Margaret Atwood

 4,2 Sterne bei 2.447 Bewertungen
Autorin von Der Report der Magd, Die Zeuginnen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Margaret Atwood (©(c) BerlinVerlag)

Lebenslauf

Dystopien aus Kanada: Margaret Eleanor Atwood, geboren am 18. November 1939 in Ottawa, ist eine kanadische Schriftstellerin. Sie studierte Englisch und Literatur am Radcliffe College der Harvard University und an der University of Toronto. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Dozentin der Literaturwissenschaft an diversen Universitäten. 

Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Die Essbare Frau“. Bekannt wurde sie aber vor allem mit ihrem dystopischen „Report der Magd“, in dem aus den USA die Republik Gilead wurde, in der Frauen einen rechtlosen Besitz der Männer darstellen. Hierfür wurde sie mit dem General´s Award for Fiction ausgezeichnet. Die Fernsehadaption ihres Werkes „Der Report der Magd“ („The Handmaid's Tale“) machte die Kanadierin Margaret Atwood weltweit bekannt. 

Darüber hinaus schrieb die Autorin zahlreiche Kurzgeschichten und Gedichte. Ihre Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt. 

Für ihre herausragenden Arbeiten wurde Atwood bereits mit dem Booker Prize, dem Hammett Prize, dem Prinz-von-Asturien-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis, dem National Book Critics Circle Award und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Zudem bekam sie den Frank-Kafka-Literaturpreis.

Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in Toronto.

Neue Bücher

Cover des Buches Vierzehn Tage (ISBN: 9783869525327)

Vierzehn Tage

 (7)
Neu erschienen am 29.02.2024 als Hörbuch bei OSTERWOLDaudio.

Alle Bücher von Margaret Atwood

Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)

Der Report der Magd

 (796)
Erschienen am 13.07.2020
Cover des Buches Die Zeuginnen (ISBN: 9783492316651)

Die Zeuginnen

 (207)
Erschienen am 31.08.2020
Cover des Buches Oryx und Crake (ISBN: 9783492311311)

Oryx und Crake

 (141)
Erschienen am 01.10.2017
Cover des Buches alias Grace (ISBN: 9783492313476)

alias Grace

 (129)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Das Jahr der Flut (ISBN: 9783492313414)

Das Jahr der Flut

 (96)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Hexensaat (ISBN: 9783328103363)

Hexensaat

 (72)
Erschienen am 11.11.2018
Cover des Buches Der blinde Mörder (ISBN: 9783492313483)

Der blinde Mörder

 (59)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Die Geschichte von Zeb (ISBN: 9783492313421)

Die Geschichte von Zeb

 (51)
Erschienen am 02.10.2017

Videos

Neue Rezensionen zu Margaret Atwood

Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
I

Rezension zu "Der Report der Magd" von Margaret Atwood

Bin zwiegespalten
ineed_morebookshelvesvor 7 Tagen

An sich eine erschreckende und interessante Dystopie, die ich gerne gelesen habe.

Allerdings hat mir ein konkreter Höhepunkt und ein Perspektivwechsel zu anderen Figuren gefehlt und die Geschichte hatte einige Längen.

Insgesamt konnte mich die Idee der Geschichte überzeugen, der Schreibstil und die fehlende Nähe zu den Figuren dafür eher weniger.

Cover des Buches Lady Orakel (ISBN: 9783492311182)
Fries avatar

Rezension zu "Lady Orakel" von Margaret Atwood

Ich wurde sehr gut unterhalten
Frievor 9 Tagen

Es ist mein erstes Buch von Margaret Atwood und sicher nicht mein letztes.
Auf einer Hotel-Sonnenterrasse im Urlaub liegend, musste ich andauernd kichern oder lachen. Mit Lady Orakel hat Atwood eine skurrile Antiheldin geschaffen.

Meiner Erfahrung nach sind die Menschen schwer übergewichtig, die in ihrer Jugend und Kindheit Misshandlungen körperlicher und/oder seelischer Natur ausgesetzt waren. Joan wird von einer Mutter großgezogen, der sie gar nichts Recht machen kann und die für ihr Kind ununterbrochen falsche Entscheidungen, die Joan dann ausbaden muss. Diese flieht in eine Welt der kurzfristigen Belohnung durch vieles Essen und plagt sich in der Folge mit den Nachteilen ihres Übergewichts herum.
Es widerfahren ihr wirklich gemeine Sachen und trotzdem schafft sie es, nicht zu verzweifeln, sondern einen Weg für sich zu finden. Ihre Tante Lou, selbst übergewichtig und etwas exzentrisch, zeigt ihr schöne und abgefahrene Dinge und gibt ihr das Gefühl, ok zu sein.
Nach deren Tod verwandelt sich Joan.
Sie legt sich zB eine weitere Persönlichkeit zu.
Sie, die keine Liebe kennengelernt hat, kann selbst nicht lieben. So geht sie irrwitzige Beziehungen ein, die aus den komischten Begegnungen resultieren: wird 'ungewollt' entjungfert, zur Geliebten, heiratet nach dem unromantischten aller möglichen Anträge, geht Verhältnisse ein und lebt ihr unbekannte Emotionen als Autorin von Groschenromanen aus. Versehentlich schreibt sie auch ein Buch, welches sich zum Kassenschlager entwickelt.
Ihre Männer können ihr nicht das Wasser reichen, wissen aber alles besser und sind so wunderbar beschrieben, dass ich sie bildlich vor Augen hatte.
Trocken lässt uns Joan/Louisa an ihrem Leben teilhaben und ständig möchte ich sie in den Arm nehmen dafür, dass sie das alles aushält und ich dabei lachen darf.
Das Buch endet mit offenen Handlungssträngen, wieder ist alles möglich.
Mich beschleicht die Lust, mich auch in ein anderes Leben zu schreiben und dort andere Dinge zu erleben.
Vielleicht eine Joan, die mit roten Haaren und trocknem Humor die wöchentlichen Treffen einer revolutionären Zelle ausrichtet oder auf verwegene Adlige in einem jahrhunderte alten Labyrinth eines Landsitzes trifft. Alles ist möglich:)


Cover des Buches Vierzehn Tage (ISBN: 9783423440264)
Ava_lons avatar

Rezension zu "Vierzehn Tage" von Margaret Atwood

Die Spiegelung eines weltweit besonderen Zeitraumes - Corona
Ava_lonvor 25 Tagen

Inhalt

New York im April 2020. Während des ersten Lockdowns wird das Dach ihres Mietshauses für die Bewohner zur überraschenden Zuflucht vor der Isolation. Jeden Abend treffen sie sich dort und erzählen einander ihre ungewöhnlichen, spannenden, komischen und bewegenden Geschichten. Jeder Mieter und jede Mieterin steuert eine bei (wahr oder zumindest gut erfunden), und ein neues Decamerone für unsere Zeit nimmt seinen Anfang. Allmählich findet die Runde zu einer unerwarteten Gemeinschaft und Anteilnahme füreinander...

Ein Loblied auf das Leben, die Menschlichkeit und die Gemeinschaft.

Cover

Entsprechend dem Inhalt des Buches ist der Blickwinkel auf die Dächer / Skylines die vor einem liegen gerichtet.

Ein Wort vorneweg

Ich schreibe meine Rezensionen persönlich. Dadurch können meine Rezensionen ansatzweise sowohl Spoiler als auch Analysen und Bewertungen enthalten, wobei der Schwerpunkt immer auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

Mein Eindruck

Ich finde Kurzgeschichten immer ein wenig schwierig zu lesen, auch wenn sie wie hier geschickt miteinander verbunden werden. Vom ersten Moment an fand ich die Rahmenhandlung deutlich spannender als die einzelnen Geschichten.

