Margaret Atwood Oryx and Crake

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Inhaltsangabe zu „Oryx and Crake“ von Margaret Atwood

The outrageous imagination of Margaret Atwood has never been better. Dark, witty, scary and very credible, this is a mystery, an adventure story, a page-turner and a brilliant novel. Shortlisted for the Man Booker Prize and the Orange Prize. (Quelle:'E-Buch Text/03.09.2009')

Teilweise ziemlich merkwürdig, aber trotzdem interessant.

— allysbooks
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  • An den Löffeln gepackt!

    Oryx and Crake
    wandablue

    wandablue

    An den Löffeln gepackt! Margaret Atwood hat schon viele Romane geschrieben als sie 2003 Oryx and Crake, den ersten Band einer SF-Trilogie auf den Markt bringt. Dass sie mit Sprache umgehen kann, zeigen zuhauf ihre vielen Veröffentlichungen im poetischen Bereich und die Preise, die sie für ihr literarisches Schaffen einheimst. Manchmal lohnt es sich durchaus, wenn man Literatur studiert. Dieses Studium muss nicht notwendigerweise brotlose Kunst sein! Es bietet Möglichkeiten! Zum Bespiel diese, Bürger und Wissenschaftler an den Löffeln zu packen oder auch ein paar strafende Watschen an den gedankenlosen Konsumenten und verantwortungslosen Politiker zu verpassen, die sich gewaschen haben! Möglicherweise ist das ökologische Bewußtsein Margaret Atwoods ihrem Vater geschuldet, der als Entomologe (Insektenforscher) notwendigerweise auf die Natur ausgerichtet gewesen sein muß, jedenfalls hat die Autorin mit der MaddAddam-Trilogie, die erst 2013 abgeschlossen wurde und insoweit ziemlich aktuell sein kann, kundentauglich ein großes Thema unter die Leser gebracht, nämlich, was passieren könnte, wenn alles so weiterläuft wie bisher und sich eventuell sogar noch verschärft. Wovon sicherlich auszugehen ist! Mit Oryx und Crake leitet Atwood den Weltuntergang ein bzw. führt ihn der geneigten Leserschaft vors Auge. Gruselig wie sie bis in die kleinste Einzelheit hinein schildert, was ökologisch, politisch, biologisch und soziologisch aus der Menschheit und seiner Umwelt werden kann. Wo nimmt sie alle diese phantastischen Details her? Dann und wann läuft einem ein kalter Schauder über den Rücken. Dabei sind Atwoods Protagonisten eigentlich Nebensache, reine Träger der Idee. Dennoch widmet sie sich ihnen, oft mit einem Augenzwinkern. "Oryx and Crake" ist dystopisch und gleichzeitig reinste Sciene fiction, insofern purer, vergnüglicher Lesestoff von der ersten Seite an, dennoch ist die Assoziation zu einer weltweiten unaufhaltsamen Katastrophe, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse sich von den traditionellen ethischen Werten der Menschheit lösen, schnell geknüpft. Diese Erkenntnis ist gewollt. Denn gute SF ist immer auch Gesellschaftskritik. Ohne je den Zeigefinger zu erheben bringt die Autorin Umweltbewusstsein auf den Leseteller und teilt kräftig nach allen Seiten hin aus. Fazit: Hervorragend! Die Trilogie besteht aus: Oryx und Crake (Oryx and Crake), Das Jahr der Flut (The Year of the Flood) und Die Geschichte von Zeb (MaddAddam) und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Kategorie: SF /Dystopie Verlag: Bloomsbury, 2003

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    • 3
  • Rezension zu "Oryx and Crake" von Margaret Atwood

    Oryx and Crake
    Steerpike

    Steerpike

    Margaret Atwoods Vielseitigkeit ist immer wieder erstaunlich. Nachdem sie mit dem Report der Magd 1985 schon einmal ein sehr duesteres Bild der Zukunft gemalt hat, folgte im Jahr 2003 eine weitere beunruhigende, aber voellig andersartige Dystopie: Oryx and Crake. Die Handlung beginnt in einer beinahe entvoelkerten Landschaft, in der der Protagonist Snowman zwar nicht das einzige menschliche Wesen ist, aber doch das einzige Wesen, das die Funktion alltaeglicher Gegenstaende wie einer Radkappe, einer Klaviertaste oder einer Limoflasche kennt. Befragt wird er nach der Funktion dieser Dinge von einer Schar kleiner Kinder, deren Naivitaet weit ueber das fuer dieses Alter gewoehnliche Maß hinauszugehen scheint. Nach und nach erfahren die Lesenden, was es mit den seltsamen wunderschoenen und gruenaeugigen Menschen auf sich hat, die Snowman einmal in der Woche einen gebratenen Fisch bringen, sich sonst aber, von einer Art religioeser Furcht bewegt, von ihm fernhalten. Nur ihre Kinder haben keine Scheu vor dem in ein altes Laken gewickelten sehr muede wirkenden Mann. Oryx and Crake ist Atwoods Auseinandersetzung mit der immer unuebersichtlicheren und unbeherrschbareren Technisierung der Welt. Zwei sogenannte Zukunftstechnologien stehen dabei im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: das Internet und die Biotechnologie. Atwood beschreibt die Bekanntschaft zwischen dem durchschnittlichen Schueler Jimmy (Snowman) und dem gleichaltrigen naturwissenschaftlichen Genie Glenn (Crake). Die beiden Jugendlichen vertreiben sich ihre freie Zeit vor allem mit dem Surfen auf illegalen, doch offenbar weit verbreiteten (kinder-)p.o.r.n.o.graphischen Seiten und mit bizarren interaktiven Computerspielen wie "Extinctathon", einem Spiel, in dem es um die Ausrottung von Lebensformen geht. Von diesem Spiel leiten sich auch die Namen der Protagonisten und somit der Titel des Buches her. Crake macht nach der gemeinsamen High-School-Zeit erwartungsgemaeß eine steile Karriere. Nach seiner Graduierung am renommierten Watson-Crick-Institute, beginnt er seine Arbeit fuer RejoovenEsense, eine raetselhafte biotechnologische Firma, und entwirft schließlich ein geheimes Projekt mit dem Namen "Paradice". Hierher holt er nicht nur Jimmy, der einmal fuer die Oeffentlichkeitsarbeit dieses Projektes zustaendig sein soll, sondern auch Oryx, eines der Maedchen, deren Missbrauch die Freunde in ihrer High-School-Zeit live im Internet mitverfolgt hatten. Wie sich das Verhaeltnis dieser drei Figuren entwickelt, was sich hinter dem geheimnisvollen "Paradice"-Projekt verbirgt und wie Crake ihm seinen ganz persoenlichen Stempel aufzudruecken versucht, ist hauptsaechlicher Gegenstand der zweiten Haelfte des Buches. Zwischendurch springt die Handlung immer wieder in die erzaehlte Gegenwart, wir folgen Snowman bei seinen taeglichen Verrichtungen und lernen einige der Gefahren der Welt kennen, in der er sich bewegt. Gerade diese letzten Passagen strahlen ein hohes Maß an Gleichgueltigkeit aus, es wird immer deutlicher, dass Snowman nicht wirklich in diese Welt gehoert, in der er nun ohne erkennbare Perspektive treibt. Atwoods Roman war fuer mich an manchen Stellen fast unertraeglich zu lesen. Gerade die Beschreibung des Geschaefts mit der Kinderp.o.r.n.o.graphie, die im Laufe der Handlung immer wieder aufgenommen wird, sind von einer fast bis zum Ueberdruss getriebenen Ausfuehrlichkeit. In der Verfolgung und der Beschreibung der Schluesseltechnologien dieser dem/r Leser/in doch sehr nah vorkommenden Zukunft liegen dabei allerdings auch die Staerken des Buches. Die Charaktere bleiben vergleichsweise blass. Strukturell ist das sehr einsichtig, denn sie erscheinen an vielen Stellen als das zwangslaeufige Personal einer Welt, die sich auf eine merkwuerdige Weise von ihren Bewohnern - oder sollte man sagen: Insassen? - abgekoppelt zu haben scheint. Und doch: Da die Staerke von Margaret Atwoods Buechern nicht zuletzt in den differenzierten Charakterbeschreibungen liegt, wirkte "Oryx and Crake" zwar nicht im eigentlichen Sinne enttaeuschend, aber doch etwas fade auf mich. Die Fokussierung auf den desillusionierten Snowman und die weitgehende Ausblendung der Innenansicht Crakes verschenken ein bisschen die Moeglichkeiten dieses Textes.

