Marcus Sedgwick Weiße Krähe

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Inhaltsangabe zu „Weiße Krähe“ von Marcus Sedgwick

Gothic ThrillerAls die siebzehnjährige Rebecca in den kleinen Küstenort Winterfold kommt, weiß sie nicht, was sich hier mehr als ein Jahrhundert zuvor abgespielt hat. Sie weiß nichts über die furchtbaren Experimente des damaligen Dorfpfarrers gemeinsam mit einem Fremden, die mehreren Menschen das Leben kosteten und allein der Beantwortung einer Frage dienten: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was erwartet uns im Jenseits? Erst durch ihre neue Freundin Ferelith erfährt Rebecca von der gespenstischen Vergangenheit des Ortes. Nur was hat die rätselhafte bleiche Ferelith heute noch damit zu tun? Will auch sie insgeheim das Rätsel des Todes lösen? Rebecca zweifelt. Ist Ferelith eine Gefahr für sie? Oder nur eine gute, wenn auch geheimnisvolle Freundin?

Für einen Thriller viel zu schwach! Es war verwirrend und die Charakter fand ich unsympathisch.

— Mondprinzessin
Mondprinzessin

Spannend, gruselig und mit vielen Überraschungen

— thesmallnoble
thesmallnoble

Ich finde dieses Buch spannend und fesselnd . Es ist mei Lieblings-Buch!

— Alliebooks
Alliebooks

Bei dem Buch scheiden sich die Geister. Meins wars leider nicht.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein tolles Buch, aber das Ende ist ziemlich verwirrend und deshalb auch nicht so wirkungsvoll wie erhofft!

— Emotionen
Emotionen

Am Anfang verwirrend, aber so ein tolles Buch <3

— Inorii
Inorii

Für einen Thriller viel zu langweilig. Aber die Charaktere waren gut!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Verhängnisvolle Freundschaft

    Weiße Krähe
    Kerry

    Kerry

    01. January 2017 um 09:32

    Winterfold, ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo. Das Örtchen ist weitestgehend unbekannt und es wird nicht mehr lange dauern, bis es nicht mehr existiert, denn das Dorf ist sehr nahe der Küste gelegen und jedes Jahr erobert sich das Meer diesen Teil des Landes zurück. In  diesem Ort gibt es definitiv nichts, was anziehend auf junge Menschen wirkt und dennoch ist die 17-jährige Rebecca genau dort gelandet. Wirklich Anschluss findet sie auch nicht - irgendwie läuft es nicht gut für Rebecca, seit sie dort angekommen ist. Das einzig interessante an Winterfold ist Ferelith, ein Mädchen in ihrem Alter, das nicht unbedingt den besten Ruf hat, aber interessant ist. Ferelith ist eine Außenseiterin, hat die Schule geschmissen und sorgt durchaus für Unruhe im beschaulichen Winterfold - aber Rebecca ist fasziniert. Sehr schnell freunden sich die beiden unterschiedlichen jungen Frauen an und Rebecca freut sich immer, wenn sie Zeit mit Ferelith verbringen kann, denn ihre Gesellschaft ist das beste Mittel gegen die Ödnis in Winterfold. Als Ferelith jedoch anfängt, Mutproben mit in die Freundschaft zu integrieren, stößt sie dabei öfter an die Grenzen bei Rebecca, denn manche dieser Mutproben sind äußerst makaber und konfrontieren Rebecca mit ihren Ängsten. So langsam schleicht sich bei ihr das Gefühl ein, dass Ferelith es genießt, sie in Angst und Schrecken zu versetzen. Rebecca beginnt sich zu fragen, ob ihr die Freundschaft mit Ferelith gut tut und will sich eigentlich von ihr zurückziehen. Doch unter einem Vorwand lockt Ferelith sie im Rahmen einer Mitprobe in das alte Herrenhaus Winterfolds - welches eine grausige Vergangenheit hat ... Verhängnisvolle Freundschaft! Der Plot des Buches wurde sehr anschaulich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der Geschehnisse und Orte gefallen. Die waren so erarbeitet, dass ich sie mir jederzeit bildhaft vor Augen führen konnte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, auch wenn ich gestehen muss, dass ich weder Rebecca, noch Ferelith mochte. Irgendwie sprang der Funke hier bei keiner einzigen Figur über, was ich sehr schade fand. Ich empfand Rebecca als etwas fad ausgearbeitet, wohingegen Ferelith schon fast übertrieben war. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, doch leider konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen.

