Marcus Imbsweiler

 3.6 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor von Bergfriedhof, Altstadtfest und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marcus Imbsweiler

1967 im Saarland geboren, seit 1990 in Heidelberg ansässig. Studium der Musikwissenschaft und Germanistik, Arbeit als freier Musikredakteur. Belletristik seit 2005: Krimis (Heidelberg-Reihe um den Privatermittler Max Koller), Romane, Erzählungen mit Schwerpunkt klassische Musik. Marathonläufer.

Neue Bücher

Kabinett der Grazien

Neu erschienen am 01.06.2020 als Buch bei CONTE-VERLAG.

Alle Bücher von Marcus Imbsweiler

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Buchformat:
Cover des Buches Bergfriedhof (ISBN: 9783839233610)

Bergfriedhof

 (15)
Erschienen am 01.07.2007
Cover des Buches Schlussakt (ISBN: 9783899777819)

Schlussakt

 (6)
Erschienen am 02.07.2008
Cover des Buches Glücksspiele (ISBN: 9783839213117)

Glücksspiele

 (5)
Erschienen am 09.07.2012
Cover des Buches Altstadtfest (ISBN: 9783839210017)

Altstadtfest

 (7)
Erschienen am 01.07.2009
Cover des Buches Schlossblick (ISBN: 9783839212424)

Schlossblick

 (6)
Erschienen am 13.02.2012
Cover des Buches Butenschön (ISBN: 9783839211069)

Butenschön

 (3)
Erschienen am 12.07.2010
Cover des Buches Dreamcity (ISBN: 9783839215241)

Dreamcity

 (4)
Erschienen am 05.02.2014
Cover des Buches Verwandte auf dem Mars (ISBN: 9783956021626)

Verwandte auf dem Mars

 (5)
Erschienen am 28.06.2018

Neue Rezensionen zu Marcus Imbsweiler

Neu

Rezension zu "Fjordmusik" von Marcus Imbsweiler

Ein paar Tage Norwegen mit Fisch, Elch und Orchester
Cruegervor einem Jahr

Weil dem Uniorchester Musiker fehlen, verteilt Ann Flyer auf dem Campus. Eine Orchesterfahrt nach Norwegen mit drei Konzerten und anschließendem Fußballspiel steht an und die Truppe braucht unbedingt Verstärkung. Nicht nur auf Drängen seines besten Freundes Leo nimmt der Jurastudent Ole Jakobsen einen Flyer mit, obwohl er sich für einen der schlechtesten Bratscher hält, denn Ann hat es ihm sofort angetan. Liebe auf den ersten Blick, könnte man sagen.

Nach dem Vorspielen geht es los, eine Woche Spaß in Norwegen statt eine wichtige Semesterarbeit zu schreiben. Das muss man auch erstmal dem Vater, ebenfalls Jurist, beibringen. Aber Ole kann das. Was er nicht kann, ist, sich gegen den Widersacher Gernot durchzusetzen, dem Pauker des Ensembles, dem es Ann ebenfalls angetan hat.

Aber was ist los mit der zierlichen Frau - blondes Strubbelhaar, spitze Nase? Warum scheint sie mit den beiden Typen zu spielen? Und warum ist Leo oft so mürrisch?

Die Lage wird für Ole fast unerträglich, als er sich mit dem Nebenbuhler ein Zimmer teilen muss. Trotz des Fisches »Kveite«, den Gernot von einem freundlichen norwegischen Fischer geschenkt bekam, versucht Ole eine gute Miene zu machen. Sogar bei dem Wunsch, endlich einen echten, lebenden Elch zu sehen, unterstützt er ihn und gemeinsam verpassen sie die Weiterfahrt in den Bussen. Ausgesetzt im Fjell, der Weite Norwegens werden sie von einem Auerhahn bedroht, bevor ein alter Norweger sie mit seinem klapprigen Auto wieder in die Zivilisation zurück bringt.

Aber das sind nur die Abenteuer am Rande, die Ole erlebt und die Imbsweiler schön flott und erfrischend erzählt, ohne in eine peinliche, klischeegespickte deutenglische Jugendsprache abzugleiten, oder gar in ein schwülstiges Liebesgesäusel.

Und auch die Passagen, in denen die Truppe die Stücke von Schostakowitsch und Sibelius übt - in denen er eine mir gänzlich unbekannte Welt beschreibt, denn ich habe noch nie als zweite Geige in einem Orchester gesessen - sind unterhaltsam, weil der Autor das nämlich aus menschlicher Sicht tut, und nicht aus der meist überhöhten seriös-kulturellen.

Aber in Wirklichkeit geht es in dem Roman um die Entwicklung seiner Protagonisten. Im Höhepunkt der Geschichte, quasi dem Paukenschlag des Romans, erklärt Ann Ole warum sie mal hü und mal hott sagt. Und das ist echt fern von jedem Kitsch eines Liebesromans.

Ole findet letztendlich sogar die Kraft, seinem Vater zu beichten, das Jura nichts für ihn ist. Beide bleiben sie noch ein paar Tage bei dem inzwischen schwer verletzten Gernot in Norwegen.

»Fjørdmusik« ist ein Buch, nach dem ich weiß, was es heißt die 2. Geige zu spielen. Eine wohlkomponierte Reise durch Norwegen ist der Roman allemal. Zum Schmunzeln, Wundern und voll jugendlicher Frische. Und am Ende tritt doch noch ein Kobold auf, herrlich!

