Marek Halter

 3.7 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Die Geheimnisse von Jerusalem, Der Messias-Code und weiteren Büchern.

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Die Geheimnisse von Jerusalem

Die Geheimnisse von Jerusalem

 (10)
Erschienen am 01.01.2007
Der Messias-Code

Der Messias-Code

 (10)
Erschienen am 01.01.2005
Alles beginnt mit Abraham

Alles beginnt mit Abraham

 (2)
Erschienen am 01.11.2006
Lilah

Lilah

 (0)
Erschienen am 07.05.2007
Marie

Marie

 (0)
Erschienen am 17.11.2008
Abraham. Wege der Erinnerung

Abraham. Wege der Erinnerung

 (0)
Erschienen am 01.02.1992
Abrahams Söhne

Abrahams Söhne

 (0)
Erschienen am 01.05.1998

Neue Rezensionen zu Marek Halter

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Iudass avatar

Rezension zu "Die Geheimnisse von Jerusalem" von Marek Halter

Rezension zu "Die Geheimnisse von Jerusalem" von Marek Halter
Iudasvor 6 Jahren

Alles beginnt in Little Odessa, dem russischen Viertel New Yorks, als der Student Aaron Adjashlivi vor den Augen seiner Mutter erschossen wird. Dem Journalisten und seinem Freund Tom Hopkins hinterlässt er Hinweise, die ihn nach Jerusalem und auf die Spuren eines jahrhundertealten Geheimnisse und die Herkunft der Religionen führAlles beginnt in Little Odessa, dem russischen Viertel New Yorks, als der Student Aaron Adjashlivi vor den Augen seiner Mutter erschossen wird. Dem Journalisten und seinem Freund Tom Hopkins hinterlässt er Hinweise, die ihn nach Jerusalem und auf die Spuren eines jahrhundertealten Geheimnisse und die Herkunft der Religionen führt.

Dabei beginnt alles erst noch recht harmlos als eine simpel anmutende Schatzsuche, doch bald offenbaren sich dahinter eine hochbristante Angelegenheit mit politischer Tragweite und Enthüllungen, die das Weltbild vieler Menschen zerstören könnteDabei beginnt alles erst noch recht harmlos als eine simpel anmutende Schatzsuche, doch bald offenbaren sich dahinter eine hochbristante Angelegenheit mit politischer Tragweite und Enthüllungen, die das Weltbild vieler Menschen zerstören könnten.
Zusammen mit der geheimnisvollen Israelin Orit, dem Schriftsteller und Historiker Marek Haller, dem Historiker Calimani und einigen Mitgliedern der israelischen Geheimpolizei begeben sie sich auf Spurensuche und in Kämpfe zwischen den Fronten um Glauben und MaZusammen mit der geheimnisvollen Israelin Orit, dem Schriftsteller und Historiker Marek Haller, dem Historiker Calimani und einigen Mitgliedern der israelischen Geheimpolizei begeben sie sich auf Spurensuche und in Kämpfe zwischen den Fronten um Glauben und Macht.

Bei Marek Halters Buch Die Geheimnisse Jerusalems sucht man vergeblich nach einer sinnvollen Typisierung des Genres. Ausgeschrieben vom Verlag als Thriller, findet sich der Leser ohne Umschweife in einem Krimi mit politischen und mythologischen Ebenen wieder, einer Art Schatzsucheroman, verwoben mit einer Autobiographie Halters.
Dabei ist diese Unkategorisierbarkeit nicht unbedingt ein Manko – würde man eben nicht mit dem Wörtchen „Thriller“ gelockt werden. Denn in Erwartung eines solchen, sieht man sich schlussendlich nicht mit hoher Spannung konfrontiert, sondern seitenlangen Debatten über diverse biblische oder vorbiblische Texte. Diese sind keinesfalls langweilig, aber hemmen doch das manchmal aufkommende Tempo und frustrieren, da man als Leser das Gefühl hat, nicht vom Fleck zu kommen – und schließlich hat man etwas anderes erwarteDabei ist diese Unkategorisierbarkeit nicht unbedingt ein Manko – würde man eben nicht mit dem Wörtchen „Thriller“ gelockt werden. Denn in Erwartung eines solchen, sieht man sich schlussendlich nicht mit hoher Spannung konfrontiert, sondern seitenlangen Debatten über diverse biblische oder vorbiblische Texte. Diese sind keinesfalls langweilig, aber hemmen doch das manchmal aufkommende Tempo und frustrieren, da man als Leser das Gefühl hat, nicht vom Fleck zu kommen – und schließlich hat man etwas anderes erwartet.

