Marco Meng Herrliche Tage

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(7)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Herrliche Tage“ von Marco Meng

Die teils zynisch-grotesken, teils realistisch-nüchternen Geschichten dieses Bandes handeln von der Suche nach dem wirklichen Leben; vom Glück und vom Scheitern ist die Rede - und von dem nie erlahmenden Versuch, das Dasein zu ergründen.

Die "Rheinpfalz" schrieb: "Meng versucht, Missstände, Scheinmoral und menschliche Abgründe aufzuzeigen. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund... Einige makabre Textstellen könnten für zartbesaitete Leser schwer verdaulich sein. Wer aber zelebrierten Zynismus mag, dürfte das Buch verschlingen."

— Tim-O

Stöbern in Romane

Kleine Stadt der großen Träume

Fantastisch!

DeMonSang

Und Marx stand still in Darwins Garten

Ein Buch, das still vor sich hin plätscherte. Nette Lektüre für zwischendurch, aber irgendwie hatte ich mir mehr Substanz erhofft.

Lakritzschnecke

Claude allein zu Haus

weihnachtlich und Tiergeschichte... was will man mehr?

Twin_Kati

Der Junge auf dem Berg

Ergreifender und erschütternder Roman über den Untergang eines jungen Menschen im Nationalsozialismus

Lilli33

In einem anderen Licht

Ein leises Buch, das gelesen werden sollte...

Svanvithe

Die Schlange von Essex

Sehr zäh und mir nicht immer verständlich ... Aber trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es ausgeht.

hasirasi2

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • " ...das Leben ist ... ein Geschäft, dessen Ertrag bei weitem nicht die Kosten deckt."

    Herrliche Tage

    R_Manthey

    11. July 2015 um 15:26

    Im Klappentext dieses Buches ist davon die Rede, dass die Geschichten in ihm "vom nie erlahmenden Versuch, das Dasein zu ergründen" handeln. Der Autor sei "auf der Suche nach dem wirklichen Leben". Beim Dasein wird es nicht viel zu ergründen geben, das sagt schon sein Name. Und gibt es ein wirklicheres Leben als das Leben selbst? Allein schon aus diesen Ankündigungen kann man entnehmen, dass die Texte von einem Menschen stammen, der seinen Platz unter den anderen sucht und nicht finden kann. Was ich dann nach diesen merkwürdigen Ankündigungen gelesen habe, waren Situationsbeschreibungen, die immer wieder von einem Standpunkt der Nichtzugehörigkeit erzählt werden. Man wird in eine Geschichte geworfen, deren Anfang man nicht kennenlernt, findet sich in den Gedanken und Gefühlen des Erzählers wieder und wird dann nach kurzer Beteiligung am Geschehen wieder vor die Tür gesetzt, ohne das wirkliche Ende zu erfahren. In nicht wenigen dieser Geschichten kann man die innere Welt und die Wahrnehmungen des Erzählers sehr gut nachempfinden. Vielleicht, weil man Ähnliches schon erlebt und gedacht hat. Dann fühlt man sich mit dem Autor seltsam verbunden und wird die Geschichte in Erinnerung behalten. Aber das muss natürlich nicht jedem so gehen. Andere Texte, meistens die extrem kurzen, sind dagegen entweder gar nicht oder nur schwer verständlich. Die Erzählungen entstanden wohl in der Regel aus dem eigenen Erleben, haben geholfen, sich mit der Einsamkeit zu arrangieren oder mit dem Gefühl, nicht dazuzugehören oder mit der Abneigung gegen eine solche Zugehörigkeit. Selbst wenn man seine Biografie oder das, was uns in diesem Buch davon verraten wird, nicht kennt, spürt man aus den Texten die Zerrissenheit des Autors. Als er den kroatischen Unabhängigkeitskampf mit der Waffe in der Hand unterstützen wollte, stellte er fest, dass "die meisten anderen Freiwilligen Geisteskranke oder Schwerkriminelle" waren. Dann schrieb er einige Zeit aus Russland für deutsche Blätter und arbeitete anschließend in Luxemburg für die Investmentbranche. Dabei wiederum bemerkte er, dass "die Welt der Finanzen und geschniegelten Karrieretypen" nicht die seine ist. Er hätte es eigentlich vorhersehen können. Als freier Autor hat sich Meng nun vom Publikumsgeschmack abhängig gemacht. Den trifft er aber wahrscheinlich nur am Rande. Was nicht etwa bedeutet, dass er nicht schreiben kann. Das ganze Gegenteil ist wahr. Nur sehnt sich das große Publikum nach Unterhaltung und Botschaften. So etwas findet es aber zumindest in den Momentaufnahmen dieses Bandes nicht. In einer Geschichte gehen im Kopf des Erzählers folgende Sätze spazieren: "Wir bilden uns ein Netz von Gedanken, ein Netz von Irrtümern, ein Netz, mit dem wir die Welt fangen wollen und doch in Wirklichkeit die Welt mit ihren Gedanken und Irrtümern uns fängt ... Und was fangen wir in unserem eigenen, sorgsam gepflegten, stets reparierten Netz? Wir fangen darin nur das, was sich eben mit diesem Netz fangen läßt". Vielleicht kann der Autor eines Tages mehr mit seinem Netz fangen als nur Momentaufnahmen. Vielleicht steht er mit seiner Weltsicht weniger einsam da, als er selbst denkt. Das wird er aber nur durch einen größeren literarischen Versuch herausfinden können. Es könnte doch sein, dass sein Netz größer ist als vermutet.

    Mehr
  • Rezension zu "Herrliche Tage" von Marco Meng

    Herrliche Tage

    DerkleinePrinz

    05. September 2011 um 14:03

    Wurde durch Zufall, genauer gesagt, durch den SWR2 auf das Buch aufmerksam, von dessen Autor ich bis dahin nie etwas gehört hatte. Gleich zu Beginn muß ich eines kritisieren – das Buch und jede einzelne Geschichte sind mir „zu kurz“. Ich hätte sehr gerne mehr davon gelesen! An 2 Tagen hatte ich die 32 Geschichten gelesen (und werde sie mir in einigen Monate, vielleicht bei meinem nächsten Urlaub, wieder vornehmen). Genial ist, wie der Autor stimmige Geschichte erzählt und dabei mit der Sprache spielt, ohne zu experimentieren. So gelingt es ihm, mit einfachen Worten stimmungsvolle Szenen zu entwerfen, während er neben diesen zarten Tönen aber auch Derbes anzubringen weiß, das einen unweigerlich zum Lachen bringt. Ein kluges, sehr unterhaltsames Buch. Hoffe, der Autor wird weitere Geschichten nachfolgen lassen.

    Mehr
  • Rezension zu "Herrliche Tage" von Marco Meng

    Herrliche Tage

    Tim-O

    03. August 2011 um 12:48

    Obwohl ich lieber Romane als Erzählungen lese, waren diese unterhaltsamen Geschichten schnell und mit viel Freude gelesen. Eine wunderbare Mischnung von absurd bis real. Die Stories sind zwar manchmal knapp unter der Gürtellinie, zynisch, sarkastisch, provokant, doch auch klug und witzig. Habe lange nicht mehr einen deutschsprachigen Autor gelesen, der mich so gut unterhalten hat. Kann ich nur empfehlen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks