Marcus Imbsweiler Schlussakt

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Inhaltsangabe zu „Schlussakt“ von Marcus Imbsweiler

Mord im Heidelberger Stadttheater: Während einer Opernaufführung wird die Garderobiere Annette Nierzwa erwürgt. Man findet sie im Zimmer von Bernd Nagel, dem Geschäftsführer des Philharmonischen Orchesters, der ihr Geliebter war. Daraufhin betrauen gleich zwei Personen den Privatdetektiv Max Koller mit Nachforschungen: der Journalist Marc Covet, der alles daran setzt, seinen Freund Nagel zu entlasten und die betuchte Opernliebhaberin Elke von Wonnegut, die sich um den Ruf Heidelbergs als Musikstadt sorgt. Die Indizien sprechen gegen Nagel: Er hat kein Alibi, die Beziehung zu Annette war nicht frei von Konflikten. Aber ist dem zögerlich-glatten Geschäftsführer ein Mord zuzutrauen? Koller lässt nicht locker. Er will diesen Fall lösen, und er wird ihn lösen!

Ein kurzweiliger Krimi voller Humor

— kfir
kfir

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  • Rezension zu "Schlussakt" von Marcus Imbsweiler

    Schlussakt
    haTikva

    haTikva

    12. October 2009 um 19:42

    Das Cover zeigt zwei Unterarme und Hände, wobei sich in einer Hand ein Dirigentenstab befindet. Die Arme kommen wie aus dem Nichts. Der Hintergrund ist schwarz gehalten und selbst Autor und Titel sind in dunklerem Ton gehalten. Hier handelt es sich um den zweiten Band der Max-Koller-Reihe. Es geht um einen Mord im Musiktheater. Koller soll im Auftrag der "Freunde des Musiktheaters" und seines Journalistenfreundes Marc Corvet ermitteln. Denn die Polizei hat schnell einen Verdächtigen – den Geschäftsführer des Opernhauses, der gleichzeitig der Kumpel von Marc Corvet ist. Nun hat er zwei Auftraggeber, denen er Rechenschaft schuldig ist und dazu kommt noch, dass es ein sehr schwieriger Fall ist. Neben einigen Ungereimtheiten wird er auch noch von allen Seiten aufgehalten, abgewiesen und belogen. Selbst Corvet flunkert ihn an, obwohl er dessen Freund helfen soll. Dann geschieht ein weiterer Mord und nun gilt es für den Privatdetektiv, auf jedes noch so kleine Detail zu achten. Ob ihm das gelingt? Nebenher erfährt man wieder ein Stückchen mehr von Kollers bestem Kumpel und Assistenten Fetty, wie auch Max Exfrau einen kurzen, aber eher unwichtigen Auftritt hat. In diesem Band hält sich der Autor sehr mit diesen beiden Figuren zurück. Dafür geht er mehr auf die Kulturszene ein, und man darf sehr viel über die Oper, das Musiktheater und ihre Mitwirkenden erfahren. Heidelberg und Umgebung werden bei der Schilderung von Kollers Radtouren beschrieben. Ich konnte mir die Schauplätze bildhaft vorstellen.Leser vor Ort werden mit Sicherheit ihre Freude an den genannten Örtlichkeiten haben. Die wichtigsten Figuren werden mit der Zeit vorgestellt. Der Roman ist aus Max Kollers Sicht in der Ichform geschrieben. Dadurch darf man auch etwas an Kollers Gedankenleben teilhaben und so kam ich immer wieder ins Schmunzeln. Wenige Male wurde entweder die nahe Vergangenheit, meistens der vorherige Tag, beschrieben, oder aber die nahe Zukunft. Zur Orientierung fehlten mir hier deutliche Hinweise des Autors zu den Zeiten. Auch wurde es streckenweise zu ausführlich und man erfährt, meiner Meinung nach, für einen Krimi zu viel Nebensächliches. Dazu kommt noch, dass der Autor bei manchen Situationen zu weit ausholt, um etwas zu erklären. Fazit: Ein Regionalkrimi mit einem Schuss Humor. Ich gebe dem Kimi drei Sterne, da mir die ausschweifende Schreibweise des Autors, in diesem Band, nicht gefallen haben.

