Marcus Imbsweiler Butenschön

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Inhaltsangabe zu „Butenschön“ von Marcus Imbsweiler

Prof. Albert Butenschön, der fast hundertjährige Chemiker und Molekularbiologe aus Heidelberg, gilt als einer der wichtigsten deutschen Nachkriegswissenschaftler. Warum wird auf das Büro der Historikerin Evelyn Deininger, die an einer Promotion über sein Leben und Werk arbeitet, ein Brandanschlag verübt? Hat Butenschön etwas zu verbergen? Oder stecken rabiate Studenten dahinter? Bei seinen Ermittlungen gerät Max Koller nicht nur zwischen die Fronten universitärer Scharmützel, sondern erfährt auch einiges über das Verhältnis von Politik, Wissenschaft und Moral …

Fazit: Wer gerne sehr unterhaltsame, erfrischend frech geschriebene Krimis mag, bei dem die Ermittlungen wie auch das Privatleben des Protagonisten im Gleichklang stehen, wird mit „Butenschön“ einige sehr kurzweilige Stunden verbringen.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Butenschön" von Marcus Imbsweiler

    Butenschön

    haTikva

    29. September 2010 um 13:42

    Bei dem Cover handelt es sich höchstwahrscheinlich um das Gebäude der alten Universität, die sich in der Altstadt von Heidelberg befindet. Im Vordergrund werden Autorenname und Titel, weiß unterlegt, gezeigt. Für mich eher ein unscheinbarer Blickfang, wegen dem ich mir diesen Krimi niemals zugelegt hätte. Da ich allerdings die ersten drei Bände um den Privatdetektiv Max Koller alle gelesen hatte, wusste ich, dass der Autor humorvoll schreibt und es somit sehr witzig zur Sache gehen kann. Und so wollte ich mir Kollers neuesten Fall natürlich auch nicht entgehen lassen. Kurz zusammengefasst geht es in dem Roman um Folgendes: Professor Albert Butenschön ist ein großer Wissenschaftler Heidelbergs, der seine Karriere teilweise im Dritten Reich machte. Zu seinem hundertsten Geburtstag ist alles eingeladen, was Rang und Namen hat. Dazu eine Historikerin, die gleichzeitig eine Promotion über Butenschöns Leben schreibt und dabei vielleicht unschöne Sachen aus der Nazizeit aufdecken könnte. Kurz vor der Fertigstellung ihrer Arbeit erhält sie eine Drohung, der Max Koller nun nachgehen soll. Da jedoch die Studenten regelmäßig protestieren und die naheliegenden Wirtschaftsbauern gegen einen Anbau der Uni sind, scheint für die Betroffene selbst alles klar zu sein. Für sie war diese "Drohung" eher ein Streich von rebellischen Studierenden oder schlechtgelaunten Bauern. Nur Koller vermutet mehr dahinter und nimmt den Auftrag an. Und am Rande wird auch noch bekannt, dass eine stadtbekannte Edelnutte über ihre Freier auspacken möchte. Ob unser Privatdetektiv dort auch noch mitmischt, sollte man allerdings selbst lesen. Das Thema Butenschön, im Besonderen seine Professorenzeit während des Zweiten Weltkrieges, wurde sehr detailliert dargestellt. Auf der einen Seite war die genauere Beschreibung höchst aufschlussreich, auf der anderen Seite war es manchmal zu genau, wenn auch nicht wirklich langweilig. Trocken hingegen war es zwischendurch schon einmal, was für mich schlimm gewesen wäre, hätte es da nicht noch einen wichtigen Charakter gegeben: den Protagonisten und teilweise auch Witzbold Max Koller. Ich empfand es jedes Mal aufs Neue köstlich, wie der Autor immer wieder witzige Worte in Sätze und Formulierungen einbaute, besonders wenn es sich um die Wissenschaftssprache handelte. Dazu wurden von Koller kleine Neckereien und Situationen humorvoll auf die Schippe genommen, wenn er etwas in Gedanken durchging. Situationen, die mit der Nazizeit zu tun hatten, wurden dagegen mit dem gebührenden Ernst erklärt. Zwischendurch gab es natürlich auch noch Dialoge und Gespräche in Kollers Stammkneipe, die ziemlich humorvoll beschrieben wurden. Aber am lustigsten waren immer noch Kollers Gedankengänge, oder wenn er im Stillen seinem Gegenüber etwas antwortete, das derjenige lieber nicht hören durfte. Einfach herrlich! Das lockerte das ganze, eher eintönige Thema über diesen Wissenschaftler aus dem Dritten Reich, sehr auf. Auch wenn es sich vielleicht seltsam anhört, aber durch Kollers Handlungen, seine Selbstgespräche und eine kleine Nebenhandlung wurde die Spannung immer aufrecht erhalten. Auch wenn es nicht dramatisch wurde, so zog mich die Spannung durch die Handlung. Ich wollte immer wissen, was Koller nun wieder aufdeckte, entdeckte oder wie er mich aufs Neue zum Schmunzeln bringen würde. Die Freunde des Privatdetektivs kamen in diesem Roman nur am Rande vor, weswegen sie vermutlich auch nicht groß vorgestellt wurden. Kollers eigene Beschreibung lässt von Fall zu Fall auch etwas nach, bis auf ein Grundwissen über ihn selbst, da der Autor wohl hofft, dass seine Bücher hintereinander gelesen werden. Was meiner Meinung nach aber kein Muss ist, da jeder Krimi in sich abgeschlossen ist. Dieses Werk wurde, wie auch die Vorbände, in der Ichform erzählt, wodurch ich Kollers Gedanken miterlebte, die mich häufig schmunzeln ließen. Dadurch konnte ich mich von Beginn an mit dem Protagonisten identifizieren. Der Schreibstil des Autors war flüssig und durch das ganze Buch hindurch witzig. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Aber ein klein wenig mehr Spannung und Dramatik hätte es ruhig geben können. Deswegen bekommt dieser vierte Krimi um "Privatflic" Max Koller vier von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Butenschön" von Marcus Imbsweiler

