Marcus Wächtler Grüner Dresdner

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Inhaltsangabe zu „Grüner Dresdner“ von Marcus Wächtler

Prof. Dr. Heinrich von Urach wird im Dresdner Stadtschloss innerhalb der Fürstengalerie brutal ermordet. Sein letztes Lebenszeichen weiß einzig die junge Geschichtswissenschaftlerin Tina zu deuten. Es ist der Hinweis auf einen gigantischen Diamanten, dessen Existenz eine uralte sächsische Geheimgesellschaft um jeden Preis zu leugnen versucht. Ein mörderisches Duo ist jedoch ebenso hinter dem Diamanten her und heftet sich an die Fersen der Historikerin. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit Polizei, Geheimdienst, Killern und Verschwörern.

Viel Spannung, aber zuviele Fakten

— EvyHeart
EvyHeart

Nette Neuinterpretation des Treasure-Hunt-Themas. Marcus Wächtler auf Sakrilegs Spuren.

— aller5minruler
aller5minruler

Liebe Leserinnen und Leser, heute stelle ich Ihnen ein richtig gut gelungenes Erstlingswerk vor.

— PeryRhodan
PeryRhodan

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    Grüner Dresdner
    EvyHeart

    EvyHeart

    25. July 2016 um 14:17

    Inhalt Es ist etwas faul in Dresden! Neben dem kleinen Grünen Dresdner, einem Diamanten, gibt es einen großen Grünen Dresdner - und viele Leute wollen ihn haben. Während ein skrupelloser Firmenchef und seine menschliche Tötungsmaschine den Edelstein verkaufen wollen, möchte ein Geheimrat die Monarchie in Sachsen zurückbringen und benötigt den Diamanten als Symbol. Und mittendrin befindet sich Tina, eine Historikerin/Geschichtswissenschaftlerin/Promovierende, die ihre Doktorarbeit über die Geschichte des Diamanten schreibt und binnen eines Tages durch die Uni und den Rest der Stadt gejagt wird. Dabei kommen ihr der Zufall und manche Menschen zuhilfe. Aber wem kann sie trauen? Charaktere Tina ist die Hauptfigur und relativ jung. Sie hat bei der Bundeswehr gearbeitet und dort gute und schlechte Erfahrungen gesammelt. Danach studierte sie Geschichte und schreibt jetzt an ihrer Doktorarbeit. Tina ist etwas naiv, weiß sich aber zu wehren. Und sie ist emotional. In Stresssituationen ruft sie sich historische Fakten ins Gedächtnis. Tina war für mich ein Küken, aber an manchen Stellen sehr taff. Ich kann sie nicht einordnen. Eine Besonderheit: Tina ist lesbisch, weswegen ein Onlineportal froh schrieb "Eine lesbische Historikerin ermitttelt" Das wird an einigen Stellen erwähnt, aber es gibt keine Liebesgeschichte. Ich finde die Umsetzung gut, eine Prise mehr hätte aber nicht geschadet :-) Noah ist der Bodyguard Gideon van de Kramers und ein Riese. Er ist ein Mensch mit viel Wut und anderen Emotionen, die er gern an Menschen auslässt. Wie ein Jäger will er sein Opfer erlegen, wenn er seine Fährte aufgenommen hat. Aber er folgt seinem Chef nicht blind. Interessant fand ich die Passagen, in denen man etwas aus seiner Vergangenheit erfährt. Ich fand Noah als Figur sehr reizvoll und habe immer gehofft, dass er sich zur guten Seite wendet. Gideon van de Kramer ist Noahs Chef und ein Diamantenhändler aus Südafrika. Er jagt den Grünen Dresdner, um ihn zu verkaufen. Von van de Kramer liest man nur wenig, er ist der Oberfiesling, der sich im Hintergrund hält. Und er kann sehr grimmig gucken. Andreas ist die Schlüsselfigur des Romanes. Anfangs schien er sehr nett und unbeholfen, es zeigt sich aber, dass das nur Fassade ist. Walter Helmholtz ist einer der beiden Ermittler. Er arbeitet für die Polizei. Walter erinnerte mich an "Columbo", weil er dusslig und aufbrausend ist und oft die falschen Schlüsse zieht. Er fühlt sich von seinen Kollegen