Der letzte Buddha

von Marcus Braun 
4,5 Sterne bei4 Bewertungen
Der letzte Buddha
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Stilistisch und erzählerisch großartig. Aber Handlungsfäden enden abrupt. Die Beschleunigung der Ereignisse am Schluss hat mich enttäuscht.

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Gehört mit zum Besten, was ich je gelesen habe ... Bin begeistert!

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Buddha"

1995 erkannte der Dalai Lama in einem sechsjährigen Jungen den elften Panchen Lama, den zweithöchsten Würdenträger Tibets. Chinas Regierung zog den Jungen aus dem Verkehr und installierte an seiner Stelle den Sohn regimetreuer Kader. Marcus Braun lässt den echten Heiligen zwanzig Jahre später wieder auftauchen – in Los Angeles, als Surfer. Als Jonathan erfährt, wer er in Wahrheit ist, unterzieht er sich einem Lama-Coaching, das ihn schnell an seine Grenzen führt. Überraschend erhält er eine Einladung aus China. Als sich der echte und der falsche Panchen Lama gegenüberstehen, geraten alle Gewissheiten ins Wanken. Der neue Roman eines der originellsten deutschsprachigen Autoren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446256781
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:21.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Eiseisbabys avatar
    Eiseisbabyvor einem Jahr
    Mantra Modestia

    Spielerisch, aber mit sehr großer Ernsthaftigkeit entwirft Marcus Braun seine Version eines gleichermaßen historischen wie gegenwärtigen Dilemmas. Dabei ist die verzwickte Kontroverse um den 11. Panchen Lama schon allein Stoff genug für einen großen Roman, an den sich freilich noch niemand so recht getraut hat. Der Autor macht daraus zum Glück viel mehr als den xten Now-isHistoryschinken, schön bauchwarm aufgewärmt und gespickt mit allerlei delikaten, weil teils wahren, teils erfunden Aperçus.

    Nein. Seine in verschiedenen, kühlen und klaren Schichten und Blenden erzählte Geschichte ist eine interessante, weil im Braunschen Sinne eigenwillig komponierte Mischung von Dokumentarischem und Privatem, Epischem und und Dramatischem, Informativem und Sentimentalem, Realistischem und Symbolischem, Materialistischem und Idealistischem. Nicht ganz zufällig erinnert der "Der letzte Buddha" bei fortschreitendem Lesegenuss in Anlage und Form, aber auch in seiner mit Bedacht gesetzten Sprache an einen anderen wichtigen Roman des Jahres, "Die Toten" von Christian Kracht.

    Kein Zweifel: Hier befindet sich ein Autor auf der Höhe seiner Zeit und des Schaffens. Er wirft Fragen auf, die uns alle angehen. Er holt dafür die Götter und Göttermacher exemplarisch vom Himmel, entlarvt sich selbst und uns, die allzu Leicht-Gläubigen und Instagram-Ich-Bezogenen. Wer bin ich? Wer könnte ich sein? Was ist die Welt mir schuldig und warum sieht sie mich ((verdammt noch mal) nicht)?

    Als Antwort bietet Braun uns am Ende keine billigen Likes und Herzen, sondern nur heilige Demut an, Bescheidenheit und Respekt vor den großartigen Wundern, die diese Welt uns zu bieten hat und die aus bloß zwei, doch nie versagenden Quellen entspringen. Natur und Geist, Geist und Natur und Geist.

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    fridaPvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Atemberaubendes Lesevergnügen - ganz großes Kino!
    Grandios!

    Es war mir unmöglich, "Der letzte Buddha" aus der Hand zu legen, ich habe es atemlos vor Spannung und Begeisterung in einem Rutsch gelesen - so sehr bin ich dem Sog der Geschichte und der brillanten Sprache von Marcus Braun erlegen. Wunderbar komponiert, mitreißend geschrieben, voller Tiefe, reich an feinem klugem Humor, fesselnd bis zum letzten Satz! Großes Lesevergnügen und uneingeschränkt weiter zu empfehlen!

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    Zachanassianvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Stilistisch und erzählerisch großartig. Aber Handlungsfäden enden abrupt. Die Beschleunigung der Ereignisse am Schluss hat mich enttäuscht.
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    VeronikaPetersvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gehört mit zum Besten, was ich je gelesen habe ... Bin begeistert!
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    "Der letzte Buddha" ist ein furioser Roman über zwei Erleuchtete: einen echten und einen falschen. "Besser wird Literatur nicht." Christoph Peters

    "Surfen in Kalifornien, letzte Geheimnisse im Hochland von Tibet, wahnwitzige Therapiesitzungen und weltpolitische Intrigen: All das fügt Marcus Braun in Der letzte Buddha scheinbar mühelos zu einem Roman zusammen, der absurde Komik mit heiligem Ernst, sprachliche Eleganz mit Hochspannung verbindet. Besser wird Literatur nicht." Christoph Peters
    "Ein minimalistisch-meditativ erzählter Thriller […]. Braun agiert als Autor allmächtig und als beinahe schwereloser Stilist. […] [Der letzte Buddha ist] ein weise lächelnder Wiederanfang […]." Markus Clauer, Die Zeit, 28.09.2017
    "Da ist sie wieder, diese so raue wie böse wie zärtliche Stimme voller hintersinniger Intelligenz […]: Unverkennbar und doch auf eine unfassbare, eigentlich kaum mehr mögliche Weise verfeinert und – ja – schlitzohriger. […] Dringende Leseempfehlung." Gabriele Weingartner, Rheinpfalz, 29.08.2017
    "'Der letzte Buddha' ist eine tiefe literarische Meditation auf die globalisierte Welt, in der Heere von Ideologien, Metaphern, Religionen und Sprachen aufeinanderclashen. Brauns grandioser Roman wirft viele Fragen auf, formuliert sie aber nicht, sondern stellt sie in Form einer Geschichte, die den Leser geheimnisvoll-weise anlächelt wie eine Buddhastatue." Thomas Böhm, SWR2, 03.09.2017
    "Diesen unerhörten Roman muss man zweimal lesen, um zu ermessen, welches Wagnis er eingeht – und glanzvoll besteht. […] Sparsam instrumentiert und psychologisch klug sind die Begegnungen […] geschildert. Marcus Braun […] verfügt nicht nur über klare philosophische Begrifflichkeiten, er erzählt die bizarren, aus wechselnden Perspektiven beleuchteten Wendungen dieser Geschichte auch mit existenzialistischer Neugier." Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel, 24.09.2017
    "Souverän, in eleganter Sprache und ausgesprochen spannungsreich inszeniert Braun den Roman bis hin zum dramatisch zugespitzten Ende, eine Groteske um falsche Gewissheiten und unechte oder halbseidene Erleuchtete, bei der am Ende doch alle irgendwie betrogen sind." Sibylle Peine, dpa/ Westfälische Nachrichten, 17.10.2017

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