Margaret Atwood Die Geschichte von Zeb

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte von Zeb“ von Margaret Atwood

Eine Pandemie ist über die Erde hinweggefegt und hat die Menschheit ausgelöscht. Nur einige wenige haben überlebt. Verlassene Städte, überschwemmtes Land, mutierte Tiere – kunstvoll verbindet Margaret Atwood Abenteuer, Thriller und Liebesgeschichte und zeigt sich erneut als eine Autorin von verblüffender Jugendlichkeit und Kühnheit. Kein Untergang, dem diese Autorin nicht mit Humor und erzählerischer Verve beikommen würde.

Wieder viele interessante und nachdenklich stimmende Aspekte, leider im Mittelteil auch etwas langatmig.

— Tatsu

Man liest, staunt und amüsiert sich unendlich über grandiose Wortschöpfungen und Frau Atwoods Ideenreichtum. Toller Abschluss der Reihe.

— sursulapitschi

Der finale Band der MaddAddam-Trilogie konnte mich mehr als begeistern. Einzigartig mit Feingefühl und wohldosiertem Humor erzählt. Top!

— chuma

Diese Rezi bezieht sich nicht nur auf "Die Geschichte von Zeb", sondern auch auf "Oryx und Crake" und "Das Jahr der Flut"

— MichaelSchrader

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  • Leserunde zu "Die Piratenschiffgäng - Der Schatz des Tschupa Tschupa" von Irmgard Kramer

    Die Piratenschiffgäng - Der Schatz des Tschupa Tschupa

    stebec

    ~~ Hier gibt es KEINE Bücher zu gewinnen~~~Dies ist der Lesemarathon unserer „Zukunft vs Vergangenheits“-Gruppe und unserer Werwolfrunde ~~ Ahoi, ihr Landratten! Wie man hört, soll ein grandioser Schatz versteckt sein. Um ihn zu finden, müssen viele Teile der Schatzkarte gefunden werden. Natürlich machen sich die mutigsten und gefährlichsten Seeräuber auf die Suche nach dem Schatz. Nur alleine ist es etwas schwierig - Ein Käpt'n braucht immer eine Crew! Bewerbt euch jetzt und geht mit einem der vier Käpt'ns auf die große Reise und sucht den größten aller Schätze! *********************************************** Um dabei zu sein, braucht ihr keine Piratenkenner zu sein oder Piraten zu mögen (auch wenn das natürlich einen kleinen Vorteil bringt ;) ). Zu unseren Werwolfrunden hier auf Lovleybooks veranstalten wir immer einen thematisch passenden Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal wieder so ein Marathon statt. Größtenteils wird es sich thematisch um Piraten gehen, weil dies das Thema unserer kommenden Werwolfrunde ist. Welche Bücher ihr euch dazu aussucht und lest ist aber vollkommen egal. Unser Ziel ist es, einen spannenden und abwechslungsreichen Marathon zu gestalten, zusammen zu lesen und gemütliche Stunden zusammen zu verbringen. 💀ZIELE :💀 Wenn ihr wollt, könnt ihr euch gerne Ziele setzen und diese festhalten. 💀DIE REGELN 💀 Damit die Lesemarathons immer spannend und abwechslungsreich bleiben, gibt es diesmal wieder eine Neuerung: Dieses Mal kämpfen wir in Teams gegeneinander. Die vier Käpt'ns brauchen eine Crew und natürlich will jeder selbst den großen Schatz finden. Dazu müsst ihr euch für ein Team entscheiden. Ihr könnt eine Preferänz angeben oder ihr sagt einfach, dass es euch egal ist, wo ihr landet. Bitte beachtet, dass wir vielleicht nicht jedem seinen Wunsch erfüllen können. Für eure gelesenen Seiten und erfüllte Aufgaben bekommt ihr Goldmünzen, mit denen ihr im Shop Schatztruhen kaufen könnt, die euch eventuell bei eurer Reise nützlich sind. Einige der Aufgaben sollten von jedem Crewmitglied eigenständig gelöst werden, andere hingegen erfordern Teamwork. 💀DAS ENDE💀 Es gewinnt die Crew, die am Ende des Maratons die meisten Schatzkarten-Teile gesammelt hat - Denn sie wissen dann auch wo sie suchen müssen! 💀DER SHOP💀 Im Shop wird es eine große Auswahl als Schatztruhen geben, die ihr mit eurem gesammelten Gold kaufen könnt. Doch Achtung, der Shop ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet und somit nicht rund um die Uhr verfügbar! 💀MITMACHEN💀 Schreibt bitte einfach kurz einen kleinen Beitrag in "Wer heuert an?" sag, bei welchem Käpt'n ihr gerne anheuern würdet und euer Ziel für den Marathon. Bitte erstellt zunächst KEINEN Sammelbeitrag, da dies erst nach der Einteilung der Crews geschehen soll. In den nächsten Tagen werden sich die Käpt'ns zudem genauer vorstellen. Wichtig ist, dass ihr bis Donnerstag, 21:00 Uhr eure Präferenz genannt habt, falls ihr eine habt. Gebt ihr euer voraussichtliches Seitenziel für das Wochenende an, helft ihr uns dabei ausgewogene Crews zu bilden. WICHTIG: Unser Marathon ist dieses Mal etwas interaktiver und bedient das Thema "Piraten". Dies muss nicht für eure ausgewählten Bücher gelten. Es darf gelesen werden, was Spaß macht. Zudem sind zu diesem Marathon nicht nur Teilnehmer unser " Zukunft vs. Vergangenheitschallenge" und " Werwolfrunde" eingeladen. Jeder Leser ist willkommen. WANN STARTEN WIR? Der Marathon startet am Freitag, den 31.3.2017 um 15 Uhr und endet am 2.4.2017 um Mitternacht. Der Spaß bei unserem Lesemarathon ist natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto "Alles kann, nichts muss" könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wir ihr mögt. Wir streuen in regelmäßigen Abständen Aufgaben und Rätsel ein und setzten uns gerne Ziele, um den Spaßfaktor ein wenig zu erhöhen, beides ist aber nicht verpflichtend. Habt ihr Fragen oder Anregung? Gerne könnt ihr einen von uns dafür anschreiben. Stebec #4 - 4 Crewmitglieder papaverorosso #2 - 3 Crewmitglied Mitchel06 #1 - 3 Crewmitglieder BlueSunset #3 - 3 Crewmitglieder 🎎Teilnehmerliste: Mysticcat (#2) Vucha (#1) Katha_strophe (#3) Knorke (#2) MissSnorki (#1) Henny176 (#3) histeriker (#2) Pippo (#1) sternchennagel (#4) rainbowly (#2) mareike91 (#4) vanessa-v8 (#4) LadySamira (#1) samea (#3) Unzertrennlich (#4), Tatsu (#3) Annika Vergangene Runden: Märchenland (03.03-05.03) Vampire Diaries (03.02-05.02) Wunderschöne Winterzeit (27.12-30.12.) Supernatural (11.11.-13.11) Games of Thrones (14.10-16.10) Asterix - Der Gallier (09.09-11.09) Alice im Wunderland (Mitte Juni)

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  • Das Buch des Monats August für den FISCHER Leseclub: "Am Ende aller Zeiten" von Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

    Marina_Nordbreze

    Wie weit würdest du gehen … für die, die du liebst? Es wird apokalyptisch im Buch des Monats August! Adrian J Walker erzählt in "Am Ende aller Zeiten" die Geschichte von Ed, der als typischer Mittelklasse-Mann mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Seine Ehe läuft nicht rund, die Kinder nerven, er wird immer fauler und träger und jetzt steht auch noch der Weltuntergang bevor. Ed versucht mit allen Mitteln, seine Familie zu retten. Dafür muss er über seinen eigenen Schatten springen und laufen. 500 Meilen durch das zerstörte Großbritannien.Ob ihm das gelingt, erfahrt ihr in unserem Buch des Monats August! Mehr zum Buch:Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt. Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang? Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.Wir vergeben gemeinsam mit FISCHER Tor 50 Exemplare von "Am Ende aller Zeiten" unter allen, die sich bis einschließlich 21. August 2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button für das Buch des Monats bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.* In den folgenden Wochen stellen wir euch verschiedene Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. (Alle Informationen zum System der Buchlose findet ihr hier)Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also!Wer 10 Buchlose sammelt, gewinnt ein Buch aus den S. Fischer Verlagen aus dem Genre seiner Wahl. Zusätzlich verlosen wir unter allen, die mindestens 11 Buchlose gesammelt haben, einen Gutschein für einen Ausflug in einen Escape-Room. Damit seid ihr bestens gerüstet für stressige Zeiten – wie den Weltuntergang. Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch des Monats teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch des Monats August endet am Sonntag, den 25. September 2016 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch des Monats", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Infos dazu findet ihr hier.Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch des Monats"-Aktion teilzunehmen. Die Buchlose gelten immer nur für den jeweiligen Monat und können nicht in den nächsten Monat übertragen werden. * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Hauptaufgaben der "Buch des Monats"-Aktion bis spätestens 25. September 2016. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!Ein allgemeiner Hinweis: Bitte markiert eure Beiträge nur dann als Spoiler, wenn es sich wirklich um Spoiler handelt und beispielsweise nicht eure Beiträge für die einzelnen Aufgaben!