    Butenschön

    Bellexr

    11. July 2010 um 21:31

    Die wilde Romana und das Monument der Wissenschaft . Was für ein Timing! Während der Lesung zu seinem ersten Buch, das Max Koller zusammen mit seinem Kumpel Marc Covet geschrieben hat, klingelt sein Handy und ein neuer Auftrag ist zugleich an Land gezogen. Das Publikum ist beeindruckt. Sein Auftraggeber ist der Sparkassenangestellte Michael Deininger. Seine Frau ist Historikerin und schreibt gerade einer Dissertation über den Nobelpreisträger und bekannten Heidelberger Wissenschaftler Butenschön, der in wenigen Tagen seinen 100. Geburtstag feiern wird. Evelyn Deininger soll über einen Journalisten brisante und bisher verschwundene Unterlagen zugespielt bekommen, die sie bei ihrer Arbeit mitverwenden möchte. Nun ist auf ihr Büro ein Brandanschlag verübt worden, bei dem sie zum Glück unverletzt blieb. Der Ehemann vermutet hinter dem Anschlag einen Einschüchterungsversuch aus Professor Butenschöns Umfeld. . Auf seine typisch schnodderische, respektlose Art beginnt Max Koller mit seinen Ermittlungen und dies erst einmal in alle Richtungen und stellenweise auch wieder mal sehr unkonventionell. Warum nicht auch mal seine etwas skurrilen Stammtischkollegen im „Englischen Jäger“ befragen, denn welcher Heidelberger kennt schließlich nicht den Wissenschaftler Butenschön, von Max Koller mal abgesehen. . Seine Versuche, direkt Kontakt zu Albert Butenschön aufzunehmen, scheitern an seiner äußerst resoluten Ehefrau. Doch davon lässt sich ein Max Koller nicht abschrecken, ganz im Gegenteil. Schließlich hätte der Wissenschaftler allen Grund, dass die angeblichen Unterlagen nicht veröffentlicht werden. Zwar wurde er von jedem Verdacht während des Dritten Reiches an einer Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus freigesprochen, doch möglicherweise enthalten gerade diese Unterlagen doch brisante Informationen, da sie angeblich einen Zeitraum der Butenschön-Akten zu seinen Forschungen als Molekularbiologe und Chemiker während des 2. Weltkrieges abdecken würden. . Aber auch eine Organisation von Landwirten, die ihre Ländereien in der Nähe der Universität haben, könnte einen Grund für den Anschlag haben. Schließlich plant die Universität Heidelberg ihr Gelände auszuweiten, das zu Lasten der Landwirte gehen würde, die dagegen natürlich Sturm laufen. Allerdings gestalten sich diese Ermittlungen für Max Koller auch nicht gerade als einfach. . Marcus Imbsweiler lässt seinen Privatermittler Max Koller bereits zum vierten Mal in Heidelberg ermitteln. Wieder in der Ich-Form geschrieben, überzeugt die Figur des Max Koller von Anfang an. Seine zynische, unkonventionelle und spitzfindige Art ist durchweg erfrischend und sehr unterhaltsam dargestellt und auch die weiteren Charaktere sind absolut authentisch beschrieben und stellenweise schon wirklich ganz schön schräg. Man denke da nur an seine Kumpels aus dem „Englischen Jäger“. Das ganze mixt der Autor mit viel Lokalkolorit rund um Heidelberg und hat somit einen Krimi geschrieben, der wieder einmal von der ersten Seite an hervorragend unterhält. . Als spannend würde ich den Krimi jetzt nicht unbedingt bezeichnen, jedoch gelingt es Marcus Imbsweiler durchweg, seine LeserInnen neugierig und oft auch schmunzelnd weiter lesen zu lassen, da immer wieder neue Aspekte den Fall bereichern und es zu mehreren äußerst humoristischen Szenen kommt, die gelegentlich auch mit einem guten Schuss Galgenhumor versehen sind. Allerdings wird auch den Szenen rund um das Thema zum Dritten Reich und den möglichen Verstrickungen des Professors hieran die entsprechende Ernsthaftigkeit entgegengebracht und hier zeigt der Autor, dass sein Protagonist als überzeugter Pazifist sachkundig und ernsthaft argumentieren kann. Somit ist die Balance zwischen der Brisanz des Themas und der amüsanten Ermittlungsarbeit von Max Koller sehr gut gelungen. . Fazit: Wer gerne sehr unterhaltsame, erfrischend frech geschriebene Krimis mag, bei dem die Ermittlungen wie auch das Privatleben des Protagonisten im Gleichklang stehen, wird mit „Butenschön“ einige sehr kurzweilige Stunden verbringen.

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