Mareike Oikil

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autorin von Kind der Wüste.
Mareike Oikil

Lebenslauf von Mareike Oikil

Mareike Oikil lebt mit Mann und Tochter in der maritimen Stadt Kiel. Ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckte sie bereits früh und es entstanden erste Entwürfe für Manuskripte, die teilweise verworfen, beendet oder zerstückelt wurden. Bei ihren Geschichten legt sie großen Wert auf Charaktermotivation und World-Building ihrer Fantasy-Welten, wobei sie einen Hang zum Dramatischen, Düsteren und Nachdenklichen besitzt. Im Herbst 2017 konnte sie ihr Debüt mit dem Fantasy-Roman "Kind der Wüste" veröffentlichen, dem ersten Teil der Sandwandler-Reihe. Weitere Projekte und die Fortsetzung der Reihe sind in Planung.

Alle Bücher von Mareike Oikil

Kind der Wüste

Kind der Wüste

 (3)
Erschienen am 29.09.2017

Neue Rezensionen zu Mareike Oikil

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Rezension zu "Kind der Wüste" von Mareike Oikil

Ein Meer aus Sand mit vielen Gefahren, die größte davon ist der Mensch.
RikeMoorvor 8 Monaten

Mareike Oikil hat mit ihrem Buch eine mit vielen Eigenheiten und Besonderheiten ausgestattete Geschichte des epischen Fantasy Genre geliefert. 

Inhalt:

Der Leser begleitet die zwei Protagonisten Tanryn und Taren durch ein riesiges Wüstengebiet, die Gandrar. Beide sind von ähnlicher Herkunft, kennen einander jedoch nicht und begeben sich von verschiedenen Orten und eigener Motivation aus auf eine Reise, die wohl mehrere Bände umfassen wird. 

Tanryn ist eine Skahri, eine Wüstenläuferin mit der Abstammung zum roten Volk, das eine ganz spezielle Beziehung zur Wüste besitzt. Sie ist noch jung und musste bereits früh lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Frauen sind in dieser Welt weniger Wert als Männer und müssen stärker um Respekt und ums Überleben kämpfen, besonders wenn sie alleine sind. Daher hat es Tanryn alles andere als leicht und gerät bereits früh in die Hände eines wirklich sehr gefährlichen Auftraggebers Namens Arrak, der sie mit ihrem Leben erpresst, damit sie ihm zu Diensten ist.

Taren hingegen ist ein Krieger des roten Volkes und lebt abgeschieden in der sogenannten Knochenwüste, einem sehr unwirtlichen Ort, zu dem kein anderes Menschenvolk Zugang hat. Ihn prägt eine Außenseiterrolle innerhalb seines Stammes. Als er vom Tod seines Vaters und dessen Umständen erfährt, macht er sich eigenmächtig auf den Weg, dessen Aufgabe – für die sein Vater den Stamm verlassen hatte, aber nicht hatte beenden können – zu erfüllen und den Mörder zu fassen, denn der Tod seines Vaters verlief gewaltsam.

 

Beurteilung:

Beim „Kind der Wüste“ handelt es sich für mich um eine unterhaltsame Geschichte, die mit vielen mythischen Wesen und Orten geschmückt daher kommt und damit zu überzeugen weiß. Die Geschehnisse haben sich ein ums andere Mal unvorhersehbar verändert, für Tanryn nicht unbedingt zum Guten. Dennoch bleibt sie stark und das gefällt mir. Taren hingegen sieht sich den Auswirkungen seiner Arroganz und hitzigem Gemüt gegenüber. Am ärgsten hat es wohl Arrak getroffen. Er ist eine körperlich und seelisch geschundene Person, über die der Leser nur sehr wenig erfährt, aber dafür mit dem Trumpf der Unberechenbarkeit ausgestattet ist. 