Die Diskussionen, die sich zum großen Teil eben genau um solche religiösen Themen drehen, sind in ihrem Kern fundiert und mit viel Wissen gespickt – manchmal zuviel und als Leser, der man in der Materie um diverse Propheten und biblische Texte, sowie der Entstehung der Stadt Jerusalem nicht versiert ist, steht man oft vor dem Redeschwall wie der Ochs' vorm Berg, ist zwar überwältigt vom Wissen, aber kann nicht mehr folgen. Da hilft auch die Karte, die beifügt ist und Jerusalem und alle wichtigen Orte der Umgebung verzeichnet, nicht meDie Diskussionen, die sich zum großen Teil eben genau um solche religiösen Themen drehen, sind in ihrem Kern fundiert und mit viel Wissen gespickt – manchmal zuviel und als Leser, der man in der Materie um diverse Propheten und biblische Texte, sowie der Entstehung der Stadt Jerusalem nicht versiert ist, steht man oft vor dem Redeschwall wie der Ochs' vorm Berg, ist zwar überwältigt vom Wissen, aber kann nicht mehr folgen. Da hilft auch die Karte, die beifügt ist und Jerusalem und alle wichtigen Orte der Umgebung verzeichnet, nicht mehr.
Das soll dem Roman aber keinesfalls negativ vermerkt werden. Aber man sollte eben schon ein gewisses Grundinteresse und -wissen an religiösen Fragestellungen mitbringen, sonst kann er schnell nach ein paar Seiten ermüden und das Interesse verlieren, besonders, da die Spannung so seicht ist.
Für mich war aber besonders die Erzählperspektive wunderbar – eine gelungene Mischung aus der distanzierten Perspektive, besonders wenn Toms Erlebnisse geschildert wurden, und der Ich-Perspektive, wenn Marek Halter erzählt. So mischen sich gerade autobiographische Fakten des Autors in der literarischen Person Marek Halters mit fiktionalen Erkenntnissen, wobei man als Leser gerade deshalb oft geneigt ist, der Geschichte doch einen gewissen Wahrheitsgehalt nicht abzusprechen. Vielleicht gibt es diese geheimen Dokumente ja wirklich...

Auch bei den Charakteren spart Halter nicht an Details und Ausschmückungen. Sie sind oft sehr liebevoll gezeichnet mit ihren Stärken und Schwächen, tragen Wissen zu den Diskussionen bei oder tragen die Kämpfe aus. Bei einigen Personen hält sich Marek allerdings auch sehr bedeckt – und das durchaus zurecht, denn gerade sie sind es, die die Neugierde aufrechterhalten. Als Leser brennt man darauf, die Geschichte des „Nebukadnezars“ oder von Jussi, der angeblich eine verblüffende Ähnlichkeit mit „Väterchen Stalin“ aufweist, zu erfahren.
Dagegen nerven aber auch einige Personen ganz enorm, auch wenn das wahrscheinlich gar nicht so beabsichtigt war. Ganz besonders die schöne Orit war mir zunehmend lästig und sie bekam oftmals den Beigeschmack eines literarischen Lückenfüllers – wurde doch Tom in Amerika noch von seiner Freundin verlassen, findet er jetzt in Orit in Jerusalem das Glück und verfällt ihr fast augenblicklich. Orit mischt sich fast grundsätzlich ein und übte immer einen „unbezwingbaren“ Charme auf die Anwesenden an. Mir jedenfalls gefiel sie nicht.
Marek hat einen äußerst blumigen, ausschmückenden Schreibstil, er geizt nicht mit Einzelheiten und wird nicht müde, die Schönheit der heiligen Stadt mit jedem Sonnenaufgang neu und in den unterschiedlichsten Tönen zu besingen.
Besonders am Anfang ist das noch schön und hält den Leser bei Laune, aber von Seite zu Seite zieht es dir Geschichte manchmal unnötig in die Länge und zeitweise droht man doch, die Lust am Lesen zu verlieren. Ich muss gestehen, dass ich die letzten 70 Seiten eher überflogen, denn gelesen habe.
Dabei beginnt der Roman auch spannend und fesselnd, aber er verliert rasch an Kraft und Fahrt und plätschert eher daher. Das große, rasante Finale wird in wenigen Seiten abgehandelt und wirkt eher, wie dazumontiert, während sich der Epilog wieder zäh hinzieht.

