Margaret Atwood Alias Grace

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Inhaltsangabe zu „Alias Grace“ von Margaret Atwood

In 1843, a 16-year-old Canadian housemaid named Grace Marks was tried for the murder of her employer and his mistress. The sensationalistic trial made headlines throughout the world, and the jury delivered a guilty verdict. Yet opinion remained fiercely divided about Marks- -was she a spurned woman who had taken out her rage on two innocent victims, or was she an unwilling victim herself, caught up in a crime she was too young to understand? Such doubts persuaded the judges to commute her sentence to life imprisonment, and Marks spent the next 30 years in an assortment of jails and asylums, where she was often exhibited as a star attraction. In <I>Alias Grace</I>, Margaret Atwood reconstructs Marks's story in fictional form. Her portraits of 19th-century prison and asylum life are chilling in their detail. The author also introduces Dr Simon Jordan, who listens to the prisoner's tale with a mixture of sympathy and disbelief. In his effort to uncover the truth, Jordan uses the tools of the then rudimentary science of psychology. But the last word belongs to the book's narrator--Grace herself. In 1843, a 16-year-old Canadian housemaid named Grace Marks was tried for the murder of her employer and his mistress. The sensationalistic trial made headlines throughout the world, and the jury delivered a guilty verdict. Yet opinion remained fiercely divided about Marks--was she a spurned woman who had taken out her rage on two innocent victims, or was she an unwilling victim herself, caught up in a crime she was too young to understand? Such doubts persuaded the judges to commute her sentence to life imprisonment, and Marks spent the next 30 years in an assortment of jails and asylums, where she was often exhibited as a star attraction. In <I>Alias Grace</I>, Margaret Atwood reconstructs Marks's story in fictional form. Her portraits of 19th-century prison and asylum life are chilling in their detail. The author also introduces Dr. Simon Jordan, who listens to the prisoner's tale with a mixture of sympathy and disbelief. In his effort to uncover the truth, Jordan uses the tools of the then rudimentary science of psychology. But the last word belongs to the book's narrator--Grace herself.

Alias Grace

— Saralonde
Saralonde

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  • Wer ist Grace wirklich?

    Alias Grace
    Saralonde

    Saralonde

    05. December 2015 um 16:20

    Kanada, 1859. Die Magd Grace Marks ist seit ihrer Verurteilung 1843 wegen des Mordes an ihrem Arbeitgeber und dessen Haushälterin inhaftiert. Ihr Mittäter wurde ebenfalls verurteilt, jedoch hingerichtet. Graces Strafe wurde aufgrund ihrer extremen Jugend – sie war zum Tatzeitpunkt erst 16 Jahre alt – in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt. Der junge Nervenarzt Simon Jordan möchte Grace studieren – und ihr die Wahrheit über die Morde entlocken. Inwiefern hat sie an ihnen mitgewirkt? War sie überhaupt zurechnungsfähig? Kann er sie dazu bringen, ihre Teilamnesie zu überwinden und sich an alles zu erinnern? Margaret Atwood legt in ihrem psychologisch ungemein interessanten Roman ihre eigene Interpretation des wahren Falles der Dienstmagd Grace Marks vor. Der Leser lernt Grace gleich aus mehreren Perspektiven kennen, einmal aus ihrer eigenen als Ich-Erzählerin, wenn sie Dr. Jordan aus ihrer Vergangenheit erzählt, abwechselnd mit Simon Jordans Perspektive, erzählt in der dritten Person. Zudem sind den einzelnen Kapiteln Ausschnitte aus verschiedenen Zeitdokumenten und Gedichten vorangestellt, darunter Graces Geständnis und Passagen aus Susanna Moodies Buch “Life in the Clearings”. Recht schnell stellt sich Grace als hochintelligent und gebildet heraus (kann sie sich das im Gefängnis durch Lektüre angeeignet haben?), sodass sich auch schnell die Frage stellt, ob sie Dr. Jordan immer die Wahrheit sagt, sie scheint vielmehr ein Spiel mit ihm zu spielen und ihm zu sagen, was er hören möchte. Auffallend ist ihr Sarkasmus in den von ihr erzählten Passagen. Die Beziehung zwischen Grace und Dr. Jordan nimmt im Verlauf des Buches auch eine erotische Komponente an, Jordan fühlt sich eindeutig zu der noch immer sehr attraktiven Frau hingezogen. Spätestens zu dem Zeitpunkt, zu dem es zu einer Hypnose durch den zwielichtigen DuPont  im Beisein mehrerer Personen, darunter natürlich auch Dr. Jordan, kommt, wird klar, welcher Natur Graces Psychose ist, doch ist sie echt oder geschickt vorgetäuscht? Ein wichtiges Bild des Romans ist der Kontrast Schwarz vs. Weiß, was sich beispielsweise in den häufig erwähnten klassischen amerikanischen Quilt-Mustern äußert. An einer Stelle heißt es sinngemäß etwa, man könne an einem Quilt zwei Seiten betrachten, die dunkle und die helle. Wie wichtig dieses Bild ist, zeigt sich auch an den Kapitelnamen, die sämtlichst Namen solcher Quilt-Muster sind und durch eine stilisierte Abbildung des jeweiligen Musters ergänzt werden. Sie fungieren als Hinweis auf Graces vermeintliche Schizophrenie. Mir hat die Lektüre dieses Romans großes Vergnügen bereitet, auch die längeren Passagen, in denen das Leben einer Magd oder die Auswanderung von Irland nach Kanada beschrieben wird, habe ich mit Genuss gelesen. Es ist wahr, dass die Männer in dem Buch nicht sehr gut wegkommen, ich habe dies jedoch nicht als sehr dramatisch empfunden und sehe den feministischen Aspekt als eher untergeordnet. Ich freue mich darauf, weitere Bücher von Margaret Atwood zu lesen!  

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  • Rezension zu "Alias Grace" von Margaret Atwood

    Alias Grace
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. May 2011 um 07:08

    Dies war mein erster Roman von Margaret Atwood, und ich kann jetzt schon sagen, dass noch viele folgen werden! Ihr Stil und ihre Erzählweise sind einzigartig! Ich musste mich am Anfang etwas daran gewöhnen, war dann aber fasziniert und konnte mich nicht mehr von dem Buch losreißen. Die Hauptfigur ist die junge Grace Marks, die im 19. Jahrhundert nach Kanada auswanderte und dort einige Jahre später wegen Mordes verurteilt wurde und ins Gefängnis kam. Die Handlung wird aus ihrer Sicht erzählt, als sie schon im Gefängnis sitzt, da ein junger Arzt sie besucht, um die Wahrheit aufzuspüren - denn Grace sagt, dass sie sich nicht an den Mord erinnern kann. Viele sind von ihrer Unschuld überzeugt, während andere in ihr eine skrupellose Mörderin sehen. Und darum geht es im Grunde in diesem Roman: Grace hat nie eine eigene Stimme bekommen - Richter, Ärzte, Zeitungen, gelangweilte Hausfrauen, Gefängniswärter: Jeder glaubte für sie sprechen zu müssen, sie zu kennen, die Wahrheit zu kennen. Aber gibt es das überhaupt, die Wahrheit? Am Ende des Romans - ich denke so viel kann ich verraten - ist man nicht wirklich schlauer als vorher, es wird nicht klar, was wirklich an jenem Tag geschah, als Grace's Arbeitgeber starb. Aber was man gelernt hat ist, dass es immer verschiedene Versionen einer Geschichte gibt, und dass jeder von uns sich seine eigene Geschichte webt, so wie Grace ihren Kilt webt, während sie dem Doktor ihre Geschichte erzählt.

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  • Rezension zu "alias Grace, Engl. ed." von Margaret Atwood

    Alias Grace
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    17. April 2007 um 14:01

    Mein absolutes Margaret Atwood-Lieblingsbuch! Selten hat mich ein Roman so gepackt und angerührt. Atwood hat eine der ganz grossen Frauenfiguren geschaffen. Dieses Buch hätte unbedingt den Booker Preis bekommen müssen, war aber "nur" nominiert.