Marcus S. Theis Schatten ohne Licht

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Inhaltsangabe zu „Schatten ohne Licht“ von Marcus S. Theis

In Seonghans und Jeongahs kleinem Heimatdorf in Nordkorea bestimmt der feste Glaube an den Geliebten Führer, an das Militär und den Kommunismus, den Alltag. Auch wenn die Ge-schwister von Hunger, Kälte und harter Arbeit geplagt sind, Gewalt täglich vor Augen haben – wie könnten sie daran zwei-feln, dass ihr Land alle anderen Länder der Welt übertrifft?
Als ihr Großvater, der jahrelang für Nordkorea gekämpft hat und ein treuer Anhänger des Geliebten Führers war, dem Hun-gertod zum Opfer fällt, beginnt ihr Glaube an das System langsam zu bröckeln. Dann versucht Seonghans Militärkamerad ihm weiszumachen, dass es im Süden so viel mehr gibt als bei ihnen – so viel Nahrung, so viel Strom, so viel Leben: eine bessere Welt. Ist es entgegen allem, was sie gelernt haben, tatsächlich nicht der imperialistische Süden, sondern ihre eigene Heimat, in der Ungerechtigkeit und Grausamkeit vorherrschen?
Obwohl Hinrichtungen an der Tagesordnung stehen und Menschen der feindlich gesinnten Ka-tegorie spurlos verschwinden, wagen die Geschwister schließlich den Gedanken an eine Flucht, an ein besseres und freies Leben in Südkorea. Doch ist ein Entkommen überhaupt möglich? – Und welche Opfer werden sie dafür bringen müssen?

Schonungloses und ehrliches Buch über die Flucht aus Nord-Korea und das, was danach kommt

— papaverorosso

Erschreckendes, aber realistisches Bild der Zustände in Nordkorea und der möglichen Folgen der Flucht aus einem solchen Regim

— Allesleserin

vielschichtig und aufwühlend

— romi89

Ein Roman der zum Nachdenken anregt und mich wirklich berührt hat.

— miissbuch

Fesselnd und erschreckend, aber mit kleinen Schwächen

— Frau_J_von_T

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Was anfangs noch recht seicht wirkte, wird schnell knallharte Realität und hat mich wirklich tief be

— gedankenlabor

aufwühlend, teils schrecklich aber unglaublich gut erzählt lesen!!!

— mesu

Sehr bewegend und schockierend!

— Gina1627

mitreisend, ergreifend, ein Roman der zu Tränen rührt

— SilVia28

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  • Schonungslos und ehrlich - Leseempfehlung für interessierte Leser

    Schatten ohne Licht

    papaverorosso

    03. January 2018 um 17:35

    Ich wusste wenig über Nord-Korea, bis ich dieses Buch gelesen habe. Es hat sich sehr gelohnt. Marcus S. Theis, der Autor, ist Politik und Soziologie Student sowie auch ein Mensch, der gerne reist. Mit seinem ersten Roman führt er den Leser mit nach Nord-Korea. Dort darf der Leser mit Seongha und Jeongha Bekanntschaft machen, zwei Kinder einer Bauernfamilie. Inmitten von Hungernot und politische Unterdrückung träumt Seongha von Freiheit, wenn er den Zugvögeln zuschaut. Bis beide Geschwister eines Tages die Flucht nach Süd-Korea wagen. Dieses Buch ist emotional keine leichte Kost. Jedoch so ist auch die Welt. Verzweiflung, Unterdrückung und Flucht sind das, was das Leben vieler Menschen prägt. Theis schafft es, ein realistisches Portrait zweier Jugendliche zu zeichnen, die es irgendwo auf dieser Welt so ähnlich vielfach wirklich gibt. Der Leser wird nicht verschont und kann eben dadurch diesen Menschen nahekommen und etwas hautnah „erfahren“. Trotz der Härte verbreitet das Buch eine Message der Hoffnung, was ihm zusätzliche Kraft und Bedeutung verleiht. Das Buch war so spannend, dass ich es innerhalb von 3 Tagen gelesen habe. Dabei habe ich bei einigen Kleinigkeiten, die mir etwas übereilt vorkamen, gestutzt. Ansonsten war der Spannungsbogen sehr gut konstruiert. Darüber hinaus erscheint mir das Buch, so weit ich es beurteilen kann, gut recherchiert und ich habe das Gefühl, dadurch sehr viel gelernt zu haben. Ich bedanke mich beim Autor für die Teilnahme an der Leserunde und kann das Buch unabhängig davon jedem weiter empfehlen, der sich für aktuelle Themen und/oder für Nord-Korea interessiert.