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  • Weiße Krähe-Fesseld und Geheimnisvoll

    Weiße Krähe
    Alliebooks

    Alliebooks

    28. December 2016 um 21:12

    Es geht um die siebzehnjährige Rebecca,sie kommt über die Sommerferien nach Winterfold. Dort lernt sie Ferelith kennenund freundet sich schnell mit ihr an. Ferelith ist ein Mädchen in ihrem Alter das ihr etwas seltsam vorkommt .

  • Eine weiße Krähe ist genug...

    Weiße Krähe
    MikkaG

    MikkaG

    07. April 2016 um 22:57

    "Gothic Thriller" prangt auf dem Titelbild - aber in meinen Augen ist das Buch weniger ein Thriller als ein ungewöhnlicher, atmosphärisch dichter Schauerroman, der sich mit existentiellen Fragen beschäftigt: Wenn wir unsere letzte Reise antreten, was erwartet uns auf der anderen Seite, Himmel oder Hölle? Existiert eine höhere Macht, und falls ja, ist es ein liebender Gott oder ein gleichgültiger, vielleicht sogar rachsüchtiger?Am Ende schließt sich der Kreis und die drei Schlüsselfiguren beantworten diese Fragen für sich. Ich könnte mir vorstellen, dass die Antworten nicht jedem Leser gefallen, aber sie sind das konsequente Resultat der jeweiligen Entwicklung der Charaktere - und ich denke, der Autor erwartet vom Leser auch nicht, sie als ultimative Wahrheit zu akzeptieren.Im Grunde geht es also um den Tod, und Marcus Sedgwich verlegt seine Geschichte passenderweise in einen dem Untergang geweihten Ort: das fiktive Örtchen Winterfold, das mit jedem Sturm ein wenig mehr vom Meer verschlungen wird. So unglaublich es scheint: Winterfold beruht auf einem realen Ort, nämlich der Stadt Dunwich, die buchstäblich weggespült wurde, Haus für Haus! Auch die blutigen Experimente des Dorfpfarrers haben eine reale Grundlage, über die ich hier noch nichts verraten will, um nicht zu viel vorwegzunehmen (der Autor schreibt darüber im Anhang).In vielen Szenen spürt man sie geradezu, die Unausweichlichkeit von Winterfolds langsamen Sterben - und genauso unausweichlich entfaltet sich die Geschichte, auf zwei Zeitebenen und aus drei grundverschiedenen Blickwinkeln erzählt. Diese Erzählweise fand ich sehr originell und passend, denn sie erlaubt es dem Leser, verschiedene Ebenen der Geschehnisse zu erforschen. Die Tagebucheinträge des Dorfpfarrers erzählen den Teil der Geschichte, der im Jahr 1789 spielt. Aus seinen Worten spricht eine tiefe Gottesfurcht - mit Betonung auf Furcht. Er denkt viel über die Hölle nach und fragt sich, was es zu bedeuten hat, dass er sich die Hölle so viel besser vorstellen kann als den Himmel... Genau das bewegt ihn dann auch dazu, sich an Experimenten des neu zugezogenen Artes zu beteiligen. Er war für mich nun wirklich kein Charakter, mit dem ich mitfühlen konnte, aber so sehr mich seine Gedanken auch verstörten und abstießen, so wenig konnte ich mich ihrem Sog entziehen. Beim Lesen empfand ich eine Art leisen, schleichenden Horror.Ferelith ist ein hochintelligentes Mädchen, das nach dem tragischen Ende seiner Kindheit schon viel zu früh auf eigenen Beinen stehen musste. Sie ist ein wankelmütiger Charakter, wirkt manchmal von einer Idee besessen oder sogar wahnsinnig, aber sie findet in ihrer Erzählung auch poetische Worte voll dunkler Schönheit. Sie macht es dem Leser nicht einfach. Ich habe mir oft den Kopf über ihr Verhalten zerbrochen, aber gerade das macht sie auch so interessant. Da sie ihren Teil der Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, konnte ich trotz allem mit ihr mitfühlen.Der Pfarrer und Ferelith sind Suchende - sie wollen ergründen, ob es die "weiße Krähe" gibt, den Beweis eines Lebens nach dem Tode. Rebecca aber sucht nicht, sondern hat verloren, was sie glaubte, schon sicher gefunden zu haben. Ihr Vater muss sich für etwas sehr Gravierendes verantworten und hat sich daher mit seiner Tochter nach Winterfold zurückgezogen, wo er erwartet, die nötige Ruhe zu finden. Entwurzelt von diesem Umzug, im Stich gelassen von ihrem Freund, fühlt sich Rebecca zutiefst einsam und lässt sich daher auch auf die Freundschaft mit Ferelith ein, obwohl ihre Instinkte ihr von Anfang an sagen, dass diese etwas Seltsames an sich hat. Rebecca war für mich in diesem Buch der Anker, denn die beiden anderen Hauptfiguren sind oft sehr extrem, sie aber ist ein ganz normales, sympathisches Mädchen mit Wünschen und Zielen, die ich nachvollziehen konnte. Wie schon gesagt, für mich ist das Buch eigentlich kein Thriller. Ich fand es sehr spannend, aber auf eher hintergründige, leise Art und Weise. Es geht in meinen Augen gar nicht so sehr darum, herauszufinden, was 1789 passiert ist, sondern um die Entwicklung der drei Protagonisten und ihren Umgang mit dem Tod.Vor allem aber besticht das Buch durch seine eindringliche, düstere Atmosphäre. Den Schreibstil fand ich wunderbar - meist eher einfach, aber mit ausdrucksstarken Bildern. Obwohl die Handlung recht gradlinig ist und das Erzähltempo eher langsam, konnte ich das Buch einfach nicht weglegen.Fazit:Schauerromane haben eine lange Tradition. Die Blütezeit erlebte dieses Genre zu Beginn des 19. Jahrhunderts, aber Marcus Sedgwick zeigt mit "Weiße Krähe", dass man auch im 21. Jahrhundert noch lohnende Schauerromane schreiben kann! Die dichte Atmosphäre und die interessanten Charaktere fesselten mich geradezu an dieses ungewöhnliche Buch, in dem es auch um ganz existentielle Fragen geht. Grusel, Philosophie und die Geschichte einer Freundschaft, die unter einem schlechten Stern steht - diese Mischung wurde hier originell und packend umgesetzt.

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  • Ein Dorfpfarrer der vor 200 Jahren Gott spielte ... und es ist noch nicht vorbei ...

