Margaret Atwood

 4.2 Sterne bei 1.352 Bewertungen
Autorin von Der Report der Magd, The Handmaid's Tale und weiteren Büchern.
Autorenbild von Margaret Atwood (©(c) BerlinVerlag)

Lebenslauf von Margaret Atwood

Dystopien aus Kanada: Die Fernsehadaption ihres Werkes „Der Report der Magd“ („The Handmaid's Tale“) machte die Kanadierin Margaret Atwood weltweit bekannt. In den 60er- und 70er-Jahren arbeitete die 1939 in Ottawa geborene Schriftstellerin an mehreren kanadischen und amerikanischen Universitäten als Dozentin für Englisch. 1969 veröffentlichte sie ihren Erstlingsroman „The Edible Woman“. Weltruhm erlangte sie 1985 mit ihrem dystopischen „Report der Magd“, in dem aus den USA die Republik Gilead wurde, in der Frauen einen rechtlosen Besitz der Männer darstellen. Für dieses Buch erhielt die Autorin zahlreiche Auszeichnungen. Margaret Atwood bezeichnete ihr Werk als spekulative Fiktion, die im Vergleich mit purer Science-Fiction zur Realität werden kann. Zu ihren weiteren Erfolgen zählen „The Blind Assassin“ („Der blinde Mörder“) und das von Netflix verfilmte Buch „Alias Grace“. 2017 nahm Margaret Atwood den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegen.

Neue Bücher

Der Report der Magd

 (1)
Erscheint am 02.09.2019 als Hardcover bei Berlin Verlag.

Die Zeuginnen

Erscheint am 10.09.2019 als Hardcover bei Berlin Verlag.

Der Report der Magd

 (1)
Erscheint am 02.09.2019 als Hörbuch bei OSTERWOLDaudio.

Die Zeuginnen

Erscheint am 10.09.2019 als Hörbuch bei OSTERWOLDaudio.

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Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN:9783827013842)

Der Report der Magd

 (432)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches Oryx und Crake (ISBN:9783492311311)

Oryx und Crake

 (108)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches alias Grace (ISBN:9783492313476)

alias Grace

 (98)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Das Jahr der Flut (ISBN:9783833309700)

Das Jahr der Flut

 (68)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Hexensaat (ISBN:9783328103363)

Hexensaat

 (49)
Erschienen am 12.11.2018
Cover des Buches Der blinde Mörder (ISBN:9783492977449)

Der blinde Mörder

 (44)
Erschienen am 03.07.2017
Cover des Buches Katzenauge (ISBN:9783833310645)

Katzenauge

 (36)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches Die Geschichte von Zeb (ISBN:9783833310232)

Die Geschichte von Zeb

 (33)
Erschienen am 13.07.2015

Neue Rezensionen zu Margaret Atwood

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Rezension zu "Der Report der Magd" von Margaret Atwood

Hinter den Scheuklappen
FrauSchafskivor 4 Tagen

Es gibt Bücher, die schon vor dem Lesen eine Art Aura von Ehrfurcht in mir auslösen. Meist sind das Klassiker der Weltliteratur von Autor*innen, die sich einen Platz in den Annalen der Literaturgeschichte erkämpft haben. Solche Bücher zu Rezensieren, sehe ich mich quasi außer Stande. Wie kann ein so kleines unwissendes Licht sich an die großen Werke herantrauen und es auch noch wagen, eine Bewertung derselbigen auszusprechen? Da hilft nur eins - etwas Abstand von der Ehrfurcht gewinnen und versuchen, im Ansatz Leseeindrücke zusammenzufassen und wiederzugeben. 

„Der Report der Magd“ war mein erstes Buch von Margarete Atwood und es hat viel zu lange auf dem SuB gelegen, viel zu lange habe ich gewartet, um den Einstieg in das Werk der Autorin zu wagen. Denn sie ist brillant - und zu dieser Ansicht komme ich bereits nach der Lektüre nur eines ihrer Bücher. Das darin beschriebene Gesellschaftssystem scheint zeitlich gesehen bereits morgen genau so umsetzbar zu sein und beinhaltet dennoch Ansätze, die ebenso gut aus dem Mittelalter stammen könnten. Solche Gegensätzlichkeiten ziehen sich durch die gesamte Geschichte und bilden ein irritierendes, bigottes Konstrukt. Atwood zeichnet eine patriarchalische Gesellschaft, in der Frauen gleichermaßen unterdrückt und zum wichtigsten Gute der menschlichen Rasse erhoben werden aufgrund ihrer Fähigkeit, Kinder zu gebären und somit den Fortbestand zu sichern. Diejenigen unter ihnen, die noch fruchtbar sind, werden den reichen, bedeutenden Herren als Magd unterstellt und haben ihnen zum Zweck der Fortpflanzung zur Verfügung zu stehen. Dieser Akt an sich erfolgt anhand eines festgelegten Rituals, das jegliche sexuelle Empfindung oder gar Befriedigung der Frau unterbindet. Generell ist Vergnügen in dieser Gesellschaft nicht gern gesehen, stattdessen pflegen die Menschen eine manische Religiosität, die gleichzeitig auch Legitimierung und Quelle des vorherrschenden Wertesystems ist. Vor diesem Hintergrund folgen wir der Stimme von Desfred, einer Magd, die uns an ihren Empfindungen teilhaben lässt. In ihr spiegeln sich Unterdrückung und Auflehnung, Resignation und Wut, Vorher und Nachher. Denn Desfred kennt das „Vorher“ und weiß um die Freiheit, die sie verloren hat. Sie ist die Stimme in unserem Kopf, die uns gleichsam zu Unterdrückten macht, ohne dass wir genau sagen könnten, wie es denn so weit hat kommen können. Sie ist die Feministin des Romans, ohne dass sie darum weiß. So unvermittelt, wie wir in die Handlung hineingeworfen werden, so unvermittelt fallen wir auch wieder hinaus. Denn der Report umfasst - wie es die Textsorte nun einmal will - nur einen kleinen Teilbereich der ganzen Geschichte. Was davor geschah oder danach geschehen wird, obliegt allein der Fantasie der Leser. 

Fazit: Es ist nicht möglich, alle Facetten des Romans beim ersten Lesen zu erfassen. Atwood schreibt so vielschichtig und tiefgründig, dass zwar jeder diese Geschichte lesen kann, doch bei Weitem nicht jeder sie verstehen wird. Dennoch ist „Der Report der Magd“ eines der Bücher, über das sich jeder selbst eine Meinung bilden sollte. Ich vergebe 5 Sterne, einfach weil dieses Buch 5 Sterne bekommen muss und meine subjektive Meinung eigentlich keine Rolle spielt.

 

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Rezension zu "Der Report der Magd" von Margaret Atwood

Margaret Atwood - Der Report der Magd
Chrissy87vor 7 Tagen

Zum Inhalt muss ich, glaube ich, nicht mehr viel sagen.
Als ich das Buch beendet hatte, war ich hin- und hergerissen wie viele Sterne ich der Geschichte geben soll bzw. will. Ich habe zwischen drei und vier Sternen geschwankt.
Das lag zum einen daran, das ich die Gedankensprünge der Protagonistin oft als sehr anstrengend empfand und es schon etwas Zeit brauchte sich mit dem hin und her gespringe zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit vertraut zu machen.
Zum anderen lag es an Desfred selbst. Sie war mir die ganze Zeit über zu passiv. Ich weiß das nicht jede Geschichte ihren strahlenden Helden hervorbringt, aber wie sie alles über sich hat ergehen lassen, war für mich als Leser oft unbegreiflich.
(Achtung Spoiler) Und das bei ihr so absolut keine Entwicklung von statten ging fand ich auch schade, selbst zum Schluss hat sie es über sich ergehen lassen als sie weg gebracht wurde.
Trotzdem habe ich mich schlussendlich für 4 Sterne entschieden, weil mir die Idee und die eigentliche Umsetzung gut gefallen haben, auch wenn Desfred nicht "meine" Protagonistin war.

Kommentare: 4
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Rezension zu "alias Grace" von Margaret Atwood

Atmosphärische Darstellung der bigotten Gesellschaft des 19. Jahrhunderts
MilaWvor 11 Tagen

Ende des 19. Jahrhunderts bewegt das Schicksal der Grace Marks die Gemüter. Im Alter von 16 Jahren wurde sie der Mithilfe am Mord ihres Dienstherren und dessen Haushälterin verdächtigt. Die Todesstrafe wird im letzten Moment in lebenslange Haft umgewandelt, obwohl die Umstände der Morde alles andere als klar sind..

