Margaret Atwood Oryx and Crake (MaddAddam 1)

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Inhaltsangabe zu „Oryx and Crake (MaddAddam 1)“ von Margaret Atwood

Crake und Jimmy waren Freunde, und sie liebten dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie lebten in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, war Wissenschaftler und arbeitete für das Projekt "Paradice" in einem Elite-Labor eines biogenetisch-pharmazeutischen Konzerns. Jimmy sorgte als Werbefachmann für die Bekanntmachung der Produkte, die Crake entwickelte. Nun sitzt Jimmy, mittlerweile "Schneemensch" genannt, versehrt, gebrochen und als womöglich letzter Vertreter der Gattung "Homo sapiens" auf einem Baum, dem einzig verbliebenen sicheren Ort, und blickt zurück. Auf die Überflutung der bewohnten Gebiete durch den Klimawandel, auf das Verschwinden der überlebenswichtigen Ressourcen, auf das Artensterben, auf den Zusammenbruch der Ökosysteme und auf die Vernichtung der Menschheit durch eine fatale Seuche. Und natürlich auf Oryx. Und Crake.

Wer "I am Legend" und "The Time Machine" gut findet, wird dieses Werk lieben.

— lila-luna
lila-luna

Toll gelesen, Story selbst ist durchdacht, regt zum Nachdenken an. Kühle, Düsternis und Ausweglosigkeit ist aber sehr schwerverdaulich.

— FabAusten
FabAusten

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    Oryx and Crake (MaddAddam 1)
    lila-luna

    lila-luna

    02. August 2017 um 18:42

    Oryx und Crake von Margarte Atwood als Hörbuch Spieldauer: 11 Stunden 15 Minuten Verlag: Ronin Hörverlag, 2017 "Sprechergott 2016" Uve Teschner bringt Sie mit dem gerade im Ronin Hörverlag eingelesenen Werk "Oryx und Crake" von Margaret Atwood in eine dystopische Endzeitstimmung. "Oryx und Crake" ist der erste Teil der Maddaddam Trilogie der kanadischen Schriftstellerin und Friedenspreisträgerin 2017. Mit einem Fuß stehen wir heute bereits vom Denk- und Machbaren in der Realität der Geschichte von "Oryx und Crake". Dadurch ist sie leicht nachzuvollziehen und man kann sich voll der hervorragenden Erzähleise von Uve Teschner hingeben. "Schneemensch" lebt ohne jede Zivilisation in der Wildnis des späten 21. Jahrhundert. Kleidung benötigt er nicht, ein altes Bettlaken schützt ihn vor Insekten und der veränderten Sonnenstrahlung. Ungewöhnliche Tiere fürchtet er, die "Organschweine" oder die "Hunölfe", scheinbar freundliche Hunde, die aber gefährlich wie Wölfe sind. Ein seltsames Volk lebt in seiner Nähe, die "Craker", genmanipulierte Menschen, um  die Schneemensch sich zu kümmern verpflichtet hat. Viel Zeit hat er in seinen einsamen Stunden, darüber nachzudenken, wie er in diese Situation geraten ist. So erfährt der Zuhörer im Laufe des ersten Teils der Trilogie, wie sich Crake und Jimmy, wie Schneemensch richtig heißt, bereits als Kinder und Jugendliche die Zeit vertrieben haben. Ein Spiel, das sie am Computer gespielt haben, wird im Erwachsenenalter schließlich zur Realität, ein Spiel um Genmanipulation. Auch Oryx taucht bereits als Kind auf einer Pornowebsite auf, die Crake und Jimmy als Jugendliche besuchen. Später wird sie Jimmy wieder begegnen, als junge, schöne Frau. Abenteuerlich und spannend wird Jimmys Proviantsuche, zu deren Zweck er die Wildnis und seine Craker verlassen muss. Die Gefahren, in die er sich begibt, könnten ihn das Leben kosten. Margaret Atwoods Roman scheint uns an manchen Stellen vertraut. So denkt man unwillkürlich an "I am legend" von Richard Matheson, in der nur noch der Protagonist als einziger Mensch auf der Welt ist. Auch Szenen aus "12 Monkeys" oder "The time machine" kommen in den Sinn, verhalten sich die Craker doch ein bisschen wie die Elois bei H.G. Wells. Trotz dieser Reminiszenzen ist die Endzeitgeschichte Atwoods ein eigenständiges, kraftvolles Werk mit einer hervorragend sprachlichen und stilistischen Umsetzung. Glücklicherweise liegt die Maddaddam Trilogie jetzt als Hörbuch vor, großartig gelesen und umgesetzt von Uve Teschner, der so lebendig liest, dass alle Personen ihre eigene Stimme bekommen. Und herrlich witzig  setzt er selbst Comicsprechblasen in Klänge um. Wenn Sie nach längerem Hören plötzlich Musik vernehmen, sind sie am offenen Ende des ersten Teils der Trilogie angelangt. Besser sie besorgen sich rechtzeitigt Teil zwei und drei, denn mit Sicherheit wollen sie wissen, wie es weitergeht.  

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  • Oryx und Crake

    Oryx and Crake (MaddAddam 1)
    FabAusten

    FabAusten

    Die Welt wurde von einer Katastrophe heimgesucht.Die Bewohner der neuen Welt sind Hybridwesen aus Mensch und Tier, die nichts über die Vergangenheit wissen.Allein Schneemann, der vermutlich letzte Mensch, kann sich erinnern. Schneemann hieß einmal Jimmy. Sein Vater war für eine Firma tätig, die Genexperimente vornahm.Schönheit und Jugend waren Sinn und Zweck. Auch Jimmys Freund Crake betätigte sich auf diesem Forschungsfeld. Doch er strebte nach weitaus mehr. Er wollte Unsterblichkeit erschaffen. Stattdessen erschuf er die neue Welt.Mit Oryx und Crake hat Margaret Atwood, die kürzlich erst den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, eine Mischung aus Dystopie und Science-Fiction geschaffen. Obwohl es der Begriff Science-Fiction nicht wirklich trifft. Vermutlich existieren nämlich schon heute all die technischen Möglichkeiten, die in Atwoods Roman ins Verderben führen. Oryx und Crake ist also eher ein Gedankenexperiment, wohin unsere Welt sich entwickeln könnte.Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Schneemann, der in der zerstörten und durch Gentechnik veränderten Welt lebt, erinnert sich zurück an die Zeit als er noch Jimmy war. Der Leser erfährt von seiner Kindheit und Jugend, der Freundschaft zu seinem genialen Freund Crake und seiner Liebe zu Oryx. Gleichzeitig wird deutlich, wie die Gesellschaft funktioniert und welchen Stellenwert Konzerne und Technologien einnehmen.Der Einstieg in die Geschichte ist besonders wegen der Zeitsprünge ein wenig holprig, doch dann kann sich der Leser recht gut orientieren und der Erzählung folgen. Ersteres mag auch der Sprach geschuldet sein. Der fehlende verbale Austausch scheint Schneemanns Ausdrucksfähigkeit schwinden zu lassen, so dass er um die passenden Begriffe ringt. Außerdem entspricht die Sprache Atwoods Welt. Die Geschehnisse und Figuren sind roh, also ist es auch die Sprache. Jimmy alias Schneemann tritt zwar als Protagonist auf, doch sein Leben und die Handlung selbst wird entscheidend durch seinen Freund Crake und seine Geliebte Oryx geprägt. Wie maßgeblich sie für die Geschichte sind, deutet schon der Titel des Romans an. Die Beziehungen untereinander werden durchaus glaubhaft dargestellt, die Figuren selbst und ihre Entwicklung bleiben jedoch mit Ausnahme von Jimmy an der Oberfläche. Teilweise mag das an der eingeschränkten Erzählperspektive liegen. Der Leser erhält keine weitere Darstellung ihres Verhaltens oder Einblicke in ihre Gedanken, sondern ist auf Jimmys Einordnung des Geschehens angewiesen. Auch mangelt es an zwischenmenschlichen Gefühlen, was aber vermutlich von Atwood beabsichtigt ist. Denn auch in der von ihr beschriebenen Welt geht es nicht um innere Werte, Gefühle oder Beziehungen. Menschen zählen nur als Konsumenten. Sie sollen sich Schönheit, Jugend und Unsterblichkeit ohne ethische Bedenken erkaufen. Im Mittelpunkt des Romans stehen also eher Ideen, Kritik und Mahnung als die Figuren. Atwood hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor. Zeigt, wohin der reine Glaube an Technik, Wissenschaft und Konsum führen kann. Die zunehmende Macht internationaler Konzerne mit einhergehendem Machtverlust der Politik. Die kritiklose Nutzung digitaler Möglichkeiten. Welche Konsequenzen es haben könnte, wenn Technologien ausgeschöpft werden, ohne moralische Maßstäbe anzusetzen. Was das Fehlen von Selbstreflexion, Mitgefühl und Menschlichkeit bedeuten könnte. Neben den Kernaussagen finden sich weitere Seitenhiebe auf gegenwärtige Entwicklungen. Jimmy ist ein Mann des Wortes. In seiner Welt zählen Geistes- und Sprachwissenschaften jedoch wenig, was die Vergütung entsprechender Tätigkeiten widerspiegelt. Der einzige Nutzen von Sprache wird im Verfassen überzeugender Werbebotschaften gesehen. Folgerichtig werden auch die Hybridwesen so konstruiert, dass sie weder lesen lernen können noch Interesse an Kunst entwickeln. Und auch Schneemann entgleitet seine Sprache zunehmend. Atwood scheint damit die Natur des Menschen zu erkunden. Ist es nicht auch die Fähigkeit, Schönes ohne materiellen Wert zu schätzen zu wissen oder sich verbal über Gefühle, Wünsche und Träume auszutauschen, die einen Menschen ausmachen?Oryx und Crake basiert auf umfangreicher Recherche und enthält viele Denkanstöße.  Sprachlich und in den Beschreibungen ist der Roman stellenweise allerdings schwerverdaulich. Atwood schafft es außerdem nicht, emotional mitzureißen. Es bleibt eine große Distanz zwischen Figuren und Leser, die vermutlich beabsichtigt, aber nicht förderlich ist. Es hängt wie immer vom Einzelnen ab, welchem Aspekt er mehr Gewichtung schenkt.Das Hörbuch des Ronin-Hörverlag wird sehr pointiert von Uve Teschner gesprochen. Er hilft dem Leser, das komplexe Werk akustisch gut verfolgen zu können. Vielen Dank an den Ronin-Hörverlag für das Zurverfügungstellen eines Rezensionsexemplar. 

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