Margaret Atwood

 4.2 Sterne bei 1.253 Bewertungen
Autorin von Der Report der Magd, The Handmaid's Tale und weiteren Büchern.
Margaret Atwood

Lebenslauf von Margaret Atwood

Dystopien aus Kanada: Die Fernsehadaption ihres Werkes „Der Report der Magd“ („The Handmaid's Tale“) machte die Kanadierin Margaret Atwood weltweit bekannt. In den 60er- und 70er-Jahren arbeitete die 1939 in Ottawa geborene Schriftstellerin an mehreren kanadischen und amerikanischen Universitäten als Dozentin für Englisch. 1969 veröffentlichte sie ihren Erstlingsroman „The Edible Woman“. Weltruhm erlangte sie 1985 mit ihrem dystopischen „Report der Magd“, in dem aus den USA die Republik Gilead wurde, in der Frauen einen rechtlosen Besitz der Männer darstellen. Für dieses Buch erhielt die Autorin zahlreiche Auszeichnungen. Margaret Atwood bezeichnete ihr Werk als spekulative Fiktion, die im Vergleich mit purer Science-Fiction zur Realität werden kann. Zu ihren weiteren Erfolgen zählen „The Blind Assassin“ („Der blinde Mörder“) und das von Netflix verfilmte Buch „Alias Grace“. 2017 nahm Margaret Atwood den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegen.

Neue Bücher

Aus Neugier und Leidenschaft

 (2)
Erscheint am 01.02.2019 als Taschenbuch bei Piper.

Hexensaat

 (46)
Neu erschienen am 12.11.2018 als Taschenbuch bei Penguin.

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Der Report der Magd

Der Report der Magd

 (377)
Erschienen am 17.11.2017
Oryx und Crake

Oryx und Crake

 (102)
Erschienen am 02.10.2017
alias Grace

alias Grace

 (95)
Erschienen am 02.10.2017
Das Jahr der Flut

Das Jahr der Flut

 (66)
Erschienen am 10.03.2014
Hexensaat

Hexensaat

 (46)
Erschienen am 12.11.2018
Der blinde Mörder

Der blinde Mörder

 (40)
Erschienen am 17.10.2009
Katzenauge

Katzenauge

 (35)
Erschienen am 01.09.2016
Die Geschichte von Zeb

Die Geschichte von Zeb

 (30)
Erschienen am 13.07.2015

Neue Rezensionen zu Margaret Atwood

Neu

Rezension zu "The Handmaid's Tale" von Margaret Atwood

Bedrückend, düster und eine unheimliche Warnung - Sehr empfehlenswert! ​
LaLecturevor 16 Tagen

Der Kontext

In „The Handmaid’s Tale“ (dt. „Der Report der Magd“) entwickelt Margaret Atwood eine dystopische Zukunftvision, die kaum bedrückender sein könnte. Die Unterdrückung durch das streng religiöse Regime, das in der Republik Gilead (früher USA) herrscht, bezieht sich vor allem auf traditionelle Geschlechterrollen, ein heteronormatives Weltbild und systematische Fortpflanzung. Frauen wurden geehrt und geschätzt, da sie Kinder zur Welt bringen können, jedoch auch auf diese Rolle reduziert und unter dem Vorwand des Schutzes unterdrückt. Vergewaltigung steht unter Todesstrafe, ebenso jedoch die Vornahme von Abtreibungen, die Inanspruchnahme von Sexarbeit und Homosexualität.

In wohlhabenden Familien werden Frauen in verschiedene Rollen eingeteilt: Es gibt die Ehefrauen, Marthas (für den Haushalt zuständig) und Handmaids (dt. Mägde). Da in der Zukunft die Geburtenrate offenbar stark gesunken ist, werden die Handmaids eigens dafür ausgebildet, anstelle der Ehefrauen Kinder zu bekommen. Dafür werden sie gesund und fit gehalten und bekommen eine Unterkunft und Essen, werden aber auch regelmäßig in einer Zeremonie vom Ehemann, für den sie arbeiten, vergewaltigt. Gelingt es ihnen, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, wird es ihnen weggenommen und von dem Ehepaar aufgezogen, während sie zum nächsten Arbeitgeber weiterziehen. „Versagen“ sie jedoch zu häufig, droht die Abschiebung in die Kolonien, in denen man sich zu Tode schuftet.
Wahlrecht, das Recht zu arbeiten, eigenes Geld, über das sie verfügen, die Möglichkeit zu lesen - all das haben Frauen im Gilead nicht mehr.


Meine Meinung

Dieses bedrückende Szenario wirkt zum Teil in einer Zeit, in der die Frauenrechtsbewegung viel erreicht hat, etwas weit hergeholt, ist jedoch gleichzeitig die Basis einer Kritik an Teilen unserer aktuellen Gesellschaft, die man aus dem Roman herauslesen kann. Die Reduzierung der Frau auf eine Rolle in Haushalt und Familie, das Bedürfnis nach Kontrolle ihrer Fortpflanzung, das Verteufeln von Homosexualität und Prostitution - all das erinnert stark an die Ansichten extrem konservativer oder streng religiöser Menschen, wie es sie auch heute in Politik und Gesellschaft gibt. Auch dass der Schutz der Frauen als Vorwand genommen wird, um sie zu unterdrücken (z.B. über Kleidungsvorschriften), und ihnen die Schuld gegeben wird, wenn sie sexuell belästigt oder vergewaltigt werden oder wenn sie in ihrer Aufgabe als „Gebärmaschine“ „versagen“, kennt man leider bereits aus der Realität.

