Maren Urner

 3,5 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Maren Urner

Prof. Dr. Maren Urner (geboren 1984) ist Neurowissenschaftlerin und Professorin für Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Nach dem Studium der Kognitions- und Neurowissenschaften in Deutschland, Kanada und den Niederlanden wurde sie am University College London promoviert. 2016 gründete sie Perspective Daily mit, das erste werbefreie Online-Magazin für Konstruktiven Journalismus. Seit ihrem Bestseller "Schluss mit dem täglichen Weltuntergang" (2019 bei Droemer erschienen) ist sie eine viel gefragte Keynote-Speakerin und Interviewpartnerin für TV, Radio und Podcast.https://twitter.com/PositiveMarenhttps://maren-urner.com/ https://www.facebook.com/maren.urner

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Maren Urner

Cover des Buches Schluss mit dem täglichen Weltuntergang (ISBN: 9783426277768)

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang

 (7)
Erschienen am 03.06.2019
Cover des Buches Globaler Klimanotstand (ISBN: 9783831205585)

Globaler Klimanotstand

 (1)
Erschienen am 23.03.2020
Cover des Buches Raus aus der ewigen Dauerkrise (ISBN: 9783426278413)

Raus aus der ewigen Dauerkrise

 (1)
Erschienen am 03.05.2021

Neue Rezensionen zu Maren Urner

Cover des Buches Globaler Klimanotstand (ISBN: 9783831205585)B

Rezension zu "Globaler Klimanotstand" von Graeme Maxton

Ein geniales Buch!
Bookandteavor 5 Monaten

Man muss radikal handeln. Das hat das langjährige Mitglied des Club of Rome, Graeme Maxton, gut erkannt – und seine Ideen zusammen mit Maren Urner und Felix Austen in ein Buch umgesetzt! Diese Buch öffnet einem die Augen und motiviert, im Umweltschutz aktiv zu werden. Ein geniales Meisterwerk!

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Cover des Buches Schluss mit dem täglichen Weltuntergang (ISBN: 9783426277768)Chris_86s avatar

Rezension zu "Schluss mit dem täglichen Weltuntergang" von Maren Urner

Für Journalisten und Medienkonsumenten gleichermaßen interessant
Chris_86vor 9 Monaten

Darum geht‘s

"Immer und überall werden wir verführt, zu klicken, zu scrollen und zu swipen. Aus dem einfachen Grund, dass die wertvollste Ressource im 21. Jahrhundert nicht mehr die Information, sondern unsere Aufmerksamkeit ist." - Prof. Dr. Maren Urner: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang, 2019

Wenn Informationen nicht mehr das wichtigste Gut sind, womit arbeiten Journalisten dann und wie objektiv kann die Berichterstattung sein? Alle Journalisten pauschal der Lüge zu bezichtigen finde ich übertrieben. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir uns kritisch mit jeglicher Berichterstattung auseinandersetzen sollten.

Umsetzung

Das Buch richtet sich an Journalisten, ist aber auch für Medienkonsumenten interessant. Die Autorin entlarvt den vielbeschworenen objektiven Journalismus als Fata Morgana. Sie ruft die Journalisten dazu auf, sich bewusst zu werden, dass sie nicht nur als Unbeteiligte berichten. Und auch die Medienkonsumenten müssen sich kritischer mit Berichterstattung auseinandersetzen.

"[…]aber ich bin davon überzeugt, dass alle Beteiligten profitieren würden, wenn im medialen Diskurs ein paar weniger Parolen und Pauschalaussagen, gepaart mit emotionaler Schärfe, einem offenen und ehrlichen Für und Wider weichen würden." - Prof. Dr. Maren Urner: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang, 2019

Die Autorin fordert klarere Definitionen für die Berichterstattung. Das Wort Krise wird von Journalisten und Politikern permanent gebraucht. Aber was ist eine Krise? Ab wann tritt eine Krise ein und ab wann ist sie überstanden?