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    • 2
  • Rezension zu "Oryx and Crake" von Margaret Atwood

    Oryx and Crake
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    14. February 2011 um 11:36

    Inhalt: Die Menschheit existiert nicht mehr. Nur noch Snowman ist übrig geblieben, der einst Jimmy genannt wurde. Seine Erinnerungen berichten von der Vernichtung der Menschheit, welche nach dem Ende aller Krankheiten, nach der Unsterblichkeit gestrebt und sich damit selbst vernichtet hat. Jimmy spielte dabei eine entscheidende Rolle, hätte er die Katastrophe verhindern können? Meinung: Der Protagonist von Margaret Atwoods Dystopie Oryx and Crake ist Snowman, der wohl letzte Mensch auf Erden. Früher hieß er einmal Jimmy, doch das ist schon lange her und die Kinder am Strand, Children of Crake – die Jungen – und Children of Oryx – die Mädchen, sind genveränderte Experimente, die von der Katastrophe, welche die Menschheit ereilt hat, nichts wissen. Sie sehen zum Einsiedler, der in einem Baum am Rande der Lagune lebt, auf. Er ist ganz anders als sie selbst: Snowman trägt ein Laken um seinen Körper gewickelt, die Kinder hingegen sind nackt, mit dicker Haut, die sie vor der ultravioletten Strahlung schützt. Und noch viel wichtiger, er besitzt das Wissen einer vergangenen Menschheit. Snowman passt auf die menschenähnlichen Wesen auf, wenn sie am Strand Treibgut aufsammeln, das aus der alten Welt stammt, die sie nicht kannten. Er warnt sie vor gefährlichen Dingen und erzählt ihnen Geschichten zu Sachen, die für den Leser selbstverständlich sind, aber was ist Toast, was ist Brot und was ist ein Toaster, der das Brot toastet? Jimmy muss seine ganze Kreativität aufwenden, um den Kindern diese Dinge zu erklären und manchmal erfindet er dazu Geschichten, denn was bringt es, ihnen von der Welt zu berichten, die es nicht mehr gibt? Er erzählt ihnen von Crake und Oryx – seinen besten Freunden –, von denen die Kinder abstammen, die sie geschaffen haben. In Flashbacks erfährt der Leser die Ereignisse, welche zum Untergang der Menschheit geführt haben. Aber diese erzählen auch die Geschichte von Jimmy, von seinem besten Freund Crake und seiner Liebe Oryx. Nach und nach ergeben die einzelnen Puzzleteile ein komplexes Bild und Snowman scheint ein wichtige Rolle in den Ereignissen zu spielen. Margaret Atwood schafft es nicht nur durch die geschickte Struktur ihres Romans Spannung zu erzeugen und den Leser in die komplexen Hintergründe der Handlung einzuweihen, sondern auch ihre Sprache trägt viel dazu bei, dass dieses Buch ein wahrer Schatz ist. Von Beginn an fühlt man mit Snowman, der ein einsames Leben führt, verankert in den vergangenen Ereignissen, immer mit dem Gedanken behaftet, was wäre gewesen, wenn er anders gehandelt hätte. Eine Traurigkeit schwingt in der Sprache mit, die direkt zum Leser transportiert wird. Nicht nur Rückblenden sorgen für eine melancholische Stimmung, sondern auch die Stimmen, welche Snowman in einsamen Stunden wahrnimmt, die ihm aus der Vergangenheit zuflüstern. Gezwungenermaßen nimmt Snowman den Weg auf sich nicht nur gedanklich in die Vergangenheit zu reisen, sondern sich auch im Hier und Jetzt auf die Reise zu machen, an den Ort zurückzukehren, wo ihm das Leben gerettet wurde, das seiner besten Freunde aber ein Ende gefunden hat. Diese Reise führt den Leser nicht nur in eine Vergangenheit, die für uns noch in weiter Ferne liegen mag, sondern auch in eine Zukunft, die Zerstörung und stürmische Unwetter bereit hält. Fazit: Oryx und Crake ist der erste Teil von Margaret Atwoods Madd-Addam-Trilogie und eine grandiose Dystopie. Die Autorin erschafft nicht nur eine komplexe zukünftige Version der Welt, sondern mit ihrem Schreibstil, dem wunderbaren und liebenswerten Jimmy alias Snowman und ihrem Handlungsaufbau, erzeugt sie eine melancholisch traurige Stimmung, die den Leser fesselt. Frau Atwood vermittelt ihre Gedankengänge und ihren Ideenreichtum auf nachvollziehbare Art und Weise und so ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Buch spannend bis zur letzten Seite bleibt, obwohl es eigentlich nur die Geschichte dreier Menschen erzählt. Drei Freunde, von denen nur ein einziger dem Schicksal der Menschheit entronnen ist.

