Margaret Atwood Die Penelopiade

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Inhaltsangabe zu „Die Penelopiade“ von Margaret Atwood

Mythen-Reihe: Namhafte internationale Schriftsteller erzählen die uralten Sagen der Menschheit neu. Margaret Atwood ist überzeugt: »Die Geschichte, wie sie in der ›Odyssee‹ erzählt wird, ist nicht wasserdicht.« In ihrer Penelopiade kommen darum Penelope und ihre Mägde zu Wort, um bislang verborgene Gedanken mitzuteilen und Widersprüche aufzudecken. Penelope selbst erzählt rückblickend ihre Geschichte, skeptisch und scharfsichtig betrachtet sie ihr Leben, ihren seefahrenden Gatten Odysseus, die brutale, patriarchalische Gesellschaft auf Ithaka. Die Mägde bilden einen psalmonierenden und singenden Chor und konterkarieren in unterschiedlichen Tonlagen den Bericht Penelopes. Intim, leicht und dabei illusionslos beschreiben die Frauen, was sie sehen, denken und erleben.

Ein überraschend anderer Blick auf Penelope. Lesenswert!

— Loukia

Aus der DTV-Mythen-Reihe: Namhafte Schriftsteller erzählen die Sagen der Menschheit neu. Interessant, amüsant, kurzweilig - müsst ihr lesen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

In Atwood'scher (Sprach-)Manier erzählte Geschichte der Penelope, die auch Lesern ohne Kenntnis griechischer Mytologie ans Herz gelegt wird!

— Kathrinje

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  • Die Odyssee aus Penelopes Sicht

    Die Penelopiade

    Keksisbaby

    09. April 2014 um 09:33

    Alle kennen die Abenteuer des großen Odysseus, aber über seine Frau Penelope weiß man nur das sie so schlau war, die Verehrer an der Nase herumzuführen, indem sie das Leichentuch an dem sie tagsüber wob, des Nachts wieder auftrennte. Doch wie war es für sie, daheim zu sitzen, die Loblieder auf Odysseus zu hören und nicht zu wissen ob und wann ihr Mann zurückkehrt. Umgeben von Männern, die es nur auf den Reichtum abgesehen hatten und einem pubertären Telemachos der ihr die Schuld daran gab, dass die Freier sein Erbe verprassten. Genau das beleuchtet die Autorin Margarete Atwood in ihrem Roman „Die Penelopiaden“. Penelope erzählt nach ihrem Tod die Geschichte aus ihrer Sicht. Schon ihr Vater versuchte sie in der Kindheit zu ertränken. In Schönheit stets hinter ihrer Cousine Helena, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich auf ihren Verstand zu verlassen. Als Nebenstrang kommen die zwölf Mägde zu Wort, die Odysseus töten ließ, weil sie scheinbar untreu mit den Heiratsanwärtern gemeinsame Sache machten. Ein Buch das eine Geschichte die ein jeder kennt in ein anderes Licht rückt und die Frau hinter dem Helden zeigt. Sie kratzt ein bisschen an dem strahlenden Image des Helden und zeigt Odysseus als Mann mit all den Makeln, die einem Menschen anhaften. Schauerlich sind die zwölf Mägde, die ihr Schicksal beklagen und zu Gericht sitzen, über die Ungerechtigkeit, die ihnen widerfährt. Denn als Eigentum des Hausherrn, darf jeder Gast mit dessen Zustimmung die jungen Mädchen vergewaltigen oder misshandeln. Dieses Werk ist mein Stückchen Bildungsliteratur für diesen Monat. Einfach mal was total anderes.

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  • Rezension zu "Die Penelopiade" von Margaret Atwood

    Die Penelopiade

    Emilia12

    24. November 2012 um 18:59

    Das ist eine Neuinterpretation der Odysseus Mythen. Doch mit einem Twist, denn berichtet wird nicht von Odysseus Abenteuern in der Fremde, sondern davon, wie seine Frau Penelope allein in Ithaka versucht in Würde und mit Anmut, aber auch Schläue und List zu überleben. Ein Buch über Betrug und die Verblendung und Dummheit, die zu Krieg führt. Absolut empfehlenswert. Das deutsche Cover ist allerdings ein Verbrechen.

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  • Rezension zu "Die Penelopiade" von Margaret Atwood

    Die Penelopiade

    jedigirl

    01. August 2011 um 14:21

    Auf den ersten Blick ist The Penelopiad eine Nacherzählung des Mythos von Odysseus und Penelope. Aber wir sprechen hier von Margaret Atwood, weshalb das noch längst nicht alles sein kann. In dieser Version erzählt uns Penelope höchstpersönlich ihre Seite der Geschichte. Außerdem bekommt der Leser einen Eindruck von ihrer aktuellen Bleibe, dem Totenreich der griechischen Mythologie. Jetzt, nach ihrem Tod ist Penelope bereit über all die Geschehnisse zu reden, die ihr Leben während der Abwesenheit ihres Mannes zu einer solchen Herausforderung gemacht haben. Wir erfahren mehr über die Verehrer, die in und vor ihrem Palast kampierten und nebenbei mal eben den Inhalt der Vorratskammern dezimierten. Außerdem lernen wir sehr viel über Penelope selbst, ihre Beziehung zu Helena von Troja (die beiden waren wohl nicht das, was man landläufig beste Freundinnen nennt) und zu den sagenumwobenen zwölf Mägden, die am Ende so grausam bestraft wurden. Und genau diese Mägde nehmen in der Erzählung eine prominente Rolle ein. So wird Penelopes Bericht immer wieder von “Aufführungen” der Mägde unterbrochen; sie singen Lieder oder spielen Theater. Diese kurzen Einschübe bringen den Leser unweigerlich dazu an Penelopes Aussagen zu Zweifeln und die Beziehung und Bedeutung der zwölf Dienerinnen zu hinterfragen. Muss man die Geschichte von Odysseus und Penelope kennen um Atwoods Version verstehen zu können? Ja, es kann zumindest nicht schaden. Das heißt aber nicht, dass man nun zuerst losgehen und sich Homers Odyssee beschaffen muss. Eine allgemeine Kenntnis der Geschichte und vielleicht ein bisschen Wissen über griechische Mythologie reichen aus um Atwoods Sicht der Dinge und ihre (teilweise sehr feministischen)Theorien über Penelope und ihre zwölf Mägde verstehen zu können.

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