Maren Schwarz Treibgut

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Inhaltsangabe zu „Treibgut“ von Maren Schwarz

Elena Dierks gibt sich die Schuld am Tod ihrer Tochter Lea, die an einem stürmischen Wintertag im Kinderwagen über die Klippen der Kreidefelsen auf Rügen ins Meer gestürzt ist. Sie verliert darüber den Verstand und wird in die Psychiatrie eingeliefert. Jahre später glaubt sie, ihre Tochter im Fernsehen in einem Bericht aus Amerika erkannt zu haben. Das Schicksal der jungen Frau geht einer in der Psychiatrie beschäftigten Schwester derart unter die Haut, dass sie dem pensionierten Kommissar Henning Lüders davon erzählt. Er nimmt sich der Sache an und macht eine unglaubliche Entdeckung …

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  • Rezension zu "Treibgut" von Maren Schwarz

    Treibgut
    Lerchie

    Lerchie

    13. April 2012 um 16:30

    Der Prolog handelt von einer Frau, die sich lediglich entschlossen hatte, ihre Krampfadern operieren zu lassen. Als sie einen Luftzugspürt ist es fast schon zu spät. Sie spürt eine Nadel, will sich noch wehren, doch bald darauf ist sie verflogen. Elena Dierks ist in der Psychiatrischen Klinik. Der Todestag ihrer kleinen Tochter Lea jährt sich zum zweiten Mal. Lea lag im Kinderwagen, als dieser überraschend über die Klippen rollte. Elena hatte fotografiert, nur einen kleinen Moment nicht aufgepasst. Sie saß im Aufenthaltsraum und im Fernsehen sah man gerade einen Kinderchor. Und dann schwenkte die Kamera auf die Menschen am Straßenrand, und Elena glaubte, ihre Tochter zu sehen, nein sie war sicher, dass sie Lea gesehen hatte. Aber das war doch gar nicht möglich, sie war doch tot, oder vielleicht doch nicht? Diese Sache ging einer in der Psychiatrie beschäftigten Schwester so nach, dass sie ihren Bekannten und Freund Henning Lüders bat, der Sache nachzugehen. Zunächst kam Henning Lüders zum gleichen Ergebnis wie die Polizei damals: Lea musste tot sein, auch wenn ihr Leichnam nie gefunden wurde. Doch dann passierten ein paar merkwürdige Dinge, er erfuhr einiges, was nicht so recht ins Bild passte. Und er ging der Sache nach, auch noch, als es für ihn gefährlich wurde… Schon als ich den Klappentext las, wurde ich extrem neugierig. Eine Frau, die glaubt ihre Tochter, die eigentlich für tot gehalten wird im Fernsehen zu sehen. Als sie starb war sie noch ein Baby und inzwischen wäre sie doch mehr als zwei Jahre alt. Wie konnte Elena das Mädchen erkennen? Und als ich dann anfing zu lesen fragte ich mich, was diese Sache im Prolog mit dem Unfall des Mädchens zu tun hatte. Elena, hatte sie wirklich ihre Tochter gesehen, und lebte das Mädchen doch noch? Überrascht erfuhr ich dann, um was es eigentlich wirklich ging. Ich habe es nicht bereut, dieses Buch gelesen zu haben, denn es war durchweg spannend. Auch war es leicht und flüssig zu lesen. Empfehlenswert für Krimiliebhaber.

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  • Rezension zu "Treibgut" von Maren Schwarz

    Treibgut
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    24. February 2012 um 15:47

