Mareice Kaiser Alles inklusive

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Inhaltsangabe zu „Alles inklusive“ von Mareice Kaiser

'96 Prozent aller Kinder kommen gesund zur Welt. Meine Tochter gehört zu den anderen vier Prozent.' Ein Buch, das mitnimmt – in einen außergewöhnlichen Familienalltag.

Elternwerden hatte sich Mareice Kaiser anders vorgestellt: Ihre erste Tochter kommt durch einen seltenen Chromosomenfehler mehrfach behindert zur Welt. Das Wochenbett verbringen sie im Krankenhaus, statt zur Krabbelgruppe gehen sie zum Kinderarzt.

Mareice Kaiser erzählt von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen.

Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die mehr sein will als die Pflegekraft für ihre behinderte Tochter. 'Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der mein Kind die Kita verlassen muss, weil es zu behindert ist. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der ich dankbar dafür sein muss, wenn jemand mein Kind betreut, weil ich arbeiten möchte. Ich möchte nicht immer auf Glück angewiesen sein. Wie soll sich was verändern, wenn niemand kämpft?'

Fragen, die uns alle angehen.

>Alles inklusive< ist das erste Buch der Berliner Autorin. Ein wichtiger, moderner und kämpferischer Beitrag zu den aktuellen Debatten um Inklusion, Pränataldiagnostik und Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter besonderen Bedingungen – und die Liebeserklärung einer Mutter an ihre Tochter.

Danke Greta, dass du da warst.

— Kellerbandewordpresscom

Ein augenöffnendes Buch! Mit so viel Leid, Gefühl, Wut und vor allem viel Liebe!

— Kiritani

Ein schwieriges, aber unheimlich authentisches ehrliches Buch über ein Dasein als Mutter und Vater mit einem behinderten Kind.

— Simone_Orlik

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  • Ein sehr aufwühlender und berührender Erfahrungsbericht

    Alles inklusive

    WildRose

    03. June 2017 um 22:54

    Die Geburt ihrer Tochter Greta hatte Mareice Kaiser sich anders vorgestellt. Denn Greta kam mit einem äußerst seltenen Chromosomenfehler zur Welt. Plötzlich war Mareice die Mutter eines schwer mehrfachbehinderten Kindes. Was dies für ihr Familienleben, ihr Muttersein und ihren Alltag bedeutete, beschreibt Mareice Kaiser sehr offen, ehrlich und eindringlich, ohne zu beschönigen, in ihrem Buch "Alles Inklusive". Dabei ist die Liebe zu ihrer Tochter stets spürbar und zieht sich durch das Buch wie der sprichwörtliche rote Faden. An vielen Stellen macht das Buch betroffen, beispielsweise, wenn man von der wenig einfühlsamen Art mancher Ärzte und Krankenschwestern liest oder von der äußerst komplizierten Bürokratie-Maschinerie, wenn es darum geht, Dinge von der Krankenkassa bewilligt zu bekommen, die für das Wohlergehen, die Weiterentwicklung, ja teils für das Überleben des behinderten Kindes unverzichtbar sind! Dies macht wütend und fassungslos. Wie kann es sein, dass unseren fortschrittlichen Ländern behinderte Menschen und ihre Angehörige teils immer noch so wenig Unterstützung bekommen? Dass Mütter und Väter eines behinderten Kindes oftmals bittere Kämpfe mit den Behörden führen müssen, bevor man ihnen wirklich zuhört und Hilfe anbietet? Betroffen macht dieses Buch auch, wenn man jene Passagen liest, in denen Mareice davon berichtet, wie manche Menschen auf ihre Tochter reagieren. Ablehnend, voller Vorurteile, abweisend. Frau Kaiser betreibt einen Internet-Blog und berichtet dort unter anderem über das Leben mit einem behinderten Kind. In ihrem Buch schreibt sie, schon öfters Hass-Mails bekommen zu haben. Hass-Mails, in denen ihre behinderte Tochter beleidigt wird, ja man ihr den Tod wünscht! Es ist erschreckend, davon zu lesen, dass behinderte Menschen für manche engstirnige und herzlose Individuen scheinbar wertlos sind, ja als "finanzielle Belastung" für den Steuerzahler betrachtet und bezeichnet werden.Es gehört sehr viel Mut dazu, sich so zu öffnen, wie Mareice Kaiser dies in ihrem Buch getan hat. Für mich war es sehr interessant, die Geschichte dieser Frau und ihrer kleinen Tochter zu lesen und das Buch hat mich wirklich berührt. Zudem finde ich es bewundernswert, dass Frau Kaiser sich so sehr für Inklusion und die Akzeptanz Behinderter in der Gesellschaft einsetzt und zugleich auch noch Fürsprecherin für andere benachteiligte Personengruppen ist, beispielsweise für Frauen.

