Marek Krajewski Tod in Breslau

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Inhaltsangabe zu „Tod in Breslau“ von Marek Krajewski

Die Eberhard-Mock-Serie jetzt komplett bei dtvBreslau, Mai 1933. Ein grauenhafter Mord ruft Kriminalinspektor Eberhard Mock auf den Plan: Im Salonwagen des Zuges Berlin–Breslau wird die siebzehnjährige Baroness Marietta von der Malten zusammen mit ihrer Gouvernante tot aufgefunden. Die Umstände sind höchst mysteriös – denn auf der Stoff tapete des Abteils prangt eine verschlüsselte Botschaft, mit Blut geschrieben, und über den Boden kriechen Skorpione. Kann es sein, dass die Frauen einem Ritualmord zum Opfer gefallen sind? Bei seiner gefährlichen Jagd gerät Mock in die obskursten Kreise der Odermetropole ...

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waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

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  • Rezension zu "Tod in Breslau" von Marek Krajewski

    Tod in Breslau
    PaulTemple

    PaulTemple

    02. April 2012 um 22:08

    Breslau 1933: Zwei bestialische Morde erschüttern die Stadt und Kriminalinspektor Eberhard Mock beginnt mit seinen Ermittlungen. Erste Spur: Mysteriöse, mit dem Blut der Opfer geschriebene Schriftzeichen... Mock beginnt zusammen mit dem Berliner Kollegen Anwaldt die Ermittlungen, welche die beiden Polizisten mitten hinein in einen Fall voller Gewalt und Rache führt... Nach den teils überschwänglichen Kritiken der Presse, habe ich doch etwas mehr erwartet, als letztlich bei "Tod in Breslau" geboten wird. Die Atmosphäre der Stadt ist teils stimmig, jedoch oftmals nicht viel mehr als eine Aneinandetrreihung von Orts- und Straßennamen. Die Story ist durchaus spannend, wenn auch recht konfus und an manchen Stellen unglaubwürdig - wenngleich mir der Charakter von Eberhard Mock sehr gefällt. Ich hoffe der zweite Band hat etwas mehr zu bieten. :)

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  • Rezension zu "Tod in Breslau" von Marek Krajewski

    Tod in Breslau
    wernher

    wernher

    28. June 2009 um 10:25

    Marek Krajewski – Tod in Breslau Im Salonwagen des Zuges Berlin – Breslau wird im Mai 1933 eine grausige Bluttat entdeckt. Die 17-jährige Baronin Marietta von der Malten wird zusammen mit ihrer Gouvernante tot aufgefunden - vergewaltigt und grausam abgeschlachtet. Kriminalrat Mock, stellvertretender Chef der Kriminalabteilung des Polizeipräsidiums Breslau findet einen höchst bizarren und mysteriösen Tatort vor: Aus dem aufgeschlitzten Bauch der jungen Baronin krabbelt ein junger Skorpion, weitere kriechen auf dem Boden umher, die Stofftapete des Abteils ist mit merkwürdigen Schriftzeichen beschmiert – eine verschlüsselte Botschaft – offensichtlich mit Blut geschrieben. Kriminalrat Mock macht sich sofort an die Arbeit und nach turbulenten Ermittlungen, in deren Verlauf alle Register gezogen werden – von der Verfolgungsjagd über Folter bis hin zu Mord und Todschlag, sind Täter und Tatmotiv klar. Krajewski hat in seinem Roman „Tod in Breslau“ viel Lokal- und Zeitkolorit verwendet, aber es ist weder ein Historienroman noch ein Sittengemälde aus der Zeit kurz nach der Machtübernahme durch die Nazis. Man kann es auch keineswegs als Moralisches Handbuch für Staatsdiener – unter besonderer Berücksichtigung der Ermittlungsbehörde – betrachten. Denn der Chefermittler ist keineswegs der weißgespülte Held mit porentief weißer Weste, dessen moralingeschwängerte Aura im Umkreis von 10 Kilometern alles Böse eliminiert. Im Gegenteil, Kriminalrat Mock ist ein Lebemensch, Zyniker und Säufer, sein moralisches Gewand ist aus dem Material gewebt, aus dem Bungeeseile herstellt werden. Er kennt die halbseidene Welt der Stadt bestens und ist regelmäßig Gast im vornehmsten Salon. Wenn es sein muss, bedient er sich auch krimineller Elemente, um zum Ziel zu kommen. Weshalb Mock Altphilologe ist und in brenzligen Situationen Cicero und andere Lateiner zitiert, lässt sich vielleicht damit erklären, dass Krajewski Altphilologe ist und sein Dienstgebäude eben früher das Polizeikommissariat beherbergte. Doch trotz – oder gerade wegen all dieser Macken hegt man eine gewisse Sympathie für diesen „Widerling“. Das rührt auch daher, dass er gewissermaßen Gegenspieler der Nazis ist. Es handelt sich eben um jene Zeit, in der die Nazis alle Behörden mit Linientreuen infiltrieren und Jagd machen auf alles, was in ihren Augen abartig ist: Freimaurer, Homosexuelle, Adlige und (laut) Andersdenkende und …. Man kann durchaus sagen, dass bei den Nazis und all ihren Epigonen eine gewisse Affinität zur Kartoffelpflanze besteht – nein, nicht wie beim Adel (das Beste ist in der Erde), sondern: am besten sind sie in der Erde. Eine gewisse Spannung ergibt sich auch aus der Frage: Kann Mock die Tat aufklären und überlebt er oder wird er Opfer der Gestapo? Fazit: Krajewski erzählt – und fabuliert – temporeich, bildhaft, einfach wunderbar. Eine Leserin, deren Geschmack und Urteil ich überaus schätze, bringt es treffend auf den Punkt: „Das Buch ist sehr frivol, pikant und richtig diabolisch. Man hat keine Chance Gut und Böse auf irgendeine Art und Weise zu unterscheiden. Sie habe alle Dreck am Stecken, mehr oder weniger, eher mehr“. Ja, dieses Buch ist ein herrliches Lesevergnügen!

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