Marco Missiroli Das Lächeln des Elefanten

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Inhaltsangabe zu „Das Lächeln des Elefanten“ von Marco Missiroli

Ein einziger Brief reicht, und Pietro gibt alles auf. Er lässt seine Berufung als Priester hinter sich und zieht nach Mailand. Den Brief und damit die Erinnerung an seine große Liebe trägt er stets bei sich. Nach all den Jahren ist ihm damit die Frau wieder nahe, die er für Gott aufgegeben hatte. Ihre Nachricht zeigt ihm seine neue Bestimmung: Er will seinem nie gekannten Sohn beistehen.

Der Roman hat keine spannende Überraschungen und ist mehr ein Buch das über Freundschaft, Liebe, Familie und Vertauen spricht.

— Jonas1704

Späte Begegnung von Vater und Sohn

— Langeweile

Ein ernstes Thema, das mir auf eine zu lockere und unbeschwerte Art angegangen wurde und daher seine Wirkung verfehlt hat.

— Krimifee86

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  • Eine traurige Lebensgeschichte

    Das Lächeln des Elefanten

    Jonas1704

    10. July 2016 um 21:11

    Pietro erfährt durch einen Brief nach fast dreißig Jahren, dass er einen Sohn hat. Er gibt sein Amt ab, verabschiedet sich vom Priesterstand, den er eh nie geliebt hat und entscheidet sich Hausmeister im Haus seines Sohnes zu werden, wo ein Stelle frei wird. In diesem Haus spielen sich die Ereignisse in der Mehrheit des Buches ab, in dem der Autor alle Bewohner miteinander harmonisch verknüpft und Freundschaften erschafft. Wie so oft im Leben hat jede Familie die dort wohnt ihre eigene kleine Tragödie zu bestehen. Jeder hat seine Sehnsüchte, die sich einfach nicht erfüllen können oder sogar nicht erfüllbar sind. Wir erfahren demnach viel von allen Bewohnern und von Pietros Vergangenheit, wir tauchen in die Geschichten der Bewohner ein aber auch in der Gedankenwelt Pietros. Er selber verbringt das meiste seiner freien Zeit mit dem inzwischen erwachsenen Sohn, ohne dass letzerer ahnt wer Pietro tatsächlich ist. Der Roman hat keine spannende Überraschungen und ist mehr ein Buch das über Freundschaft, Liebe, Familie und Vertauen spricht. Über das Ende möchte ich hier nicht viel verraten für jeden der noch liest. Das Cover fand ich von Anfang an sehr schön und ansprechend und das Buch ist auch sehr hübsch gestaltet. Da ich aber am liebsten Krimis und Liebesromane lesen sowie Sagas, denke ich dass es nicht so ganz mein Stil an Ende war.

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  • Vater und Sohn

    Das Lächeln des Elefanten

    Langeweile

    01. March 2016 um 16:30

    Pietro erhält einen Brief,der sein ganzes Leben verändert. Er erfährt ,daß er einen Sohn hat,Luca Martini ,der als Arzt auf einer Kinderkrebsstation arbeitet.Celeste ,die große Liebe seines Lebens,hat dieses Geheimnis mit ins Grab genommen. Sofort gibt er sein Priesteramt auf und reist nach Mailand. In dem Palazzo,in welchem sein Sohn Luca mit seiner Familie lebt,nimmt er eine Stelle als Portier an. Auf sehr behutsame Weise skizziert der Autor die Geschichten der verschiedenen Bewohner des Palazzos.Da sind der Avvocato Poppi ,der um seinen verstorbenen Lebensgefährten trauert,die alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn Fernando und nicht zuletzt Lucas Familie. Pietro findet schnell einen sehr persönlichen Zugang zu den Hausbewohnern und nimmt intensiv an ihrem Leben teil. Die Geschichte hat mich sehr berührt ,wenn auch der Erzählstil ziemlich ungewöhnlich war. Ich kann dieses Buch empfehlen und vergebe vier Sterne. Buchtitel: Das Lächeln des Elefanten

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  • Pietro

    Das Lächeln des Elefanten

    Isabell47

    22. July 2015 um 08:47

    Pietro war Priester und nun arbeitet er als Hausmeister in einem Mehrfamilienhaus. Pietro hat ein Geheimnis, denn er ist der Vater von Luca, einem Arzt, der in dem Haus mit seiner Famiilie wohnt. Pietro will in der Nähe seines Sohnes sein, ohne ihm zu verraten, dass er sein Vater ist. Pietro ist bald mit jedem im Haus gut befreundet und taucht in die Geheimnisse der Menschen ein. Das Buch hat mich sprachlich und inhaltlich sehr berührt. Die Geschichte hat mit dem Leben und dem Tod zu tun und mit alledem ist Pietro sehr verbunden. Pietro musste ich einfach nur gernhaben.....Ich habe geschmunzelt und geweint..... Ich möchte jedoch nicht zuviel über die Geschichte verraten, denn jeder soll sie selbst lesen und in sich in ihr einfinden.