Die einzelnen Geschichten sind sehr unterschiedlich. Von gut bis schlecht, nach meinem persönlichen Empfinden ist alles vertreten. Mir fehlten ein wenig die kurzweiligen spannenden Momente - es häufen sich eher die sachlichen Themen und die sachliche Erzählweise über die schmerzlichen Momente im Leben. Dabei hatte ich häufig das Gefühl, dass die erzählende Person sich innerlich von ihrer eigenen Geschichte abgespalten hat; die eigenen Gefühle weggesperrt hat. Es wurde viel über Tod, Leid und die prägenden Erlebnisse aus der Kindheit erzählt. Der Anteil der erfundenen Geschichten und der mystischen Geschichten kam für mich etwas zu kurz.

Die Gemeinschaft auf dem Dach entwickelt sich nur langsam und sehr spröde. Erst zum Ende hin fand ich es deutlich besser und auch der Abschluss war gelungen.

Es gibt zwei Beschreibungen die ich für diese Corona - Situation bedeutsam fand:

Zitat 1

„Für mich lag etwas Tröstliches in diesen geschäftigen, präzisen Handgriffen, mit denen er sich in dem Eins-fünfzig-Radius um sich ein Heim schuf.“

Zitat 2

„In immer eins fünfzig Metern Abstand stiegen wir nacheinander die enge Treppe hinunter, zurück in unser marodes Haus zu den wie auch immer gearteten Beschäftigungen, denen wir an diesen langen Corona-Abenden nachgingen. Vielleicht zurück zu unserem Geist.“

Fazit

Tolle Grundidee, die Geschichten schwächeln dagegen punktuell sehr stark. Die Rahmenhandlung und das Ende haben mir gut gefallen.


240501

Gespräche aus der Community

Leserunde zu "Report der Magd" von Margaret Atwood

Start: 15.62022

Wir wollen gemeinsam diesen dystopischen Roman aus dem Jahr 1985 lesen. Leider kein Buchgewinn, wir lesen alle mit unseren eigenen Büchern - jede/r ist ganz herzlich eingeladen!

263 Beiträge
Ava_lons avatar
Letzter Beitrag von  Ava_lonvor 2 Jahren

Enthält keine Spoiler 😘

Es werden keine Bücher verlost. 

Wir lesen zusammen "Die Zeuginnen" von Magret Atwood.

Jeder ist herzlich willkommen mit eigenem Exemplar mitzulesen.

555 Beiträge
SternchenBlaus avatar
Letzter Beitrag von  SternchenBlauvor 5 Jahren

Es gibt wirklich ziemlich gute Texte unter den Schlagwörtern "rape as plot device". Das fängt dann schon bei Shakespeare an. Und meist werden Frauen dann noch als "beschädigte Ware" dargestellt. Handsmaid's Tale kommt halt gar nicht ohne aus, weil es ja genau darum geht, wie absurd dann auch der Diskurs darüber ist. Aber der Grat ist so schmal, da stimme ich Dir total zu.

Dass sexuelle Gewalt an Männern selten gezeigt wird, erhöht die Stigmatisierung von männlichen Opfern – und die Wahrscheinlichkeit, dass sie schweigen nochmal.

🔸Hier gibt es keine Bücher zu gewinnen. Wir lesen mit eigenem Exemplar.🔸 📚 Wenn Ihr besondere Stellen im Buch habt, Zitate, Lebensweisheiten, so könnt ihr diese unter der Rubrik ZITATENSAMMLUNG hinzufügen. Vergesst die Seitenzahl nicht.
381 BeiträgeVerlosung beendet
Pantoffeltiers avatar
Letzter Beitrag von  Pantoffeltiervor 5 Jahren
Echt, davon gibt es auch eine Serie? Also ich würde es gern zusammen mit anderen lesen. Ist auch ein ganz schöner Schinken.

Zusätzliche Informationen

Margaret Atwood wurde am 18. November 1939 in Ottawa (Kanada) geboren.

Margaret Atwood im Netz:

Community-Statistik

in 2.717 Bibliotheken

auf 535 Merkzettel

von 105 Leser*innen aktuell gelesen

von 53 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks