Margaret Atwood Der Report der Magd

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Inhaltsangabe zu „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood

Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation und von Volker Schlöndorff unter dem Titel »Die Geschichte der Dienerin« verfilmt.

Ein großes Buch, welches mich sehr bewegt hat! Lesen!

— liyah40

Interessante und schockierende Geschichte an deren Schreibstil man sich zunächst gewöhnen muss.

— ShalimaMoon

Sperrig erzählter Alltagsbericht immer gleicher Abläufe, der mir kaum zu Herzen ging

— Amilyn

Unglaublich gutes Buch.

— aanaa1811

Leider bin ich mit dem Schreibstil nicht zurecht gekommen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Atwood baut hier eine gruselige Dystopie auf, die leider nicht glaubwürdig erscheint – der vielgelobte Klassiker kann nicht überzeugen.

— killmonotony

Verstörende, brillant geschriebene Dystopie

— Lothen

Gleichermaßen erschreckend wie fabelhaft geschrieben. Sprachlich wunderschön. Ein ergreifendes Werk für Herz und Kopf.

— FabAusten

Meiner Meinung nach reiht sich Atwood mit „Der Report der Magd“ bei den großen Dystopien unserer Gesellschaft ein.

— NiWa

Eine feministische Dystopie. Meisterhaft, brillant, ohne Worte!

— Schmiesen

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  • Der Report der Magd

    Der Report der Magd

    ShalimaMoon

    07. February 2018 um 21:14

    Ein Vorwort Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse wird alljährlich der Friedenspreis des deutschen Buchhandels vergeben. 2017 erhielt diesen Margaret Atwood. Bereits zuvor bin ich auf ihr 1985 erschienendes Werk Der Report der Magd aufmerksam geworden, da die dazugehörige Serie The Handmaids Tale bei den Emmys und Golden Globes bereits gut abräumte. Mein Interesse war geweckt und so suchte ich kurzerhand den Buchladen meines Vertrauens auf und kaufte mir das Buch. Die Handlung In dem totalitären Staat Gilead – einst die USA bis zu einem Putsch durch die „Söhne Jakobs“ – haben die Frauen keine Rechte. Sie werden unterteilt in ihre Funktionen. In einem Haushalt eine Kommandanten leben immer die Ehefrau, die Marthas (zuständig für den Haushalt) und eine Magd. Die Mägde wurden zu Gebärmaschinen erzogen, da in Gilead Sterilität in Folge von Naturkatastrophen eine große Rolle spielt. Desfred, die Protagonistin, ist eines dieser Mägde. In der Stille ihres Zimmers erzählt sie uns ihre Geschichte. Meine Meinung Margaret Atwood hat eine ganz eigene Art eine Geschichte zu erzählen. Sie ist nicht bedacht darauf, dass ihre Geschichte sonderlich spannend erzählt wird oder das der große Knall irgendwo passiert. Stattdessen erzählt sie ihre Geschichte authentisch, so als würde der Protagonistin das alles wirklich passieren. Und der ganz normale Alltag lässt sich eben nicht mit einem großen Knall erzählen. Daher beginnt die Geschichte auch sehr ruhig, fast ein bisschen zäh. Die Magd Desfred – das ist natürlich nicht ihr richtiger Name, sondern ihre Zugehörigkeitsbezeichnung, sie gehört dem Kommandanten Fred – wird in ihren neuen Haushalt gebracht. Hier soll sie bei einer allmonatlichen Zeremonie mit dem Kommandanten Sex haben, damit dieser Kinder mit ihr zeugt. Das ist im Haushalt ihre einzige Aufgabe, abgesehen von den täglichen Einkäufen. Atwood schafft es erst einen ganz normalen Alltag zu kreiieren, in dem sie nur immer mal wieder Andeutungen macht, dass alles nicht so gewöhnlich ist, wie es klingt. So plätschert gerade der Anfang des Buches so ein bisschen vor sich hin, weil der Leser gar nicht so genau weiß, in was für einer Welt mit was für Regeln er sich gerade befindet. Erst nach und nach mit immer mehr Informationen wird das Bild immer klarer. Wir befinden uns in den USA der nahen Zukunft. Naturkatastrophen haben einen großen Teil der Bevölkerung unfruchtbar gemacht und Empfängnisverhütung und Abtreibungen haben die nachwachsende Bevölkerung stark geschrumpft. Die Söhne Jakobs, eine christlich-fundamentalistische Gruppierung, hatte daraufhin die Regierung gestürzt und den totalitären Staat Gilead gegründet. Frauen wurden aller Rechte enthoben. Frauen, die entweder noch ledig oder in zweiter Ehe verheiratet waren, wurden eingezogen und in verschiedene Aufgabenbereiche unterteilt. Die großen Gruppierungen sind die Ehefrauen, die Marthas und die Mägde. Wer rebelliert oder gegen die strengen Regeln und Gesetze verstößt, wird umgebracht oder in die Kolonien gebracht, wo sie zu Zwangsarbeit unter sehr schlechten Umständen gezwungen werden. Nach ungefähr der Hälfte des Buches dachte man beim Lesen, dass man inzwischen eigentlich alles Wichtige über Gilead wissen müsse. Trotzdem schafft es Atwood einen immer wieder zu überraschen. Trtozdem bleibt der Schreibstil ruhig und etwas distanziert. In regelmäßigen Rückblenden erfährt man immer wieder etwas über Desfreds Vergangenheit und den Anfängen von Gilead. Man hätte vielleicht viel mehr erfahren, wenn jemand anderes die Geschichte erzählt hätte, aber Desfred erfährt selbst nicht mehr. Das schockierendste am Report der Magd ist, dass viele Elemente nicht ausgedacht sind, sondern einfach nur in einem anderen Kontext verwendet werden. So ist der Bezug zur Realität allgegenwärtig. Der Schreibstil und die relativ nüchterne Erzählung bleibt während des gesamten Buches bestehen, womit man zurecht kommen muss. Daher kann ich durchaus verstehen, wenn jemand wenig mit dem Schreibstil anfangen kann, ich verstehe aber auch, warum jemand den Schreibstil sehr gut findet. Der Report der Magd ist kein Buch, das jeden gleich begeistert. Ich persönlich empfand den Schreibstil als sehr angenehm, wenn auch ungewohnt. Das Fazit Der Report der Magd ist schockierend realistisch, nüchtern erzählt und kann doch mitreißen. Wer am Anfang schon Probleme mit dem Schreibstil hat, wird nicht glücklich mit dem Buch werden. Allen anderen kann ich es nur wärmstens empfehlen! Ich freue mich im März auf den DVD Realase von der ersten Staffel The Handmaids Tale. Diese Kritik erschien zuerst auf meinem Blog: https://shalimasfilmweltenkritik.wordpress.com/2018/01/24/der-report-der-magd/