Der Nervenarzt Simon Jordan versucht Licht in die Sache zu bringen.

Ist sie eine kaltblütige Mörderin? Verführte sie ihren Komplizen? Ist sie selbst unschuldiges Opfer des wahren Mörders? Ist sie psychisch krank oder spielt sie nur die Wahnsinnige?

Margret Atwood legt trotz des Themas keinen klassischen Kriminalroman vor. Es geht nicht so sehr darum, was wirklich passiert ist, als um eine Darstellung der Gesellschaft und des Menschenbildes des 19. Jahrhunderts.

Atwood verzichtet auf Dramatisierungen und Romantisierung. Sie bemüht sich um ein lebendiges und detailliertes Bild der Zeit, angereichert mit Zitaten aus Gerichtsprotokollen und literarischen Bearbeitungen des Themas. Es geht nicht nurn um den Mord, sondern auch die Geschichte der Erforschung und Therapie von Geisteskrankheiten, die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, die Situation von Bediensteten. Man kann sich gut in Graces Lage hineinfühlen auch wenn ihre Handlungen nicht immer nachzuvollziehen sind. Zugleich blickt man aus der Sicht des behandelnden Arztes Simon auf Grace. Es gibt kaum schwarz und weiß, stattdessen gibt es sehr viele Schattierungen von grau. Es gibt durchaus Längen und am Ende entzieht sich die Autorin auf unbefriedigende Weise der Notwendigkeit sich endgültig festlegegen zu müssen, aber dafür entschädigt die wunderbar atmosphärische Darstellung.

Im Anhang geht Atwood auf die realen Hintergründe und ihre Quellen ein. Mir hat sehr gut gefallen, dass sie auf Unklarheiten eingeht, ohne eine Lösung zu präsentieren. Ein sehr eindrückliches, intensives Leseerlebnis.

4,5 Sterne

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Gespräche aus der Community

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🔸Hier gibt es keine Bücher zu gewinnen. Wir lesen mit eigenem Exemplar.🔸 📚 Wenn Ihr besondere Stellen im Buch habt, Zitate, Lebensweisheiten, so könnt ihr diese unter der Rubrik ZITATENSAMMLUNG hinzufügen. Vergesst die Seitenzahl nicht.
Zur Leserunde
War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 18 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch eins oder gleich mehrere unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten. Vielleicht sind auch noch Ideen für die letzten Weihnachtsgeschenke dabei?

Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 18 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und erfüllt folgende kleine Aufgabe:

Jetzt kennt ihr unsere Buchtipps - von uns für euch! Doch welche Bücher würdet ihr uns empfehlen? Pickt euch ein Team-Mitglied heraus und gebt ihm eine Buchempfehlung, die gut passen könnte. Ein paar Worte dazu, warum das Buch euch begeistert hat, sind unbedingt erwünscht. Ihr dürft natürlich auch mehr Tipps geben, wenn ihr euch nicht auf einen beschränken könnt.

Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 6. Januar 2019 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!
Zur Buchverlosung
Ihr Lieben,

hier ist endlich unsere Margaret Atwood Leserunde!! Entschuldigt, dass ich es jetzt erst geschafft habe, sie zu erstellen. Ich hoffe ihr seid noch zahlreich dabei! :)
Starten könnt ihr ab sofort. Fangt einfach ein, wenn es euch passt. Es wäre ganz gut, wenn bis Ende des Monats alle starten könnten. Ich konnte mich nicht zurückhalten, nachdem ich die Einteilung gemacht habe und habe direkt angefangen zu lesen. Ich finde, es klingt vielversprechend!

Also, viel Spaß! ^.^


Ps.: Ich verlose keine Bücher. Jeder kann mit eigenem Exemplar an der Runde teilnehmen.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Margaret Atwood wurde am 18. November 1939 in Ottawa (Kanada) geboren.

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auf 337 Wunschlisten

von 76 Lesern aktuell gelesen

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