nicht ernst genommen. Außerdem hat er zwei Helfer, die kaum in Erscheinung treten. Sylvie Brandt ist Beamtin des BND und wurde aufgrund eines Hilferufs nach Dresden geschickt. Auch sie ist sauer auf ihre Vorgesetzten und hat eigentlicht keine Lust, heftet sich aber an van de Kramers Spuren. Die Figuren sind gut aufgestellt, bleiben aber blass. Tina rennt, Noah grummelt, die Ermittler regen sich auf, weil sie nicht wahrgenommen werden. Obwohl besonders Walter und Noah Potential haben, verpufft das im Schreibstil. Dresden Der Krimi spielt überwiegend in der historischen Altstadt, einem Uni-Gebäude und es gibt einen Ausflug in die Neustadt. Das Buch enthält sehr, sehr viele Fakten und auch wenn sie mich störten, gehe ich mit anderen Augen durch die Stadt. Es ist erstaunlich, was hinter den Gebäuden steckt. Ich fand das sehr schön! Spannung Der Krimi ist sehr spannend! Schon bei 45% des Buches hört die Verfolgungsjagd (vorläufig) auf und Tina beginnt, das Puzzle zu lösen. Der Leser folgt ihr. Bedingt durch Andreas wusste man nie, ob es gut ausgeht oder nicht. Die Schritte waren nachvollziehbar und nur am Ende hatte ich mit der Logik zu kämpfen. Ich habe tatsächlich mitgefiebert! Die Handlungsstränge sind gut verknüpft. Hinzu kommt, dass am Anfang einige Menschen sterben. Dadurch erzeugt der Autor das Gefühl, nie sicher zu sein. Man weiß nie, wer die nächsten Seiten überlebt. Schreibstil Das Buch enthält sehr viele historische Fakten, was stellenweise mit Tinas Stress-Level erklärt wird. Besonders in der ersten Hälfte erfährt man vieles über den Schumann-Bau der TU Dresden und andere Gebäude. Hätte ich diese Fakten auf einer Info-Tafel gelesen, während ich ein Museum besuche, wäre ich dankbar gewesen und hätte in Ruhe genossen. Aber in einem Krimi will ich vorankommen. Und die Fakten behinderten. Der Lesefluss wurde abgebremst und in der zweiten Hälfte wusste ich oft nicht, ob ich querlesen sollte, weil die Figuren Historisches erzählen, oder ob etwas Wichtiges geschrieben steht. Ich konnte die Fakten schlecht im Kopf behalten. Ich hatte das Gefühl, dass den historischen Fakten auch die Figuren untergeordnet werden, oft hörte ich  nicht die Figuren, sondern den Erzähler. Dazu trägt bei, dass es wenige Dialoge gibt und die indirekte Rede benutzt wird. Die Dialoge sind oft lang, pathetisch, als müsste die Sätze wichtig klingen, nicht lebensnah. Außerdem gibt es einige Füllwörter. Die Rechtschreibung ist super, aber die Füllwörter haben die Text sperrig gemacht. Ein besonders unschönes Beispiel: "Eigentlich hatte sie soeben das eigentliche Dresden verlassen, kam der Historikerin zu Bewusstsein." (40%) Genervt hat mich, dass Tina ständig als Geschichtswissenschaftlerin (77 Mal), Historikerin (100 Mal) oder Landeshistorikerin (43 Mal) bezeichnet wird. Dadurch wird ihr Status sehr oft betont und ich finde das an vielen Stellen nicht notwendig - es ist wichtiger, dass sie wegrennt :-) Gut gefallen haben mir die Kritik zur Stadt (z.B. "Theoretisch wäre es denkbar, dass endlich einmal wieder jemand versuchte, in die Dresdner Museen einzubrechen." (37%)) und der feine Humor, der besonders bei Walter spürbar ist. Außerdem fand ich es gut, dass die Kapiteltitel nach den Figuren benannt und ziemlich kurz sind.   Fazit "Grüner Dresdner" ist ein gutes Debut. Das Roman ist toll konstruiert, spannend und man lernt einiges. Allerdings ist die Fakten-Fülle nicht für jeden Leser etwas. Und ich freue mich, wenn die Fiugren im nächsten Werk besser ausgearbeitet werden.

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  • Verschwörung und Tod in Elbflorenz

