Margaret Atwood

 4,2 Sterne bei 2.673 Bewertungen
Autorin von Der Report der Magd, Die Zeuginnen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Margaret Atwood (©(c) BerlinVerlag)

Lebenslauf

Dystopien aus Kanada: Margaret Eleanor Atwood, geboren am 18. November 1939 in Ottawa, ist eine kanadische Schriftstellerin. Sie studierte Englisch und Literatur am Radcliffe College der Harvard University und an der University of Toronto. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Dozentin der Literaturwissenschaft an diversen Universitäten. 

Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Die Essbare Frau“. Bekannt wurde sie aber vor allem mit ihrem dystopischen „Report der Magd“, in dem aus den USA die Republik Gilead wurde, in der Frauen einen rechtlosen Besitz der Männer darstellen. Hierfür wurde sie mit dem General´s Award for Fiction ausgezeichnet. Die Fernsehadaption ihres Werkes „Der Report der Magd“ („The Handmaid's Tale“) machte die Kanadierin Margaret Atwood weltweit bekannt. 

Darüber hinaus schrieb die Autorin zahlreiche Kurzgeschichten und Gedichte. Ihre Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt. 

Für ihre herausragenden Arbeiten wurde Atwood bereits mit dem Booker Prize, dem Hammett Prize, dem Prinz-von-Asturien-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis, dem National Book Critics Circle Award und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Zudem bekam sie den Frank-Kafka-Literaturpreis.

Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in Toronto.

Alle Bücher von Margaret Atwood

Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)

Der Report der Magd

(884)
Erschienen am 13.07.2020
Cover des Buches Die Zeuginnen (ISBN: 9783492316651)

Die Zeuginnen

(228)
Erschienen am 31.08.2020
Cover des Buches Oryx und Crake (ISBN: 9783492311311)

Oryx und Crake

(150)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches alias Grace (ISBN: 9783492313476)

alias Grace

(140)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Das Jahr der Flut (ISBN: 9783492313414)

Das Jahr der Flut

(101)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Hexensaat (ISBN: 9783328115175)

Hexensaat

(72)
Erscheint am 13.01.2027
Cover des Buches Der blinde Mörder (ISBN: 9783492313483)

Der blinde Mörder

(62)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Die Geschichte von Zeb (ISBN: 9783492313421)

Die Geschichte von Zeb

(55)
Erschienen am 02.10.2017

Neue Rezensionen zu Margaret Atwood

Cover des Buches Die Zeuginnen (ISBN: 9783492316651)
Schnudls avatar

Rezension zu "Die Zeuginnen" von Margaret Atwood

Schnudl
Fesselnd und spannend.

Achtung Spoileralarm, da Band 2 ‼️


Ich mochte ja den Schreibstil von der Report der Magd nicht so gerne, weil es sehr monoton war, auch wenn es zu der Figur gepasst hat. Im zweiten Teil hat mich der Schreibstil dafür absolut gepackt und ich konnte nicht aufhören. Vielleicht weil 34 Jahre zwischen den Büchern liegen aber vielleicht auch wegen der Protagonisten. 


Ich fand es spannend und fesselnd und wollte wissen wie es ausgeht. Wir haben im ersten Band den typischen düsteren und beklemmenden literarischen Klassiker, im zweiten Band jedoch kam ich mir eher wie in einem Thriller vor. 


Es wird aus drei Perspektiven geschrieben, die am Ende alle irgendwo zusammen führen und die Risse in dem totalitären Regime vor Augen führen. So gibt es zum einen Agnes, ein Mädchen, dass in Gilead aufwächst, Daisy, die mit dem System konfrontiert wird und Tante Lydia, eine Person des Regimes, deren Werte beleuchtet werden, die eben nicht abgrundtief böse ist sondern eine anpassende Figur, die für sich selbst das Beste sucht. 


Die Themen Freiheitsentzug, Machtmissbrauch, religiöser Fanatismus und Kontrolle über den weiblichen Körper bleiben weiterhin bestehen und auch diesmal wirft es gesellschaftliche Fragen auf. 


Ich muss jetzt auf jeden Fall die Serie sehen und bin sehr gespannt drauf, denn auch wenn es wirklich beklemmend und düster ist, so hat es mir doch wirklich gut gefallen.

Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
Eve_Waes avatar

Rezension zu "Der Report der Magd" von Margaret Atwood

Eve_Wae
„Nolite te bastardes carborundorum.“

Klappentext:

Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen. Ein totalitärer Staat, der keine Gnade kennt. Und eine stille Heldin, die den Ausbruch versucht: »Der Report der Magd« ist große Literatur und noch viel mehr.

Für Millionen Leserinnen auf der ganzen Welt ist Margaret Atwood die wichtigste literarische Stimme eines warnenden Feminismus. Ihre beklemmende Dystopie löste bei Erscheinen im Jahr 1985 einen kollektiven Aufschrei aus. Die weltweite Faszination ist geblieben.

Die provozierende Vision eines totalitären Staats: Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Die Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Auch die Magd Desfred wird Opfer dieses entwürdigenden Programms. Doch sie besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ...


Meine Meinung:

Ich bin über die Serie The Handmaid’s Tale auf Disney+ gestolpert und war sofort gefesselt. Ich bin komplett in diese Welt eingetaucht und wollte unbedingt wissen, woher das alles kommt. So bin ich schließlich bei Der Report der Magd von Margaret Atwood gelandet.