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  • Wieder grandios

    Die Geschichte von Zeb

    sursulapitschi

    08. July 2016 um 22:21

    "Es gibt die Geschichte, dann gibt es die wahre Geschichte, und dann gibt es die Geschichte, wie es zum Erzählen der Geschichte kam. Dann gibt es noch das, was man weglässt. Und auch das gehört zu der Geschichte."Und dies ist die Geschichte von Zeb, was nicht weiter verwundern sollte, steht es doch fett auf dem Cover. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass das so wörtlich gemeint war.Hier erzählt Toby den Crakern Zebs Geschichte, seine Jugend, wie er zu den Gottesgärtnern kam und was er mit Crake zu tun hat. Das ist ohne Zweifel interessant, zwingt den Leser aber zunächst mal wieder zurück in die Vergangenheit vor der Katastrophe. Man trifft manch alten Bekannten aus den Vorgängerbüchern, sieht alte Orte in einem neuen Licht, während in der Gegenwart Jimmy mit dem Tode ringt, Painballer die frisch errichtete Siedlung von MaddAddamisten, Gottesgärtnern und Crakern bedrohen und seltsame Allianzen mit Organschweinen geschmiedet werden. In unglaublich brillantem Erzählstil hält Frau Atwood den Leser an der langen Leine, will man doch dringend wissen, wie es in der Gegenwart weitergeht, während Zeb durch diese untergehende Zivilisation reist."Danach kamen die dubiosen Gendrückerkolonnen mit ihren Briefkastenfirmen und die Zuhältergecken und Pseudo-Galerien und Heißer-Scheiß-Restauranteröffnungen mit Molekular-Misch-Fusionsküche aus Trockeneis, Laborfleisch und Quorn ..."Man liest, staunt und amüsiert sich unendlich über grandiose Wortschöpfungen und Frau Atwoods Ideenreichtum.Am Ende erhält man einen tatsächlich anrührenden und originellen Ausblick auf eine mögliche Zukunft dieser zerstörten Welt. Auch dieses Buch hat mich begeistert und obwohl mich die beiden Vorgänger ein wenig mehr gefangen genommen haben, ist es doch ein runder und wunderbarer Abschluss dieser Reihe. Ein wenig Luft für Neues wäre noch. Wer weiß, vielleicht schreibt uns Frau Atwood noch ein Buch. Ich wäre die Erste, die es liest.

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  • Margaret Atwoods "Maddaddam"-Trilogie - eine dystopische Science-Fiction-Geschichte vom Feinsten