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  • Leserunde zu "Schatten ohne Licht" von Marcus S. Theis

    Schatten ohne Licht

    Marcus_S_Theis

    "Marcus S. Theis lässt in seinem erstaunlichen ersten Roman zwei junge Nordkoreaner todesmutig ihre Flucht planen: Ihnen drohen Verrat, Gefangenschaft, Vergewaltigung, Prostitution und Abtreibung, sowie die bestialische Folter auch der zurückgelassenen Eltern. All das beschreibt Theis mitreißend und, trotz seiner Sachlichkeit, letztlich herzzerreißend."- Dr. Ebba Hagenberg-Miliu, General-Anzeiger BonnHallo allerseits :)Ich heiße Marcus Stephan Theis und habe Ende Juli meinen Debütroman "Schatten ohne Licht" über den Schardt-Verlag veröffentlicht. Die Schriftstellerei ist definitiv mein Lebenstraum, aber leider bin ich erst jetzt auf diese tolle Seite gestoßen...Nun möchte ich jedenfalls 18 Exemplare von "Schatten ohne Licht" bis zum 19.11 verlosen und hoffe auf reges Interesse und interessantes Feedback! Ich versuche auch so oft es geht in die Leserunde reinzuschauen, da ich aber nebenbei studiere und hier noch neu bin, bitte ich um Verständnis, wenn es mal ein wenig länger dauert :) Falls ihr weitere Informationen zu mir, meinem Roman, Lesungen, Pressestimmen etc. haben möchtet, besucht doch meine Webseite www.marcus-stephan-theis.de oder fragt mich einfach. Eine Leseprobe findet ihr bei Amazon - Blick ins Buch.Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen und bin gespannt, was ihr zu sagen habt!Inhaltsangabe:In Seonghans und Jeongahs kleinem Heimatdorf in Nordkorea bestimmt der feste Glaube an den "Geliebten Führer", an das Militär und den Kommunismus, den Alltag. Auch wenn die Geschwister von Hunger, Kälte und harter Arbeit geplagt sind, Gewalt täglich vor Augen haben - wie könnten sie daran zweifeln, dass ihr Land alle anderen Länder der Welt übertrifft?Als ihr Großvater, der jahrelang für Nordkorea gekämpft hat und ein treuer Anhänger des "Geliebten Führers" war, dem Hungertod zum Opfer fällt, beginnt ihr Glaube an das System langsam zu bröckeln. Dann versucht Seonghans Militärkamerad ihm weiszumachen, dass es im Süden so viel mehr gibt als bei ihnen - so viel Nahrung, so viel Strom, so viel Leben: eine bessere Welt. Ist es entgegen allem, was sie gelernt haben, tatsächlich nicht der imperialistische Süden, sondern ihre eigene Heimat, in der Ungerechtigkeit und Grausamkeit vorherrschen?Obwohl Hinrichtungen an der Tagesordnung stehen und Menschen der feindlich gesinnten Kategorie spurlos verschwinden, wagen die Geschwister schließlich den Gedanken an eine Flucht, an ein besseres und freies Leben in Südkorea. Doch ist ein Entkommen überhaupt möglich? Und welche Opfer werden sie dafür bringen müssen?

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    • 175
  • vielschichtig und aufwühlend

    Schatten ohne Licht

    romi89

    16. December 2017 um 11:56


    • 2
  • vielschichtig und aufwühlend

    Schatten ohne Licht

    romi89

    16. December 2017 um 11:55


  • Wohin die Vögel fliegen...