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  • Sehr Lesenswert

    Der Report der Magd

    sinaslesewelt

    22. January 2018 um 17:14

    Mit dem ersten Buch in 2018 hatte ich wirklich einen Glücksgriff. Die Dystopie wurde 1985 von #margaretatwood geschrieben und hat bis heute nichts an ihrer starken Aussage verloren. Ganz klar im Fokus: Die Rolle der Frau. Nach einer atomaren Verseuchung ist ein Großteil der Frauen unfruchtbar. Sie werden entmündigt, verlieren ihre Jobs und Besitztümer. Zukünftig ist ihre einzige Aufgabe die Fortpflanzung. Sie werden in drei Gruppen eingeteilt: Die Ehefrauen der Führungskräfte, Dienerinnen und die Mädge. Letztere werden als Zweitfrau gehalten und als wandelndes Gefäße angesehen. Ihre einzige Aufgabe ist es, den Ehepaaren ein Kind zu gebären. Schaffen sie es nicht, droht die Abschiebung. 📖 Ich hatte zunächst leichte Schwierigkeiten mit der Fülle an Text und hätte mir deshalb hier und da gerne noch ein paar Absätze mehr gewünscht. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Die Geschichte an sich haut natürlich rein. Gerade zu Zeiten des Feminismus stößt man auf einige Passagen, die einen nicht mehr so schnell loslassen und zum Nachdenken anregen. Obwohl diese Zukunftsversion doch recht unrealistisch ist, machen diese Passagen das Ganze greifbar und sorgen für Unbehagen. 📖 Fazit: Egal ob Mann oder Frau - diese Geschichte lohnt sich gelesen zu werden 👍

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  • "Ich möchte gern wissen (...) Was vor sich geht"

    Der Report der Magd

    Amilyn

    18. January 2018 um 12:49

    In dem auf amerikanischem Boden errichteten, totalitären Staat Gilead haben Frauen kaum noch Rechte und werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, darunter Mägde, die für die Ehefrauen hochrangiger Kommandanten als Leihmütter fungieren, nachdem viele Frauen unfruchtbar geworden sind. Desfred ist eine Magd und erzählt uns ihre Geschichte."Ich wünschte, sie (diese Geschichte) würde mich in einem besseren Licht zeigen, wenn nicht glücklicher, so doch zumindest aktiver (...). Ich wünschte, sie hätte mehr Form." (S. 355)Du sagst es, Desfred!Die Bücher von Margaret Atwood erleben derzeit durch die sehr schönen Neuauflagen, durch den ihr verliehenen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und durch die Verfilmung als Serie eben dieses Romans einen Aufschwung. Gerade Der Report der Magd scheint da so etwas wie ein Must-Have, Must-Read und vor allem ein Must-Gut-find zu sein, doch letzeres kann ich nicht teilen.Was zunächst auffällt, ist natürlich der Schreibstil, der sperrig und äußerst gewöhnungsbedürftig daherkommt. Zwar habe ich mich irgendwann daran gewöhnt und das Lesen fiel mir entsprechend leichter, doch ich war nicht weniger genervt davon. Ich lese gerne anspruchsvolle Schreibe, ich bin begeistert davon und habe noch nie viel davon gehalten, die Sätze möglichst kurz zu halten, möglichst einfach, möglichst eingängig, wie es Schreibern oft geraten wird, aber das war einfach nichts für mich. Das mag etwas für Fans übertrieben intellektueller Literatur zu sein, aber, mein Gott, dann bin ich eben mainstream."Ein kurzer Blick, ein blasser Schimmer in der Luft, ein Glühen, eine Aurora, tanzende Elektronen, dann wieder ein Gesicht, Gesichter. Aber sie entschwinden, obwohl ich die Arme nach ihnen ausstrecke, sie entschlüpfen mir, Geister bei Tagesanbruch." (S. 260)Und so ging das die ganze Zeit, obwohl die Dialoge so gut waren. Es gibt eine Passage, in der seitenlang Ereignisse von einer Person in wörtlicher Rede erzählt werden, was richtig gut ist. Endlich versteht man mal, was die Autorin überhaupt sagen will. Endlich wird Klartext geredet. Wieso musste der Rest unbedingt so sperrig sein? Selbst bei offensichtlichen Fehlern im Text war ich mir nicht sicher, ob es wirklich ein Fehler war oder Absicht. "Dort setze mich auf den Stuhl (...)" (S. 193) ... Fehlt da was? Oder ist das so? Wer weiß das schon so genau?"Ich möchte gern wissen (...) Was vor sich geht." (S. 253) Ja, ich auch! Nicht nur, dass mich der Schreibstil total verwirrt hat, nein, auch der Erzählstil war nicht besser. Desfred erzählt ihren Alltag im totalitären Regime, in dem sie keinerlei Rechte mehr hat. Zwei Drittel des Buches passiert praktisch nichts außer immer die gleichen Tätigkeiten, ein beträchtlicher Teil geht mit Warten drauf. Warten und nachdenken. Selbst, als es einen wirklich guten und unvorhergesehenen Plottwist gibt, bei dem man schon Hoffnungen hegt, die Handlung ginge endlich los, fügt der sich bloß in die tägliche Aneinanderreihung von Dingen ein, die Desfred so tut. Glaubwürdig ist sie dabei auch nicht immer. So liest man einen langen Text darüber, was sie erlebt hat, nur, um am Ende dort stehen zu sehen "Ich habe das erfunden. So ist es nicht gewesen. Es war so: (...)" (S. 350) Eigentlich eine ganz witzige Idee für einen Roman mit Ich-Perspektive, aber nicht nach 350 Seiten Geschwurbel, und vor allem nicht, wenn nach der "richtigen" Erzählung wieder da steht "Ätsch, veräppelt" (oder so in der Art ...).Dabei unterbricht sie ihre Geschichte immer wieder durch Erinnerungen an die Vergangenheit. Mitten in einer Szene, die sie beschreibt, reißt sie den Leser heraus und erzählt von früher oder von ihrer Freundin. So kommt ein mitten aus dem Zusammenhang gerissenes "Ich erzähle jetzt, was Moira zugestoßen ist." (S. 174) so plötzlich, dass man kaum noch weiß, was eigentlich los ist. Als hätte man nicht genug zu rätseln.Mir ist schon klar, dass gerade die ewigen Alltagsbeschreibungen eine Monotonie erzeugen sollen, aber das hat man nach spätestens 50 Seiten schon begriffen. Bis endlich mal etwas passiert, ist das Buch schon fast vorbei.Nun wird Der Report der Magd ja als besonders feministisches Werk verstanden. Wer es durch die eher subtilen Hinweise (die meisten Frauen sind nicht mehr in der Lage, Kinder zu bekommen; die, die nicht funktionieren (in welcher Art und Weise auch immer) werden als Unfrauen bezeichnet; den Gebärfähigen wird der Name entzogen und sie erhalten den Namen ihres "Besitzers") noch nicht begriffen hat, bekommt es noch mit der Holzhammermethode präsentiert (gerne mitten in einer laufenden Szene, versteht sich). Da sinniert Desfred darüber, dass man "in früherer Zeit" sich als Frau nur hübsch gemacht hat, nur Sport getrieben hat, nur etwas aus sich gemacht hat, um Männern zu gefallen; dass man sich ausschließlich über einen Mann definiert hat. Klar, das musste auch noch rein, wenn man von Feminismus schreiben will. Für mich las es sich jedoch nur wie dumpfe Phrasendrescherei. Aber vielleicht bin ich für diesen Roman einfach nicht Feministin genug. Vielleicht bin ich zu sehr Humanistin.Denn am stärksten fand ich die Geschichte, wenn man die Unterdrückung als Ganzes herauslesen konnte, die Beschreibung des, für alle Beteiligten sehr unwürdigen Geschlechtsakts zum Beispiel, der voll bekleidet und unter "Aufsicht" der Ehefrau stattfindet. Wenn man daran denkt, dass es in dieser Gesellschaft fast ausschließlich darum geht, Kinder zu bekommen. Die einen müssen sie austragen, ob sie wollen oder nicht; die anderen müssen sie behalten, ob sie wollen oder nicht. Und auch die Männer werden unterdrückt, doch das zu erkennen, muss man wirklich suchen. Fazit: Entweder war ich genervt oder ich war verwirrt von der Art, wie die Ich-Erzählerin ihre Geschichte erzählt. Es mag für viele ein großartiger und für die Gesellschaft wichtiger Roman sein, vor allem für Frauen, aber wenn es mich nicht unterhält, dann tut es mir leid, dann gefällt es mir nicht. Trotzdem möchte ich mit einem wirklich tollen letzten Zitat enden: "(...) was hat sie je anderes gewollt, als ihr Leben so angenehm wie möglich zu leben? (...) Am Ende zählt doch nur, was möglich ist." (S. 158) Für mich sind in dem Fall 2,5** möglich.

