Margaret Atwood Moralische Unordnung

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Inhaltsangabe zu „Moralische Unordnung“ von Margaret Atwood

In ihrem Roman Moralische Unordnung führt uns Margaret Atwood mitten hinein in ihr eigenes Leben: Sie erzählt die Geschichte von Nell, schildert deren kluge, lebenstüchtige, aber kühle Mutter, den Vater, einen Insektenforscher, und die viel jüngere, kapriziöse und psychisch labile Schwester. Als Nell das Elternhaus verlässt, verdient sie ihr erstes Geld als freie Lektorin. Sie lernt den Mann ihres Lebens, Tig, kennen, der aber noch mit Oona verheiratet ist und zwei Söhne hat.Vor dieser Ehe läuft Tig nur sehr langsam davon, bis Oona Tig und Nell zusammenbringt, aber nicht aushalten kann, was sie angerichtet hat. Ein großartiges Buch, in dem die stilistische Virtuosität, die Leichtigkeit, der Witz und die Ironie Atwoods wie Scheinwerfer auf ihre eigene Geschichte gerichtet sind.

Zwar mag ich die einzelnen Geschichten, aber bei "Moralische Unordnung" fällt wieder auf, warum ich Kurzgeschichten/Erzählungen nicht mag

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

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  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    schokoloko29

    schokoloko29

    18. June 2012 um 10:40

    Inhalt des Buches: In diesem Buch werden Auschnitte eines Lebens von der Protagonisten beschrieben. Es ist in chronologischer Reihenfolge aufgebaut. Nur die erst Geschichte, da geht es um ein älteres Ehepaar. Ansonsten geht es um eine Frau, die sich in einen Mann verliebt, der noch verheiratet ist. Sie leben zusammen auf der Farm. Der Mann fühlt sich noch, wegen der gemeinsamen Kinder, noch verpflichtet und es fällt ihm sehr schwer sich von seiner Noch- Ehefrau zu trennen. Für die Protagonistin stellt sich die Frage, ob sie gehen oder bleiben soll. Eigene Meinung: Ein Buch, welches mir richtig gut gefallen hat. Inhaltlich passiert in diesem Buch nicht viel. Es ist jedoch atmosphärisch sehr dicht und poetisch geschrieben, so dass ich einige Sätze immer wieder und wieder lesen wollte. Fazit: Ein Buch, welches man wirklich lesen sollte!!!

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  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    vielleichtsagerin

    vielleichtsagerin

    "Moralische Unordnung ist die ergreifend ehrliche Abbildung häuslicher Realität: die elf sehr persönlichen Kapitel fügen sich zu einem großen Familienporträt voller Nostalgie, Reue, Weisheit und Melancholie." "Moralische Unordnung" ist außerdem kein bisschen spannend, aber unglaublich gut geschrieben und für Sprachästheten eine ergiebige Fundgrube an wunderschönen Wortbildern, die den Sachverhalt stets aufs vortrefflichste abbilden. Mit Nell hat Margaret Atwood zudem eine Ich-Erzählerin erschaffen, die in ihren besten Momenten an Sylvia Plaths geschätzte Esther Greenwood erinnert und zwei scheinbare Gegensätze - den Intellekt und die Weiblichkeit - zu vereinbaren versucht. Der Stellung der Frau innerhalb der Gesellschaft als Thema ist Atwood auch in diesem stark autobiografisch inspirierten Roman treu geblieben, erfreulicherweise spielt ein Großteil der Handlung jedoch in der Vergangenheit. Genauer gesagt entfallen etwa 90 Prozent des Romans auf Rückblenden, in denen die in Jahre gekommene Ich-Erzählerin mit großer Scharfsicht, Bissigkeit und Eloquenz die wichtigsten Stationen ihres Lebens erinnert. Klingt unspektakulär und bis Seite 91 glich die Lektüre tatsächlich einer langsamen Bahnfahrt durch hübsche, aber belanglose Landschaften. Viele Male war ich versucht, das Buch endgültig ad acta zu legen, tat es dann aber doch nicht. Und das ist gut so, denn vor allem der Mittelteil hat mächtig Eindruck hinterlassen. Als emotionale und materielle Nomadin zieht Nell in den 1960ern acht Jahre durch die USA. In der Tasche einen Abschluss in Englischer Literaturwissenschaft, im Herzen die versteckte Sehnsucht nach gekräuselten Gardinen, im Kopf die bange Frage: "Aber was, wenn ich irgendwo eine Abzweigung übersah - wenn ich meine Zukunft verpasste?" Doch wie soll diese überhaupt aussehen? In der Zeit, als Nell sich auf den Weg macht, erwachsen zu werden, erwartet man von allen Frauen, dass sie heiraten. Die moderne Ich-Erzählerin zieht die Freiheit der Einsamkeit jedoch einem Ehemann vor, der sich hinter ihrem Rücken doch ohnehin an die nächstbeste Frau ohne Ring heranmachen würde, schließlich "konnte ein Mann es bei jeder Frau ohne Ehering probieren, egal wie streng und züchtig sie gekleidet war." Sie beschließt, sich von der "Arche Noah der Paare" zu distanzieren - die ja eigentliche nichts anderes als eine gehobene Art von Zoo mit Schlössern an den Gitterstäben und regelmäßiger Fütterung ist - ein "Geschöpf der Nacht" zu werden und ernsthaft über wichtige Themen nachzudenken. Sieg dem Intellekt! Halt, nicht so hastig. Im Hinterkopf spukt der selbstbewussten Frau ein Gedicht, das sie mit 20 gelesen hatte. Es stammt von einem bekannten Dichter und besagt "intellektuelle Frauen hätten alle Pickel am Hintern. Mir war durchaus klar, dass es sich um eine absurde Verallgemeinerung handelte; trotzdem war ich verunsichert. Die gekräuselten Gardienen, die mir vorbestimmt waren, und der picklige Hintern, der mir drohte, passten nicht zusammen." Weiblichkeit, Häuslichkeit und Intellekt - passt das zusammen? Ist die emotionale Hingabe an einen Mann nicht gleichbedeutend mit Selbstaufgabe? Diese und ähnlich spannende Fragen werden in Nells Beziehung mit Tigg zum Thema. Tigg ist Oonas Ehemann. Nell ist Oonas Lektorin. Tigg ud Oona halten ihre Ehe zum Schein aufrecht und vergnügen sich mit beidseitigem Einverständis in fremden Schlafzimmern. Mit Oonas Zutun kommen Nell und Tigg zusammen, verlieben sich und beziehen gemeinsam ein Haus. So viel Glück gönnt Oona ihrem Noch-Ehemann aber nicht und Tigg legt nicht ausreichend Willensstärke an den Tag, um aus der nur noch formal bestehenden Ehe auszubrechen. Für Nell resultiert aus dieser verfahrenen Konstellation ein höchst unerfreulicher Zustand: moralische Unordnung. Gehen oder bleiben? Respekt einfordern oder Gefühlen nachgeben? Ewige Gretchfragen, die Atwood mit sehr persönlichen Antworten versieht. Ob es sich gelohnt hat, an diesem Buch dranzubleiben? Mais oui! Non, je ne regrette rien ...