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  • Rezension zu "Oryx and Crake." von Margaret Atwood

    Oryx and Crake
    yvoliciouz

    yvoliciouz

    06. August 2009 um 16:32

    Margaret Atwood entwirft hier einen dystopischen Roman, der bereits erschreckende Parallelen unserer Gesellschaft abbildet. Die Wissenschaft, v.a. gentechnische Innovationen (insbesondere lebensverlängernde, als auch verjüngende Maßnahmen) dominieren die Gesellschaft und sind schlussendlich verantwortlich für deren Untergang. Einzig Jimmy (alias Snowman), der Freund des Gentechnikers, der für die Virusepidemie verantwortlich zeichnet, überlebt diese Katastrophe, um die künstlich geschaffenen Humanhybriden zu beschützen. Und während er versucht, dem Hungertod zu entgehen, versucht er sich in Rückblicken an die Geschehnisse bzw. die Zeichen zu erinnern, die zu seiner aktuellen Situation führten. Zentrale Themen des Buches sind Umweltverschmutzung, Konsumwahn, die auf Kapitalismus zurückzuführende Zwei-Klassen-Gesellschaft (komplette Auflösung der Mittelschicht) und vor allem die ausufernde, alles (insbesondere die Gesellschaft) dominierende Gentechnologie. Doch Atwoods Kritik geht noch weiter: in einer von Technik und somit von Zahlen dominierten Welt bleibt kein Platz mehr für Schriftsteller - Snowman als der letzte seiner Art mit Liebe zur Sprache, Semantik und Neologismen; smart, charmant und intelligent, jedoch nicht mathematisch begabt und deshalb nutzlos (dumm) für dieses Gesellschaftssystem, ist umgeben von Analphabeten bzw. literarisch Ungebildeten, die sein Talent weder sehen noch zu schätzen wissen. Diese Kritik setzt Atwood konsequent fort, da Snowman nach der Katastrophe nur von den Crakern umgeben ist, die weder lesen, noch schreiben können - der Schriftsteller somit als aussterbende Spezies dargestellt wird. Die Leküre von Oryx and Crake hat mir vom Sprachstil (insbesondere ihre Neologismen und Snowmans mindstyle) sehr gut gefallen, sieht man von manch inhaltlichen Schwächen: knappe Beschreibung Oryxs (der Geliebten Jimmys & Crakes) und dem zu kurzen Schluss ab. Dass die von ihr formulierten Fragen unbeantwortet bleiben, ist vielleicht so gewollt, zumindest hat sie bei mir damit das Ziel erreicht, nachhaltig ihre Kritik zu reflektieren.

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