    Schatten ohne Licht

    Maddinliest

    14. December 2017 um 21:31

    Die Geschwister Seonghan und Jeonghan wachsen in einem nordkoreanischen Dorf in äußerst ärmlichen Verhältnissen auf. Das Leben wird geprägt von der kommunistischen Diktatur und die Liebe zu ihrem "Geliebten Führer" wird ihnen vom ersten Tag an als oberste Maxim in die Wiege gelegt. Sie lernen trotz der ärmlichen Verhältnisse dankbar für das ihnen geschenkte Leben zu sein und arbeiten auch schon als Kinder unter teilweise menschenunwürdigen Verhältnissen. Mit dem Hungertod des regimetreuen Großvaters kommen den Geschwistern erste Bedenken. Sie fragen sich, wo die Vögel wohl hinfliegen, und wie es dort wohl aussieht. Gibt es ein Leben außerhalb ihrer vorbestimmten Regeln?Marcus S. Theis hat mit "Schatten ohne Licht" ein beeindruckendes und ergreifendes Romandebüt geschrieben. Er nimmt sich eines brisanten Themas an und setzt die Geschichte schonungslos und offen um. Er führt dem sicherlich teilweise fassungslosen Leser die für ihn unvorstellbaren Verhältnisse im Land des kompromisslosen Nordkoreas vor Augen, ohne dabei aber zu reißerisch zu wirken. Durch seinen nüchteren und ehrlichen Schreibstil wirkt die Geschichte um die beiden Geschwister real und authentisch. Gleichzeitig baut Marcus S. Theis um das Schicksal der Protagonisten einen im Verlauf der Geschichte immer weiter zunehmenden Spannungsbogen auf. Er thematisiert das Streben nach Freiheit und der vermeintlich heilen und schöneren Welt. Der Wunsch dieses Ziel zu erreichen setzt unglaubliche Kräfte frei und die Hoffnung auf ein besseres Leben, lässt die Menschen vieles erdulden und aussichtslose Situationen meistern. Das beeindruckende Finale hat mich dann nachdenklich zurückgelassen."Schatten ohne Licht" gewährt einen guten Einblick in ein für die westliche Welt zumeist verschlossenes Land. Mich konnte das Buch und das Schicksal der Protagonisten packen, so dass ich den Roman wärmstens weiterempfehlen kann. Für mich eine überraschendes Buch, welches ich zu meinen Lesehighlights des Jahres zähle. Daher bewerte ich das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen!!!

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  • Von Führertreue und Fluchtversuch

    Schatten ohne Licht

    camilla1303

    13. December 2017 um 20:57

    „Schatten ohne Licht“ von Marcus S. Theis ist 2017 im Schardt Verlag erschienen und erzählt die fiktive Geschichte zweier nordkoreanischer Geschwister, Seonghan und Jeongah, die genauso aber auch der Wirklichkeit entsprechen könnte. Gleich zu Beginn der Geschichte wird man mit der Realität Nordkoreas konfrontiert. Man erfährt vom entbehrungsreichem Leben unter dem kommunistischen Regime der nordkoreanischen Bevölkerung. Nachdem Hungertod des eigenen Großvaters schwindet die Führertreue von Seonghan und Jeongah, bis sie schließlich beschließen, den Fluchtversuch nach Südkorea zu wagen. Die einzelnen Charaktere und auch die Handlungsorte sind so detailliert beschrieben, dass man die Geschichte beim Lesen hautnah miterlebt. Der Schreibstil des Autors besticht wirklich durch das Malen von Bildern und hat mich an vielen Stellen des Buches sprachlos zurückgelassen. Mit der Angst, die Flucht könnte nicht gelingen, wird man immer und immer wieder mit den Abscheulichkeiten von Verrat, Zwangsprostitution und den Straflagern konfrontiert. Doch immer wieder leuchten Spuren von Nächstenliebe und Zivilcourage auf und lassen die LeserInnen nicht an der Unmenschlichkeit verzweifeln. Marcus S. Theis hat mit seinem Debütroman wirklich ein Meisterwerk geschaffen, dass mich dazu gebracht hat, mein eigenes Leben mehr schätzen zu wissen.

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  • Grandioses Buch

    Schatten ohne Licht

    Alex1309

    09. December 2017 um 12:44

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, zwar recht unscheinbar, aber dennoch sehr passend zum Titel. Das Buch überrascht mit einer grandiosen Geschichte, die mich an manchen Stellen sprachlos gemacht hat. Die handelnden Personen und Handlungsorte sind sehr detailliert beschrieben, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und beim Lesen ein klares Bild vor Augen hatte. Mich hat das Buch sehr bewegt und die Spannung hat bis zum Schluss nicht nachgelassen. Von mir eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!