    Weiße Krähe
    Emotionen

    Emotionen

    28. June 2015 um 20:06

    Ich ging mit großen Erwartungen an das Buch, denn das Cover und die Inhaltsangabe haben mich sehr neugierig gemacht. Deshalb war ich dann am Anfang etwas verwirrt und auch enttäuscht, als die Erzählperspektive ständig wechselte. Der Autor hatte damit zwar eine kreative Idee, aber es hat mich leider ziemlich verwirrt, denn man konnte nur anhand der Überschriften erkennen, wer jetzt spricht. Auch das ständige Springen vom Präsens ins Präteritum ging mir ziemlich auf die Nerven. Die ersten Kapitel zogen sich auch ziemlich dahin und erst gegen Mitte des Buches wurde es richtig interessant. An dieser Stelle war es meiner Meinung nach aber zu spät um noch viel herauszuholen. Das Buch ist ja nicht gerade lang von Inhalt her, es sind knapp 300 Seiten und dazu noch relativ große Schrift. Man kann eine gute Geschichte einfach nicht mehr in den Schluss hineinquetschen. Das Ende hat mich auch nicht begeistert - denn ich habe es nicht verstanden!! Ich habe keine Ahnung was mit Ferelith passiert ist und ich habe ihre wechselnden Gedanken schon das ganze Buch über nicht nachvollziehen können. Das Buch bekommt von mir 3 Sterne, da das Cover und die Inhaltsangabe mich angesprochen haben und ich auch die Idee des Buches ganz interessant war. Auch das Nachwort war interessant, auch wenn ich immer noch nicht ganz verstehe, was es mit der "weißen Krähe" auf sich hat. Vielleicht bin ich dafür aber einfach nicht philosophisch genug veranlagt? Die Umsetzung hat mich aber leider nicht überzeugt und der Erzählstil war leider nicht so meins, daher 2 Sterne Abzug. Alles in allem habe ich das Buch aber recht gerne lesen, wenn ich auch gerne genaueres über die Charaktere erfahren hätte bzw. über ihre Familien. Was ist mit der Mutter von Rebecca? Und was genau ist mit dem Mädchen passiert, das ihr Vater nicht retten konnte? Ich würde das Buch aber trotzdem weiterempfehlen, wer sich gerne an einem verregneten Tag etwas gruselt. Aber "Thriller" ist das Buch für mich nicht, eher sanfter Schauer anstatt purer Horror.

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  • eher mittelmäßiger Jugendthriller mit Bezug zum Gothic

    Weiße Krähe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. May 2014 um 14:53