Die Geschichte vermittelt eine gewisse Verbindung zwischen den Protagonisten. Leider lässt sich nicht im Ansatz feststellen, worin diese Verbindung in etwa bestehen könnte - lässt man mal die Abstammung der beiden außen vor - noch in welchem zeitlichen Muster die Geschehen der beiden zueinander stehen. Tanryns Perspektive überwiegt, die von Taren leidet darunter und wirkt daher etwas verloren. Zwischendurch taucht die Sichtweise von Arrak auf, was dem Leser ein gewisses Verständnis für ihn verleiht. Er bleibt jedoch ein Arschloch. 

Weniger gut haben mir die für meinen Geschmack etwas zu langatmigen Selbstzweifel Tanryns, in denen sie sich während der gesamten Geschichte verheddert, gefallen. Mir wäre es auch noch lieb gewesen, wenn die Handlungen deutlich einzuordnen gewesen wären. So hängen hier zwei Handlungshauptstränge lose in der Luft herum. 

Insgesamt möchte ich das Werk mit 4,5 Sternen bewerten, runde jedoch auf 5 Sterne auf, da mich die Geschichte überzeugen konnte und ich schon neugierig bin, wie die Fortsetzung aussieht. Es sind immerhin viele Fragen und davon einige essentielle offen geblieben.

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MagieausderFeders avatar

Rezension zu "Kind der Wüste" von Mareike Oikil

Spannender Fantasyroman
MagieausderFedervor 8 Monaten

Ich liebe Fantasy. Ob Urban-Fantasy, Dystopien, Utopien oder Zeitreiseromane. Doch es gibt ein Genre, für das ich ganz besonders schwärme: High-Fantasy.
So freute ich mich riesig über die Anfrage von Mareike Oikil, ob ich Lust und Zeit habe, ihr Debüt "Kind der Wüste" zu lesen.

Wie der Titel und das Cover bereits zeigen, begleitet der Leser die Protagonistin Tanryn, die sich als junge Einzelkämpferin in Wüstenregionen behaupten muss. Als Wüstenführerin hält sie sich über Wasser, doch in einer Welt, in der Frauen nicht viel zu sagen haben, muss sie um ihr Überleben kämpfen.
Im Laufe der Geschichte werden magische Wesen miteingeflochten, was ich als sehr schön und passend empfand. Von Phönixen, die viel Respekt genießen, bis hin zu Drachen und Wüstenkatzen ist für jeden Leser was dabei. Die Autorin hat die Magie im Buch sehr gut umgesetzt.
Die Spannung war dagegen etwas holprig, da es manche Stellen gab, die sehr in die Länge gezogen wurden. Eigentlich habe ich mir deshalb auch ein spannendes, klärendes Ende gewünscht, doch da lässt uns die Autorin mit einem Cliffhanger sitzen. Müssen wir wohl oder übel auf den nächsten Band warten. :)

Tanryn ist eine starke Frau, die sich durchs Leben kämpft. Sie wirkt sehr sympathisch, tapfer und mutig. Doch ist sie von Zweifeln zerfressen, die sich durch das ganze Buch ziehen.
Besonders bei ihr habe ich auf eine Entwicklung gehofft, doch diese blieb leider aus.
Nach einer langen Reise, gefährlichen Situationen und auch schönen Momenten hat man eigentlich das Gefühl, dass sich etwas verändert haben muss. Doch die gleichen Zweifel und Ängste vom Anfang quälten Tanryn auch am Ende des Buches, was ich nicht nachvollziehen konnte.
Frischen Wind bringt Arrak rein. Er ist ein sehr interessanter, aber gebrochener Charakter. Man kann ihn, der als Mörder verrufen ist, kaum einschätzen, da er sehr grob und fahrlässig ist. Einerseits mag man ihn nicht, andererseits löst er irgendwie Mitleid aus. Seine Geschichte ist sehr spannend und passt perfekt zum Buch.

Die Story kaufe ich der Autorin voll und ganz ab. Die trockene Wüste, die wenigen Oasen, den Durst, die Hitze, die genervten Händler und die Wesen waren sehr detailreich und realistisch beschrieben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, im Buch zu verweilen. Ich freue mich auf den Folgeband.

