Maren Bonacker

 3 Sterne bei 2 Bewertungen

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Cover des Buches Engelsfluch - Dämonenkuss (ISBN: 9783401503608)

Engelsfluch - Dämonenkuss

 (2)
Erschienen am 01.09.2012

Neue Rezensionen zu Maren Bonacker

Cover des Buches Das Phantom der Oper (ISBN: 9783401061115)
Julia79s avatar

Rezension zu "Das Phantom der Oper" von Gaston Leroux

Drama!
Julia79vor einem Jahr

Ach je.. Ich wollte das Buch so gern mögen, nachdem mir mein Schwiegervater und meine Tochter davon vorgeschwärmt haben.

Ich kannte lediglich das deutsche Musical auf CD und habe schon als Jugendliche große Sympathien für das Phantom gehegt. Die Geschichte konnte ich mir schwer zusammenreimen, entstelltes Phantom, schöne Sängerin, unglückliche Liebe. 

Das Buch erzählt von den mysteriösen Vorgängen an der Pariser Oper im Jahr 1880 und um die amourösen Verstrickungen um die schöne Sängerin Christine, ein Scheusal, welches als Phantom herumspukt und um Raoul, einen jungen Adligen. 

Mir gefiel die Idee einer Kriminalgeschichte gut, dass es wie eine wahre Geschichte aufgemacht ist. Gaston Leroux erzählt die Geschichte teils wie einen Bericht, diese Form scheitert jedoch an der Handlung, da - vor allem zum Ende - alles Wort für Wort für Wort wiedergegeben wird als wäre man dabei. 

Wo sich die erste Hälfte trotz überbordender Dramatik noch gut lesen lässt, gingen mit dem Autor ab der Hälfte des Buches die Pferde durch. Ja, es war eine andere Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts und ja, dieser zunächst als Fortsetzungsgeschichte in einer französischen Zeitschrift veröffentlichte Roman sollte natürlich Spannung und Cliffhanger en mass bieten, aber mir war das zu viel. Männer, die schluchzen und nahe der Ohnmacht sind, Frauen, die ständig leichenblass werden. Zu plump sind mir die Charaktere gezeichnet. Deren Verhalten ist zudem an Inkonsequenz kaum zu überbieten. 

Eine Liebesgeschichte habe ich vergeblich gesucht. Aus heutiger Sicht ist hier eine Beziehung toxischer als die andere und das alles ist nicht nachvollziehbar für mich. Die Besitzansprüche der Herren, die Schuldgefühle der Dame, die meint, weil ein Mann sich in sie verliebt ist sie zu irgendetwas verpflichtet, weshalb sie unablässig die unglücklichen, liebeskranken Männer, die sich schlimmer als Teenager benehmen, erst von sich wegstößt als wären sie die Pest, um sich dann wieder schluchzend in ihre Arme zu werfen. Da bin ich raus. 

Wenn ich wenigstens Christine irgendwelche Gefühle nachsagen könnte, aber sie ist die Schlimmste von allen, tut naiv, dann handelt sie wieder sehr berechnend, macht ein "Spiel" aus der Verehrung Raouls und ein Abenteuer aus dem Grusel vor Erik (dass das Phantom einen Namen hat, fand ich übrigens sehr befremdlich). Zum Schluss gibt es dann das böse Erwachen..

Kommentare: 4
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Cover des Buches Das Phantom der Oper (ISBN: 9783401061115)
buecherblondine_blondie4bookss avatar

Rezension zu "Das Phantom der Oper" von Gaston Leroux

Eine zeitlos schöne Liebesgeschichte! A timeless love story!
buecherblondine_blondie4booksvor einem Jahr

German version/English version below: 

Obwohl das „Phantom der Oper“ bereits 1910 veröffentlicht wurde (die Erstveröffentlichung erfolgte übrigens in mehreren Teilen in der Zeitung „Le Gaulois“), kann man das Buch sehr gut lesen – die Sprache wirkt zwar manchmal etwas altbacken, jedoch ist sie keinesfalls schwer verständlich oder schwerfällig. Im Gegenteil: Es ist Leroux einzigartige Erzählweise, die das Buch erst zu dem macht, was es ist: ein Klassiker des Genres „Mystery Story“.  

Wie der Titel unschwer erahnen lässt, spielt sich die Handlung zum größten Teil in der Pariser „Opera Garnier“ ab, jenem berühmten Bauwerk, das 1875 fertiggestellt wurde. Genau in dieser Zeit lässt Leroux, der den Bau der Oper miterlebte, das Phantom sein Unwesen treiben: Es spielt der Belegschaft allerlei Streiche (zum Beispiel sorgt es dafür, dass die Carlotta, der Star der Oper, ausgerechnet an jenem Abend, der zu einem Triumph werden sollte, nur Kröten Gequake von sich gibt), erpresst die beiden Direktoren (die nichts davon abbringen kann, nur an einen makabren Scherz zu glauben) und schreckt selbst vor Mord nicht zurück – wehe dem, der sich den Plänen des Phantoms in den Weg stellt! Doch eigentlich geht es dem Geheimnisvollen, von dem der Leser erst zum Schluss mehr als dessen Vornamen, Erik, erfährt, nur um eines: Seine große, unerfüllte Liebe zur Sängerin Christine Daaé, der er zunächst Gesangsstunden gibt, sie später entführt um sie zu seiner Frau zu nehmen, aber schließlich freigibt, da er erkennt, dass er sich ihrer unwürdig fühlt, ja gar wie ein „zum Sterben bereiter Hund“, nachdem Christine ihm das schönste Geschenk gemacht hat, das er sich vorstellen kann: Sie nimmt seine Hand, lässt sich von ihm (keusch auf die Stirn) küssen, sie weint mit ihm, sie behandelt ihn wie ihresgleichen. Daher ist der „arme, unglückliche Erik“letztendlich bereit, seinen Engel die Braut eines anderen werden zu lassen. Wie das Phantom selbst sagt, braucht es nur geliebt zu werden, um gut zu sein... 


Gaston Leroux’s extraordinary love story! 

Although the "Phantom of the Opera" was published already in 1910 (by the way, the first publication was for "Le Gaulois" and released continuously in several newspaper issues), the book is easy to read - the language sometimes seems slightly old-fashioned, but it is by no means difficult to understand or wearisome. On the contrary, it is Leroux's unique narrative style that makes the book what it is: a mystery story classic.  

As the title suggests, the story is mainly located at the Opera Garnier in Paris (no surprise here), the famous building completed in 1875. It is precisely at this time that Leroux, a contemporary witness of the opera’s construction, allows the Phantom to strike terror into people’s hearts: He plays all kinds of tricks on the staff (for example, he makes sure that Carlotta, the star of the opera, is unable to make any sound but a croak on the very evening that was supposed to be a triumph), blackmails both directors of the opera (nothing can dissuade them from believing that somebody plays a macabre joke on them), and does not even shy away from murder – God help anyone who gets in the way of the Phantom's plans! But truly the mysterious man, of whom the reader learns more than his first name, Erik, not before the end of the book, has only one thing on his mind: his great, unanswered love for singer Christine Daaé, to whom he, at first, teaches singing. Later, he kidnaps her to take her as his wife, but finally releases her, as he realizes that he feels unworthy of her, nothing more than a "dog ready to die", after Christine has given him the most beautiful gift he can imagine: She takes his hand, she lets him kiss her (chastely on the forehead), she cries with him, she treats him equally, simply like a human being. Therefore, "poor, unhappy Erik" is finally ready to let his angel become someone else's wife. As the phantom himself says, there is only one thing he needs to be good: Love. 


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Cover des Buches Das Phantom der Oper (ISBN: 9783401061115)

Rezension zu "Das Phantom der Oper" von Gaston Leroux

Listen to the Music of the Night
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Christine Daaé, ein Chormädchen an der Pariser Oper, wird über Nacht zum Star des Ensembles. Ihren plötzlichen Aufstieg verdankt sie ihrem Engel der Musik. Doch ist das Wesen, welches sich unsterblich in Christine verliebt hat, weniger ein Engel als ein Phantom. Tief unter dem Opernhaus liegt sein Reich. Als es die Sängerin dorthin mitnimmt und die Masken fallen, beginnt ein Spiel um Leben und Tod, in dessen Zentrum die Liebe steht.

Dank Andrew Lloyd Webber und seinem zeitlosen Musical ist "Das Phantom der Oper" fast jedem ein Begriff. Und das zu Recht! Eine traurigere Liebesgeschichte wurde, meiner Meinung nach, nie geschrieben. Gaston Leroux zeichnet sehr lebensechte Charaktere, die man wirklich ins Herz schließen kann. Sei es die stürmische Meg, die zwischen Angst und Liebe schwankende Christine oder das leidenschaftliche Phantom. Einzig mit Raoul werde ich nicht so ganz warm. Entweder ist er ein sehr liebeskranker Hund oder er weist schon Züge eines Stalker auf. Trotzdem passt auch er in die Handlung voller turbulenter Ereignisse.

Jedenfalls, trotz tragischen Ende, sollte man "Das Phantom der Oper" gelesen haben. Egal ob man Musicals mag oder nicht, es ist und bleibt eine spannende Handlung mit einer großartigen Liebesgeschichte. Und so ganz nebenbei, es ist nicht alles von Leroux erfunden.

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