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Rezension zu "Spätlese" von Marcus Imbsweiler

Unterhaltsame Idee
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Die stillen Anatolier sind ihm lieber. Max Koller ist in Heidelberg unterwegs.
Er steht auf dem Marktplatz und wohnt einer seltsamen Aufführung bei. Ungewohnt, aber immer noch besser als ein "strammer Seniorenchor", der im Vorfeld volksmusikalisches Kulturgut zum Besten geben durfte. Das Musikfestival "Heidelberger Frühling", welches unter dem Leitgedanken "In der Fremde" im April 2017 stattfand, bildet den Rahmen für die Kurzgeschichte "Ihr ganz privater Brexit".

Eine einmalige Sache im wahrsten Sinne des Wortes, denn jede Geschichte dreht sich zwar um den altbekannten Privatermittler Max Koller, Fans der entsprechenden Krimiserie von 2007-2015 werden jubeln, doch jeweils unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen. Zudem gibt sich die neue Hauptkommissarin Kehrer die Ehre. Und nicht nur das, denn die intensive Zusammenarbeit bestätigt einen neuen Trend: "ÖPPs sind schwer angesagt", was so viel bedeutet wie "Öffentlich-private Partnerschaften".

Der Gemeiner Verlag, welcher u. a. so originelle Reihen wie "Rätselkrimis", "Gartenkrimis" oder "Kriminelle Freizeitführer" anbietet, erweitert sein diesbezügliches Programm um eine weitere Attraktion: Monatskrimis. Zwölf Kurzkrimis werden den zwölf Monaten des Jahres 2017 gegenübergestellt, wobei die großen Themen des Jahres eine mehr oder weniger maßgebliche Kulisse bilden. Eine durchaus unterhaltsame Idee.

Potentiellen Leserinnen und Lesern sei hiermit nahegelegt herauszufinden, wie beispielsweise Präsident Trumps "Allzweckwaffe in Wirtschaftsbeziehungen" mit einem hiesigen Zementwerk in Verbindung zu bringen ist, um was es sich bei einem "Designerkühlschrank auf Rädern" handelt, oder auf welche Weise sich ein typisch männliches Kleidungsstück als lebensrettend erweisen kann.

Man kann bei diesen Kriminalgeschichten keine tiefgreifende Literatur erwarten, was im Rahmen der monatlichen Veröffentlichung in der Heidelberger Rhein-Neckar Zeitung sicher auch gar nicht beabsichtigt war. Dafür aber originelle Unterhaltung vor zeitgeschichtlichem Hintergrund, garniert mit einer gesunden Portion Humor, der mitunter auch leicht angeschwärzt daherkommt.

Krimis für zwischendurch also und auch als Nachttischlektüre bestens geeignet. Vielleicht macht Marcus Imbsweilers Idee, aktuelle Themen aus Politik, Kultur und Gesellschaft in kriminelle Machenschaften zu verweben, "sie zu spiegeln, zu vertiefen, weiterzudenken oder ad absurdum zu führen" und stets mit einem Augenzwinkern versehen, Schule. Krimilektüre mit enormem Potential also.

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Rezension zu "Spätlese" von Marcus Imbsweiler

Wenn ein Jahr in 12 Kurzkrimis zusammengefasst wird ...
Tanzmausvor 3 Jahren

Egal ob Donald Trump, Kate & William, Merkle & Schulz, irgendwie begegnet Max Koller ihnen alle in diesem Jahr. Es war ein aufregendes Jahr. Nicht nur wegen der Wahlen in USA und Deutschland, auch der royale besuch stellte für Heidelberg ein Highlight dar. Getrübt wurden diese Ereignisse nicht zuletzt vom Terrorismus, Flüchtlingsdebatten und dem Brexit.

Marcus Imbsweiler hat als Wochenendbeilage für die Rhein-Neckar-Zeitung pro Monat eine Max Kollar Kurzgeschichte geschrieben, in der er ein gerade aktuelles Thema aufgegriffen hat. In diesem Buch sind nun alle 12 Kurzgeschichten plus zwei Bonus-Texte zusammengefasst.

Natürlich geht Max Koller auf Spurensuche, muss Mörder finden und stellen, Fälle lösen und wird dabei mit den Themen des Jahres 2017 konfrontiert. Eine Zeittafel am Ende des Buches zeigt die wichtigsten Ereignisse des Jahres auf, allerdings nur bis zum Oktober, da hier dann Redaktionsschluss war.

Die Kurzgeschichten sind durchweg gelungen und auch wenn man Max Koller noch nicht kennt, findet man sich schnell zurecht und hat eine witzige Unterhaltungslektüre, die, wie ich finde, perfekt unter den Weihnachtsbaum passt. Durch den lokalen Bezug zu Heidelberg ist es nicht zuletzt ein schönes Geschenk für Heidelberger, die das Jahr 2017 noch einmal in kurzen unterhaltsamen und spannenden Häppchen Revue passieren lassen möchten.

 

Fazit:

Spannend, witzig und mit mancher Wendung in der kurzen Geschichte ist dies ein herrliches Buch zum Selbstlesen oder zum Verschenken. Mir hat es sehr gut gefallen, der locker-spitzige Schreibstil, die kreative Verarbeitung von aktuellen Themen aus dem Jahr 2017 machten das Buch für mich zu etwas ganz besonderem und hoffe, dass die Idee, die 2016 erwuchs, auch 2018 weiterleben wird. Ich jedenfalls freue mich schon auf eine Fortsetzung der regionalen Kurzgeschichten mit aktuellem Themenbezug.

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