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  • Ernstes Thema zu locker umgesetzt

    Das Lächeln des Elefanten

    Krimifee86

    19. January 2015 um 23:37

    Klappentext: Ein einziger Brief reicht, und Pietro gibt alles auf. Er lässt seine Berufung als Priester hinter sich und zieht nach Mailand. Den Brief und damit die Erinnerung an seine große Liebe trägt er stets bei sich. Nach all den Jahren ist ihm damit die Frau wieder nahe, die er für Gott aufgegeben hatte. Ihre Nachricht zeigt ihm seine neue Bestimmung: Er will seinem nie gekannten Sohn beistehen. Pietro beginnt, in Mailand als Portier zu arbeiten. Sein Geheimnis behält er zunächst für sich. Als es fast zu spät ist, erkennt er: Die Wahrheit tut weh und kann doch heilen.   Cover: Das Cover finde ich okay. Es zeigt einen Mann auf einem Fahrrad, der über eine Stadt radelt. Leider würde ich in dieser Stadt niemals Mailand erkennen und auch Pietro selbst hätte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich finde das Cover zu kindlich für ein Buch mit einem so ernsten Thema. Es hat etwas verspieltes, was dem Inhalt des Buches einfach nicht gerecht wird. Auch hätte ich eher ein Cover gewählt, das besser zum Titel passt.   Schreibstil: Der Autor übt sich in Halbsätzen. Eine andere Formulierung fällt mir nicht ein. Was ich damit sagen will ist, dass der Autor so gut wie nie klar zum Ausdruck bringt, was er eigentlich sagen will. Er deutet viel an und lässt dann genauso viel offen. Alles wird der Interpretation des Lesers überlassen, der gezwungen ist, sich einen eigenen Reim auf die ganze Geschichte zu machen. Den Schreibstil kann man außerdem als sehr locker und leicht bezeichnen. Ich hatte trotz Verständnisschwierigkeiten nie wirklich das Gefühl eine ernste Lektüre in der Hand zu haben. Selbst ein Selbstmord wurde mit einer für mich nahezu unerträglichen Leichtigkeit geschildert und ließ den nötigen Ernst völlig vermissen. Der Autor macht es einem damit leider auch sehr schwierig ein positives Verhältnis zu den Figuren aufzubauen. Man hat als Leser kaum die Möglichkeit, sie richtig kennenzulernen und zu entscheiden, ob sie einem sympathisch sind.   Die Story: Mehrmals beim Lesen habe ich mich gefragt „Was soll das alles?“ Ich war sowohl verwirrt als auch verärgert, weil es einem wirklich schwer fällt, einen roten Faden in der Geschichte zu erkennen. Im Prinzip wird Pietros Leben in Mailand dargestellt und wie er sich in die Hausgemeinschaft integriert. Dann einzelne Begebenheiten mit den Hausbewohnern, die jedoch keinen richtigen Zusammenhang erkennbar werden lassen. Das Ende des Buches hat mich dann ein wenig versöhnt, da es überraschend kam, jedoch in der Konsequenz logisch war.   Fazit: Insgesamt muss ich sagen, dass ich dankbar bin, dass das Buch so kurz war, denn es konnte mich leider nicht überzeugen. Eine ernste Thematik wurde meiner Meinung nach auf eine zu lockere Art dargestellt. Des Weiteren hat mich gestört, dass der Autor dem Leser zu großen Interpretationsspielraum gegeben hat und zu viele Dinge und Fragen offenließ. Hier hätte ich mehr Tiefe erwartet, die es dem Leser ermöglicht auch ein Verhältnis zu den Figuren aufzubauen. Insgesamt kann ich nur zwei Punkte vergeben.

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  • *+* Die Vielfalt der Liebe *+*

