Worum geht es in dem Buch?
Tania Blixen aus Dänemark, genannt Tanne, heiratet Bror. Es ist keine Liebesheirat, aber was Tania lockt, ist die Aussicht auf ein Leben in Kenia. Bror kauft dort eine Kaffeefarm. Er möchte sich dort mit Tania einen gewissen Wohlstand aufbauen.
Tania ist fasziniert von Kenia. Es ist das Land, in dem sie sich am liebsten aufhält. Kenia ist damals noch britische Kronkolonie – damals kurz vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Während viele Siedler abwertend über die „Natives“, die Kenianer, reden, versucht Tania, sich mit ihnen anzufreunden. Sie lässt sogar eine Schule für die Kenianer bauen.
Jedoch wirft die Kaffeefarm selten Gewinn ab. Es gibt Missernten, eine Heuschreckenplage und andere Prüfungen in Tanias Leben. Von Bror lässt sie sich scheiden. Ihre große Liebe ist Denys Finch Hatton, den sie viele Male trifft. Mit ihm könnte sie sich eine Zukunft vorstellen.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Das Buch ist lebendig geschrieben mit vielen Dialogen. Die Rahmenhandlung ist, dass Tania Blixen, unterdessen wieder in Dänemark, Ruth, einer Journalistin, ihr Leben erzählt. Einige Passagen werden aus der Ich-Perspektive erzählt, andere aus der Sicht des auktorialen Erzählers (kein Ich-Erzähler).
Ich war beim Lesen fasziniert, mitgerissen. Ich habe einige Male den Film „Jenseits von Afrika“ gesehen, der einige Details aus dem Leben von Tania Blixen beschreibt. Aber dieses Buch bietet mehr Details. Alles ist mitreißend geschrieben und man kann sich in die Figur der Tania Blixen gut hineinversetzen. Sie macht kein Geheimnis daraus, dass sie und ihr Mann Baron Bror Blixen sich immer „Luftschlösser“ bauten, also zu viel riskierten, weil sie glaubten, eines Tages mit der Kaffeefarm Erfolg zu haben. Sie versuchten, ein Leben in einem gewissen Reichtum zu leben, obwohl sie viele Darlehen bekommen hatten, die sie am Ende nicht zurückzahlen konnten.
Für mich ist das ein lesenswertes Buch, dem ich fünf Sterne gebe.