    Die Geschichte von Zeb

    MichaelSchrader

    07. October 2015 um 22:52

    Endzeitgeschichten und Dystopien sind sehr en vogue, wie mir scheint. Ich selber habe mich von dem Trend anstecken lassen und schon den einen oder anderen Vertreter dieses Genres gelesen. Denn die Frage „WO SOLL DAS ALLES NUR HINFÜHREN???“ ist eine sowohl interessante als auch relevante. Und weil man mit letzter Sicherheit nicht wissen kann, ob man selbst möglicherweise die große Ökokatastrophe/den Atomkrieg/die verheerende Supergrippe noch er- und gegebenenfalls auch überleben wird, verschafft einem die Beschäftigung mit derlei Szenarien auf einer fiktiven Ebene ein mehr oder weniger wohliges Schaudern, zusätzlich genährt durch den vergleichsweise komfortablen Zustand der Gegenwart: NOCH geht’s uns ja gut! Behaglich vorm knackenden Kamin lümmeln (so man einen besitzt), mit einem heißen Ingwertee und Knabberzeug ausgestattet und Kings „The Stand“ lesen oder Cronins „Der Übergang“ – that’s it! Margaret Atwoods Maddaddam-Zyklus, bestehend aus den Romanen „Oryx und Crake“ (2003 erschienen), „Das Jahr der Flut“ (2009) und „Die Geschichte von Zeb“ (2014) ist allerdings kein Endzeitroman von der Stange und ragt weit heraus mit seinen gesellschaftspolitischen und philosophischen Fragestellungen und mit der Erzählkunst der Autorin (die ich für nobelpreiswürdig halte). Worum geht es? In „Oryx und Crake“ begegnen wir Jimmy, der möglicherweise einzige Überlebende einer weltweiten Pandemie - wenn man von den diversen Geschöpfen aus den Genlabors absieht, welche nicht nur eine friedlich-naive neue Menschen-Spezies hervorgebracht haben, sondern auch heimtückische „Hunölfe“, beängstigend intelligente „Organschweine“ und „Mo ‘Hairschafe“ in allen farblichen Schattierungen. Während die nach ihrem Schöpfer von ihm so genannten Craker Jimmy als eine Art Prophet verehren, er aber ansonsten ziemlich hoffnungs- und antriebslos dem Schwinden seiner Vorräte und damit seinem eigenen Ende entgegensieht, erzählt er in Rückblenden, wie es zu der Pandemie gekommen ist. Die Handlung spielt sich in verschiedenen von Konzernen geführten Städten ab, in denen die leben, die über für die Interessen der Konzerne brauchbaren Qualifikationen verfügen, ständig überwacht von der ebenfalls konzerneigenen Polizei/Armee-Truppe. Der Rest der Menschheit lebt außerhalb dieser „Komplexe“ im folgerichtig so genannten Plebsland wo Gewalt, Kriminalität und Missbrauch an der Tagesordnung sind und kommt mit den Privilegierten nur noch insofern in Berührung, als er für niedere Tätigkeiten, als Versuchskaninchen/Organlieferant oder Sexualobjekt von Interesse ist. Der Staat hat sich völlig aus der Gestaltung des Gemeinwesens verabschiedet. In „Das Jahr der Flut“ werden viele Handlungsstränge aus „Oryx und Crake“ wieder aufgenommen, weitererzählt allerdings aus der Sicht von Randfiguren aus dem ersten Roman. Dieser Teil spielt sich in Plebsland ab, im Mittelpunkt steht die puritanische Öko-Sekte der „Gottesgärtner“, die das Nahen der „wasserlosen Flut“ nicht nur predigt, sondern in Zusammenarbeit mit Abtrünnigen aus den Komplexen auch heimlich aktiv darauf hinarbeitet. Am Ende treffen sich die Erzählungen beider Romane bei den Crakern, was das Feld bereitet für „Die Geschichte von Zeb“, die ich inhaltlich unmöglich zusammenfassen kann, ohne zu spoilern, nur so viel: es ist grandios. Viele Aspekte des Romans sind keine Erfindungen der Autorin. Sie greift vielmehr auf bekannte Phänomene heutiger spätkapitalistischer Gesellschaften, wissenschaftliche Forschungen (insbesondere der Genetik) und auf Strategien großer Konzerne zur Gewinnmaximierung zurück, die sie aber fantasievoll und konsequent zu Ende denkt und virtuos mit einer vielschichtigen Handlung verbindet. Abgeschottete Wohlstandsinseln gibt es in Form von „Gated Communities“ längst, künstliches Fleisch aus Zellkulturen sind auch keine Utopie mehr, und Schweine, die zur Gewinnung transplantierbarer Nieren gezüchtet werden, sind nur noch eine Frage der Zeit. Nicht alle diese Entwicklungen sind ausschließlich negativ zu betrachten, und aus dieser Uneindeutigkeit lässt sich wunderbare Literatur schaffen, und genau das hat Margaret Atwood getan. Ein besonderes Highlight sind die Craker, die im Labor erschaffene neue Menschenspezies, die sich blau verfärben, wenn sie in Paarungslaune geraten und die im dritten Roman eine wichtige Rolle spielen. Mit ihnen kommt es bei aller Tragik und Dramatik der Handlung auch immer wieder zu überaus komischen Situationen, etwa wenn die überlebenden „Zweihäuter“ (also Menschen mit Kleidung) den ahnungslosen Neumenschen ihnen völlig unbekannte Konzepte wie „Heiraten“, „blöd“, „tot“ oder einen Stoßseufzer wie „fuck“ zu erklären versuchen. Drei Bücher auf einmal vorstellen zu wollen, ist vielleicht etwas vermessen, aber in diesem Fall hatte ich das Gefühl, dass es nicht anders geht. Wer von Margaret Atwood noch nichts gelesen hat und vielleicht nicht gleich mit so einem Dreiteiler anfangen will, dem würde ich „Der Report der Magd“ ans Herz legen, eine beklemmende Dystopie, aber dieses Buch darf wirklich jemand anderes vorstellen. P.S.: Falls sich jemand fragt, was es mit den Covern auf sich hat: KEINE Ahnung. Bäume gehen ja irgendwie immer, aber weder kommt im „Jahr der Flut“ eine Zwiebel vor, erst recht keine fliegende, noch ein Karussell in der „Geschichte von Zeb“.