    Das Lächeln des Elefanten

    Irve

    Inhalt: Ein einziger Brief reicht, und Pietro gibt alles auf. Er lässt seine Berufung als Priester hinter sich und zieht nach Mailand. Den Brief und damit die Erinnerung an seine große Liebe trägt er stets bei sich. Nach all den Jahren ist ihm damit die Frau wieder nahe, die er für Gott aufgegeben hatte. Ihre Nachricht zeigt ihm seine neue Bestimmung: Er will seinem nie gekannten Sohn beistehen. Pietro beginnt, in Mailand als Portier zu arbeiten. Sein Geheimnis behält er zunächst für sich. Als es fast zu spät ist, erkennt er: Die Wahrheit tut weh und kann doch heilen. (Quelle: Ullstein-Buchverlage) . Das Cover: Der Himmel ist gelblich-grau. Der Blick auf die Hausdächer offenbart eine wilde Mischung an Gebäuden. Über die Dächer fährt – als Silhouette sichtbar – ein Mann auf seinem Fahrrad. Diese Umsetzung des Geschichte ist sehr gut gelungen und trifft einige Aussagen des Buches auf den Punkt. . Meine Meinung: Don Pietro, ehemaliger Pater aus Rimini, zieht nach Mailand. Dort nimmt er einen Hausmeister-Posten in einem Mehrfamilienhaus an. . Ich finde, er passte ganz hervorragend an genau diese Stelle, denn genau so zusammengewürfelt wie das Ambiente, genauso zusammengewürfelt die Bewohner waren, ebenso durcheinander fühlte er sich in seinem Inneren. Zudem hütete er ein Geheimnis, dessen Kenntnisnahme der Auslöser für den Pater war, sein Leben auf den Kopf zu stellen. Fast den ganzen Roman hindurch bleibt Pietro hin- und hergerissen, dieses Geheimnis preiszugeben, oder es doch besser für sich zu behalten. . Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Denn er ist nicht nur die skurrile Geschichte mit seltsamen Charakteren, die er auf den ersten Blick zu sein vorgibt. „Das Lächeln des Elefanten“ hat mehr zu bieten. . Das Buch spricht viele Bereiche an, regte mich oft zum Nachdenken an. Es ging um teilweise ethische Themen, zu denen ich nicht nur einfach das Geschriebene abnicken konnte oder entrüstet den Kopf schütteln. Hier ging es um mehr. Schwarz und Weiß gibt es hier nicht, die facettenreiche Zone der verschiedenen Grautöne ist immens. Automatisch hinterfragte ich an einigen Stellen meine eigene Moral und blickte tiefer in mich hinein als ich es je bei diesem Roman vermutet hätte. . „Das Lächeln des Elefanten“ erreichte mich tief emotional. Manchmal musste ich jedoch zwischen den Zeilen lesen, um den wahren Kern zu erfassen. So wirkten beispielsweise die Aussagen einiger Protagonisten zunächst wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Als ich dann diese Passagen nochmals las, mit mehr Aufmerksamkeit – sah ich in diesem Porzellanladen das Lächeln des Elefanten aufblitzen. Die Wortwahl wirkte in ihrer stellenweisen Plumpheit manchmal paradoxerweise feinfühlig und äußerst passend auf mich. . Die Charaktere sind alle – durch die Bank – sehr extrem dargestellt. Pietro sieht die Bewohner aber, so wie sie sind. Er wagt einen Blick in die Herzen und Seelen und lernt die Menschen kennen, die somit nicht länger die „verrückte Hausbesatzung“ bleiben, für die man sie zunächst hält. . „Das Lächeln des Elefanten“ ist eine anrührige Geschichte, manchmal zynisch, manchmal verbittert,manchmal leicht, manchmal hieter, manchmal verstörend, manchmal beglückend, manchmal….ach, ich könnte diese Aufzählung jetzt noch weit fortführen. Dieses Buch ist so vieles und wenn man es zulässt, gerät man ganz schnell in diesen Strudel des Gefühlschaos, welches auch bei mir dieses Buch ausgelöst hat. . Gut gefallen hat mir die philosophische Ader des Buches, die hin und wieder zu pulsieren begann. Ohne zu werten darf sich der Leser auf Entdeckungsreise zu seinen eigenen Empfindungen, seinem eigenen Denken begeben. . Sehr angenehm zu lesen war dieser Roman für mich durch die überschaubare Personenzahl, mit der der Autor auskam. Die italienischen Namen verwirrten mich zwar ganz zu Beginn etwas, aber da jeder Charakter einen hohen Wiedererkennungswert für mich hatte, war ich sehr schnell in der Geschichte drin. . Es wird wunderschön aufgezeigt, welche Befriedigung es schenken kann, anderen zu helfen und glücklich zu machen – wie leicht es oft ist…und manchmal doch so schwer! Hin und wieder leider auch unmöglich. Ein Buch, das mich dadurch sprachlos gemacht, aber auch sehr nachdenklich gestimmt hat. . Die Verwebung der faszinierenden Einzelschicksale, die Klaviatur der unglaublichen Charaktere ist mit dem schlichten, holperigen Schreibstil des Buches sehr gut gelungen. Diese Einfachheit förderte bei mir sehr große Emotionen zutage. Die nicht gegebene Homogenität habe ich als ein großartiges Stilmittel empfunden, denn auch das Leben ist nicht aus einem Guss, hat den einen oder anderen Riss. . Passend zum Titel des Buches ziehen sich Elefanten wie ein dünner roter Faden durch die Geschichte. . Mein Fazit: Ein grandioser Roman mit Tiefgang, höchst emotional, philosophisch, poetisch….genau das richtige Buch für mich. Natürlich vergebe ich sehr gerne 5 Sterne dafür. . Infos zum Buch: „Das Lächeln des Elefanten“ von Marco Missiroli ist im November 2013 unter der ISBN-Nr 9783471350898 im Ullstein-Buchverlag erschienen. Es umfasst 256 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich.

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    • 5
  • Wunderschöne Geschichte!

    Das Lächeln des Elefanten

    Chimiko

    Dieses Buch lässt mich etwas sprachlos - aber auf alle Fälle auch voller Eindrücke und Gedanken - zurück. Es ist keine Geschichte, die mit Action, Fantasy oder vielen unterschiedlichen Geschehnissen arbeitet. Hier stehen die Menschen im Vordergrund... eher sogar noch die Persönlichkeiten, die Marco Missiroli entwickelt hat. Es sind Schicksale, die das Buch lebendig werden lassen. Da wäre natürlich vorweg Pietro, der ehemalige Priester und jetziger Portier des Mietshauses, dessen Figuren mich eigentlich alle auf irgendeine Art und Weise berührt haben. Doch Pietro ist der, durch dessen Augen der Leser all diese Charaktere wahrnimmt. Man kann ihn wirklich als die gute Seele des Hauses bezeichnen, der trotz seiner Abkehr von Gott, doch immer noch ein Stück Priester in sich trägt und für die Menschen da ist. Allein durch den Klappentext ist dem Leser natürlich klar, dass es sich hier um seinen Sohn dreht, auch wer dies ist, bleibt nicht lange geheim. Doch das stört überhaupt nicht! Auch die anderen Hausbewohner sind wirklich faszinierende Menschen: Ob das nun der sonderbare Junge Fernando und seine Mutter sind, der Dottore samt Familie oder auch insbesondere der Avvocato Poppi, ist relativ egal. Jeder einzelne hat mich wirklich berührt und sich auf die eine oder andere Art und Weise in mein Herz geschlichen. Wobei ich hier besonders Poppi hervorheben muss, der - ähnlich Pietro - den Durchblick hat und auf seine ganz eigene Art und Weise wirkt; außerdem trauert er immer noch um seine verstorbene große Liebe Daniele, was so menschlich beschrieben wurde... die Szenen mit Poppi haben mich wirklich immer wieder fasziniert. Der Elefant aus dem Titel begleitet Pietro im Übrigen immer wieder: Mal in Form einer Geschichte, eines Plüschtiers oder tatsächlich auch im Schattenspiel. Dieses wird übrigens immer wieder von Pietro ausgeübt - und daher passt auch der Scherenschnitt des Mannes auf dem Cover gut dazu, denn das erinnert mich immer wieder an die Schattenspiele. Es ist wohl mit einer der emotionalsten Romane, die ich bisher gelesen habe. Ohne übertriebene Gefühlsausbrüche oder ähnliches - für mich besticht das Buch eben durch seine Schlichtheit der menschlichen Gefühle. Besonders der Schreibstil verstärkt den Eindruck noch. Es ist kein leichter, flüssiger Stil, manchmal wirkt es etwas sperrig, doch genau das passt einfach so perfekt dazu. Ich frische aktuell mein Italienisch auf und könnte mir doch vorstellen, dass ich dieses Buch irgendwann einmal als Original lesen werde, um noch mehr von den Worten gefangen genommen zu werden. Erwähnenswert sind auch die kurzen Rückblicke zum Priester und der Hexe. Dabei wird Pietros Vergangenheit, genauer gesagt die Zeit mit der Mutter seines Sohnes dargestellt. Allein die ständige Bezeichnung als Priester, als Hexe oder auch später die Mutter der Hexe gestalten eine Atmosphäre, die... sich doch noch einmal von dem Rest des Buches unterscheidet, sich dabei aber dennoch perfekt einfügt. Das mag jetzt alles ziemlich kryptisch klingen, aber es fällt mir auch doch schwer, dieses unglaubliche Buch zu beschreiben und zu bewerten. Es gibt Bücher, die muss man einfach selbst lesen und für mich gehört dieses Buch eindeutig dazu! Fazit Es ist ein Buch, das man eigentlich selbst lesen muss, doch ich kann so viel dazu sagen: Emotional, bewegend, fesselnd, außergewöhnlich und auf gewisse Art und Weise auch fantastisch.

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    • 2

    Irve

    18. August 2014 um 22:40
  • Hexe Celeste, die Katzenmörderin, trifft auf Pater Pietro

    Das Lächeln des Elefanten

    DonnaVivi

    Alltägliche Ereignisse in Italien: Menschen handeln wortwörtlich aus Herzenslust und nehmen kein Blatt vor den Mund. In nach Kaffee duftenden Bars zwischen den Häusern und in Treppenhäusern werden Gefühle mit einer besonderen Intensität gelebt. Alles ist etwas chaotisch, etwas schrill, etwas verrückt und das allein verspricht schon einen besonderen Lesespaß. Missirolis Hauptfigur, Don Pietro, der ehemalige Pater aus Rimini lässt alles zurück, um einem geheimnisvollen Brief nachzuforschen und zieht in die Großstadt. Die Kulisse im eleganten Wohnhaus in Mailand mit Efeu, Marmor und Gips-Madonna, wo er von nun an lebt und arbeitet, passt perfekt ins Bild. Der Grund für seinen Umzug wird jedoch erst langsam klar; er will seinem Sohn nahe sein und ihm beistehen. Durch die plötzliche Erfahrung des „Vaterseins“ bricht Pietro zu einem neuen, sinnvolleren Leben auf. Er trifft dabei auf liebeshungrige arme Seelen in seiner Umgebung, die alle auf mehr Freude im Leben hoffen und aus dem Unglück, das sie gefangen hält ausbrechen wollen. Was noch erfahrenswert ist? Eine Katze muss sterben, damit sich eine wunderbare Liebesgeschichte entwickeln kann, „die Liebe eines Lebens“ – mit Folgen. Aber Pietro bringt schließlich alles wieder in Ordnung. Seine bedingungslose Liebe und Menschlichkeit helfen ihn durch alle Herausforderungen. Schließlich hört er tief im Herzen nie auf, der helfende Geistliche zu sein. Im Laufe des Geschehens werden hochaktuelle etische Themen berührt, wie Gottesglaube, Homosexualität, Selbstmord, aktive Sterbehilfe und die Achtung der Menschenwürde. Auch wenn die Wortwahl Missirolis zeitweise ungewöhnlich zynisch wirkt, präsentiert er mit dem Titel „Das Lächeln des Elefanten“ eine zutiefst überzeugende, typisch italienische, emotionale Geschichte. Zwar bezeichnet er Gott als „schwierigen Charakter“ und er verwickelt seine Figuren in Diskussionen über „das Elend der Ehe“, aber das tut er mit erstaunlich viel Feingefühl. Pietros lebhafte Abenteuer mit dem alten Fahrrad führen durch ein Wechselspiel von traurigen und heiteren Momenten in der heutigen Zeit – mit so viel Herz und so viel Leidenschaft, wie es nur möglich ist.

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    • 2

    BrittaRoeder

    26. March 2014 um 15:03
  • Pietro und ein Haus in Mailand

    Das Lächeln des Elefanten

    Petris

    19. March 2014 um 08:37

    Ein geheimnisvoller Brief. Pietro lässt alles hinter sich und bewirbt sich als Hausmeister in Mailand. Im Hintergrund wurden Fäden gezogen, warum, von wem und wie, das bleibt lange ein Geheimnis. Klar ist, dass Pietro eine Aufgabe hat. Die hat mit einem der Bewohner des Hauses zu tun. Dottore Martini. Er ist sein Sohn. Nach vielen Jahren, in denen er seinen Glauben an Gott verloren, seinen Priesterberuf aufgegeben und seiner einzigen, verlorenen Liebe nachgetrauert hat, findet Pietro wieder einen Sinn im Leben. Er will um jeden Preis seinen Sohn beschützen und wird gleichzeitig auch zu einer wichtigen Bezugsperson für die anderen Bewohner des Hauses. Dem Avvocato, der nach dem Tod seines Partners Daniele keine Lebensfreude mehr verspürt, wird er zum Freund und Vertrauten, Fernando, dem behinderten Sohn einer Bewohnerin, gibt er Selbstvertrauen und Mut, indem er ihn ernst nimmt und ihm die Welt zeigt und für Sara, die Tochter Dottore Martinis, wird er zum großväterlichen Freund,… Nach der Leseprobe war ich sehr neugierig auf diesen Roman. Die Geschichte versprach sehr spannend zu werden, die Sprache, in der sie geschrieben war, gefiel mir außerordentlich gut. Bis gut zur Hälfte wurde diese Erwartung auch mehr als bestätigt. Ich schwärmte bereits einer guten Freundin, die ebenfalls Büchernärrin ist und bei vorablesen.de schreibt, aber nicht das Glück gehabt hatte, das Buch zu gewinnen, von dem Roman vor und versprach, ihn ihr zu borgen. Doch leider konnte das Ende nicht ganz mithalten. Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass der Autor, die vielen Handlungsstränge und Verbindungen nicht mehr ganz in der Hand hatte und sie deshalb etwas einseitig und zu dramatisch beenden musste! Schade! Aber vielleicht war das ja auch so gedacht und kommt bei anderen Leserinnen gut an. Mich hat das Ende nicht ganz überzeugt. Dennoch ein lesenswertes, schönes und weises Buch!

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  • Ich weiß nicht genau, was mir gefehlt hat...

    Das Lächeln des Elefanten

    fantagiroh

    Was hat es mit Pietro auf sich, der eine Stelle als Portier in einem Mailänder Mehrfamilienhaus angenommen hat. Er war früher Pfarrer, jetzt nicht mehr Warum? Was hat es mit dem Mädchen aus seiner Vergangenheit auf sich, das er Hexe nennt. Warum lässt ihn ein Brief nach Mailand reisen? Was hat es mit den mitgebrachten Schachteln auf sich? Warum ist der Avvocato sein Verbündeter und welche Geheimnisse hat er selber? Was hat es mit der Familie Martini auf sich? Mit wem telefoniert Hr. Martini heimlich? Schon nach kürzester Zeit, ergeben sich viele Rätsel. Dies Alles ereignet sich nach ca. 30 Seiten, wie ich fand ein toller Spannungsaufbau. Aber dann, ich weiß nicht genau an was es lag, lies es für meinen Geschmack etwas nach. Ich habe wohl nicht damit gerechnet, dass es doch so philosophisch angelegt ist. Vielleicht hat es mich auch im Lesefluß gehindert, dass ich mehrmals zurückblättern musste. Ich kam immer durcheinander, wenn für eine Person mehrere Namen vergeben. So wie z.B. für Hr. Martini der auch Luca ist oder Dottore oder Dottor Martini oder nur Martini usw. oder der Avvocato der ab und zu auch Poppi heißt. Oder vielleicht diese alle auf O enden Männernamen (Pietro, Fernando, Riccardo, Lorenzo)und die auf A endenden Frauennamen (Sara, Viola, Anita, Paola) Ich habe mich jedoch entschloßen es zu Ende zu lesen. postiv fand ich, dass alle Rätsel aufgelöst wurden und das Ende überraschend war. Ich glaube ich war nicht auf ein Buch mit Tiefgang eingestellt und konnte dann während des Lesens nicht hinein finden.