Häufig werden die Argumentationen von Personen zitiert, die vom neuen System überzeugt sind, beispielsweise „Tante Lydia“, die die Handmaids ausbildet. Diese sind einerseits unheimlich und abartig, weil sie ein für und unvorstellbares System rechtfertigen, andererseits aber auch verstörend, weil sie einer gewissen Logik folgen, wenn auch daraus furchtbare Schlüsse gezogen werden. Lydia argumentiert beispielsweise, dass man sich zwischen „Freiheiten von“ und „Freiheiten zu“ entscheiden müsse. In der vergangenen Zeit (unserer) habe man viele Freiheiten zu gehabt, nun habe man Freiheiten von, für die man dankbar sein müsse. Passagen wie diese bringen einen tatsächlich ins Grübeln und regen zum Nachdenken darüber an, was Freiheit ausmacht und ob die eine Art nicht immer die andere auch einschränkt.

Auf eindringliche und bedrückende Weise widmet Atwood sich in ihrem Roman den Mechanismen eines Regimes, das auf Kontrolle und Unterdrückung basiert, und den Auswirkungen, die dies auf die Menschen und ihre Psyche hat. Die Handmaids dürfen sich - angeblich zu ihrer eigenen Sicherheit - nur zu zweit bewegen. In einem System, in dem man sich nie sicher sein kann, wer davon überzeugt ist und wer heimlich kritische Gedanken hegt, ist dies auch eine effektive Kontrollmaßnahme um zu verhindern, dass Personen sich gegen das System zusammenschließen - ein wenig erinnert es auch an Zeiten der Gestapo oder das Stasi. Im Roman wird dies anschaulich an Protagonistin Offred (dt. Desfred) und ihrer Begleiterin gezeigt, die einander lange Zeit kennen, ohne zu wissen, ob die jeweils andere eine „wahre Gläubige“ ist oder einfach nur schweigt und ihr Schicksal erträgt.

Spannend sind auch die kurzen Einblicke, die man in die Übergangsphase zum aktuellen System erhält, in der sich die Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern langsam aufgrund der neuen Gesetze verschoben haben. Wie dies auch Beziehungen wie glückliche Ehen verändern kann, wird leider nur durch Flashbacks von Offred angedeutet.

Geschrieben ist der Roman aus der Perspektive der Handmaid Offred, deren Name sich, wie die aller Handmaids, aus der Vorsilbe „of“ (in diesem Kontext „von“) und dem Namen ihres „Besitzers“ (Fred) zusammensetzt. Wir folgen für einige Zeit ihrem Alltag, ihrer Aufgabe als Handmaid, ihrem begrenzten Kontakt zu ihren Mitmenschen, ihren nächtlichen Gedanken und einigen Erinnerungen an ihre Vergangenheit, meist Szenen aus ihrer ehemaligen Familie oder ihrer Zeit in der Ausbildung zur Handmaid.

Anfangs verwirrte mich Offreds Erzählweise, da man ohne große Erklärungen mitten in das System von Gilead hineingeworfen wird und sie selten etwas darüber erklärt. Die vielen Regeln und Gesetze lernt man nur dadurch kennen, dass Offred ihre Auswirkungen auf ihren Alltag oder den anderer beschreibt.

Der Roman ist eher ruhig, da Offred einen ruhigen Alltag hat und nicht viel tun darf außer essen, spazieren gehen und ihre Aufgabe als Handmaid erfüllen. Häufig beschreibt sie Räume, in denen sie sich aufhält, Personen und ihren eigenen aktuellen Gemütszustand sehr ausführlich.

Im Gegensatz zu bekannten modernen Dystopien wie „Die Tribute von Panem“ ist „The Handmaid‘s Tale“ auch keine Geschichte einer rebellischen Hauptfigur, die sich gegen das System auflehnt, seine Schwachpunkte auslotet und es schließlich zu Fall bringt, weshalb man keine große Action und auch nicht unending ein vollends befriedigendes Ende erwarten sollte.
Dennoch empfand ich den Roman als sehr spannend, da man beim Lesen nach und nach die Details über Gilead und die dahinterstehende Argumentation lernt, und mich die bedrückende Atmosphäre sehr mitgenommen hat.


Fazit

„The Handmaid‘s Tale“ ist ein ruhiger, aber sehr intensiver und bedrückender Roman, der zum Nachdenken anregt über die Mechanismen unterdrückerischer politischer Systeme und die gefährlichen Denkweisen, die hinter Frauenfeindlichkeit und streng durchgesetzten Geschlechterrollen stecken.