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    schokoloko29

    schokoloko29

    12. June 2012 um 10:16
  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    08. September 2010 um 10:06

    Margarete Atwood verfasste hier 11 Kurzgeschichten, die teilweise autobiographisch, aneinander anknüpfen und meist die gleichen Charaktere beschreiben. Somit bleiben die Geschichten im Zusammenhang spannend. Lediglich die erste Kurzgeschichte handelt von den Gewohnheiten eines alten Paares. Danach beginnt die Geschichte der Protagonistin Nell als Kind, ihr Zusammenleben mit der kleinen Schwester, mit den Eltern, mit ihrem Manne und dessen Ex-Frau und Kinder. Ihr facettenreiches Leben, der Wechsel von der Stadt aufs Land, wieder zurück in die Stadt, die Probleme in der Beziehung und das Verhältnis zur Ex-Fmilue des Mannes, das langsame Sterben der Eltern, sind wohl die wichtigsten Themen. Dabei finden sich auch Urkanadische Themen in diesem Buch, wie die Expeditionen in den Norden, das Landleben, das Maklergeschäft, die Gesundheitsversorgung und die Probleme des selbigen, häufiger Standortwechsel. Mit Sicherheit keine leichte Kost, sowohl was Inhalt als auch die Handelssprünge innerhalb einzelner Geschichten betrifft, allerdings wird man reichlich mit starken Gefühlen belohnt, wenn man dieses Buch liest.

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  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    Minerva

    Minerva

    21. December 2009 um 19:52

    Da ich Margaret Atwood sehr gerne lese - griff ich spontan zu diesem Werk - was im Klappentext mehr vermuten lässt. Sonst verhaftet sich Atwood gerne Dystopien und Zukunftsvisionen - hier schreibt sie 11 kleine Kurzgeschichten, die ab und zu nahtlos ineinander greifen. Jedoch sind diese derart skuril, da macht das lesen keinen Spaß mehr. War ziemlich enttäuscht und werde mich evtl. weiter durchkämpfen. Bin jetzt bei Geschichte 5 - ich weiss, man sollte nicht jetzt schon meckern - aber ich weiss nicht ob ich dieses Buch ganz schaffe. Nicht empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    Feder

    Feder

    08. October 2009 um 21:31

    Spannend, komisch, lakonisch und grundehrlich - so faszinierend erzählt die große kanadische Schriftstellerin über ihr Leben, und ich bin ihrem bewegenden Stil und ihrer tiefen Menschlichkeit mit großem Vergnügen von der ersten bis zur letzten Seite gefolgt. Eine tolle Anregung, mir auch ihre anderen Romane wieder einmal vorzunehmen, die ich schon vor einigen Jahren gelesen habe. Unbedingte Empfehlung!

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  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    nickido

    nickido

    08. May 2009 um 15:50

    Ich kein ja kein großer Fan von Kurgeschichten, denn wenn ich ein Buch lese, dann möchte ich darin versinken. Dies gelingt mir bei Kurzgeschichten meist nicht. Trotzdem habe ich dieses Buch gern gelesen. Margret Atwood erzählt kurzweilig und mit einem scharfen Sinn für Humor Episoden aus ihrem Leben.

  • Rezension zu "Moralische Unordnung" von Margaret Atwood

    Moralische Unordnung
    Kurile

    Kurile

    21. August 2008 um 20:30

    Mit Lieblingsschriftstellern bin ich streng. Es ist brillant geschrieben, es steht viel wahres darin. Für mich zu viel davon. Kanadische Provinz ist mir fremd.