Fazit:


Der High-Fantasy-Roman "Kind der Wüste" von Mareike Oikil schickt den Leser in gefährliche Wüsten und lässt ihnen die riskante Reise von Tanryn miterleben. Magische Wesen, Charaktere, die man kaum einschätzen kann, weil sie so facettenreich sind, und überzeugende Details verleiten zum Weiterlesen. Nur die Spannung und Entwicklung mancher Charaktere sind zu kritisieren, da man mehr hätte rausholen können.

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denise7xys avatar

Rezension zu "Kind der Wüste" von Mareike Oikil

Die Spannung ließ zum Ende etwas nach
denise7xyvor 9 Monaten

Erster Satz

Händler boten ihre Waren lautstark feil, Menschen drängten sich aneinander vorbei, grob und grimmig.

Meinung

Nach ihrem letzten gescheiterten Auftrag als Skahri, Wüstenführerin, ist die junge Tanryn in der Stadt Rakis-tym gestrandet und hofft auf einen weiteren Arbeitgeber. Doch nach Wochen der Auftragslosigkeit wird das Geld knapp und Tanryn nervös. Doch eines Tages steht ein Fremder vor ihr und bietet ihr einen Auftrag an. Unwissend und vom Geld gelockt nimmt sie kurzerhand an und findet sich in den Händen eines gesuchten Mörders wieder. Zurückrudern geht nun nicht mehr, nicht ohne Verlust ihres Lebens, und so macht sie sich mit dem Gesuchten auf ins Herz der Wüste.

Die Geschichte wird in zwei, beziehungsweise drei, Handlungssträngen von einem personalem Erzähler oder Arrak, dem gesuchten Mörder, erzählt. Dabei folgt der Erzähler Tanryn oder dem Krieger Taren, während Arraks Passagen nur seine eigenen wirren Gedanken festhalten. Im Großen und Ganzem war der Schreibstil schön und flüssig, nur manchmal ließen mich Sätze etwas stocken und ich musste mehrmals lesen, bevor sie sich mir gänzlich erschlossen.
Neben Tanryns und Arraks Geschichte wurde parallel Tarens Reise aufgeführt. Der Krieger wanderte mit seiner tierischen Begleiterin Djurka von der fast unbewohnten Blutwüste in die vielbesiedelten Gegenden des Wüstenlandes. Immer auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters.

Charaktere

Mit Tanryn kam eine sympathische, aber sehr zurückhaltende Protagonistin daher. In den meisten Situationen handelte sie bedacht und immer auf das Schlimmste vorbereitet, doch keine Sekunde später wog sie sich in Sicherheit, was sich oftmals als Fehler herausstellte und sie in so manch eine Gefahr brachte. Hinzu kam ihre Offenheit gegenüber Fremden, die sich mehrmals als Fehler erwies.

Ihr Auftraggeber Arrak erwies sich als recht gradlinig in seinen Handlungen. So ließ er sich nichts sagen, noch so beruhigende Worte hatten keine Wirkung auf ihn und er war immer auf der Hut vor Gefahren, obwohl keine vorhanden waren. Einzig seine Gedanken machten ihn einen Strich durch die Rechnung, diese waren wirr und rissen ihn immer wieder aus der Gegenwart fort. Skrupellos und unwissend was um ihn herum passiert, versucht er nur sein ganz eigenes Ziel, welches nicht klar war, zu erreichen.

Der zweite Handlungszweig rund um Taren ließ mich zunächst sehr unzufrieden zurück. So wusste ich nicht worum es sich in seiner Reise dreht und warum es für die Geschichte wichtig war. Im späterem Verlauf wurde es zwar ersichtlich, dennoch kam ich nicht wirklich in diesem Teil der Geschichte an. Taren wurde mir immer mehr unsympathischer umso weiter die Story voranschritt.

Fazit

Am Ende verlor die Geschichte, trotz des Cliffhangers, etwas an Spannung. Obwohl noch vieles passierte zog es mich nicht mehr hundertprozentig mit. 4 Sterne

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Zusätzliche Informationen

Mareike Oikil wurde am 09. März 1994 geboren.

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