Marco Meng Golgotha

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Inhaltsangabe zu „Golgotha“ von Marco Meng

Sankt Petersburg Ende der 1990er. Robert ist es gelungen, in Rußlands „Mordhauptstadt“ als Journalist bei einer kleinen Zeitung eine Anstellung zu finden. Doch seine Traumstadt entpuppt sich dem Deutschen bald als Albtraum - seine Liebe zur Russin Anna steht unter keinem guten Stern, die Arbeit bei der Zeitung ernährt ihn kaum, das Land scheint in Kriminalität und Trunksucht zu versinken. Von Annas Plänen, einen anderen Mann zu heiraten, aus der Bahn geworfen, schmiedet er einen perfiden Plan…

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    Golgotha

    R_Manthey

    21. July 2015 um 11:42

    Golgotha hieß vor etwas mehr als 2000 Jahren ein kleiner Hügel vor den Toren Jerusalems. Er war eine Hinrichtungsstätte, an der man auch Jesus ans Kreuz nagelte. Warum Marco Meng seinen ersten Roman so nennt, kann man bestenfalls erahnen, denn er spielt in Sankt Petersburg der späten 1990er Jahre. Zu dieser Zeit war Sankt Petersburg die "Mordhauptstadt" Russlands. Das jedenfalls liest man im Klappentext. Und Morde waren damals wie heute häufig Hinrichtungen von Konkurrenten oder anders auffällig gewordener Störenfriede im System undurchsichtiger mafiöser Strukturen. Aber darum geht es in diesem Buch auf den ersten Blick nur am Rande. Im Mittelpunkt der Handlung steht der deutsche Journalist Robert. Er arbeitet (warum auch immer) für einen Hungerlohn bei einer unbedeutenden Lokalzeitung in Petersburg und hat sich schwer in die Russin Anna verliebt. Für ihn ist sie die Frau seines noch jungen Lebens. Umgekehrt erscheint er ihr aber nur als eine bedenkenswerte Option, die solange hingehalten wird, bis sich vielleicht etwas Besseres findet um aus Russland zu verschwinden. Als dieser Fall dann eintritt, gerät Robert völlig aus der Fassung und sinnt auf Rache. An diesem Ort und zu dieser Zeit kann das eigentlich nur Eines bedeuten. Doch letztlich wird Robert völlig anders mit dem Tod konfrontiert als er sich das ursprünglich vorgestellt hatte. Es fällt mir leider schwer, mir die Wirkung dieser Geschichte auf andere vorzustellen, weil ich Orte und Situationen dieses Romans aus eigenem Erleben kenne und daher nicht weiß, wie Menschen das Buch sehen, die diese Erfahrungen nicht besitzen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass der Autor zwar die grundsätzliche Stimmung im damaligen Petersburg und auch einzelne Figuren wirklich gut trifft, sich aber zu sehr auf das unglückliche und fast kindlich naive Verhältnis seines Helden zu seiner Angebeteten fokussiert und das Ganze dabei etwas in die Länge zieht. Was dem Buch an einigen Stellen fehlt, sind tiefer gehende atmosphärische Schilderungen und noch detailliertere Beschreibungen, die den Leser auch emotional berühren. Beispielsweise der latenten Gewaltbereitschaft in Russland oder der Folgen der ewigen Trunksucht auf den Zusammenhalt von Familie und Gesellschaft. Man findet dies zwar im Laufe der Handlung gelegentlich aufblitzend, aber das Bühnenbild des Geschehens erschien mir jedenfalls nicht hell genug ausgeleuchtet. Dass der Autor zu einer solchen Erzählweise in der Lage ist, beweist er unter anderem, wenn er Annas Mutter zu Worte kommen lässt, deren klassischen russischen Typ er geradezu umwerfend realistisch trifft. Deutsche und Russen haben oft ein merkwürdig verklärtes Verhältnis zueinander. Komischerweise findet man das genau in Roberts Hingabe zu Anna. Doch das ist die einzige Verklärung in diesem Buch, denn neben dieser Geschichte schildert es auch das Auseinanderdriften der russischen Gesellschaft, das sich besonders in dieser Zeit dramatisch beschleunigte.

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