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    • 2
  • Der Herr verzeiht kein zweites Mal

    Das Lächeln des Elefanten

    dicketilla

    19. February 2014 um 15:07

    Ausschlaggebend war der Umschlag mit der Salgari -Briefmarke, der Pietro dazu veranlasste seine Priesterkutte in Rimini abzulegen, um zukünftig den Hausmeisterkittel in Mailand zu tragen. Obwohl er den Inhalt des Briefes auswendig kannte las er ihn immer wieder. An der Schlafzimmerwand hingen an 10 Haken die Nachschlüssel der Mieter, und er nahm den der Familie Martini, schlich sich in deren Wohnung. Dort entdeckte er in einer Schale im Flur eine verrostete Fahrradklingel, nahm diese an sich und verstaute sie in einen Koffer voller ungeöffneter Schachteln. Selbst der abgelegten Kaugummi, des Dottore Martini, fand sich in einer Schachtel wieder. Er erinnerte sich, wie er als junger Priester ein Mädchen sah, dass zu seinem Fenster aufblickte, ihre Klingel, mit ihrem dring-dring ertönen ließ, und wie er ihre Blick erwiderte, sie dabei aus Unachtsamkeit seine Katze überfuhr. Immer wieder treibt es Pietro in die Wohnung der Familie Martini, Luca, Viola und deren kleinen Tochter Sara. Wandelt durch die Räume um ein Bild zu bekommen, entdeckt mit zitternden Händen ein altes Foto, auf der eine junge Frau einen Säugling in den Händen hält. Tief atmet er den Duft von Lucas Kopfkissen ein. Beobachtet wird er von dem wachsamen Avvocato Poppi, Verwalter des Hauses, der nebenan wohnt. Gemeinsam lauschen sie in dessen Wohnung dem Gespräch zwischen Luca und seiner Frau. Poppi kannte die Mutter von Luca, die ihm vor ihrem Tod bat, Pietro diese Stelle zu geben, falls er darum bitten sollte. Der Avvocato lebte seid einigen Jahren, nachdem sein Lebensgefährte verstarb, einsam mit seiner Katze Teo Morbidelli, und die beiden Männer werden langsam zu Verbündete, beiden liegt am Wohl von Luca gelegen. Pietro hatte im Brief ein altes Kinderfoto des Dottore, während einer Schulaufführung, vorgefunden, seinem Sohn. so begann er sich für dessen Leben zu interessieren und ihn zu beschützen. Pietro ein Mann, der eine Liebe verlor, ehe er sie begriff, und auch den Glauben an Gott. So half er seinem Sohn, der auch einer Krebsstation für Kinder arbeitete, deren Sterben zu erleichtern. Luca, der nach dem Tod der Mutter seinen Halt verloren hatte, mit jedem Kind einen Teil von sich verliert. Immer wieder mischen sich Pietros Gedanken, mit Erinnerungen, Erinnerungen an eine junge Frau, die er als Hexe betitelt, ihn verzauberte. Er der als Kind vor einem Kloster abgelegt wurde, nur Gott als seinen Vater kannte, sich dennoch nach Vater und Mutter sehnte. Allmählich finden sich die Bewohner des Hauses zu einer Gemeinschaft, und es bedarf oft nur kurzer Momente des Glücks um sich näher zu kommen. “Das Lächeln des Elefanten” ist keine einfache Geschichte. Immer wieder vermischen sich die Erinnerungen mit Pietros neuem Leben. Aber um diese Erinnerungen, Verzweiflung bedarf es, um es zu verstehen, dann erkennt man den Zauber dieses Buches. Ein Buch, dass auch zeigt wann ein Vater ein echter Vater ist, auch wenn man glaubt ihn in Gott gefunden zu haben.

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  • Anrührend

    Das Lächeln des Elefanten

    Mar

    01. February 2014 um 22:18

    Pietro lässt seinen Beruf als Priester hinter sich als er einen Brief erhält, der seine Vergangenheit wieder zum Leben erweckt. Er verdingt sich als Hausmeister in einem Mehrfamilienhaus, in dem sein unehelicher Sohn wohnt, der ihn jedoch nicht kennt. Er versucht, für alle Menschen in dem haus da zu sein, aber ganz besonders für seinen Sohn. Wie ein Elefant schützt Pietro seine Herde, unabhängig vom Grad der Verwandtschaft. Ein schönes, poetisches Buch, gewürzt mit einer Prise Traurigkeit, sehr anrührend und tragikomisch.