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Rezension zu "Der Report der Magd" von Margaret Atwood

Ein wahrhaft außergewöhnliches Buch
Frau-Aragornvor einem Monat

Mein erstes Buch von Margaret Atwood.  Der Report der Magd, wenn man bedenkt, in welcher Zeit es geschrieben wurde, ist brandaktuell und wahrhaft prophetisch. Ich bin sowohl von der wahnsinnig poetischen Sprache der Autorin beeindruckt, als auch von der Vision, die sie mit diesem Buch ausdrücken will. 

Wirklich eine sehr beeindruckende Geschichte, die nochmal aufgewertet wird durch den scheinbaren Zusatz am Ende des Buches. Fast hätte ich ihn nicht gelesen, aber das wäre ein großer Fehler gewesen. Er erst macht das Buch unheimlich rund 

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Rezension zu "The Handmaid's Tale" von Margaret Atwood

The Handmaid's Tale
butterflyintheskyvor einem Monat

Synopsis:
Offred is a Handmaid in the Republic of Gilead. She may leave the home of the Commander and his wife once a day to walk to food markets whose signs are now pictures instead of words because women are no longer allowed to read. She must lie on her back once a month and pray that the Commander makes her pregnant, because in an age of declining births, Offred and the other Handmaids are valued only if their ovaries are viable. Offred can remember the years before, when she lived and made love with her husband, Luke; when she played with and protected her daughter; when she had a job, money of her own, and access to knowledge. But all of that is gone now...

My thoughts and opinion:
I DNF this at around 40 pages. The writing was boring as hell, the pronunciation barely existent and if it was it was wrong. I should not always jump onto a bandwagon and want to read all the "best sellers". This literally sucked. Despise all the hype. Or maybe because of the hype I don't know. I'm highly disappointed in this book.

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Gespräche aus der Community

Neu
War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 18 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch eins oder gleich mehrere unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten. Vielleicht sind auch noch Ideen für die letzten Weihnachtsgeschenke dabei?

Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 18 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und erfüllt folgende kleine Aufgabe:

Jetzt kennt ihr unsere Buchtipps - von uns für euch! Doch welche Bücher würdet ihr uns empfehlen? Pickt euch ein Team-Mitglied heraus und gebt ihm eine Buchempfehlung, die gut passen könnte. Ein paar Worte dazu, warum das Buch euch begeistert hat, sind unbedingt erwünscht. Ihr dürft natürlich auch mehr Tipps geben, wenn ihr euch nicht auf einen beschränken könnt.

Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 6. Januar 2019 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!
A
Letzter Beitrag von  Annette126vor 8 Tagen
Sehr gerne.☺
Zur Buchverlosung
Ihr Lieben,

hier ist endlich unsere Margaret Atwood Leserunde!! Entschuldigt, dass ich es jetzt erst geschafft habe, sie zu erstellen. Ich hoffe ihr seid noch zahlreich dabei! :)
Starten könnt ihr ab sofort. Fangt einfach ein, wenn es euch passt. Es wäre ganz gut, wenn bis Ende des Monats alle starten könnten. Ich konnte mich nicht zurückhalten, nachdem ich die Einteilung gemacht habe und habe direkt angefangen zu lesen. Ich finde, es klingt vielversprechend!

Also, viel Spaß! ^.^


Ps.: Ich verlose keine Bücher. Jeder kann mit eigenem Exemplar an der Runde teilnehmen.
Zur Leserunde

Piper liest Atwood – lest mit! #LiesAtwood

Margaret Atwoods »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Die Dystopie erfährt in Zeiten von Trump und der Diskussion um Fake News neue Aktualität. Atwoods Roman wird momentan online und offline so viel diskutiert wie kaum ein anderes Buch. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Buch durch den US-Serienstart von The Handmaid’s Tale, der Verfilmung des dystopischen Romans, mit Elisabeth Moss und Alexis Bledel in den Hauptrollen.

Gründe genug, um den Klassiker selbst einmal oder noch einmal zur Hand zu nehmen, dachte sich das Piper-Team. Daher nehmen wir unsere Neuauflage von »Report der Magd« zum Anlass um uns gemeinsam mit euch hier in der Leserunde über das Buch auszutauschen.

Mehr zum Buch:
Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ...

Mit »Der Report der Magd« hat sich Margaret Atwood in die Nachfolge von Aldous Huxley und George Orwell hineingeschrieben. – Der Spiegel

Mehr zur Autorin:
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis und dem Pen-Pinter-Preis. Margaret Atwood lebt in Toronto.

>>> Hier geht es zur Leseprobe

Habt Ihr Lust bekommen Margaret Atwood für Euch neu oder wieder zu entdecken? Dann macht mit bei unserer Leserunde zu »Der Report der Magd«! Wir lesen in der Zeit vom 15.05.2017 bis 29.05.2017 und laden Euch herzlich zum Mitlesen, Diskutieren und Austauschen hier in der Leserunde und unter dem Hashtag #LiesAtwood ein!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Margaret Atwood wurde am 18. November 1939 in Ottawa (Kanada) geboren.

Margaret Atwood im Netz:

Community-Statistik

in 1.471 Bibliotheken

auf 295 Wunschlisten

von 65 Lesern aktuell gelesen

von 31 Lesern gefolgt

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