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  • Gelungener Abschluss einer grandiosen Trilogie

    Die Geschichte von Zeb

    Alexandra_Luchs

    „Die Geschichte von Zeb“ führt die Handlung der beiden Vorgänger vereint fort und beginnt genau dort, wo „Oryx und Crake“ und „Das Jahr der Flut“ endeten. Dieses Buch lässt uns nun also den Überlebenskampf in der zerstörten Welt erleben. Wir treffen Schneemensch und Toby wieder, lernen die Craker und MaddAddamiten besser kennen und hören „Die Geschichte von Zeb“. Im Verlaufe des Buches bekommen die Craker eine immer komplexer ausgearbeitete Schöpfungsgeschichte erzählt und es zeigen sich erste Entwicklungen in ihrem Verhalten. Die „Craker“, die von Crake geschaffene, völlig friedliche und optimierte Menschenrasse, bilden in diesem Band einen zentralen Aspekt der Geschichte. Sie treffen erstmals auf eine größere Gruppe normaler Menschen und die Konflikte der beiden „Spezies“ treten umso deutlicher hervor. Faszinierend ist die Darstellung der Entwicklung dieser „idealisierten“ Menschen, welche durch den Kontakt mit uns fehlerbehafteten und vergleichsweise schwachen Kreaturen ausgelöst wird. Die Craker wurden ursprünglich als möglichst perfekter Ersatz für „uns“ geschaffen: Gewalt und Kunst sollten ihnen fremd sein, Liebe sollten sie nicht kennen. Alles was möglicherweise Konflikte hervorruft, sollte den Crakern unbekannt bleiben. Von diesem „Ideal“ beginnen die Craker im Laufe der Geschichte ganz leicht abzuweichen, sie wirken zum Teil fast „menschlich“. Nachdem die beiden Vorgänger eher von der Verzweiflung und dem Untergang der Gesellschaft dominiert wurden, zeigt „Die Geschichte von Zeb“ erste Hoffnung. Wie eine Pflanze, die nach langer Dürre erste kleine grüne Triebe zeigt, wird auch in dieser Geschichte erstmals Aufbau und Regeneration gezeigt. Natürlich ist das Leben nicht plötzlich leicht, auch in dieser Geschichte ist der Überlebenskampf von Mangel und Gewalt gezeichnet, aber man beginnt einen Blick auf „später“ zu werfen. Das es überhaupt ein „später“ geben könnte, ist dabei schon der gravierendste Unterschied zu den Vorgängern. Wo vorher nur das „jetzt“ war, ist nun auch Platz für Planung und Zukunft. Eine Zukunft, die so lang auf der Kippe stand. Auch diesmal bietet der Aufbau der Geschichte wieder seine Besonderheiten. Was im ersten Band die Rückblenden in die Vergangenheit und im zweiten Band die Predigten von „Adam Eins“ waren, ist in „Die Geschichte von Zeb“ die Schöpfungsgeschichte für die Craker. Jeden Abend bekommen sie von Toby einen Teil der Geschichte von Zeb erzählt, so sollen ihnen Stück für Stück menschliche Phänomene wie Wut oder Liebe erklärt werden. Diese Einschübe wirken manchmal ein bisschen zusammenhangslos und naiv, bilden für die verängstigten Craker aber einen Anker und Trost. Sie zu lesen macht einfach Spaß. Ich möchte es diesmal kurz machen: „Die Geschichte von Zeb“ bildet einen gelungenen Abschluss der Trilogie und hat mich völlig zufrieden zurück gelassen. Die Handlung ist geschlossen genug, um nicht verloren zu wirken und offen genug, um selbst „weiterdenken“ zu dürfen. Diese Trilogie war ein echtes Highlight in meinem Lesejahr. Selten habe ich drei so gleich starke, konstant spannende und perfekt verwobene Bücher gelesen.

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    • 2
  • Life is warped. I’m just in synch.

    Die Geschichte von Zeb

    sabisteb

    13. March 2014 um 21:22

    MadAddam bzw. Zebs Geschichte ist der dritte Aufguss (bzw. Band) der Madaddam Trilogie. Während die Handlungen von Band 1 (Oryx und Crake) und 2 (Das Jahr der Flut) parallel verliefen, beginnt dieser dritte Band an der Stelle, an der die ersten beiden Bände endeten: Bei Jimmis und Amandas Rettung von den Painballern. Wirklich viel Neues gibt es leider nicht, prinzipiell sind die Eckdaten bereits aus den ersten beiden Bänden bekannt, hier wird die Geschichte von Adam, Zeb, Toby, Jimmy the snowman und den Crakers zu Ende erzählt, ein Abschluss, aber beileibe kein Höhepunkt der Trilogie. Nachdem die überlebenden Gottesgärtner, die für Crake arbeiten mussten, die Gefangenen der Painballer befreit haben, beginnt ein „gemütliches“ Leben im Cob-House mit den täglichen Pflichten. Man flegt Jimmi, und man erzählt des Abends den Crakern Geschichten über Oryx, Cake, Jimmy und ihren Freund F*ck, den heiligen Helfergeist. Somit spielt auch dieses Buch, wie seine Vorgänger auf mehreren Zeitebenen: Der aktuellen Handlungsebene und der Zeitebene der erzählten Geschichten. Diesmal wird die Geschichte von Adam one, dem Gründer des Gottesgärtnerbewegung und seines Bruder Zeb erzählt. Wie sie vor ihrem Vater, einem Prieser der Erölkriche flüchteten, untertauchten und begannen, die großen Konzerne zu unterwandern, die das noch bewohnbare Territorium wie quasi Staaten untereinander aufgeteilt hatten. Dazu noch elendslange Erzählungen darüber, wie Zeb, der Ex-Hacker, Bären Jagd, Toby Bienen fängt, und wie man Jagd auf die Painballer macht, ein paar Eifersüchteleien, Schwangerschaften, Mo-Hair Hüten… Alles schon mal da gewesen in den ersten beiden Bänden. Auch hat die Geschichte ein wenig an dystopischem Charakter verloren, weil vieles bereits dabei ist, zu unserer Realität zu werden. Die Sozialkritik ist somit eher mit der Holzhammermethode vorhanden, und viel direkter als in den ersten beiden Bänden, was auch viel plumper wirkt: Konzerne kontrollieren und diktieren die Politik (ist schon der Fall), wer gegen Fracking und Erdölförderung im heimischen Garten ist, ist des Teufels und antiamerikanisch (auch schon Realität), privates Militär übernimmt die Kontrolle über Länder (Blackwater und Co). … „The press is Corps-controlled, as you know, and any independent regulation is independent in name only.” “By extension, anyone who liked smelling the daisies, and having daisies to smell, and eating mercury-free fish, and who objected to giving birth to three-eyed infants via the toxic sludge in their drinking water was a demon-possessed Satanic minion of darkness, hell-bent on sabotaging the American Way and God’s Holy Oil, which were one and the same.”   Was das Buch so richtig mühsam macht, sind die infantilen Kapitel, die sie auf das sprachliche Niveau und die Begriffswelt der Craker begeben. Das nervt ungemein. Teilweise werden Ereignisse, die bereits erzählt wurden, noch einmal auf diese nervige Weise erzählt, was mir zu redundant ist. Zudem spoilert die Autorin die einzige wirklich spannende Stelle auch noch selber, was richtig nervt. Die Charaktere in diesem dritten Band bleiben farblos, ihr Leben oder Ableben war mir egal, da haben die humanisierten Schweine mehr Persönlichkeit.

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