeine Glaubwürdigkeitsindikatoren und natürlich 17 allgemeine Punkte zur Gesprächsführung. Abgesehen von dieser nicht besonders glaubwürdigen, weil künstlichen 17er Reihe hat der Leser mit Löws Buch eine hervorragende Systematik von Vernehmungstechniken in der Hand. Wenigstens theoretisch. Denn ohne ein praktisches Training weiß man sicher nicht, wann welche Technik wirklich zum Erfolg führen kann. Die Löwsche Systematik in ihrer Stärke offenbart aber auch so, wie sie eben hier vorgeführt wird, eine Schwäche des Buches. Der Autor arbeitet nicht mit Beispielen. Würde er sich einmal mit den Büchern von Gedächtniskünstlern befassen, dann wüsste er, dass man sich eine solche Systematik ganz schlecht merken kann, wenn sie ohne Eselsbrücken oder sonstige Hilfen (wie eben Beispiele) dargestellt wird. Das Gehirn ist schlicht mit zu viel Abstraktheit überfordert. Das trifft auch bei dem ab Seite 139 vorgeführten theoretischem "Beispiel" zu. Didaktisch geht es völlig daneben, weil es kein wirkliches Beispiel ist und darüber hinaus mit Abkürzungen arbeitet, die man nicht eben mal sofort entschlüsseln kann. Seinen etwas abgehackten Stil wird sich Löw wahrscheinlich nicht abgewöhnen können, weil er wohl zu seiner Art gehört, die ihn wiederum zu einem erfolgreichen Vernehmer gemacht hat. Sollte das Buch irgendwann eine neue Auflage erhalten, dann würde ich dem Autor raten, von sich nicht in der dritten Person zu reden. Oder wenn doch, dann wenigstens immer. Diese kleine Kritik soll aber keineswegs den hervorragenden Gesamteindruck schmälern, den diese theoretische Hilfe bei der praktischen Ausbildung von Vernehmern sicher liefern wird. Ohne einen solchen dominierenden praktischen Übungsteil wird das Buch jedoch weniger hilfreich sein.

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  • Rezension zu "Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft: Band I Grundlagen" von Marco Löw

    Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft: Band 1 Grundlagen

    Sophia!

    23. November 2011 um 00:20

    „Keines Menschen Gedächtnis ist so gut, dass er ständig erfolgreich lügen könnte.“ (Abraham Lincoln). _ Lügen und Täuschungsversuche sind dennoch ein Teil unserer privaten und vor allem auch beruflichen Realität. Besonders im Bereich der Wirtschaft werden Menschen immer wieder hintergangen, was zu folgenschweren Konsequenzen führen und im schlimmsten Fall das wirtschaftliche Aus bedeuten kann. Eine Verbesserung der Situation ist nur durch ein gezieltes Aufdecken dieser Täuschungen möglich. Wie dies gelingen kann, verrät Marco Löws Werk „Kriminalistische Befragungstaktiken für die Wirtschaft“ - Band 1, in dem die Grundlagen vorgestellt werden. _ Der Autor selbst war vor der Gründung seiner Firma Löw & Partner, deren Arbeit als Präventionsangebot für Unternehmen ausgerichtet ist, u.a. als kriminalpolizeilicher Betrugsermittler und Ausbildungsleiter im Bereich der Vernehmungslehre tätig. Seine vielfältigen Erfahrungen möchte er den Lesern dieses Buches mithilfe des forensischen Präventionsmanagement nutzbar machen. Dolose Handlungen, die mittlerweile für viele Firmen ein ernstzunehmendes Problem geworden sind, gilt es aufzuklären und bestenfalls zu verhindern. Fundierte Strategien zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Gesprächspartnern, die in diesem Band vorgestellt werden, können dies leisten. - Der Text arbeitet in erster Linie mit Erkenntnissen aus dem Bereich der Forensik. Ziel ist die Klärung und Analyse von Sachverhalten sowie deren beweiserhebliche Dokumentation. Darüber hinaus wird ein solides Grundwissen im Hinblick auf Befragungsstrategien und Techniken der Gesprächsführung vermittelt. Leser erhalten zudem umfassende Hinweise zur Problematik der Wahrnehmung, Glaubwürdigkeit und Manipulation. Die Bedeutung verbaler und nonverbaler Anteile im Kommunikationsprozess wird ebenfalls in den Blick genommen. Schließlich wusste schon Watzlawick, dass nicht nicht kommuniziert werden kann. Dargestellt werden außerdem die Methoden des Kreuzverhörs oder der taktischen Zeugenbefragung, gängige Manipulationstechniken sowie Hinweise auf Warnindiktoren, zu denen u.a. Deteilarmut, Interaktionsarmut und Teilwiderlegungen zählen. Techniken einer gelungenen Gesprächsführung werden Schritt für Schritt erklärt und nachvollziehbar gemacht. _ Dem Autor ist es in besonderer Weise gelungen, komplexe Methoden auf einfache, verständliche Art zu vermitteln. Er gibt viele hilfreiche Impulse, die auch im Alltag sinnvoll genutzt werden können, wie etwa die Kenntnis der sechs Verhaltenstypen Dominator, Devote, Herausforderer, Kritiker, Introvertiert/Kühl, Kumpeltyp, oder aber die Erläuterungen zu möglichen Fragearten, z.b. Verhaltensprovokationsfragen. Sprichworte, Zitate und Illustrationen lockern den Text als Ganzes auf und geben zusätzlich interessante Impulse. Die bewusst gewählte große Schrift in Verbindung mit einer geordneten Gliederung machen den Text angenehm lesbar. Erwähnenswert sind außerdem die Auszüge aus dem StGB und Hinweise zu Weiterbildungsmöglichkeiten im Anhang des Buches. _ Fazit: Lieber vorher schlau ... als nachher! Die Lektüre setzt genau dieses Ziel für ihre Leser in die Tat um. Ein gewinnbringendes, lohnenswertes Buch!

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