    Grüner Dresdner
    aller5minruler

    aller5minruler

    26. December 2015 um 13:23

    Inhalt: Eine junge Doktorandin einer geschichtlichen Fakultät in Dresden wird über ihre Forschung in eine Verschwörung verwickelt. Eine geheime Gesellschaft von einflussreichen Sachsen versucht aus dem Geheimen heraus, die Wiedereinführung der Monarchie im Freistaat Sachsen zu verwirklichen. Dafür ist ein versteckter Schatz vonnöten. Der Vorsitzende dieser Vereinigung wird im Prolog ermordet. Einzig er weiß, wo der Schatz versteckt ist. Er hinterlässt mit seinen letzten Atemzügen eine kryptische Nachricht. Nachfolgend entspinnt sich die Suche nach diesem Schatz. Meinung: Der Autor beschreibt seinen Roman selbst als von Dan Brown inspiriert. Dies erkennt man direkt auf den ersten Seiten. Der Mord an dem Vorsitzenden der Geheimgesellschaft und die vorhergehende Verfolgung bilden eine klare Reminiszenz an Sakrileg. Gleichfalls befindet sich eine schwer zu entschlüsselnde Botschaft auf der Rückseite eines Gemäldes im Dresdner Residenzschloss. In gleicher Weise entspinnt sich darauf ein Katz und Maus Spiel zwischen der Protagonistin, Killern, Polizei und Verschwörungsgesellschaft. Dabei schafft es Marcus Wächtler, diese Schatzjagdgeschichte ins heutige Dresden zu verlegen. Trotz dieser vielen Gemeinsamkeiten zu Sakrileg besitzt der Roman eine Menge Alleinstellungsmerkmale. So hat der Thriller eine Vielzahl unvorhersehbarer Twists, Wendungen und plötzlicher Todesfälle. Eigentlich kann man nie sicher sein, was als nächstes passiert. Aber gerade dies macht den Roman so spannend und interessant. Marcus Wächtler lässt beispielsweise liebevoll aufgebaute Charaktere unvorhersehbar ermorden. Das alles spielt vor der weltbekannten Kulisse von Dresden. Selbstverständlich spielen die Frauenkirche, die Brühlsche Terrasse und das Stadtschloss eine tragende Rolle. Während des Romans bekommt man viel von der Kultur und Dresdens erzählt. Kritik: Hier findet jedoch direkt mein erster Kritikpunkt Platz. Manchmal sind die Details zur Stadt- oder Kulturgeschichte einfach zu viel. Ständig strömen Daten, Fakten und Anekdoten zu diesem oder jenen Objekt mit ein. Weniger wäre eventuell mehr gewesen. Als zweiter Kritikpunkt wartet die etwas seltsame Wortwahl auf. Einige der Sätze und Worte wirken ein wenig antiquiert. Oftmals habe ich mich gefragt, ob nicht dieser oder jener Begriff besser gewesen wäre. Dies macht aber der Freude am Lesen keinen Abbruch. Anmerkung: In vielen Kapiteln finden sich Anspielungen auf Dingen aus anderen Büchern, Serien oder Filmen. So ist von Mumm und er Stadtwache aus der Scheibenwelt die Rede. Gleichfalls entdeckt man Zitate von Cäsar oder Tim Taylor der Heimwerkerkönig. Kurze Schmuntzler sind deswegen ein ständiger Begleiter beim Lesen.

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  • Schnitzeljagd in Dresden

    Grüner Dresdner
    PeryRhodan

    PeryRhodan

    20. December 2015 um 14:46

    Inhalt: Prof. Dr. Heinrich von Urach wird im Dresdner Stadtschloss innerhalb der Fürstengalerie brutal ermordet. Sein letztes Lebenszeichen weiß einzig die junge und lesbische Geschichtswissenschaftlerin Tina zu deuten. Es ist der Hinweis auf einen lang verborgenen Schatz, dessen Existenz eine uralte sächsische Geheimgesellschaft um jeden Preis zu bewahren versucht. Zusammenfassung: Die Protagonistin ist eine junge Doktorandin für Sächsische Landesgeschichte in den Endzwanzigern an der TU Dresden. Sie schreibt an ihrer Dissertation und beschäftigt sich infolgedessen mit dem Erwerb von Kunstgegenständen in der Zeit August des Starken. Während ihrer Recherche stolpert sie über die Existenz des unbekannten großen Diamanten. Aufgrund ihrer Entdeckung gerät sie genauso in den Fokus der Geschehnisse. Zwei Spezialisten eines internationalen Konsortiums sind dabei ebenso hinter dem Schatz her und heften sich an die Fersen der Historikerin. Es beginnt ein mörderischer Wettlauf mit Polizei, Geheimdiensten, Killern und Verschwörern. Nach dem ersten Zusammentreffen entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, welche sich das gesamte Buch hindurch fortsetzt. Von da an entspinnt sich die Suche nach dem Edelstein. Über das Residenzschloss geht es zum Goldnen Reiter, dem Fürstenzug, dem Moritzmonument, der Brühlschen Terrasse zur Festungsanlage Dresden. Dabei beleuchtet die Heldin als Historikerin die Geschichte Sachsens und Dresdens. Die Hinweise zu dem Versteck des Diamanten sind daneben in den Kunstwerken und Baudenkmälern der Elbmetropole versteckt. Ähnlich wie andere ermittelnde Akademiker in vergleichbaren Treasurehunt-Romanen, ist die Heldin befähigt, die versteckten Hinweise zu finden und bis zu ihrem Ziel zu verfolgen. Das Ende liefert den zu erwarteten Showdown, bei dem die Rätsel aus der Geschichte Dresdens gelöst werden. Fazit: Das Buch hat mir ein paar schöne Stunde beschert Es waren durchaus einige schöne Lacher darin. Andererseits gab es auch den gewissen Thrill, den ich von so einem Buch erwarte.

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