Und ehrlich gesagt hat mich das Buch genauso wenig losgelassen wie die Serie.

Die Geschichte spielt in Gilead, einem ehemaligen Teil der USA, der nach einem religiösen Umsturz zu einem totalitären Regime geworden ist. Frauen haben keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen weder lesen noch arbeiten noch über ihr eigenes Leben bestimmen. Sie existieren nur noch als Besitz und im schlimmsten Fall als Gebärmaschinen.

Im Zentrum steht June Osborn, die als Magd im Haushalt eines Kommandanten lebt und gezwungen wird, für ihn ein Kind zu bekommen. Allein diese Ausgangssituation ist schon schwer auszuhalten, aber was das Buch daraus macht, geht noch viel tiefer.

Besonders spannend fand ich die Form. Die Geschichte ist wie ein Bericht aufgebaut, fast wie ein persönliches Protokoll. June erzählt bruchstückhaft von ihrem Leben nach dem Umsturz, ihren Erinnerungen, ihren Gedanken. Dazwischen stehen die sogenannten historischen Anmerkungen aus der Zukunft, in denen ihr Bericht wie ein Fundstück analysiert wird. Das macht das Ganze noch beklemmender, weil es plötzlich nicht mehr nur wie Fiktion wirkt, sondern wie etwas, das tatsächlich passiert sein könnte.

Die Handlung an sich ist ruhig und unspektakulär. Es geht nicht um große Action, sondern um das Aushalten, das Erinnern und das Überleben. Gerade das hat es für mich so intensiv gemacht. Margaret Atwood schreibt nüchtern und teilweise fragmentarisch, was die Ausweglosigkeit nur noch verstärkt.

Ein Detail, das mir erst nach und nach bewusst wurde, hat mich besonders getroffen. Die Namen der Mägde. June wird „Desfred“ genannt, eine Andere heißt zum Beispiel „Desglen“. Am Anfang habe ich das einfach hingenommen, ohne groß darüber nachzudenken. Bis mir klar wurde, dass das nicht einfach Namen sind. Sie bedeuten „des Fred“, „des Glen“. Die Frauen besitzen nicht einmal mehr ihre eigene Identität. Sie gehören ihren Kommandanten. In Junes Fall ist das Fred Waterford. Dieser Moment des Verstehens hat für mich noch einmal deutlich gemacht, wie konsequent dieses System Frauen entmenschlicht.

Es ist definitiv keine leichte Lektüre. Der Umgang mit Frauen, die völlige Kontrolle über ihre Körper und ihr Leben, das alles ist schwer auszuhalten. Und gleichzeitig wirkt es erschreckend real. Gerade weil das Buch schon in den 80ern geschrieben wurde, fühlt es sich heute fast noch aktueller an.

Fazit:

Für mich war „Der Report der Magd“ keine Geschichte, die man einfach liest und wieder weglegt. Es ist ein Buch, das nachwirkt, das einen beschäftigt und das einem unangenehme Fragen stellt. Genau das macht es so stark.

Zerstörung von innen

Zuerst ein Mal muss man sagen, dass es ganz anders ist als der erste Teil, aber das macht es nicht schlechter. Ich mochte diese drei geteilte Erzählung, die an Ende zusammen liefen und vor allem wer und wie für den Fall von Gilead verantwortlich war. Mir gefiel, dass es Antworten gab und man noch mehr erfahren hat, zum einen von Beginn dieser kranken Gesellschaft als auch wie Außenstehende dazu stehen und das Betrachten. Für mich hätte es da noch mehr in die Tiefe gehen können. Das Buch hat mich oft wütend, traurig und fassungslos gemacht. Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen 

Gespräche aus der Community

Leserunde zu "Report der Magd" von Margaret Atwood

Start: 15.62022

Wir wollen gemeinsam diesen dystopischen Roman aus dem Jahr 1985 lesen. Leider kein Buchgewinn, wir lesen alle mit unseren eigenen Büchern - jede/r ist ganz herzlich eingeladen!

264 Beiträge
Ava_lons avatar
Letzter Beitrag von  Ava_lon

Enthält keine Spoiler 😘

Margaret Atwoods Meisterwerk "Der ­Report der Magd" ist längst ein moderner Klassiker. Jetzt erzählt sie das hochdramatische Finale ihrer Kult gewordenen Geschichte.

Bei unserer Buchverlosung vergeben wir 25 Exemplare der Fortsetzung "Die Zeuginnen".

165 BeiträgeVerlosung beendet

Kanada ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2020/2021. Im Rahmen des Projekts sind über 350 Bücher in deutscher Sprache von kanadischen Autor*innen und Illustrator*innen erschienen. Unter dem Motto „Buch jetzt. Und lies dich nach Canada“ lädt das Land ein, die vielfältige Literatur des Landes zu entdecken. Für diese Leserunde haben wir uns 5 Bücher speziell rausgepickt. Die 15 Gewinner*innen erhalten jeweils alle 5 Bücher, von denen wir dann 3 Bücher gemeinsam auswählen und nacheinander hier lesen werden.
Alle Infos zu den Titeln erfahrt ihr unten im Begrüßungsbeitrag.

925 BeiträgeVerlosung beendet
Aischas avatar
Letzter Beitrag von  Aischa

Zusätzliche Informationen

Margaret Atwood wurde am 18. November 1939 in Ottawa (Kanada) geboren.

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