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  • Rezension zu "Schlussakt" von Marcus Imbsweiler

    Schlussakt
    kfir

    kfir

    12. August 2008 um 21:15

    In dem altehrwürdigen Stadttheater Heidelbergs wird die Garderobiere Opfer eines Gewaltverbrechens. Der Geschäftsführer des Hauses betraut einen guten Freund, den Privatdetektiv Max Koller damit, dezent Ermittlungen parallel zur Polizei anzustellen. Sehr schnell scheint ein Schuldiger gefunden. Doch die wahren Motive bleiben ebenso wie ein möglicher Täter im Dunklen verborgen, da geschehen im Dunstkreis des Stadtorchesters zwei weitere Morde. Und obwohl Max Koller der Polizei und dem Umfeld der Opfer immer wieder gehörig ins Gehege gerät, bleiben seinen eigenwilligen und entschlossenen Ermittlungen die ersten Hinweise nicht verborgen. Marcus Imbsweiler hat mit Max Koller einen kauzigen Ermittler geschaffen, der hier seinem zweiten grossen Auftrag nachgeht. Der Privatdetektiv hat nicht nur so seine Beziehungsprobleme mit seiner Ex-Frau, er ist auch dem Alkohol nicht abgeneigt, missachtet Autoritäten wie die Polizei und hat auch seine liebe Not mit dem Establishment. Es verwundert doch sehr, wie fein er einerseits seine Menschenkenntnis nutzt, um bei Zeugen zu Erkenntnissen zu gelangen, nur um sich dann kurz darauf wieder bereitwillig im nächsten grossen Fettnapf zu suhlen. So schlingert Max Koller scheinbar ziellos zwischen den Extremen hin und her, stets begleitet von seinem scheinbar unerschütterlichen Humor. Was für den Leser ein Quell steter Freude ist, ihm und seinem Wortwitz zu folgen, bringt ihn bei seinen Ermittlungen nicht nur Freude ein. Der vorlaute Privatflic, der immer das letzte Wort haben will, lässt kein Wortduell aus, auch wenn er dafür schon einmal Schläge einstecken darf. Doch ist Koller hart im Nehmen. Sei es bei Prügel oder beim Kater am Morgen nach einer durchzechten Nacht. Dass Max Koller da auch zum eigentlichen Ermitteln kommt, das mag verwundern. Doch bleibt er unbeirrt den Spuren auf der Fährte und Stück für Stück kommt der Leser der Lösung näher. Immer jedoch in kleinen Schritten, damit sich die Spannung bis zum Ende hin stetig aufbaut und der Täter und seine Motive erst auf den letzten Seiten erahnbar werden. Das alles spielt im winterlichen Heidelberg, dass Marcus Imbsweiler mit viel Liebe zum Detail in diesem Lokalkolorit in Szene setzt. Mit gleicher Hingabe skizziert der Autor auch seine Charaktere, die sehr lebendig der Handlung Farbe verleihen, doch immer ein wenig Geheimnis behalten, damit die Spannung erhalten bleibt. Der dritte Eckpfeiler, der diesen überaus gelungenen Krimi ausmacht, ist seine Sprache. Einerseits wird die Spannung mit einer sehr flotten Schreibe transportiert, dann sind da aber gleichzeitig die vielen kleinen Beschreibungen, die dem Buch seinen Charakter und seine Eigentümlichkeit des Lokalkolorits geben. Und nicht zum Schluss die mit einem wunderbaren Wortwitz versehenen Kommentare und Dialoge des Privatdetektivs Max Koller. Ein spannend und abwechslungsreich inszenierter Krimi mit viel buntem Lokalkolorit, eine Entdeckung in der deutschen Krimi-Szene.

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