Marco Volken Stille Orte

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Inhaltsangabe zu „Stille Orte“ von Marco Volken

Seit vielen Jahren widmet sich der Fotograf Marco Volken diesen unscheinbaren Bauten, die er "Stille Orte" nennt. In aufwendiger Arbeit macht er sie ausfindig und hält sie mit der Kamera fest, immer wieder und zu allen Jahreszeiten.
Dabei ist eine Bildserie entstanden, die so dokumentarisch wie lakonisch und poetisch wirkt. Es sind Bilder zum Schmunzeln, aber auch zum Staunen. Mit diesem Bildband entführt uns Marco Volken in die leicht skurrile Welt der helvetischen WC-Häuschen, zeigt uns deren Vielfalt, ihre mal fachgerechte und nüchterne, mal improvisierte oder fantasievolle Bauweise – aber auch ihre landschaftliche Einbettung, stehen sie doch oft an Orten von atemberaubend stiller Schönheit.
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  • Der etwas andere Bildband

    Stille Orte

    ForeverAngel

    15. November 2015 um 11:32

    Bildbände über die Schweiz gibt es viele, aber sicherlich keinen, der so ist, wie Stille Orte. Nicht nur, dass dieser Band viersprachig ist (wobei die Viersprachigkeit nur im Vorwort und im Epilog zum Vorschein kommt, die Beschriftung der Fotos ist auf Deutsch). Nein, das eigentlich außergewöhnliche an Stille Orte sind die Motive. Die Fotos zeigen ungewöhnliche und außergewöhnliche Toiletten in der Schweiz. Keine modernen sanitären Anlagen, sondern oftmals bloße Holzverschläge, Steinhaufen oder auch mal eine fast vollständig aus Glas bestehende Kabine. Manche sind in den Berg gehauen, andere erreicht man nur durch Klettern. Ein paar haben keine Türen. Manche haben Namen wie "Helmut's Thron". Ein paar haben eine so abenteuerliche Lage, das ich Angst hätte, samt Toilette abzustürzen, wenn ich auch nur einen Fuß hineinsetze. Die eine oder andere ist erst auf den dritten oder vierten Blick als Toilette zu erkennen, ist nicht mehr als ein Loch im Fels.  Wie schon im Vorwort erwähnt wird: dieses Buch stinkt nicht. Aber wenn man sich die Bilder so anschaut, kommen Erinnerungen an vergangene Bergtouren hoch. Ich kann mich an kein stilles Örtchen erinnern, das so abenteuerlich war wie die in diesem Bildband, aber an den Geruch kann ich mich erinnern. Dieser Geruch steht in krassem Kontrast zu der wunderschönen Landschaft, in der die Toilettenhäuschen stehen. Immer wieder kam beim Betrachten der Bilder die Frage: wie kommt man auf die Idee? Nicht auf die Idee, Toiletten zu fotografieren, obwohl auch die merkwürdig ist. Nein, wie kommt man auf die Idee, an diesen Stellen Toiletten aufzubauen? Sicher, wenn man draußen unterwegs ist, freut man sich über jede Gelegenheit. Aber einige von ihnen lassen die Frage aufkommen, ob die Natur nicht besser geeignet ist - und sicherer - als diese Häuschen. Am meisten verstört hat mich wohl die zur Toilette umfunktionierte Telefonzelle. Inklusive der Glastüren natürlich. Stille Orte ist vor allem eins: witzig. Aberwitzig. Ich betrachte die Bilder mit einem Schmunzeln und einem ungläubigen Blick und auch mit Bewunderung für die schöne Landschaft. Dieser Bildband ist wirklich anders und vermutlich das ideale Geschenk für jeden Schweizfan, der sonst schon alles hat. So einen Bildband hat er sicherlich noch nicht.  Einen Punkt Abzug gibt es für den Preis, der mit 44,90€ doch recht hoch angesetzt ist.   (c) Books and Biscuit

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