Das Buch ist aber trotzdem durchaus empfehlenswert, auch wenn es mich nicht so überzeugen konnte. Das Wissen ist fundiert und gräbt, wie auch Tom bei seiner Schatzsuche, tief unter der Oberfläche. Für Forscher mythologischer und religiöser Themen findet sich hier durchaus ein solides Werk, dass sich in keine Schublade pressen lässt und durchaus seine Reize hat.
Erwartet hier aber keine schnelle Lektüre für nebenbei!

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Ulf_Borkowskis avatar

Rezension zu "Der Messias-Code" von Marek Halter

Rezension zu "Der Messias-Code" von Marek Halter
Ulf_Borkowskivor 8 Jahren

„Le Vent des Khazars“, so der Orginaltitel von Halters Roman ist eigentlichzwei Geschichten in einem. Der Roman spielt abwechselnd in der Gegenwart und zum anderen im ausgehenden Frühmittelalter.
Der Pariser Schriftsteller Marc Sofer wird nach zwei mysteriösen Begegnungen immer tiefer in das Geheimnis um das sagenhafte Königreich der Khasaren, einem kaukasischen Volk, dass aus politischen Gründen im Mittelalter zum Judentum konvertierte, hineingezogen. Die Nachforschungen führen Sofer über Paris und London nach Aserbeidschan und Georgien. Hiebei jagt Sofer nicht nur dem Geheimnis der Khasaren, sondern auch einer mysteriösen Schönheit hinterher, die ihm immer einen Schritt voraus zu seien scheint. Im Kaukasus macht Sofer, selbst mosaischen Glaubens, nicht nur Bekanntschaft mit den letzten Bergjuden, sondern auch mit der korupten Ölindutrie.
Der parallel laufende Plot spielt im ausgehenden Frühmittelalter und beschreibt die Abenteuer des Juden Isaak ben Elieser aus Andalusien, der im Auftrag des Groß-Rabbiners Hasdai ibn Schaprut im Jahre 954 aufgebrochen ist, um Joseph, dem legendären Khagan der Khasaren, einen Brief zu überbringen.
Halter versteht es trotz der Parallelität der beiden Plots immer wieder inhaltliche Verbindunegn zwischen beiden herzustellen. Insegesamt ist der „Der Messias-Code“ ein spanneder, teils historischer Roman, den es sich zu lesen lohnt. Der Roman vermischt sehr gut Gegenwart und Vergangenheit und gibt dem Leser einen groben Einblick in die Geschichte der Khasaren und des Kaukasus, sowie einn kurzen Überblick in die gegenwärtigen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Kaukasus-Region.
Dennoch bleib am Ende der Eindruck nicht aus, dass man aus dem Thema noch mehr hätte machen können. Über die ungewöhliche Wahl des deutschen Titels und des Covers lässt sich nur spekulieren, passen tut beides nicht.

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Jens65s avatar

Rezension zu "Die Geheimnisse von Jerusalem" von Marek Halter

Rezension zu "Die Geheimnisse von Jerusalem" von Marek Halter
Jens65vor 10 Jahren

Jerusalem als zentraler Ort sowie weitere biblische Stätten bilden die Plattform auf der Suche nach dem Ursprung der monotheistischen Bewegung. Der ewige Konflikt zwischen den drei monotheistischen Religionen (Christentum, Islam und Judentum) wird durch Marek Halters bildlicher Sprache auf eine spannende Art und Weise hervorragend dargestellt. Leider leidet die Spannung ein wenig durch lange Monologe, die andererseits aber auch wieder recht informativ sind. Mareks Hinweise auf jüdische Symbolik, Denkweisen und den unermesslichen Geschichtsschatz regen dazu an, sich eingehender mit der Wiege der Religionen und dem dort verwurzelten und entzündeten Nahostkonflikt zu beschäftigen. Ein sehr gelungenes und empfehlenswertes Werk.

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