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  • Schatten ohne Licht. Marcus S. Theis

    Schatten ohne Licht

    miissbuch

    01. December 2017 um 15:24

    Infos zum Buch Titel: Schatten ohne LichtAutor: Marcus S. TheisSeiten: 218Verlag: Schardt VerlagHandlungsort: Nordkorea, SüdkoreaErstveröffentlichung: Juni 2017Infos zum Autor „Marcus Stephan Theis, 1994 in Koblenz geboren und in Saffig aufgewachsen, studiert Soziologie und Politik in Bonn. Backpacking- und Couchsurfing-Reisen abseits der touristischen Pfade führten ihn nach Korea, Japan und in die USA. Seine Erfahrungen und Gedanken finden Ausdruck in Gedichten und ersten längeren Texten. „Schatten ohne Licht“ ist sein Prosa-Debüt.“ (Quelle)Rezension An dieser Stelle möchte ich mich beim Autor selbst und Lovelybooks bedanken, dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen. Schatten ohne Licht und dazu auch noch ein ganz normaler Roman, nicht unbedingt das, was ich sonst so lese, aber manchmal braucht man auch mal weniger Grausamkeiten, dachte ich.Das Buch handelt von Jeongah und Seonghan, zwei Geschwistern die in Nordkorea geboren und aufgewachsen sind. Sie kennen nur das Leben in Nordkorea und halten all die Gerüchte, rund um Strom, Autos usw für Hirngespinste. Doch das Leben in Nordkorea ist schwer und sie hoffen darauf frei, wie ein Vogel sein zu können.  Das Buch beginnt in der Kindheit der beiden Geschwiste, so ca. am Ende der 80er Jahre und endet in der aktuellen Zeit. Der Einstieg ins Buch ist mir wirklich leicht gefallen und Theis hat einen sehr angenehmen und gut zulesenden Schreibstil. Dialoge füllen die Geschichte mit Leben. Einblicke in das Leben in Nordkorea saugen die Farbe aus ihr heraus. Für mich war es wirklich schockierend „so tiefe“ Einblicke in das Leben der Familie in Nordkorea werfen zu können. Das Buch ist Fiktion, das ist mir klar und doch steckt in jeder Fantasie auch immer ein Tropfen Wahrheit. Zum einen fand ich es sehr gut, die Geschwister von ihrer Kindheit an, bis ins Erwachsenenalter hinein begleiten zu können, denn dies bot eine authentische Entwicklung. Schade fand ich, dass die Jahreszahlen zu Beginn der Kapitel nicht genannt wurden und ich immer nachrechnen musste, wie alt die Geschwister nun sind oder in welchem Jahr die Handlung passiert. Was ich besonders gut gelungen fand, war die Autentizität. Zu keiner Sekunde war mir wirklich bewusst, dass dieses Buch Fiktion ist. Es hätte sehr gut, auch die Geschichte von Jeongah und Seonghan sein können, die von Marcus S. Theis interviewt worden sind.Zunächst dachte ich ja an ein Buch ohne Spannung und Grausamkeiten, doch dieses Buch war stellenweise spannender und grausamer, als manch ein Thriller. Ohne Vorhang hat Theis Einblicke in das Leben unter Nordkoreanischer Flagge gegeben, die mich tief bewegt und vor allem traurig gestimmt haben.  Ein Buch, dass deutlich zeigt, dass Schatten nicht ohne Licht entstehen kann, aber das manche Menschen einfach die Augen für das Licht nicht mehr öffnen können. Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, dass nicht immer ein großes Happy End da sein muss und das man glücklich sein soll, über das was wir haben. Auch wenn nicht unbedingt immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Das Cover und den Titel finde ich zum Inhalt des Buches mehr als passend gewählt. Die Vögel werden immer wieder als Symbol der Freiheit und dem Ziel der Geschwister aufgeführt. Der Titel macht deutlich, wie leicht sich die Menschen beeinflussen lassen, was sie glauben, wenn man ihnen dies oder jenes erzählt. Und doch denke ich Schatten ohne Licht ist Dunkelheit und diese Dunkelheit haben die Geschwister mehr als einmal im Roman erfahren. Lieber Marcus, wenn das nächste Werk veröffentlicht ist, oder du im Voraus schon Testleser sucht, meld dich gerne.  Für dieses Buch vergebe ich 4 Sterne und kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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  • Bedeutet Freiheit wirklich frei sein?