    Inhalt: Als die 17-jährige Rebekka für die Sommerferien in den verschlafenen Küstenort Winterfold kommt, lernt sie schnell die 16-jährige, seltsame Ferelith kennen. Beide freunden sich an und verbringen viel Zeit miteinander. Außerdem erzählt Ferelith von der Geschichte des Ortes, von merkwürdigen Vorgängnissen. Viel zu viel scheint sie zu wissen und Rebekka fragt sich bald, welches Geheimnis das Mädchen hütet. Und was ist vor etwa 200 Jahren in Winterfold wirklich geschehen? Meine Meinung: Marcus Sedgwicks Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Er ist simpel und einfach gehalten, aber dabei etwas zu simpel. Die Sätze sind größtenteils sehr kurz und bündig. So liest sich die Geschichte etwas abgehackt. Außerdem wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal gibt es einen neutralen Erzähler, der die Handlung aus Rebekkas Sicht erzählt, dann die Sicht Fereliths in Ich-Form und andererseits die des Pfarrers im 18. Jahrhundert. Diese ist in Tagebuchform. Dieser Umstand macht das Buch weder besser, noch schlechter. Zwei Erzählperspektiven hätten meiner Meinung nach völlig ausgereicht. Auch die Handlung des Buches ist nicht der Knüller. Sie ist eher langweilig bis mittelspannend. Gerade der Anfang zieht sich wie Kaugummi in die Länge und das, obwohl das Buch an sich schon eher kurz ist. Nur das Ende ist etwas spannender, kann die Geschichte aber nicht mehr herum reißen. Zwar hat die Story auf jeden Fall Potenzial, denn das Thema, Leben nach dem Tod, ist durchaus interessant, wurde aber nicht gut ausgeschöpft. Außerdem wurde mir bis zum Ende nicht ganz klar, was der Autor dem Leser mit dieser Geschichte sagen will. Erst die Anmerkungen am Ende haben mich dann restlos aufgeklärt. Ich empfehle also, diese unbedingt mit zu lesen. Die düstere Grundstimmung, obwohl die Story im Sommer spielt, ist sehr bedrückend und bestätigt das Genre des Buches, was ich allerdings sehr gut fand. Die Charaktere hingegen fand ich allgemein gelungen. Die Protagonistin Rebekka ist eine relativ normale, aber einsame 17-Jährige, mit allerhand Problemen. Ihre Beziehung zu Ferelith ist durchzogen von Zweifeln und Misstrauen und dennoch verbringt sie viel Zeit mit ihr, was auf Grund ihrer Problematik sehr nachvollziehbar ist. Trotzdem ist sie vernünftig und überlegend. Ferelith ist eine Person, die man als Leser ganz schwer einschätzen kann. Lange erfährt man nicht viel über sie, hat aber nichtsdestotrotz das bedrückende Gefühl, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt. Sie scheint sehr intelligent, verhält sich aber manchmal eher wie ein kleines Kind. Vom Pfarrer erfährt man nicht allzu viel, dennoch wird schnell klar, dass er etwas Dämonisches an sich hat, etwas Böses. Weisse Krähe ist für mich ein eher durchschnittliches Buch, mit einer durchschnittlich guten Geschichte, aber mit tollen Charakteren, welche dafür sorgen, dass ich es gerade noch so als gut bewerte. Ob ihr dieses Buch lest, sei euch überlassen. Eine Leseempfehlung gebe ich allerdings nicht. 3/5 Tatzen