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  • Der Report der Magd - Eine erschreckend realistische Dystopie?

    Der Report der Magd

    FabAusten

    13. January 2018 um 12:23

    Gilead ist ein totalitärer und christlich-fundamentalistischer Staat, der nach einem Putsch und dem Zusammenbruch der Regierung, auf dem Gebiet der USA errichtet wurde. Mit dem Sturz der USA fiel auch die Gesellschaftsordnung. Die neue basiert vor allem auf der Entrechtung der Frauen. Sie dürfen kein eigenständiges Leben führen, verfügen über kein eigenes Geld, dürfen nicht lesen und müssen bestimmte Kleidung tragen, die ihre Funktion und Bedeutung innerhalb der Gesellschaft zeigen. Ihr Wert wird in erster Linie über ihre Fruchtbarkeit definiert, denn nach einer Reihe von Umweltkatastrophen ist die zum kostbarsten Gut für Gilead geworden. Sogenannte Mägde müssen hochrangigen Funktionären und ihren Frauen als Leihmütter dienen. Eine von ihnen ist Desfred, die dem Commanders und seiner Frau Serena Joy zugeteilt wurde. Desfred ist nicht ihr richtiger Name, denn eine Magd wird nach dem Mann benannt, dem sie dient. Ein Mal im Monat versucht der sie im Rahmen einer vorgegebenen Zeremonie zu schwängern. Ansonsten darf sie nicht viel mehr tun, als Einkäufe zu erledigen. Doch sie tut mehr. Sie erzählt uns ihre Geschichte.Der Report der Magd enthält das, was der Titel verspricht: Desfreds Geschichte in ihren eigenen Worten. Sie erzählt vom Alltag der Mägde, ihrem Leben vor Gilead, ihrem Mann Luke, der gemeinsamen Tochter, von ihrer Mutter oder der besten Freundin Moira und wie der gesellschaftliche Wandel einsetzte.Allerdings kann sie nur das berichten, was sie weiß oder erlebt hat. Ihre Perspektive ist also sehr beschränkt. So erfahren die Leser auch nur das von den übrigen Figuren, was Desfred zu berichten weiß. Außerdem ist sie häufig unsicher, weiß nicht, wie sie andere einschätzen soll und sieht sich einem täglichen Kampf ausgesetzt. Auch das verstärkt die Bindung der Leser zu ihr, denn sie müssen sich gemeinsam in Gilead zurechtfinden.Eigentlich ist es den Frauen verboten, ihre Gedanken mit jemandem zu teilen. Das System ist völlig auf Angst vor und Misstrauen gegenüber dem Nächsten aufgebaut. Die sogenannten „Augen“ überwachen jeden, „Tanten“ schulen und kontrollieren die Mägde, gehen brutal gegen Regelverstöße vor. Indem Desfred ihre Gedanken einem imaginären Zuhörer mitteilt, begeht sie also grundsätzlich einen Akt des Widerstands. Nach außen mag sie zurückhaltend und passiv wirken, doch das ist allein ihrer Situation und der Welt, in der sie leben muss, geschuldet. Im Inneren ist sie stark und voller Überlebenswillen.Margaret Atwoods Roman ermöglicht viele Lesearten und bearbeitet zahlreiche Themen. So zeigt sie, wie eine Gruppe Macht erlangen und etablieren kann, welche Mechanismen dem Machterhalt dienen und welche Formen sie annehmen kann. Wie einfach einer bestimmten Gruppe Rechte genommen oder zuerkannt werden können. Atwood macht sie den Zusammenhang zwischen Macht und Sprache deutlich. Einerseits herrscht in Gilead eine neue Sprache. Plötzlich gibt es „Unfrauen“ oder „Econofrauen“. Männer werden nach ihrem Rang benannt, Frauen nach ihrer Funktion. Es wird deutlich, welche Auswirkungen neue Begrifflichkeiten haben und wie sie die Bewertung von Sachverhalten ändern können.Andererseits nutzt die Protagonistin Sprache, um sich selbst zu ermächtigen. Sie entwickelt eine eigene Stimme. Erzählt ihre und die Geschichte Gileads aus ihrer subjektiven Sicht. Damit entzieht sie sich der Allmacht, die der Staat anstrebt, sowie dessen Deutungshoheit.Eng verbunden mit der Machtfrage sind die der Freiheit. Wie leicht kann sie verlorengehen? Warum sind Menschen gewillt, ein restriktives System zu tolerieren oder gar zu stützen, selbst wenn sie zu den Unterdrückten zählen? Und wenn sie verloren ist, wie kann Freiheit, wenn auch erst nur in geringem Maße, zurückerobert werden?Atwood zeigt auch die Kehrseiten unserer Welt auf und wie Gileads Politik solchen Entwicklungen ein Ende setzen will. Stellenweise klingt die Argumentation sogar nachvollziehbar. Doch gleichzeitig wird entlarvt, dass dass alles nur ein Konstrukt ist, das dem eigenen Machtausbau dienen soll. Dies sind nur die offensichtlichsten Themen, denen sich die Autorin widmet. Es gibt so viel zu entdecken und zu überdenken, dass man noch lange nach dem Lesen Querverbindungen, Symbole und Bedeutungen erkennt.Ganz sicher lesen Frauen und Männer diesen Roman auf sehr unterschiedliche Weise. In gewissem Maße ist das wohl mehr oder weniger immer so, da jede/r LeserIn unterschiedliche Erfahrungen und Haltungen mitbringt. Doch in diesem besonderen Fall werden Frauen vielfach sehr genau wissen, wovon Desfred spricht. Männer werden hingegen manches vielleicht nicht nachvollziehen können. Doch in jedem Fall provoziert Atwoods Roman die Leser, sich mit Desfreds Schicksal und den Ideen und Strukturen von Gilead auseinanderzusetzen.Auch wenn die Erzählung zwischen Vergangenheit und Gegenwart springt, ist ihr mühelos zu folgen. Es gibt viele aufreibende und schockierende Szenen, dennoch entsteht der Eindruck, dass Desfred ihre Geschichte unaufgeregt und bedacht erzählt. Schockierende, gewalttätige Szenen werden erstaunlich ruhig und ohne Effekthascherei, aber daher umso effektvoller vermittelt. Einen sehr interessanten Kniff bildet das Ende des Romans. Im Rahmen eines Kongresses doziert ein Historiker über Desfreds Bericht und ordnet ihn in Gileads Geschichte ein. Trotz seiner Kürze bietet der Abschnitt reichlich Stoff zur Diskussion.Die Atmosphäre des Romans schwankt zwischen Bedrückung, Angst und Ungewissheit. Da sich die Leser wie im Zwiegespräch mit der Protagonistin fühlen und Desfred nur in einem begrenzten Radius bewegen kann, entsteht fast der Eindruck eines Kammerspiels. Die psychische und physische Einengung der Frauen von Gilead wird so spürbar.Sprachlich wird ein Hochgenuss geboten. Obwohl sie sehr reduziert wirkt (was Desfreds Auftreten entspricht), ist sie voller Sprachbilder und Beschreibungen, die das Wesentliche zu Tage fördern. Die poetisch und gleichzeitig entlarvend sind, die gesellschaftliche und zwischenmenschliche Muster in aller Klarheit aufzeigen.Margaret Atwood ist mit diesem Roman ein beachtliches Meisterwerk gelungen. Sie vereint ein persönliches Schicksal mit bedeutenden Fragen. Es ist schockierend, dass Der Report der Magd wohl noch lange nicht an Relevanz verlieren wird. Stattdessen hat man das Gefühl, die Themen sind heute aktueller als noch vor wenigen Jahren. Die Zukunftsvision, die Atwood entwickelt, scheint nicht abwegig zu sein, was sie umso erschreckender anmuten lässt. Trotz der bedeutungsvollen Themen rüttelt Desfreds Geschichte auch emotional auf. Man kann sich nur schwer von ihr lösen und möchte unbedingt sichergehen, dass es der Freundin nach der letzten Seite gutgehen wird. Der Report der Magd kriecht einem unter die Haut und arbeitet dort sich noch eine Weile.Leider ist "nur" eine Höchstwertung von 5 Sternen möglich. Eigentlich würde der Roman aber mindestens das Doppelte verdienen.