    Schatten ohne Licht

    Frau_J_von_T

    28. November 2017 um 23:47

    In seinem Roman 'Schatten ohne Licht', beschreibt die Marcus S. Theis die Flucht der aus Nordkorea stammenden Geschwister Seonghan und Jeongah. Direkt zu Beginn der Geschichte wird dem Leser knallhart vor Augen geführt, wie hart und entbehrungsreich das Leben im kommunistischen Nordkorea ist. Das Geschwisterpaar lebt zusammen mit Eltern und Großvater in einer kleinen Hütte und kämpft, vor allem im harten Winter, täglich ums Überleben.Nachdem der Großvater den Hungertod gestorben ist, beginnt der glaube der Jugendlichen an den 'geliebten Führer' zu bröckeln und wenige Jahre später beschließen sie, die schwere und gefährliche Flucht nach Südkorea anzutreten."Hast du dich jemals gefragt, wohin die Vögel fliegen?" - "Fragt sich nicht jeder Mensch, wie es ist, frei wie ein Vogel zu sein?"Marcus S. Theis hat mit seinem Roman eine Geschichte geschaffen, die dem Leser einen kleinen Einblick in das Leben im nach wie vor diktatorisch geführten Nordkorea gibt. Am Fall der Familie Ban zeigt er, wie gut die kommunistische Propaganda dieses Landes funktioniert, aber auch wie eben diese Familie beginnt an ihrer Regierung zu zweifeln. Er hat es geschafft alle Schrecken der so schweren und vor allem gefährlichen Flucht nach Südkorea aufzuzeigen. Der Leser wird binnen weniger Seiten von Hunger, zu Verrat, Mord, Vergewaltigung, Prostitution und Folter geführt. Immer überlagert von der allgegenwärtigen Angst, die Flucht könnte nicht gelingen.Mich hat der Roman von Anfang an gepackt und die ersten hundert Seiten waren im Nu gelesen. Dann musste ich allerdings eine Pause einlegen, weil einfach alles so schnell über einen herein brach, dass ich das Bedürfnis hatte, durchatmen zu müssen.Marcus S. Theis hat diese Geschichte in einem sehr sachlichen Ton geschrieben. Einerseits gefällt mir dieser Ton sehr gut, weil er zur Flucht passt und den Erzählstil beschleunigt. Allerdings fehlten mir dadurch an vielen Stellen auch einfach die Emotionen. Zudem verliert man beim Lesen häufiger die Zeit, welche im Buch vergeht, aus den Augen. Ich war an manchen Stellen überrascht, dass binnen weniger Seiten Jahre vergangen waren, so dass ich das Gefühl hatte, ich habe etwas verpasst.Dennoch finde ich, dass dem Autor hier ein guter Roman gelungen ist. Ein Roman, dem man so manchen Menschen in die Hand drücken und sagen will "Lies, damit du eine Ahnung davon bekommst, wie hart es sein kann"Dafür, dass es sein Debütroman ist, hat Marcus S. Theis auf jeden Fall ein dickes Lob verdient.

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  • Erschütternd und aufwühlend!

    Schatten ohne Licht

    otegami

    28. November 2017 um 16:00

    Gleich eine Warnung: dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete! Es handelt von drei Jugendlichen, die aus der Diktatur Nordkorea fliehen. Auf ihrem Weg wird der Leser mit Verrat, Zwangs-Prostitution, Zuständen in nordkoreanischen Straflagern konfrontiert. Zarte Pflänzchen der Mitmenschlichkeit geben dazwischen immer wieder Hoffnung, dass diese nicht ganz auch in so einem Regime untergehen muss.  Sogar das Ende ist stimmig! Das Buch packte mich von der ersten Minute an, ist spannend und mit schöner, präziser Sprache geschrieben! Die fünf verdienten Sterne gebe ich sehr gerne und wünsche diesem Werk noch viele Leser!

