Marek Krajewski Pest in Breslau

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Inhaltsangabe zu „Pest in Breslau“ von Marek Krajewski

Eine Brüderschaft macht Ärger und Polizist Eberhard Mock scheint plötzlich in mehrere brutale Morde verwickelt zu sein. Breslau, 1923. In der Stadt treibt eine unheimliche Brüderschaft ihr Unwesen, der 'Geheimbund der Misanthropen'. Aufgenommen werden skrupellose Mörder, bestialische Verbrecher, Menschen mit eiserner Geduld und ohne Gewissen. Der Polizist Eberhard Mock hat noch nie von diesem Geheimbund gehört, als er eines Morgens völlig betrunken in einem Wald bei Deutsch Lissa erwacht, mit rosa Farbe beschmiert und ohne eine Ahnung, wie er hierhergekommen ist. Es werden in rascher Folge mehrere brutale Morde begangen, und bei jedem findet man Spuren, die auf Mock als Täter hindeuten. 'Krajewski lesen ist Wahn-Sinn!' Tobias Gohlis in Die Zeit

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    Pest in Breslau
    PaulTemple

    PaulTemple

    24. June 2016 um 16:30

    Krajewski schickt ein weiteres Mal den Protagonisten Eberhard Mock auf die Suche nach einem Mörder. Selbstverständlich fehlt es auch in Band 5 , der im Jahr 1923 angesiedelt ist, nicht an düsteren, vulgären Beschreibungen des Autors zum einen, sowie cholerischen, brutalen Aussetzern des Herrn Mock zum anderen. Stets auf der Schwelle der Illegalität handelnd, heftet sich Mock an die Fersen eines obskuren Geheimbunds, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Welt von "lebensunwerten" Menschen zu befreien. Leider nicht mehr ganz so überzeugend wie die Vorgänger, dennoch lesenswert für alle Leser mit etwas stabilerem Magen.

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  • Rezension zu "Pest in Breslau" von Marek Krajewski

    Pest in Breslau
    ChiefC

    ChiefC

    02. December 2009 um 22:41

    Der Altphilologe Marek Krajewski ist in seinem Heimatland Polen der zurzeit vielleicht populärste Krimischriftsteller. Er hat sich aber auch in Deutschland längst einen Namen gemacht. Denn die fünf Krimis, die bisher auf Deutsch erschienen sind, spielen alle im Breslau der Vorkriegs- und Kriegsjahre. Sein jüngstes Buch „Pest in Breslau“ handelt Anfang der 1920er Jahre. Es dreht sich um eine geheimnisvolle Sekte von Menschenfeinden, die morden, um die Welt von „Unrat“ zu befreien. Der Plot dieses Buchs ist ein bisschen arg weit hergeholt und manchmal etwas anstrengend aufgrund vieler Personen- und Perspektivenwechsel. Dennoch ist das Buch lesenswert, denn Krajewskis Breslau-Reihe passt in ein kein herkömmliches Krimi-Schema. Im Unterschied zu Thrillern, „in denen blindlings gemordet wird“, bieten Krajewskis Romane nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch soziale „Sittenbilder“. Die Hauptfiguren in seinen Romanen sind, wie sein Ermittler Eberhard Mock, fast alle Deutsche. Das spiegelt die damalige Realität Breslaus wider. In der einst viertgrößten deutschen Stadt lebten vor 1945 rund 600 000 Deutschen und nur etwa 15 000 Polen. In Deutschland geriet Krajewski, Jahrgang 1966, deshalb in den Geruch, „Vertriebenenprosa“ zu schreiben. Jenseits der Oder, vor allem im heutigen Wroclaw, sieht man das laut Krajewski viel entspannter: „Die Polen sind neugierig auf das ihnen unbekannte Breslau, dessen Vorgeschichte im Sozialismus ein Tabuthema vor.“ Zu dem Reiz, den diese Geschichten aus einer untergegangenen Welt per se ausstrahlen, kommt ein Ermittler, der wahrscheinlich mehr unsympathische als sympathische Züge hat. Wie Krajewski, ist er in griechischer und römischer Altphilologie bewandert und zitiert mit Vorliebe und bei den bizarrsten Gelegenheiten antike Dichter. Er säuft oft, er geht gerne zu Huren, er ist alles andere als ein vorbildlicher Polizist. Außergewöhnlich. Ich werde noch mehr davon lesen.

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