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    • 3
  • Rezension: Der Report der Magd

    Der Report der Magd

    killmonotony

    04. January 2018 um 19:55

    Mit dem „Report der Magd“ erschien in den Achtzigerjahren Margaret Atwoods gruselige und dystopische Vorausschau, die mittlerweile zum Klassiker avanciert ist, mehrere Male verfilmt wurde und jetzt auch in Serie läuft. Das Buch hatte ich bisher nie gelesen, wurde aber durch die ersten Folgen der Serie doch ermutigt, es zu tun. Durch eine namenlose Protagonistin erfahren wir, wie sich ein Regime aufbaut, das den Frauen zwar keine „Freiheit zu“ mehr gewährt, sondern vielmehr eine „Freiheit von„. Die Gesellschaft der religiösen Sekte besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Schichten: den Unfrauen, den Ökonofrauen, den Mägden, den Tanten und schlussendlich aus den Kommandanten und ihren Frauen. Unsere Protagonistin, mit dem Namen Desfred (nach „ihrem“ Kommandanten), ist eine Magd. Ihre Aufgabe ist es, für den Kommandanten und seine Frau Nachwuchs zu zeugen – also mit dem Kommandanten – nachdem durch Umweltverschmutzung und Atomabfälle Unfruchtbarkeit weltweit sehr verbreitet ist. Über die Vergangenheit der Protagonistin erfährt der Leser auch einiges: Sie wurde ihrer Familie – bestehend aus ihrer Tochter und ihrem Partner – während einem Fluchtversuch über die Grenze entrissen, und in das „Rote Zentrum“ gebracht. Ihre Freundin Moira, die ebenfalls ins Zentrum gebracht wurde, hat sie aus den Augen verloren, seit diese es geschafft hat, zu fliehen. Lebt sie noch? Könnte auch ihr eine Flucht gelingen? Und leben ihre Tochter und Luke noch? Der Wunsch nach einem Wiedersehen mit ihrer Tochter und ihrem Geliebten bringt sie dazu, durchzuhalten und das für sie zum Alltag gewordene sehr eingeschränkte Leben zu überstehen. Doch wird ihr Durchhaltevermögen am Ende belohnt werden? Gelingt ihr der Ausbruch oder beugt sie sich dem System restlos? Ich denke an die Waschsalons. An das, was ich anhatte, wenn ich in einen Waschsalon ging: Shorts, Jeans, Jogginghosen. An das, was ich in die Maschinen steckte: meine eigenen Kleider, mein eigenes Waschmittel, mein eigenes Geld, Geld, das ich selbst verdient hatte. Ich stelle mir vor, wie es ist, so viel selbst bestimmen zu können. Atwood schafft hier eine Welt, in der Frauen nur noch sehr wenige Rechte haben; sie dürfen sich nicht miteinander unterhalten, dürfen nicht arbeiten gehen und auch kein Eigentum besitzen — wozu auch der eigene Körper zählt. Dieser ist je nach Rang der Frau ausschließlich da, um Nachwuchs für den jeweiligen Kommandanten zu zeugen. In Atwoods Dystopie werden Frauen auf ihre Zeugungsfähigkeit reduziert, eine sehr furchterregende Idee, nachdem Frauen jahrhundertelang für ihre Rechte gekämpft haben. Doch innerhalb von kürzester Zeit gelingt es einer Gruppe von religiösen Fanatikern, die Regierung und sogar die Verfassung außer Kraft zu setzen; die Zeitspanne ist sogar so kurz, dass unsere Protagonistin sich noch lebhaft daran erinnert, was sie „vorher“ für Rechte hatte und was Freiheit wirklich bedeutete. Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de