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  • "Schatten ohne Licht" von Marcus S. Theis

    Schatten ohne Licht

    gedankenlabor

    28. November 2017 um 09:49

    SCHATTEN OHNE LICHT von MARCUS S. THEIS>>In Seonghans und Jeongahs kleinem Heimatdorf in Nordkorea bestimmt der feste Glaube an den Geliebten Führer, an das Militär und den Kommunismus, den Alltag. Auch wenn die Geschwister von Hunger, Kälte und harter Arbeit geplagt sind, Gewalt täglich vor Augen haben wie könnten sie daran zweifeln, dass ihr Land alle anderen Länder der Welt übertrifft?Als ihr Großvater, der jahrelang für Nordkorea gekämpft hat und ein treuer Anhänger des Geliebten Führers war, dem Hungertod zum Opfer fällt, beginnt ihr Glaube an das System langsam zu bröckeln. Dann versucht Seonghans Militärkamerad ihm weiszumachen, dass es im Süden so viel mehr gibt als bei ihnen so viel Nahrung, so viel Strom, so viel Leben: eine bessere Welt. Ist es entgegen allem, was sie gelernt haben, tatsächlich nicht der imperialistische Süden, sondern ihre eigene Heimat, in der Ungerechtigkeit und Grausamkeit vorherrschen?Obwohl Hinrichtungen an der Tagesordnung stehen und Menschen der feindlich gesinnten Kategorie spurlos verschwinden, wagen die Geschwister schließlich den Gedanken an eine Flucht, an ein besseres und freies Leben in Südkorea. Doch ist ein Entkommen überhaupt möglich? Und welche Opfer werden sie dafür bringen müssen?<<„Schatten ohne Licht“ von Marcus S. Theis ist eine sehr bewegende Geschichte in der der Wunsch nach dem Leben in Freiheit so übermächtig wird, dass kein anderer Weg bleibt als die Flucht aus dem Regime Nordkoreas. Die Geschwister Seonhan und Jeongah müssen trotz gleichem Ziel jeweils einen anderen Weg gehen und so kriegt man als Leser nicht nur einen, sondern gleich mehrere Eindrücke, wie sich die verschiedenen Lebenswege entwickeln und wandeln. Es ist von Anfang an ein Auf und Ab der Schatten des Lebens und der hellen, warmen Momente. So aussichtslos manche Lage scheint, so bleibt doch immer auch ein bisschen Hoffnung und da muss ich als Leser wirklich den Hut vor beiden Geschwistern ziehen, denn bis zuletzt kämpfen sie und erhalten den kleinen Funken, der in ihren Herzen brennt. Der Autor schafft es auf wenigen Seite eine so emotionale Geschichte zu erzählen, dass man auch vor ihm den Hut ziehen muss, denn hier hat er wirklich auf den Punkt herausgearbeitet, was wichtig ist und was den Leser in eben jene Welt des Zwangs und der Manipulation führt. „Schatten ohne Licht“ ist sicher kein Buch für Happyend-Liebhaber, denn auch wenn die Hoffnung am Ende bleibt, so endet es doch etwas anders, als ich persönlich mir gewünscht hätte. Aber auch wenn es meinen Wunsch am Ende nicht so erfüllt hat, hat der Autor doch genau die richtigen Worte gefunden und die Geschichte so ausklingen lassen, wie es eben ausgehen musste, daher soll das an dieser Stelle keine Kritik sein, vielmehr möchte ich damit zum Ausdruck bringen, dass es eben eine Geschichte ist, die eben nicht mit der rosaroten Brille endet, sondern mit der nackten, kalten und erbarmungslosen Wahrheit. Mit ein Grund, was das Buch so unheimlich authentisch macht! 

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  • Eine berührende, nachdenklich stimmende Geschichte die noch lange nachklingt

    Schatten ohne Licht

    mesu

    28. November 2017 um 09:21

    Der Debüt Roman des Autors Marcus S. Theis hat mich sehr berührt.Er erzählt eine unglaubliche Geschichte über zwei Leben auf nur 218 Seiten. Seine Worte sind wohlgewählt und jeder Satz steckt voll Emotionen und Tiefe. Das Buch handelt von den beiden Geschwistern Seonghan und Jeongah die zusammen , den Gedanken von Freiheit in ihren Herzen, aus Nordkorea fliehen.Sie lassen ihr ganzes Leben hinter sich und hoffen auf ein wenig Glück in einer besseren Welt. Doch alles was sie finden ist Leid, Grausamkeit, und Einsamkeit.Jede Seite dieser Geschichte ist es absolut wert gelesen zu werden.Kaum zu glauben, das dies ein Debüt ist. Ich hoffe diese besondere Geschichte findet noch viele Leser.Absolute Leseempfehlung!!!