    Maren Schwarz ist eine Autorin, die die Alpträume einer Mutter geschickt einfängt und für ihre Geschichte zu nutzen macht. Jede Mutter fürchtet sich vor einem unachtsamen Moment, der ihr Leben verändert wird. Eine Angst mit der es leicht ist, einen spannenden Krimi entstehen zu lassen. Dabei setzt sie auf einen altbewährten Ermittler, Henning Lüders, einem pensionierten Kommissar, der trotz seines hohen Alters völlig vital ist. Mit Henning Lüders hat die Autorin einen Ermittler erschaffen, der in meinen Augen sympathischer nicht hätte sein können. Authentisch, liebenswert, resulut und stark im Charakter wird dieser Mann dargestellt. Meine größte Sorge galt der Entwicklung dieser Figur. Schließlich ist der vorliegende Band der dritte Fall. Meine Sorge war jedoch gänzlich unberechtigt. Zwar werden stets andere Fälle erwähnt, und auch andere Protagonisten, die einige Leser aus den vorherigen Bänden kennen werden, kommen auch hier wieder vor. Nichtsdestotrotz hatte ich nicht das Gefühl auf einen Fremden zu treffen, in den ich mich nicht hineinversetzen kann. Maren Schwarz ist das genaue Gegenteil gelungen. Mit wenigen Sätzen gelingt es ihr den Protagonisten so darzustellen, wie auch Alt-Fans der Reihe ihn sehen, ohne diese zu langweilen. Für mich eine bemerkenswerte Leistung, die nur wenigen Autoren gelingt. Doch nicht nur Henning Lüders ist ein außergewöhnlicher Charakter, sondern auch die neuen Figuren, wie zum Beispiel Elena. Jede Figur wird durch einen anderen Charakterzug individuell zum Leben erweckt. Dabei ist sie schonungslos und realistisch. Sie deckt Abgründe auf und spielt gekonnt mit diesen. „Pass bloß auf, dass du dich da nicht in etwas verrennst“, ermahnte Peer sie. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, fügte er hinzu: „Ich war dabei, als man den Unglücksort gesichert und die Überreste des Kinderwagens aus dem Meer geborgen hat.“ (Zitat Kapitel 2) Maren Schwarz setzt nicht nur auf den Alptraum einer jeden Mutter, diesen einen unachtsamen Moment, sondern baut zusätzliche Abgründe, wie zum Beispiel Spielsucht, Untreue und Alkoholismus ein. Es sind Schluchten, die bei den Hauptfiguren gar nicht erwartet werden, sondern überraschende Wendungen darstellen und für neuerliche Spannung sorgen. Dies ist einer der positiven Aspekte, die für einen kontinuierlichen Gespanntheit während des Lesen sorgt. Unterstützt wird das Ganze durch den Wunsch selbst die Lösung zu finden. Das Raten gestaltet sich jedoch gar nicht so einfach, denn Maren Schwarz, weiß fachmännisch durch Wendungen, neue Einwürfe, den Leser immer wieder auf neue Fährten zu bringen und dafür zu sorgen, dass es bis zum Schluss dramatisch und offen bleibt. Dabei legt Maren Schwarz ein Tempo hin, von dem sich andere Krimis eine Scheibe abschneiden können. Langweile kommt an keiner Stelle auf. Von Rügen führen die Ermittlungen über Italien bis in die USA. 225 Seiten und ein solch inhaltlicher Umfang, da muss doch was gespart sein, war nach gut 180 Seiten meine Meinung, aber das konnte ich definitiv nicht feststellen. Doch nicht mal beim Stil kann ich etwas negatives finden. Leicht, mit einer auffallenden Liebe zum Detail fließen die kurzen Kapitel nur so dahin. Selbst der Schluss ist logisch, konsequent, auflösend und ein krönender Höhepunkt. Es wirkt nichts gekürzt oder künstlich. In meinen Augen ist dies einer der besten Krimis der letzten Zeit, und ich möchte unbedingt mehr von dieser Autorin lesen.

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  • Rezension zu "Treibgut" von Maren Schwarz

    Treibgut
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    15. February 2012 um 01:43

    Es ist der Alptraum jeder Mutter – ihr Kind verunglückt tödlich, weil sie einen Moment lang nicht aufgepasst hat. Genau das ist Elena Dierks passiert. Ihre Tochter Lea ist mit ihrem Kinderwagen von den Klippen der Kreidefelsen auf Rügen ins Meer gestürzt. Elena landet daraufhin in der Psychiatrie und ist völlig apathisch, auch noch zwei Jahre nach dem Unglücksfall. Sie nimmt nicht an den Therapien teil und spricht sogar nicht mehr. Aber dann sieht Elena in einer Fernsehsendung ein kleines Mädchen, das wie Lea aussieht. Endlich findet sie ihre Sprache wieder, aber niemand außer ihr glaubt, dass ihre Tochter noch lebt. Lediglich eine der Stationsschwestern nimmt Anteil und wendet sich an den pensionierten Kommissar Henning Lüders. Und der entdeckt Unfassbares. Mir hat an diesem Krimi besonders gefallen, mit wie viel Gefühl die Protagonisten beschrieben werden, die dadurch sehr lebendig wirken. Vor allem die Verzweiflung der Mutter wird greifbar. Die Geschichte ist spannend und gut erzählt. Es machte überhaupt nichts, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe (noch) nicht gelesen habe, es war trotzdem leicht, sich in der Handlung zurechtzufinden. Ich habe das Buch mit seinen überraschenden Wendungen in einem Rutsch gelesen und fand die Auflösung sehr gelungen.

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