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  • Leserunde zu "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens

    Eine Weihnachtsgeschichte

    Luftpost

    Dies ist ein Lesemarathon der Werwolf-Spielgruppe und der Challenge Gruppe “Zukunft vs. Vergangenheit”. ______________________________________________________________________________ Der Marathon findet vom 27. - 30.12. statt. Anmeldungen sind bis zum 25.12., 24 Uhr möglich! Bitte gebt bis dahin auch eure voraussichtliche Lesezeit an.______________________________________________________________________________ Dieses Mal müssen wir den Weihnachtswichteln helfen, die Geschenke für die Kinder auf der ganzen Welt rechtzeitig fertig zu bekommen. Teams gibt es diesmal nicht. Wir werden alle zusammen arbeiten. Außerdem wird es in diesem Marathon keine schwierigen Rätsel geben, ihr könnt also jederzeit einsteigen. ______________________________________________________________________________ Zu unseren Werwolf-Runden hier auf Lovelybooks veranstalten wir immer einen thematisch passenden Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal einer dieser Marathon statt. Ihr könnt auch teilnehmen, wenn ihr diese Werwolf-Runden nicht kennt! Neulinge sind immer willkommen. Es sind keine Kenntnisse zu “Momo” oder “Die Weihnachtsgeschichte” notwendig, um hier teilzunehmen und man hat dadurch auch keinerlei Vorteil. Die Wahl der Lektüre ist euch absolut selbst überlassen und muss nichts mit dem Thema zu tun haben. Der Spaß bei unserem Lesemarathon steht natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto “Alles kann, nichts muss” könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wie ihr wollt. Unser Ziel ist es, einen spannenden und abwechslungsreichen Marathon zu gestalten, zusammen zu lesen und gemütliche Stunden zusammen zu verbringen.  ______________________________________________________________________________ Die AnmeldungBitte gebt bei eurer Bewerbung an, wie viel ZEIT ihr mit Lesen verbringen wollt, da es dieses Mal wieder planungsrelevant ist. (Ob ihr letztendlich mehr oder weniger lest, ist natürlich nicht ganz so wichtig, hilft uns aber bei der Einschätzung). Ihr dürft euch bei der Anmeldung auch gerne einmal “Unterm Tannenbaum” umsehen und euch drei Geschenke aussuchen. ______________________________________________________________________________ Der AblaufDer Marathon startet am Mittwoch, den 27.12. um 9.00 Uhr. Es werden wieder im Abstand von 3 Stunden Aufgaben gepostet, diese sind keine Gruppenaufgaben und können von jedem Leser zu jeder Zeit bearbeitet werden. Ausgenommen sind hier einzelne Aufgaben, wie z. B. die Sammelaufgabe. Dies wird aber bei der Aufgabenstellung extra erwähnt. Die gelesene Zeit zählt bis zum 30.12. um 21.00 Uhr. Das Finale des Marathons findet anschließend statt. ______________________________________________________________________________ Zeit eintragen Wir sammeln diesmal Zeit und keine Seiten. Eure gelesene Zeit könnt ihr im Dokument in “Die Elfenwerkstätten” eintragen. Rundet dabei bitte immer auf 5 Minuten. Beispiele: Ihr habt 12 Minuten gelesen => Ihr dürft 15 Minuten eintragen.Ihr habt 38 Minuten gelesen => Ihr dürft 40 Minuten eintragen. Um Weihnachten zu retten, müsst ihr die Werkstätten aller Kontinente mit genug Zeit versorgen, damit alle Geschenke produziert werden können! _____________________________________________________________________________________ Das Orga-TeamDieses Mal besteht das Orga-Team aus stebec, BlueSunset, Henny176, katha_strophe & sternchennagel. Bei Fragen, Anregungen etc. meldet euch einfach bei der Luftpost. _____________________________________________________________________________________ Vergangene RundenDoctor Who | Phantom der Oper | Panem | Piraten | Märchenland | Vampire Diaries | Wunderschöne Winterzeit | Supernatural | Game of Thrones | Asterix - Der Gallier | Alice im Wunderland _____________________________________________________________________________________ Teilnehmerliste:⭐️ AnnikaLeu | 720 Minuten⭐️ BlueSunset | 720 Minuten⭐️ Buchgeborene | 765 Minuten⭐️ Elke | 180 Minuten⭐️ Fire | 300 Minuten⭐️ Henny | 600 Minuten⭐️ histeriker | 720 Minuten⭐️ Joel | 60 Minuten⭐️ katha | 240 Minuten⭐️ kattii | 300 Minuten⭐️ kaytilein | 600 Minuten⭐️ Knorke | 300 Minuten⭐️ LadySamira | 300 Minuten⭐️ LaLecture | 600 Minuten⭐️ mabuerele | 720 Minuten⭐️ mareike | 600 Minuten⭐️ Melanie | 1200 Minuten⭐️ Mitchel | 240 Minuten⭐️ mysticcat | 720 Minuten⭐️ papavero | 720 Minuten⭐️ Pippo | 960 Minuten⭐️ samea | 720 Minuten⭐️ Snorki | 800 Minuten⭐️ stebec | 870 Minuten⭐️ sternchen | 600 Minuten⭐️ Traubenbaer | 480 Minuten⭐️ Vucha | 720 Minuten

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    • 999
  • Eine große Dystopie

    Der Report der Magd

    NiWa

    08. December 2017 um 10:27

    Dienerin Desfred ist in einem totalitären Staat gefangen. Menschen - vor allem Frauen - sind ihrer Persönlichkeit beraubt und siechen im Leben in Staatsgewalt dahin. Doch es gibt eines, was der Magd Desfred niemand nehmen kann: ihre Hoffnung.In „Der Report der Magd“ geht Margaret Atwood nicht nur eine beängstigende Zukunftsvision sondern ernste, ergreifende Themen an. Es geht um Feminismus, um die Freiheit, eine Persönlichkeit zu werden, und um das Recht darauf, ein eigenständiger Mensch zu sein.Desfred ist eine Magd und wird einem neuen Haushalt zugeteilt. Sie berichtet von ihrem Leben, ihren Tagen, ihren Aufgaben und Pflichten sowie ihrer Stellung im Haus und in der Gesellschaft. Nach und nach tritt die Enge, die Würdelosigkeit und die Bedrohung des Systems hervor.Wichtig ist, dass man sich hier keinen historischen Bericht erwartet, sondern von Vornherein auf eine Dystopie eingestellt ist. Der Begriff ‚Magd‘ lässt vielleicht an vergangene Zeiten denken, wird aber in seinem Grundsinn für Frauen wie Desfred in dieser Gesellschaft verwendet. Desfred ist an und für sich eine Kämpfernatur, auch wenn sich kaum Gelegenheit dazu ergibt. Sie zählt zur ersten Generation von Mägden, die einst in einer freien Gesellschaft gearbeitet, geliebt und gelebt haben. Damit ist es vorbei und die Menschen müssen die totalitäre Freiheit im neuen Staatsgefüge über sich ergehen lassen.Dabei zeigt Atwood, wie aus guter Absicht ein um sich greifender Schatten entstehen kann. Denn Desfred blickt auf ihr Leben davor zurück, als Frauen einst gegen die Stellung als (Lust-) Objekt gehadert haben. Nun hat sich die Gesellschaft selbst vom Regen in die Traufe manövriert. Als Leserin ist es mir richtig schlecht gegangen als ich von Desfreds Alltag erfahren haben. Es geschieht Unsagbares, Unvorstellbares, was ich mir in meiner jetzigen Situation nicht einmal vorstellen kann. Dabei spielt Atwood geschickt mit Ambivalenz, indem sie Desfred ihrer Weiblichkeit beraubt und sie gleichzeitig genau auf diese reduziert.Eingangs ist mir die Orientierung sehr schwer gefallen, weil man ohne jede Erklärung mit Desfred in den neuen Haushalt versetzt wird. Durch kurze Blicke in die Vergangenheit, durch ihre Erinnerung und den laufenden Ereignissen, reimt man sich nach und nach zusammen, was denn überhaupt geschehen ist. Auf diese Weise erfährt man, wie dieser Staat und sein gesellschaftliches Gefüge funktionieren können.Margaret Atwoods Schreibstil übertrifft sich selbst an erzählerischer Eleganz. Die Sprache ist blumig, dicht, mutet literarisch an und schlägt unvermutet in einer Rohheit zu, dass man sie wie einen Schlag ins Gesicht spüren kann.Meiner Meinung nach reiht sich Atwood mit „Der Report der Magd“ bei den großen Dystopien unserer Gesellschaft ein. Sie stachelt an, verdreht, ängstigt, fesselt und regt zum Nachdenken an.

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    • 11
  • Frauen - Die Monster der Gesellschaft ...

    Der Report der Magd

    klaudia96

    21. November 2017 um 13:37

    InhaltKinder kriegen oder nicht – Desfred bleibt diese Wahl nicht. In einem totalitären Staat, der durch die „Augen“, seine Spione, jede Ungehorsamkeit mitbekommt, wird sie als Magd zur Gebärmaschine eines Kommandanten. In ihrem neuen Zuhause hat keine der Frauen, egal ob Ehefrau, Martha oder Magd, eine Wahl. Jegliche Rechte sind ihnen entsagt – so wie im gesamten Staat Gilead. Doch Desfred erzählt ihre Geschichte in der Hoffnung auf ein besseres Leben – ein freies Leben.Meine BewertungWas für ein Kracher! Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich mich doch an Klassiker herantraue. Obwohl das Buch nur etwas über 30 Jahre alt ist, versteht Margaret Atwood es, die Krisen, die unsere Gesellschaft auch heute noch spalten, sehr geschickt in „Der Report der Magd“ zu verpacken. Ich bereue es absolut nicht, dass ich mich der anfangs etwas holprigen, ungewohnten Sprache gestellt und diese Dystopie ausprobiert habe.In „Der Report der Magd“ geht es um Desfred, die im Haus eines Kommandanten lebt, aber auch noch die alten Tage miterlebt hat, die Zeit, bevor das totalitäre System ohne Frauenrechte eingesetzt wurde. Desfred beschreibt hier rückblickend, wie sie ihre Zeit im Regime erlebt hat, aber auch, wie es zustande kam. Das System ist geprägt von religiösem Fanatismus, der sich darin äußert, dass das Leben über allem steht – weshalb es in Zeiten der zunehmenden Unfruchtbarkeit Mägde wie Desfred gibt, die nur als leeres Gefäß gesehen und dabei als Zuchtvieh behandelt werden.Ich empfand die Geschichte teilweise als sehr lang, aber das nicht im negativen Sinn. Man erfährt langsam mehr über die Lebenswelt der Protagonistin, kann sich sehr gut auf sie einstimmen und erkennt immer makabere Anwandlungen dieses Regimes, das einen sehr mitnimmt. Ich war mehrfach vor Ekel wirklich angewidert und musste überlegen, ob das in unserer heutigen Zeit so leicht möglich wäre, ein ähnliches System einzuführen. Doch die Erklärung kommt mir plausibel vor und beinhaltet trotz des Alters des Buchs viele Aspekte, die auch heute in unserer Gesellschaft wieder auftauchen. Wenn man bedenkt, wie heftig auch heute noch Abtreibungen diskutiert werden, wie die Geburtenrate sinkt und auch die Umweltverschmutzung und der Klimawandel geleugnet werden, bis es mal so richtig knallt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn versuchte Lebensmittel oder gewisse Pestizide durchaus mal Fruchtbarkeiten einschränken könnten.Was mich hier auch stark beeindruckt hat, war Desfreds Art zu erzählen. Man weiß nie, ob sie lügt oder die Wahrheit sagt – manchmal gibt sie offen zu, dass sie sich vieles schönredet, manchmal erscheinen Szenen mehrfach in verschiedenen Variationen, weil sie versucht, ihre Situation selbst zu akzeptieren. Ihr altes Leben hat sie verloren, ihre Freiheit und ihre Familie, doch sie sehnt sich nach der Hoffnung, dass sie immer noch leben könnten, will aber gleichzeitig auch aufs Schlimmste gewappnet sein. Ihre Gedankengänge waren nicht immer leicht zu ertragen, aber doch auch interessant, und ihre „Sünden“ rückten für mich in den Hintergrund, da man ihre menschlichen Triebe gut nachvollziehen konnte.Alles in allem ist „Der Report der Magd“ so ein vielschichtiges, komplexes Buch und behandelt so wichtige Themen, dass ich nicht weiß, ob ich dem in einer Rezension überhaupt gerecht werden kann. Für mich war es auf jeden Fall eine Lektüre, die sich gelohnt hat, und ich denke, wer sich auch für ältere Dystopien interessiert, deren Szenarien gar nicht so weit entfernt von heutigen Diskussionen sind, sollte sich „Der Report der Magd“ nicht entgehen lassen.

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  • Packend echt

    Der Report der Magd

    LolitaBuettner

    12. November 2017 um 12:18

    DER REPORT DER MAGD ist ein überaus packendes Buch, In gerade mal zwei Tagen habe ich es gelesen und nur deswegen, weil ich zwischendurch schlafen und essen musste. Es ist lange her, dass mich eine fiktive Geschichte so gefesselt hat. Vielleicht liegt es zum einen daran, wie dieses Buch aufgebaut ist. Ein Tagebuch, fragmentarisch, mit tiefen Einblicken in die Seelenwelt einer Frau, die einzig wegen ihres Körpers und dem Vermögen, Kinder zu gebären, lebt. Beeindruckend ist die Art und Weise, wie die Erzählerin mit ihrem Schicksal umgeht. NIemanden muss ich erklären, was ihr Leben ausmacht. Dennoch hadert sie nicht damit, ergibt sich ihm. Eine große Wahl hat sie nicht. Spannend fand ich das letzte Kapitel. Fiktive Wissenschaftfler, die sich auf einem Kongress darüber auslassen, ob der Report der Magd echt ist oder nicht. Wer könnte hinter dieser Frau stehen? Gab es sie? Beim Lesen vergaß auch ich, dass die beschriebene Zeit eine nicht existente und erfundene ist. Doch Wort für Wort rutschte ich tiefer in das Leben und die Gesankenwelt dieser Frau. Es war, als lese ich selbst in einem Tagebuch, dass von einer längst realen Vergangenheit berichtet.

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  • "Die Schwalbe entfliegt den Bösartigen"

    Der Report der Magd

    katzenminze

    29. October 2017 um 15:05

    "Die Schwalbe entfliegt den Bösartigen" Der „Report“ der bis zum Ende namenlosen Magd, den man hier liest, ist in einem düsteren, traurigen und resignierten Ton geschrieben, in den man sich ein bisschen einfinden muss. Es mag vordergründig emotionslos wirken, wie sie beschreibt, aber es passt einfach perfekt zur Situation in der sie ist. Enteignet, entmündigt, getrennt von Familie und Freunden, eine Gebärmaschine, die sich kein falsches Wort erlauben darf. In ständiger Angst und ohne andere Ablenkung als der Blick aus dem Fenster. Eine absolut schreckliche Vorstellung. Und besser kann man es nicht umsetzen. Die Stimmung, die durch den Schreibstil entsteht hat mich der Geschichte an sich näher gebracht. Dass dann mitten in dieser sprachlichen Düsternis immer wieder kleine Satz-Perlen auftauchen, fand ich großartig. Wie Atwood ihre Magd das Rot der Gewänder beschreiben lässt, die Stuckrose an der Decke ihres Zimmer oder den eigenen Körper, der nur noch ein Gefäß ist – wow! Oder wie sie über Stofflichkeiten nachdenkt, wie gerne sie etwas anfassen, etwas fühlen möchte. Das war stellenweise sehr berührend! Das Szenario das Atwood entwirft fand ich einerseits realistisch – wenn es um die Überwachung oder die häusliche Situation geht – andererseits war mir völlig unverständlich, wie es so weit kommen konnte. Zwar wird immer wieder angedeutet, dass Demonstrationen im Keim erstickt wurden und wie die Mägde „diszipliniert“ wurden aber wie man sich doch so relativ schnell in diese Situation ergeben kann, wollte ich nicht verstehen. Zum Teil hätte ich mir noch einen anderen Blickwinkel gewünscht, einfach weil „unsere“ Magd auch für die Verhältnisse in Gilead relativ abgeschottet ist. Es gibt viele Leute, die weit mehr über die aktuelle Situation, den Widerstand, das System wissen, als sie. Das machte aber andererseits auch den Reiz des Buches aus. Ich zumindest konnte mich so besser in ihre Situation hineinversetzen, weil ich sicher ebenso uninformiert dort gelandet wäre, wie sie. Dass sie hin und wieder von ihrer weitaus rebellischeren Freundin Moira erzählt, fand ich eine gelungene Abwechslung. Auch die Passagen aus "der Zeit davor", waren sehr interessant. Ich fand diesen Roman insgesamt relativ verstörend. Beschreibt Antwood doch viele Szenen, gegen die sich alles in mir gesperrt hat. (Ich habe nur zu gut verstanden, warum es in Gilead bruchsicheres Glas und keine Messer für die Mägde gibt...) Da das aber sicher auch die Intention des Romans war und mich die Sprache sehr begeistert hat, muss ich auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung aussprechen! Besonders das Ende fand ich einen genialen Kniff. Düster, bedrückend und bedächtig erzählt bleibt mir dieser Roman sicher noch lange im Kopf. Für mich hat er das Zeug zu einem modernen Klassiker, auch wenn mir insgesamt Atwoods später entstandene MaddAddam-Trilogie noch einen Tick besser gefallen hat.

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    • 5
  • Konnte mich leider nicht überzeugen ...

    Der Report der Magd

    Jewego

    22. October 2017 um 18:21

    Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an die Sache ran gegangen, doch mich konnte das Buch leider gar nicht überzeugen. Ich habe mich dadurch gequält. Einige Ansätze fand ich schon ganz gut, doch die Umsetzung hat mir einfach nicht gefallen. Daher würde ich auch nicht sagen, dass das Buch als solches schlecht ist, für mich persönlich jedoch war es leider schlecht. Der Schreibstil war zu distanziert und emotionslos und meist auch sehr gewöhnungsbedürftig. Damit ist zum Beispiel der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gemeint, der teilweise mehrmals innerhalb eines Absatzes stattfand. Aber auch der knappe (wie soll ich es anders sagen?) Satzbau.Die Handlung hätte man meiner Meinung nach auch auf die Hälfte der Seiten bringen können. Für mich wirkt alles ein wenig gestreckt, auch wenn es natürlich kein dickes Buch war. Ich bin zwar Vielleser, aber entweder hat dieses Werk meinen Geschmack schlicht und einfach verfehlt oder es war zu hoch für mich. Mehr als zwei Sterne kann ich leider nicht erübrigen. Schade eigentlich, nach so vielen positiven Rezensionen hatte ich ein weitaus unterhaltsameres Buch erwartet. 

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  • Rundherum gelungen

    Der Report der Magd

    HEIDIZ

    25. September 2017 um 10:57

    Am Messesonntag - dem 15.10.2017 wird Margaret Atwood den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Ich bin leider am Sonntag nicht mehr vor Ort. Ihr neues Buch hat mich sehr interessiert, ich habe es neulich gelesen und möchte euch berichten, wie es mir gefallen hat. Man kann das Buch Gesellschaftsroman mit psychologischen Strukturen bezeichnen. Ein mutige Frau lässt uns tief blicken. Das Buch geht in die Tiefe und erzählt vom tagtäglichen Kampf ums Überleben. Knallhart und emotional. Provozierend erzählt Atwood von atomaren Angriffen und Giftkatastrophen - Frauen werden ihre Rechte genommen. Wir lernen die Dienerin Desfred kennen, die versucht, aus diesem totalitären Staat zu entkommen. Das Buch ist verfilmt worden unter dem Titel "Die Geschichte der Dienerin".Die Magd erzählt aus ihrem Leben. Leseprobe:========Kapitel 31Jeden Abend, wenn ich zu Bett gehe, denke ich: MOrgen werde ich in meinem eigenen Haus aufwachen, und alles wird wieder so sein, wie es früher war. Auch heute Morgen ist es nicht passiert.Ich ziehe mich an, Sommerkleider, es ist immer noch Sommer, der Jahreslauf scheint im Sommer stehen geblieben zu sein. Juli, seine atemlosen Tage und Saunanächte, in denen es schwer ist, Schlaf zu finden. Ich lege Wert darauf, auf dem Laufenden zu bleiben. ...Wir befinden uns in Nordamerika, den Staat, den die Autorin thematisiert, gibt es in Wirklichkeit nicht, er ist fiktiv erdacht. Fast die gesamte weibliche Bevölkerung ist unfruchtbar, nachdem eine atomare Verseuchung stattfand in Gilead. Frauen aller Schichten sind betroffen. Die Mägde sollen nun für die anderen unfruchtbaren Frauen die Kinder bekommen. Mägde, die ihre Arbeit nicht machen, also keine Kinder für die anderen Frauen zur Welt bringen können, werden in "Arbeitslager" abgeschoben und müssen gefährliche, gesundgefährdende Arbeiten, verrichten. Die Magd, die im Buch ihre Geschichte erzählt, wird Fred zugeteilt, der ist Kommandant. Sie ist ein Teil des Totalitären, kann aber dann doch entfliehen. Absolut genial geschrieben, hat mir das Buch rundherum gefallen. Idee und Umsetzung genial. Den Film habe ich noch nicht gesehen, also Vergleiche zwischen Buch und Verfilmung kann ich nicht anstellen. Jedenfalls ist das Buch so bildhaft geschrieben, dass ich die Geschichte während des Lesens wie ein Film habe an mir vorziehen sehen.

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  • Was niemals geschehen darf ...

    Der Report der Magd

    engineerwife

    20. September 2017 um 21:15

    Es ist in der Tat ein altes SUB Schätzchen, das ich dank einer Leserunde hervorgekramt habe, und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Als Leser wird man mit einem absoluten Horrorszenario konfrontiert, von dem man nur hoffen kann, dass es in dieser oder auch nur annähernd ähnlichen Form nie Wahrheit werden wird. Die Welt, oder in diesem Buch auf jeden Nordamerika, ist durch einen Atomkrieg verstrahlt. Die Frauen sind zum großen Teil unfruchtbar geworden, die Existenz der Menschheit steht auf dem Spiel. Aber es gibt Männer, die nicht aufgegeben wollen, egal wie hoch der Preis ist, den die wenigen jungen Frauen, bei denen noch Hoffnung auf Nachwuchs besteht, bezahlen müssen …Mit unglaublicher Wucht katapultiert die Autorin den Leser in diese utopische Welt und lässt ihn oft nur erahnen, wie schlimm es wirklich ist. Kapitel für Kapitel entfaltet sich die Geschichte. Man leidet mit und hofft auf einen halbwegs glücklichen Ausgang … aber kann es den geben? Lasst euch überraschen, mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel … das Buch lässt einen sehr nachdenklich und fast sprachlos zurück. Nan kann es zudem nicht vermeiden an manchen Stellen Parallelen zu realen vergangenen und durchaus auch heute noch bestehenden Diktaturen zu erkennen …

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  • Frauenfeindlichkeit

    Der Report der Magd

    Bibliomania

    04. September 2017 um 23:21

    Margaret Atwood hat mit "Der Report der Magd" ein Buch geschrieben, mit dem sie sich in die Dystopien von Huxley und Orwell einreiht.Desfred ist die Erzählerin. Sie schildert ihr Leben, seit sie nicht mehr die zweite Frau eines Mannes ist, kein Kind mehr hat und einem Kommandanten und seiner Frau als eine Art Kelch dienen muss. Sie hat zwar kaum andere Pflichten, vielleicht Essen mit entsprechenden Marken besorgen, zu Zeremonien auftauchen, in denen Menschen "errettet" werden oder einer Geburt beiwohnen, doch sie hat auch nichts, dass ihr aus dieser Lage hilft. Nur ein kleiner Lichtschimmer am Ende des Tunnels lässt sie durchhalten: es gibt eine Art Widerstand. Eine Ansammlung von Personen, die versuchen Mägde und andere tatsächlich aus dieser Lage zu befreien. Der Kommandant will eines Tages sehr viel mehr von Desfred und bringt sie in große Gefahr. Gut, dass Desfred eine Kumpanin hat, die dem Widerstand angehört.Es fällt mir ziemlich schwer überhaupt etwas über dieses Buch zu sagen. Es ist ein Bericht über eine furchtbare Zeit. Eine Zeit, die Frauen diskriminiert, einigen Macht gibt und über das Leben aller bestimmt. Der Bericht ist sachlich, nahezu emotionslos. Ich sehe eine starke Frau in der Erzählerin. Sie gefällt mir und obwohl sie bei Weitem nicht vorlaut ist, wie ihre Freundin, mogelt sie sich irgendwie durch, gibt nicht auf, verliert auch die Hoffnung nicht.Erst durch die historische Anmerkung am Schluss machte sich das wahre Grauen dieser Geschichte für mich bemerkbar. Wenn dieser Bericht tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruht, ist er weitaus mehr als skandalös.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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