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  • Ein Kleinod! Sehr eindringlich, bewegend und schockierend!

    Schatten ohne Licht

    Gina1627

    26. November 2017 um 16:49

    Auf dem Weg in ein besseres Leben? Der Wunsch nach Freiheit und einer besseren Zukunft wächst  bei den Geschwistern Seonghan und Jeongha  und sie wollen dem entbehrungsreichen Leben unter Zwang, der Angst vor Gewalt  und der Ausbeutung der Menschen in Nordkorea entfliehen. Mit dem Mut  und der Hoffnung im Gepäck machen sie sich auf den Weg auf eine abenteuerliche Flucht, die so ganz anders verläuft, als sie es sich erhofft haben. „Schatten ohne Licht“ ist der fiktive Debütroman von Marcus S. Theis,  der sehr eindringlich, bedrückend und schockierend ist.  Mit Einbindung eines brandaktuellen Themas und seinem fesselnden und bildhaften Schreibstil schafft es der Autor direkt den Leser in seinen Bann zu ziehen. Das Leben in einem kommunistisch geführten Staat kommt sehr realitätsnah rüber und man spürt die Macht der Propaganda, den Zwang und die Unterdrückung, den Hunger und die Ausbeutung, den geringen Wert eines Menschen und den Willen und Mut  von Einzelnen, diesem zu entfliehen. Die Atmosphäre im Buch ist unglaublich stark und man schwankt bei  den zwei verschiedenen Erzählsträngen immer zwischen Hoffen, Bangen und Entsetzen.  Über allem steht der Wunsch nach Menschlichkeit und Anerkennung! Seonghan und Jeongha werden bei ihrer Flucht getrennt und man erlebt zwei sehr unterschiedliche Schicksale, die einen tief berühren und Mitleid und Anteilnahme erzeugen. Man fiebert mit ihnen mit und hofft bis zum Schluss mit ihnen auf einen guten Ausgang ihrer Geschichte. Ihre Charaktere sind sehr sympathisch, lebensecht und menschlich dargestellt und mich hat ein Satz von Seonghan sehr berührt in dem er sich die Frage stellt: „War es das wert?“ Nach dem Beenden des Romans ist man sich erst richtig bewusst geworden, welch aussagekräftiger Titel dieses Buch hat! Es macht einen traurig und sehr nachdenklich. Mein Fazit: Marcus S. Theis hat mich mit seinem Buch in den Bann gezogen und begeistert. Ein bedrückendes Thema wurde hier sehr gut umgesetzt und hat einem nochmal vor Augen geführt, dass man sich glücklich schätzen kann, in einem freien Land aufgewachsen zu sein und dort leben zu können. Ich bin sehr froh, dass ich dieses besondere Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte und werde es sehr gerne weiterempfehlen. Verdient vergebe ich 5 Sterne.

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  • ergreifender Roman

    Schatten ohne Licht

    SilVia28

    31. October 2017 um 14:44

    Seonghan lebt mit seiner Familie in Nordkorea, es zählt da nur der geliebte Führer, das Militär und der Kommunismus, jeder Zweifel wird im Keim erstickt, die Menschen da leiden an Hunger und sterben daran. Der Glaube an dieses System fängt an bei Seanghan und seinem Freund Joonho zu bröckeln, sie beschäftigen sich mit dem Gedanken an die Flucht, auch Seanghans Schwester möchte sie begleiten, trotz der Gefahren und Risiken die diese mit sich bringt. Den im schlimmsten Fall wartet der Tod.   Ein Buch was mich mehrfach zu Tränen gerührt hat, ich habe mit den Protagonisten gelitten, teilweise habe ich das Gefühl der Verfolgung und Angst so stark empfunden, dass ich über meine Schulter schauen musste. Der Autor hat es mit seinem flüssigen und fesselnden Stil geschafft mich mitten in die Geschichte zu setzen, ein Buch was mich hautnah erleben ließ wie die Flucht verlief. Es war ein faszinierendes Leseerlebnis, was am Ende zumm nachdenken anregt, schon Hervorgerufen durch den Satz > Zitat: "Wo Schatten sind, ist auch Licht" < .   Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, den es ist mehr als eine Geschichte darin enthalten.

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