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  • Die Bedeutung des Elefanten

    Das Lächeln des Elefanten

    helena33

    23. December 2013 um 18:06

    „... die Machtlosigkeit gegenüber dem Schicksal der Kinder verbindet alle Väter […]. Was sie unterscheidet, ist die Hingabe.“ (S.106) Pietro gibt seinen Priesterberuf in Rimini auf und nimmt eine Hausmeisterstelle in Mailand an. Er sei Priester geworden, weil er nichts anderes kennen gelernt habe. Pietro wurde als Waise vor einer Kirche abgelegt, er sagt, seine Mutter sei die Stadt und sein Vater sei Gott gewesen, von dem er sich aber ein Leben lang betrogen fühlte... Nach Mailand zieht er nun, um seinem Sohn beizustehen, von dem er bis vor kurzem gar nicht wusste, dass dieser vor 30 Jahren auf die Welt kam. Sein Sohn, der als Arzt auf einer Kinderkrebsstation arbeitet, wohnt mit seiner Frau und seiner Tochter in eben diesem Haus, in dem Pietro als Hausmeister tätig wird. Pietro wird als sympathischer Mensch gezeichnet, der auch von den Hausbewohnern sehr geschätzt wird. Eine Bewohnerin wird ihm später sagen: „Wir haben uns alle ein wenig verändert, seit du da bist.“ (S. 146). Wie nun Pietro seinen Sohn unterstützt, und was es mit den anderen Hausbewohnern genau auf sich hat, erfährt der Leser in einfühlsamer und leiser Weise und möchte ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen. Die Protagonisten sind zumeist einsame Menschen und von Verlusten nahestehender Personen betroffen. Es geht um Schicksalsschläge und verpasste Chancen, um Krankheit und Tod, um Lebenslügen und Betrug im Miteinander, um die Suche nach Liebe und Wahrheit. Durch den Roman zieht sich ein Hauch von Ruhe und Melancholie. Dabei ist der Roman nie düster geschrieben, sondern bringt den Protagonisten Sympathie und Wärme entgegen. So zieht der Elefant sich als Leitmotiv durch, der Elefant als Sinnbild von Hoffnung, Verständnis, gegenseitiger Hilfe und Hingabe. Für die ruhigen und einfühlsamen Beschreibungen in einer detaillierten, oft metaphorischen Sprache sollte der Leser sich Zeit nehmen und sie auf sich wirken lassen – dabei wird es nie langweilig. Zart entblättern sich Stück für Stück die Hintergrundgeschichten der Protagonisten. So wird auch Spannung aufgebaut und der Leser ist angenehm ungeduldig, mehr zu erfahren. Der Roman ist nie oberflächlich, sondern berührend und klug geschrieben und lässt den Leser nachdenklich zurück. Ich kann das Buch daher jedem ans Herz legen, der Freude an Poesie und Nachdenklichkeit hat. Ich zumindest freue mich schon sehr auf weitere Werke von Marco Missiroli!

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  • Ein ehemaliger Geistlicher und eine skurrile Hausgemeinschaft, die mich nicht zum Lächeln brachten

    Das Lächeln des Elefanten

    MareikeHerzpotenzial

    10. December 2013 um 23:02

    Ein ehemaliger Geistlicher und eine skurrile Hausgemeinschaft Ein einziger Brief reicht, und Pietro gibt alles auf. Er lässt seine Berufung als Priester hinter sich und zieht nach Mailand. Den Brief und damit die Erinnerung an seine große Liebe trägt er stets bei sich. Nach all den Jahren ist ihm damit die Frau wieder nahe, die er für Gott aufgegeben hatte. Ihre Nachricht zeigt ihm seine neue Bestimmung: Er will seinem nie gekannten Sohn beistehen. Pietro beginnt, in Mailand als Portier zu arbeiten. Sein Geheimnis behält er zunächst für sich. Als es fast zu spät ist, erkennt er: Die Wahrheit tut weh und kann doch heilen. Ich weiß nicht recht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Noch nie hatte ich solche Probleme in eine Handlung hineinzufinden und vor allem: Alles zu verstehen. Ich fand vieles wirr, die Figuren äußerst skurril, ohne dabei besonders lustig oder liebenswert zu sein. Nein, die meisten Figuren, besonders die Hausbewohner wirkten auf mich durchgehend verhaltensgestört. Somit fiel es mir sehr schwer mich auf deren Geschichten und Hintergründe einzulassen und auch nur ansatzweise Sympathie für sie zu entwickeln. Die Handlung wirkt episodenhaft, dabei wird ein relativ kurzer Zeitabschnitt beschrieben, in dem Pietro die Stellung als Portier in einem Mehrparteienhaus in Mailand angenommen hat und versucht, sich seinem Sohn als dessen Vater zu offenbaren. Dabei erfährt er auch von den Sorgen und Geschichten der anderen Hausbewohner. Dieser Handlungsstrang wird nur unterbrochen von den Rückblenden, wie er als junger Priester die „Hexe“, die zukünftige Mutter seines Sohnes, kennen lernt und wie es zur Zeugung kommt. Wie gesagt, irgendwie bin ich mit allen nicht ganz warm geworden. Einige Figuren ergeben für mich gar keinen Sinn. Besonders die Geliebte von Pietro, die er für meinen Geschmack recht schnell nach Aufgabe seines göttlichen Amtes aufgegabelt hat und deren Beziehung und Kennenlernen überhaupt nicht weiter thematisiert wird. Fast alle Figuren bekommen ihr persönliche „Auflösung“ ihrer Probleme und ich fand davon keine einzige Lösung nett oder auch nur verständlich. Das Buch und der Titel kommen recht harmlos und eher fröhlich daher, doch gab es für mich zu viel „Mundverzieh“-/Ekelpotenzial (Fäkalien, sehr ausführlicher Rentnersex, Selbstmorde und Euthanasie). Nein, kein Buch für mich. Überhaupt nicht.

