Marcus Imbsweiler Verwandte auf dem Mars

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Inhaltsangabe zu „Verwandte auf dem Mars“ von Marcus Imbsweiler

Es ist ein Kreuz mit den lieben Verwandten. Vor allem wenn sie sich aus Querköpfen und Sonderlingen zusammensetzen wie Großonkel und Großtante. Der eine ist ein Langweiler, der auf sein in beamteter Beschaulichkeit verbrachtes Leben so stolz ist, dass er allen davon erzählen möchte. Die Großtante denkt praktischer; sie zieht sich ans Meer zurück, bevor die Verwandtschaft über ihr sauer Erspartes herfällt.
Marcus Imbsweiler zeichnet die Verwandten auf dem Mars mit leichter Ironie. Aber auch nachdenkliche und tragische Töne klingen innerhalb dieses familiären Geflechts an. Wie in einem Roman setzen sich die 14 Portraits von Eltern und Geschwistern, Omas und Onkeln zu dem Panorama einer ganzen Familie zusammen.
'Sprachlich souverän und mit feinem Humor. Ein lesenswertes, schönes Buch.' Hessische/Niedersächsische Zeitung
'14 kleine, leichtfüßige Geschichten mit zwinkerndem bis aalglattem Humor bieten Dank ihrer pointierten Kürze Lesegenuss für zwischendurch.' Rhein-Neckar-Zeitung
Marcus Imbsweiler arbeitet als Autor und freier Musikredakteur. Der gebürtige Saarländer lebt heute in Heidelberg.

Ein etwas anderes Familien-Portrait, schön be- und geschrieben

— kfir

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  • Rezension zu "Verwandte auf dem Mars" von Marcus Imbsweiler

    Verwandte auf dem Mars

    kfir

    11. January 2009 um 16:55

    Für manche mag der Kaufunger Wald so weit weg sein wie der Mars. Die Familiengeschichte, die Marcus Imbsweiler aus dem Nordhessischen erzählt, dürften jedoch in ihrer Alltäglichkeit jedem Leser sehr nahe sein. Es sind Geschichten von Eltern und Geschwistern, Großeltern und Onkeln und Tanten, wie sie sich millionenfach abspielen. Da sind die etwas verschrobenen und seltsamen entfernten Verwandten, die einen nur bei besonderen Anlässen auffallen. Die verhärmte Großtante, übrig gebliebene Kriegswitwe, die in in ihren letzten Jahren Dorf und Verwandtschaft den Rücken kehrt, um auf Sansibar schwimmen zu lernen. Ein Onkel, der auf der täglichen Fahrt ins Büro seine Memoiren schreibt. Ein Großvater, dem heilende Hände nachgesagt werden und der den Tod vertreiben soll. Eine Mutter, die ein Verhältnis mit dem Staubsauger-Vertreter eingeht. Ein Bruder, der der heimischen Enge entflieht und sich in der Stadt ein Heimatmuseum einrichtet. Marcus Imbsweiler spannt so gekonnt den Bogen nicht nur über die gesamte Sippschaft hinweg, auch die Themen variieren von Episode zu Episode. Man mag manch eine Begebenheit für banal halten. Zu banal als dass sie überhaupt erwähnenswert wäre. Doch gerade in diesem Einfachen und Alltäglichen liegt auch der Reiz. Horcht man tiefer hinein, liest zwischen den Zeilen, lässt die Geschichten auf sich wirken, so hat doch jede Episode ihre Aussage, ihre Bedeutung. Wenn manches leider nur angedeutet wird, hätte ich mir manchmal eine breitere Ausarbeitung gewünscht. So wie jede der Episoden einem Verwandten gewidmet ist und seine Geschichte erzählt wird. Hier hätte ich mich auch über eine gewisse Vernetzung und Verknüpfung der einzelnen Schicksale gefreut, dass man die Familie als Ganzes darstellt. Doch vielleicht war es auch die Intension des Autoren, auszuarbeiten, dass man in seiner Verwandtschaft doch nicht immer alles weiß, jeder seine Geschichte und seine Geheimnisse hat. Man zwar einander verwandt ist und sich letztlich manchmal doch so fremd, wie einem Verwandten auf dem Mars. Liegt ein Reiz in dem Buch, das knappe Dutzend Verwandter zu entdecken, so ist die Sprache ein anderer. In einer bewundernswert leichten und doch niveauvollen Sprache schildert Marcus Imbsweiler die vielen Kleinigkeiten seiner Geschichten. Sind es oft die nachdenklichen Töne, die in den Episoden vorherrschen, so spart der Autor nie an seinem feinen und pointierten Humor, der immer wieder durchblitzt und für den seine Krimis schon berühmt sind. Eine etwas andere, genussvolle Familien-Chronik.

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  • Rezension zu "Verwandte auf dem Mars" von Marcus Imbsweiler

    Verwandte auf dem Mars

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. November 2008 um 10:38

    ohne turbo-intellektuellem Anspruch, aber nicht platt und deshalb ganz nett zu lesen

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