Da mich Reality-Show-Thriller grundsätzlich interessieren, gab ich „House of Pain“ eine Chance, allerdings war mir das Buch zu sehr Splatter. Ich mag es nicht, wenn ein Plot ausschließlich aus einer Aneinanderreihung von Abscheulichkeiten besteht, ohne jegliche emotionale Basis.
Die Charaktere waren recht stumpf, der Schreibstil nicht das Wahre. Besonders störend fand ich, wenn die Meinung des Autors zu gewissen Themen durchkam und sich die Figuren auf einmal abfällig über ihre eigene Oberflächlichkeit äußerten, obwohl sie überhaupt kein Problem mit dieser hatten (dies fiel mir insbesondere am Anfang bei Cheyenne auf).
Die Kapitel waren angenehm kurz, sodass man durch das Buch geradezu flog; der Plot konnte mich – wie bereits erwähnt – weniger mitreißen. Abartig war es, ja, die berührende Wirkung fehlte aufgrund der Mutation selbst zu Beginn noch einigermaßen sympathisch anmutender Figuren zu skrupellosen Monstern indes völlig. Der Schluss überraschte leider ebenfalls kaum – wer überleben würde, war seit dem ersten Tag im „House of Pain“ absehbar gewesen.