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  • Ein ehrliches und mutiges Buch

    Alles inklusive

    Simone_Orlik

    02. December 2016 um 12:02

    Mareice weiß eigentlich schon in der Schwangerschaft, dass irgendetwas nicht stimmt, obwohl die Ärzte eigentlich grünes Licht geben. Doch nach der Geburt bestätigen sich ihre Befürchtungen und sie und ihr Mann müssen lernen, dass Schwangerschaft und Geburt nicht immer mit Glück und Freude verbunden sind. Ein Chromosomenfehler bringt einen unvorstellbaren Kampf im Alltag sowohl über das kleine Mädchen Greta als auch die beiden Eltern. Mareice beschreibt schonungslos und offen, was es wirklich heißt, ein mehrfach schwerbehindertes Kind betreuen zu müssen und sich immer wieder vom normalen Leben ausgegrenzt zu fühlen. Aber sie und ihr Mann wachsen hinein. Und werden mit der Zeit reifer und sicherer im Umgang. Ein Zitat bleibt bei mir hängen: Eine ältere Dame geht während einer Geburtstagsfeier am Kinderwagen vorbei und sagt "Sowas gibt's noch?". Und eigentlich trifft diese Frage den Nagel auf den Kopf. Denn wegen der großen Fortschritte in der Pränataldiagnostik werden immer weniger Kinder mit körperlichen oder geistigen Defiziten geboren. Ob das richtig ist, mag man gut oder schlecht heißen und gerne diskutieren. Mareice ist diesen Weg nicht gegangen und steht wie eine Löwin für ihre Tochter Greta ein. Für sie wäre kein Schwangerschaftsabbruch in Frage gekommen, hätte man vorher Auffälligkeiten festgestellt. Dann wird ein zweites Mädchen, Momo, geboren. Und noch einmal wird klar, wie krass die Unterschiede zwischen dem Aufwachsen eines gesunden und kranken Kindes sind. Weil ich selbst Mutter eines Kindes mit einer Einschränkung bin, konnte ich mich in Mareice gut hineinversetzen. Die Momente, wenn Eltern glücklich das Krankenhaus verlassen konnten, aber man selbst bleiben muss, tun weh. Und das Abpumpen der Milch mit einer Maschine noch mehr. Das Buch zeigt auch, welches breite Spektrum es an Ärzten gibt, die eiskalt oder auch besonders liebevoll mit Kind und Eltern sein können. "Alles inklusive" ist ein Buch, das uns einen Spiegel vorhält, wie dankbar wir sein sollten, wenn unsere Kinder gesund aufwachsen. Und dass es Schlimmeres gibt als Windpocken, eine verrotzte Nase oder die jährlichen Magen-Darm-Viren. Mir ist mehr als einmal eine Träne über die Wange gelaufen. Hut ab vor einem Buch, das nicht die Hand vor den Mund nimmt. Ich wünsche mir, dass solche Bücher dazu beitragen, dass Mädchen und Jungen mit einer Behinderung einen festen Platz in unserer Gesellschaft haben - auch in Zukunft!

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