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  • Weiße Krähe - Marcus Sedgwick

    Weiße Krähe
    milasun

    milasun

    23. September 2013 um 14:20

    "Angenommen, wir wollten etwas beweisen, etwas Wichtiges. Nehmen wir zum Beispiel an, wir wollten beweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt." Neugierig, was sich hinter dem Begriff "Gothic Thriller" verbirgt, musste das Buch unbedingt mit, als ich es in einer Wühlkiste in der Buchhandlung entdeckte. Nicht nur ein spannendes Jugendbuch, wie ich erwartet hatte, sondern eine atmosphärisch sehr dichte Erzählung im Stil von Edgar Allan Poe, über Themen, die meiner Meinung nach über ein Jugendbuch hinausgehen. Es wird eine Geschichte aus drei Sichtweisen erzählt, über Sünden und Vergebung, Himmel und Hölle, und das Leben nach dem Tod. Überraschend tiefgründig und stimmungsvoll, ein Lesetipp für einen grauen, nebligen Herbsttag!

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  • Ein spannender Jugendthriller, über Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden

    Weiße Krähe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. June 2013 um 14:09

    Als die siebzehnjährige Rebecca mit ihrem Vater in das Dörfchen Winterfold zieht, ahnt sie nicht welche grausamen Sachen sich hier vor Jahrhunderten abgespielt haben. Winterfold ist ein einsames, kleines Städtchen, dass sich die Natur Stück für Stück wiederholt. Das Meer verschlingt das Land und auch ansonsten geht es dort sehr trostlos zu. Einzig Ferelith, das seltsame Mädchen, bringt Abwechslung in ihr Leben, doch ob das so gut ist? Das Buch hat jetzt so lange bei mir gesubbt, obwohl es ein absolutes Wunschbuch aufgrund seiner düsteren Story und des wundervollens Covers war. Und ich bin froh, dass ich es nun endlich gelesen hatte, obwohl ich irgendwie etwas anderes erwartet hatte... „Weiße Krähe“ war mein erstes Buch von Marcus Sedgwick, aber es wird definitiv nicht mein letztes sein. Mindestens drei andere Bücher liegen hier, und warten darauf von mir gelesen zu werden. Ich glaube Sedgwick ist was seine Bücher angeht sehr besonders, oder etwas weiter weg vom Mainstream. Viele Dinge hätte ich in diesem Buch nicht so erwartet, bzw. viele Punkte, auch grade was das Ende angeht haben mir ein paar Fragezeichen in den Kopf gezaubert. Aber dazu später... Der Schreibstil ist sehr schön, gut zu lesen und wundervoll atmosphärisch. Man taucht direkt in die Geschichte um Rebecca und ihren Vater ein und nachher auch in die von Ferelith und die von Winterfold. Sedgwick schafft es ohne Probleme einen an das Buch zu binden und an die Geschichte zu fesseln, so dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen bis das Buch beendet ist. Man will hinter all die Geheimnisse steigen – vor allen Dingen hinter die des Pfarrers, dessen 200 Jahre alte Tagebucheinträge wir zu lesen bekommen. Ich liebe ja Bücher, die sich mit einer alten Geschichte befassen, wo die Gründe in der Vergangenheit zu finden sind und noch schöner finde ich es, wenn man durch Briefe oder Tagebucheinträge auf die Spur der Geheimnisse geführt wird – ganz klasse gemacht. Die Themen, um die es in diesem Buch geht sind sehr vielseitig. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, alte Geheimnisse, ungesühnte Schuld, den Himmel und die Hölle – und die Seele. Ich hatte mir irgendwie etwas anderes versprochen, aber dennoch hat mich der Autor hiermit überzeugen können. In „Weiße Krähe“ zeigt Marcus Sedgwick einen Menge Individualität und Kreativität und schafft es den Leser immer wieder zu überraschen, entweder wegen der Ereignisse in der Vergangenheit oder auch wegen der Entwicklung der Protagonisten! Auch die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und so originell, wie die ganze Geschichte. Undurchschaubar, geheimnisvoll und nicht wirklich einzuschätzen – man muss sich mit ihnen mittragen lassen auf den geheimnisvollen Wegen, die die Geschichte beschreitet! „Weiße Krähe“ ist ein anderer Jugendthriller, sehr mystisch und atmosphärisch, und wenn man sich drauf einlässt bekommt man eine beeindruckende Geschichte geboten!

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  • Rezension zu "Weiße Krähe" von Marcus Sedgwick

    Weiße Krähe
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    08. May 2012 um 16:58