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  • Pietros Geheimnis

    Das Lächeln des Elefanten

    Amelien

    08. December 2013 um 21:06

      Pietro war Priester, jetzt ist er Portier... Sein Leben ändert sich schlagartig, als er einen Brief von seiner großen Liebe erhält, in welchem sie ihm offenbart das er einen Sohn hat. Pietro lässt alles stehen und liegen und beginnt ein neues Leben in Mailand, in einem Mietshaus in welchem er als Portier anfängt zu arbeiten. Der Autor versteht es gut die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander zu verknüpfen, nur langsam werden die Geheimnisse gelüftet und so ergeben alle angedeuteten Geheimnisse nach und nach einen Sinn. Zunächst mutet die Geschichte ein wenig seltsam an, da man nicht sofort erfährt das Luca sein Sohn ist. Man weiß es nur laut der Inhaltsangabe. Das Buch ist auf eine wunderbare schwermütige und schon beinahe poetische Weise geschrieben. Das Mietshaus, welches wie eine eigene kleine Welt scheint, ist voller skurriler und eigenwilliger Charaktere. Ihre kleinen Geheimnisse scheinen sich in einer Quelle zu sammeln, welche der neugierige, einsame und auch irgendwie seltsame Verwalter Avvocato Poppi innehat. Ein großartiges Buch über die Liebe, über Vertrauen und Verluste.

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  • Alles aus Liebe …

    Das Lächeln des Elefanten

    Herbstrose

    08. December 2013 um 01:57

    Pietro war Priester - bis dieser Brief kam. Der Brief einer Sterbenden, von Celeste, seiner großen und einzigen Jugendliebe. Nach 30 Jahren erfährt er nun, dass er einen Sohn hat. Um den will er sich in Zukunft kümmern, will ihm nahe sein und ihm beistehen, denn ein Sohn braucht seinen Vater, meint Pietro. Er lässt Gott und die Kirche hinter sich und wird Hausmeister in dem eleganten Mailänder Mietshaus, in dem sein Sohn wohnt. Von der Hausgemeinschaft wird er herzlich aufgenommen und erfährt auch bald von ihren Sorgen und Nöten. Da ist Avvocato Pippo, dessen Lebenspartner verstorben ist und der nun in Einsamkeit versinkt, die er jedoch mit gespieltem Humor geschickt zu verdecken weiß. Und da ist die ebenfalls einsame Witwe Paola mit ihrem zurückgebliebenen Sohn Fernando, die gerne Pietros Gesellschaft sucht. Doch der interessiert sich hauptsächlich für die Familie Martini, Dottore Luca, seine Frau Viola und ihre kleine Tochter Sara. Bald merkt er, dass Luca Probleme hat und menschliche Wärme und Zuwendung benötigt. Wird Pietro den Mut aufbringen, sich Luca als Vater zu offenbaren? „Das Lächeln des Elefanten“ ist ein berührender, bewegender Roman mit einem Kaleidoskop brisanter Themen wie Homosexualität, Selbstmord und aktiver Sterbehilfe, aber auch mit kritischen Inhalten wie Glaube, Gefühle Behinderter und Ehebruch. Einen breiten Raum in der Geschichte nimmt auch die Liebe und die Sehnsucht danach, Elternliebe, unerfüllte und verratene Liebe, ein. In Rückblenden erfährt der Leser einiges aus Pietros Vergangenheit als Priester in Rimini und seiner Liebe zu Celeste, von der er stets als Hexe spricht. Der Schreibstil des Autors Marco Missiroli ist etwas gewöhnungsbedürftig. Seltsam sachlich und nüchtern, manchmal beinahe abgehackt, und doch wunderschön voller Poesie und Wärme. Verhalten, ja manchmal nur angedeutet, beschreibt er einige Liebes- und Sexszenen. Es ist schon sehr viel Phantasie nötig, um der Geschichte gerecht zu werden. Die Protagonisten beeindrucken, jeder für sich, mit ihren Eigenheiten, stärken oder Schwächen. Man leidet mit ihnen, empfindet ihre Ängste und fühlt ihre Freude. Die chaotische, leicht verrückte Hausgemeinschaft bewegt den Leser ebenso wie die Erkenntnis über vertane Chancen und verlorenes Glück. Der Schluss des Buches stimmt dann sehr nachdenklich, zu welchen Taten ein Mensch aus Liebe doch fähig ist. Da kann selbst einem Elefanten das Lächeln vergehen. Fazit: Wahrlich kein leichtes Buch. Um davon gefesselt und bezaubert zu sein muss man es verstehen, in die tiefsten menschlichen Empfindungen und Gefühle einzutauchen. Dann ist es sehr empfehlenswert.

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