Marcus Hammerschmitt Der Opal

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Inhaltsangabe zu „Der Opal“ von Marcus Hammerschmitt

Sie ist eine Auftragskillerin im Weltall ... ... und ihr Raumschiff ist in sie verliebt! Die galaktische Söldnerin Latil, knallhart, aussagekräftig tätowiert und vom Leben nicht verwöhnt, soll in der Welt des Opals einen Abtrünnigen ermorden - nur warum? Latil - vom Leben hart geprüft und eigentlich nur geringfügig psychotisch - ist daran gewöhnt, immer auf dem Sprung zu sein. Für einen lukrativen Job zieht sie sich schon mal Lerndrogen mit riskanten Nebenwirkungen rein, und selbst die Schikanen der intergalaktischen Bürokratie hat sie weitgehend hinnehmen gelernt. Der aktuelle Auftrag strapaziert allerdings ihre jähzornige Ader: Nicht nur, dass das ihr zur Verfügung gestellte Schiff gerade heftig pubertiert und eine adoleszente Schwäche für Latil entwickelt. Der "Opal", Lebensraum ihrer Auftraggeber, ist ein Kosmos für sich, undurchschaubar und von einer Spezies bevölkert, die an Selbstüberzeugtheit kaum zu überbieten ist. Dabei wollen die feinen Bürger ganz das Übliche von Latil: Sie soll einen von ihnen um die Ecke bringen, an dem sie sich nicht die Finger schmutzig machen mögen. Anscheinend stellt dieser Abtrünnige eine Bedrohung der vollendet harmonischen, überlegenen Welt des Opals dar ... Schnell, prägnant, drastisch und gewitzt zeigt Zukunftsliterat Hammerschmitt, wie deutschsprachige Fiktion an Phantasie, Sinnlichkeit und Originalität jedem Maßstab der Welt leichthändig standzuhalten vermag. Autor: Marcus Hammerschmitt, Jahrgang 1967, studierte Germanistik und Philosophie und ist Autor zahlreicher Erzählungen, Kurzromane und Hörspiele. Seine stilistische Bandbreite vermochte sogar Herrn Reich-Ranicki zu beeindrucken, seine Leserschaft begeistert er durch seinen Ideenreichtum, seinen gesellschaftlichen Weitblick und seine außergewöhnlichen Charaktere. Der Opal ist sein bisher unfangreichstes und ambitioniertestes Buch. Frühere Werke erschienen bei Heyne und bei Suhrkamp ("Phantastische Bibliothek").

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  • Rezension zu "Der Opal" von Marcus Hammerschmitt

    Der Opal

    thursdaynext

    Hardcore SciFi Ein heftiges Buch hat Marcus Hammerschmitt hier abgeliefert. Mehrmals war ich versucht es zu den "unfertiggelesen /ab dafür" Büchern zu werfen. Zum einen ist die Heldin Latil eine schlechtgelaunte, völlig humorlose, psychotische Auftragskillerin die kurz vor dem Offenbarungseid steht . Permanent verwirrt von dieser neuen Welt Opal deren Bewohner und Schaffer die Taan sie engagiert haben um den Renegaten Éliné zu töten, muffelt sie sich unfreundliches denkend durch die Geschichte. , Zum anderen , weil nur ein Mann auf die blöde Idee kommen kann Dominanz und Unterdückung mittels lesbischem Sex unter elend häufiger Verwendung des unschönen, rüden Wortes Ficken zu beschreiben. Kein Buch für sensible Feingeister welche sprachlichen Esprit schätzen. Abgesehen davon enthält "Der Opal" eine faszinierend , verwirrende Welt welche sich dem geistigen Auge erst langsam erschliesst . Action , auserlesene Technik ( Raumschiffe welche gewachsen sind , Symbiontenhaltung, virtuelle Mondos, die künstlich geschaffene Galaxis Opal an sich , die "gewaltfreie" Kultur der durch Gesang neurologisch manipulierenden Taan, mit ihren Regenten den "Reinen" ( Bewusstseinenthaltende Steine ) und die Jagd nach Èliné hielten mich am lesen. Ein Lichtblick immerhin , die "Passage Englouti" das lebendige Raumschiff ist sehr symphatisch. Die Geschichte ist gut aufgebaut und steuert auf einen gesellschaftskritischen , fulminanten Höhepunkt mit sauberer Auflösung zu . Für SciFi Fans mit Durchhaltevermögen sicher interessant. Bester Satz: " Das alte Problem mit der Logik. Sieht gut aus , nützt aber im Alltag nichts." Knapp an 4 Sternen vorbei , weil es nicht genügt eine kreative, phantasievolle Welt zu erschaffen .

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