Das beste Beispiel ist die 2. Welle von Corona. Über Wochen und Monate wurde über die 2. Welle diskutiert und vor ihr gewarnt. Aber ganz ehrlich: was sind die objektiven Kriterien, ab wann wir von der zweiten Welle sprechen? Ist es die Anzahl an Neuinfektionen überhaupt, die Auslastung der Intensivbetten, der R-Faktor, die Anzahl von Infizierten pro 100.000 je Gemeinde? Angeblich ist die 2. Welle genau jetzt. Dann frage ich doch einfach mal: Wann ist sie vorbei? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit wir diese als überstanden ansehen können? Wie wollen wir über etwas reden, wenn wir nur schwammige Begriffe benutzen?

"Das Reden über Probleme schafft Probleme, das Reden über Lösungen schafft Lösungen." - Steve de Shazer, Psychotherapeut

Die Autorin zieht sehr viele Studien heran, um ihre Positionen zu untermauern. Ihre Quellen stellt sie am Ende des Buchs zur Verfügung. Sie fordert den konstruktiven Journalismus. Dieser richtet sich nicht einseitig darauf, auf Probleme und Katastrophen hinzuweisen, sondern auch Lösungsvorschläge zur Diskussion zu stellen. Hierzu zeigt sie immer wieder, dass die Journalisten gar nicht selbst an Lösungen arbeiten müssen. Es gibt weltweit unzählige Initiativen, die bereits an Lösungsansätzen zu den verschiedensten Herausforderungen arbeiten und zum Teil bereits Erfolge vorweisen können.

"Wer seinen Morgen mit Gewalt und Schrecken beginnt, normalisiert beides irgendwann. In der digitalen Welt des Dauerbeschusses mit Nachrichten pendeln wir also zwischen ständiger Alarmbereitschaft auf der einen Seite und Desensibilisierung auf der anderen Seite." - Prof. Dr. Maren Urner: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang, 2019

Darüber hinaus plädiert sie dafür, dass auch positive Nachrichten Einzug in den Journalismus finden sollten. Wusstet ihr beispielsweise, dass weltweit bereits rund 87% aller Menschen lesen und schreiben können? Sie verweist auf den Ignoranztest und lässt die Leser selbst ein paar Fragen beantworten. So konnte ich selbst feststellen, dass ich so manche Wahrnehmung hinterfragen sollte. Deshalb wünscht sie sich, dass zu den klassischen W-Fragen des Journalismus eine hinzukommt: „Was jetzt?“ oder „Wie geht es weiter?“

Sie beschränkt sich nicht nur auf Medienkritik, sondern fordert ein stärkeres, öffentliches Engagement der Wissenschaft. So berichtet sie davon, dass es an den Universitäten Englands zum Selbstverständnis der Dozenten gehört, wissenschaftliche Ergebnisse auf Twitter oder Facebook für die Allgemeinheit verständlich formuliert zu veröffentlichen, um das Wissen der Gesellschaft zu mehren.

Einzelnen Vergleichen kann ich nicht zustimmen. Die Autorin informiert darüber, dass statistisch betrachtet jährlich mehr Menschen (nicht nur Kinder) an Kugelschreibern sterben, als an Terroranschlägen. Nun, ich bin sehr sicher, dass noch nie ein Kugelschreiber mit dem Ziel aufgestanden ist, Menschen zu töten. Beim Islamisten wiederum sehe ich das anders. Deshalb denke ich, dass nicht alles auf Statistiken heruntergebrochen werden kann und sollte.

Die Autorin fordert nicht nur konstruktiven Journalismus, sie hat eine Online-Zeitung gegründet, die ausschließlich Mitgliederfinanziert ist. In dieser wird pro Tag nur ein Artikel veröffentlicht, in dem nicht nur Probleme, sondern auch Lösungsansätze und gute Neuigkeiten Platz finden sollen. Das Engagement finde ich gut, doch weist sie sehr oft, auf das eigene Unternehmen hin, was ich ab der Mitte des Buches dann doch als nervige Eigenwerbung empfand.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Aussagen werden oft mit wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauert
+ kritischer, aber nicht abwertender Blick auf Medien und Journalismus
+ Richtet sich an Journalisten, ist aber auch für Medienkonsumenten allgemein interessant
- sehr viel Eigenwerbung

Meine Meinung

Die Lektüre dieses Buches hat sich gelohnt. Es richtet sich in erster Linie an Journalisten, ist aber auch für uns Konsumenten von Medien interessant. Die Autorin zeigt anhand wissenschaftlicher Studien Fehlentwicklungen in der Berichterstattung auf und bietet Lösungsansätze an. Einziges Manko für mich ist, dass die Eigenwerbung ab dem letzten Drittel des Buchs überhandnimmt.

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Cover des Buches Schluss mit dem täglichen Weltuntergang (ISBN: 9783426277768)K

Rezension zu "Schluss mit dem täglichen Weltuntergang" von Maren Urner

„Wie wir uns gegen die digitale Vermüllung unserer Gehirne wehren“ (Buchuntertitel)
kvelvor 2 Jahren

Inhalt, gemäß
Verlagshomepage:
Warum wir vor lauter News die Nachrichten
übersehen - in ihrem Sachbuch erklärt die Neurowissenschaftlerin
Maren Urner, warum uns die Informationsflut der modernen Medien
überfordert und welche Auswege es gibt.

Egal ob morgens in der Zeitung, abends im TV oder gleich den ganzen Tag im Liveticker auf dem Smartphone: Kriege, Skandale, Terroranschläge, Katastrophen. Der Welt scheint es so schlecht zu gehen wie noch nie, und in Zukunft wird alles noch schlimmer. Diese Sicht der Dinge drängt sich auf, wenn wir uns in den Medien über den Zustand der Welt informieren.

Maren Urner warnt vor den fatalen Auswirkungen dieser Art von Berichterstattung: Wir sind ständig gestresst, unser Gehirn ist dauerhaft im Angstzustand, und unsere Sicht auf die Welt wird durch Schwarz-Weiß-Malerei und Panikmache verzerrt. So gewinnen wir keinen Überblick über die Geschehnisse, sondern bleiben überfordert und hilflos zurück.

Mit ihrer
wissenschaftlichen Expertise erklärt die Autorin, was in der
modernen Medienwelt schiefläuft und wie unser Steinzeithirn täglich
von der digitalen Informationslandschaft überfordert wird. Als
Gründerin von Perspective Daily berichtet Maren Urner aber auch von
einer Alternative: von einem Online-Magazin, das lösungsorientiert
berichtet. Als Neurowissenschaftlerin und Vorreiterin des
Konstruktiven Journalismus in Deutschland erzählt sie von einer
Berichterstattung, die uns nicht hoffnungslos zurücklässt, aber
auch nichts schönreden will – inklusive interaktivem Crashkurs in
kritischem Denken.

Maren Urner
studierte Kognitions- und Neurowissenschaften in Deutschland, Kanada
und den Niederlanden und promovierte am University College London.
2016 gründete sie Perspective Daily mit, das erste werbefreie
Online-Magazin für Konstruktiven Journalismus. Seit Oktober 2019 ist
sie Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien,
Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln.

»Sobald mich meine
Berufskrankheiten Zorn, Angst oder Verzweiflung befallen, lese ich
Maren Urner. Klug und mit frischer Schärfe zeigt sie, was ein
verantwortungsvoller Journalismus leisten kann.« Hajo Schumacher


Auszug aus dem
Inhaltsverzeichnis:
Süchtig nach dem nächsten Update:
Nachrichtenkonsum im 21. Jahrhundert
Eigentlich müssten wir richtig viel Zeit haben
Ich wollte doch nur ein Ticket kaufen …
Der Wert deiner Aufmerksamkeit
Abhängigkeit mit
Folgen: Das macht die Informationsflut mit Gehirn und Psyche
Nachrichten sind stressiger als die Realität
     Wir lernen,
hilflos zu sein


Meine Meinung:

Sehr interessant
fand ich die Ausführungen zu dem Grundgedanken: „Objektiver
Journalismus ist eine Fata Morgana“ (S. 60).


Insgesamt bot dieses
Sachbuch einiges Interessantes, einiges Altbekanntes und einiges an
Eigenwerbung. Aber dennoch lesenswert.

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