    Inhalt * Als die siebzehnjährige Rebecca in den kleinen Küstenort Winterfold kommt, ahnt sie nicht, was sich hier mehr als zwei Jahrhunderte zuvor abgespielt hat. Sie weiß nichts über die furchtbaren Experimente des damaligen Dorfpfarrers, die mehreren Menschen das Leben kosteten. Erst durch ihre neue Freundin Ferelith erfährt Rebecca von der gespenstischen Vergangenheit des Ortes. Nur was hat die unnahbare Ferelith heute noch damit zu tun? Warum interessiert sie sich so für die Frage nach dem Jenseits? Rebecca zweifelt. Ist Ferelith eine Gefahr für sie? Oder nur eine gute, wenn auch geheimnisvolle Freundin? * Einschätzung * 'Wenn man widerlegen will, dass alle Krähen schwarz sind, muss man nicht beweisen, dass keine Krähe schwarz ist. Es genügt, wenn man beweist, dass eine einzige Krähe weiß ist.' * Leben oder Tod? Himmel oder Hölle? Engel oder Teufel? Die Frage nach dem Sinn des Daseins und der Endgültigkeit des Todes ' all diesen Dingen versuchte der Pfarrer des Dorfes Winterfold vor fast zwei Jahrhunderten gemeinsam mit dem Arzt Dr. Barrieux auf die Spur zu kommen. Die Erkenntnisse, zu denen sie während ihrer 'blutigen' Forschungsarbeiten gelangten, hielt er in einem Tagebuch fest und räumt dem Leser damit heute das Exklusivrecht ein, an diesem obskuren Schauspiel teilzuhaben. Umso schauriger wird das Ganze, nachdem man im Nachwort erfährt, dass solche Experimente einst tatsächlich stattgefunden haben ' durchgeführt von einem gewissen Dr. Beaurieux. Unglaublich, aber wahr! * Ferelith ist nicht besonders hübsch, aber ungewöhnlich allemal. Bereits mit 14 Jahren verließ sie die Schule in der Gewissheit, dass ihr die Lehrer nichts mehr beibringen können. Seitdem beschäftigt sie sich vorwiegend mit der Frage nach dem Jenseits bzw. ist geradezu davon besessen. Als Lieblingsplätze hat sie den Friedhof und die Kirche auserkoren. Grabbeigaben und Totenschädel gehören zu den Dingen, die sie sammelt und sorgsam verwahrt wie einen kostbaren Schatz. Von ihren Eltern verlassen (ihre Mutter wurde in eine Anstalt eingewiesen, der Vater ist kurz danach abgehauen), lebt sie nun in einer WG. Und obwohl sie sich zugehörig fühlt ' schließlich bewegt sie sich nicht gerade innerhalb normaler Parameter ' fühlt sie sich einsam ' bis Rebecca nach Winterfold kommt. Bereits im ersten Kapitel erhält der Leser Einblick in Fereliths Gefühlswelt und erkennt zweifelsfrei, dass diese Freundschaft ' ausgestattet mit dem Prädikat 'Ungewöhnlich' ' unter keinem guten Stern ruht. * Rebecca steht vor dem sprichwörtlichen Scherbenhaufen. Ihr Freund Adam hat Schluss gemacht und ihr Vater, Polizist seines Zeichens, wird als Kindermörder beschimpft und von allen geächtet ' was die ohnehin etwas schwierige Vater-Tochter-Beziehung nicht unbedingt leichter macht. Damit Gras über die Disziplinarsache wächst, kommen die beiden über die Sommerferien nach Winterfold ' ein Dorf am Rande der Welt. Ferelith ist die Einzige, die Interesse an Rebecca zeigt und das dermaßen unverhohlen, dass es dieser manchmal etwas unheimlich vorkommt. Trotzdem zieht es sie immer wieder zu der geheimnisvollen Freundin hin und sie lässt sich von ihr zu immer abstruseren Spielchen verführen. Leider hat Ferelith eine gänzlich andere Auffassung von Spaß als Rebecca. * Der Autor präsentiert uns hier gleich drei Sichtweisen in unterschiedlichen Zeitformen ' eine Art der Erzählung, die mir bis jetzt noch nicht häufig untergekommen ist. Zum einen erlebt der Leser Ferelith in der Ich-Erzählform/Mitvergangenheit. Rebecca lernt man in der 3.Person/Gegenwart kennen. Der Dorfpfarrer agiert in der Ich-Erzählform/Gegenwart im Tagebuchstil. All diese Dinge, der einzigartige Schreibstil und die kurzen Kapitel gestalten das Buch sehr abwechslungsreich, sodass man es gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Und fragt man sich am Anfang noch, wann und wie diese drei Erzählformen zusammengeführt werden, so spürt man bereits das Unheil nahen. Es bündelt sie sich am Ende in einem einzigen Raum, dessen Aura wahrlich Gänsehaut beschert: dem Kerzenzimmer, wo einst all die grausigen Experimente stattgefunden haben! * Das Cover von Dtv strahlt etwas Geheimnisvolles aus. Am oberen Rand erblickt man die Hälfte eines Gesichts in Grautönen gehalten, während der untere Teil des Antlitzes in einem türkisen Nebel verschwindet, in dem sich schwarze Krähen tummeln. Der Schriftzug sieht aus wie mit weißer Farbe hingepinselt. Sehr stimmungsvoll! * Fazit * Markus Sedgwick auf der Suche nach dem, was die Menschheit seit Anbeginn beschäftigt: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Antwort, die er und die beiden Mädchen am Ende finden, ist einfach unglaublich. Ein wahrhaft außergewöhnlicher Gothic-Thriller! Dafür gibt es von mir 5 von 5 Punkten! (LK)

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  • Rezension zu "Weiße Krähe" von Marcus Sedgwick

    Weiße Krähe
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    25. February 2012 um 19:00

    "Um zu belegen, dass nicht alle Krähen schwarz sind, muss man nicht beweisen, dass keine Krähe schwarz ist. Es reicht, zu zeigen, dass eine einzige Krähe weiß ist..." Die junge Rebecca zieht eines Sommers mit ihrem Vater in das kleine Winterford an der Küste. Nach einem tragischen Vorfall bei seinem letzten Einsatz, braucht ihr Vater eine Auszeit von seinem Polizistenberuf. Rebecca ist davon alles andere als begeistert, schließlich muss sie von ihren Freunden und ihrem Freund Adam weg. In Winterford gibt es nicht viel, das Meer frisst die Küste langsam aber sicher auf, vieles ist verfallen. Da ist nur Ferelith, dieses seltsame, unheimliche Mädchen, das sich Rebecca aufdrängt und ihre neue beste Freundin spielt. Niemand ahnt, wer dieses Mädchen wirklich ist. Gleichzeitig lesen wir die Tagebucheinträge eines Pfarrers, der vor 200 Jahren gelebt hat. In dem unbändigen Verlangen, herauszufinden, ob es den Himmel wirklich gibt, lässt er sich auf den zwielichtigen französischen Dokter Borreaux ein. In einem alten Herrenhaus in Winterford richtet er einen Raum her und führt ein mysteriöses Ritual durch. Ein Freiwilliger wird an einen Stuhl gekettet, vor ihm ein Kerzenhalter mir fünf Kerzen. Wenn die letzte erloschen ist, soll ihm etwas erscheinen. Ein Engel oder ein Dämon. Zumindest ist es das, was der Doktor seinen Opfern erzählt. Denn niemand überlebt diese Rituale. In ihrer Langeweile erforschen Rebecca und Ferelith das Örtchen und entdecken das alte Herrenhaus, verlassen und verstaubt. Ferelith weiß um den Mythos. Und um den Stuhl. In ihrem Wahnsinn kettet sie Rebecca daran, stellt einen Kerzenleuchter vor sie und verschwindet. Lässt Rebecca allein in der Dunkelheit… Weiße Krähe ist ein Thriller über Glaube, über den Mythos Himmel und Hölle und beschäftigt sich viel mit der Frage und dem Zweifel, ob es all dies wirklich gibt. Über das verzweifelte Bemühen zweier Männer, zu erfahren, ob sie existieren, ob es Engel und Dämonen gibt und was den Menschen nach dem Tod erwartet. Die Geschichte hat eine sehr lange Vorlaufzeit und die Spannung lebt durch die Figur der Ferelith. Wahnsinnig und sprunghaft, bis zum Schluss weiß man nicht, was sie vorhat. Man ahnt nur, dass ihre Absichten alles andere als gut sind. Und was am Ende wirklich passiert, ist überraschend, erschreckend und verwirrend. Weiße Krähe ist kein Thriller, der mit Spannung und Aktion überzeugt. Er wird vielmehr von einer nachdenklich, philisophisch-religiösen Note definiert und erzeugt keine direkte Gänsehaut, sondern einen leichten, nachdenklichen Schauer, wenn man die Gedankenspiele von Ferelith zulässt. Man sollte vorsichtig sein mit seinen Erwartungen an dieses Buch. Unter Gothik Thriller habe ich etwas ganz anderes verstanden, als mir die Geschichte geboten hat und auch der Klappentext war irre führend. Dass es hauptsächlich um die Glaubensfrage geht, ahnt man vorher nicht. Aber wenn man es weiß und sich darauf einlässt, macht es Spaß. Sprachlich hätte ich es ab 12 Jahren eingeschätzt, von den Gedankenspielen her aber eher für Ältere.

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