Margaret Atwood The Handmaid's Tale

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Inhaltsangabe zu „The Handmaid's Tale“ von Margaret Atwood

Offred is a Handmaid in the Republic of Gilead. She has only one function: to breed. If she deviates, she will, like dissenters, be hanged at the wall or sent out to die slowly of radiation sickness. But even a repressive state cannot obliterate desire - neither Offred's nor that of the two men on which her future hangs.

Eine düstere Zukunftsvision mit erschreckender Aktualität. Fesselnd!

— Cari_f

Wie sieht die Zukunft aus? Ein schockierender Bericht einer Magd des neuen Zeitalters.

— anina21

Ziemlich brutal und direkt, aber spannend. Mit einem starken feministischen Touch.

— MyriamErich

Geniales und unheimliches Buch. Wunderbare Sprache, toller Erzählstil, nur das Ende hat mir persönlich nicht gefallen, daher eigentlich 4,5*

— Roebbe

Erschreckendes, aufwühlendes Werk, in angenehmem Schreibstil verfasst, Spannung steigt kontinuierlich an. Zwischendurch ein paar Längen.

— Lovely_Lila

Ein sehr aktueller Klassiker. Empfehlenswert!

— anna_m

Dystopische Geschichte mit überraschend beklemmenden und aktuellen Themen.

— raeubertochter

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass patriarchalische Strukturen in Krisenzeiten noch gewaltsamer sind als sonst.

— eelifant

Bedrückender & lesenswerter Klassiker der Science Fiction, der seit seiner Veröffentlichung nicht an Bedeutung und Relevanz eingebüßt hat.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Im a slave for you

    The Handmaid's Tale

    Keksisbaby

    03. May 2018 um 10:36

    Offred erinnert sich noch an ihren anderen Namen. Sie erinnert sich noch an eine Zeit, in der Frauen studieren konnten und selbstbestimmt leben. Sie gehört zu der Übergangsgesellschaft des neugegründeten Staates Gilead. Umweltverschmutzung tragen dazu bei, dass es immer mehr Fehlgeburten gibt oder Kinder nicht lebensfähig sind. Um dem entgegenzuwirken hat der Staat beschlossen, dass alle die bereits erfolgreich Kinder bekommen haben in eine Kaste der Mägde zusammengefasst werden. Ihre primäre Aufgabe ist die Fortpflanzung. Die Berechtigung dafür geht aus einer Bibelstelle hervor, in der Jakob die Magd schwängerte um seiner Frau den Kinderwunsch zu erfüllen. Daher ist es Offreds einzige Aufgabe im Haushalt sich vom Kommandant schwängern zu lassen unter den Augen seiner Frau. Ansonsten gehören Mägde zur untersten Schicht, vielen bleibt lediglich der Freitod, der sie aus dieser Situation befreit.   Dieses Buch ließ mich etwas ratlos zurück. Einerseits ist die Vorstellung einer solchen Gesellschaft so abstrus, dass ich sie sofort zurückweisen möchte, andererseits scheint es so wahrscheinlich, dass es nicht schwer zu glauben ist, ein solcher Staat könne wirklich existieren. Manche Bilder der Autorin sind brutal und verstörend, vielleicht macht aber gerade das die Geschichte so real. Ich habe sehr mit Offred gelitten, denn ich glaube in einem frauenfeindlichen System aufzuwachsen und eine andere Alternative nicht einmal zu kennen ist eine Sache, aber wenn man aus einer Gesellschaft kommt, in der Frauen emanzipiert waren und zumindest auf dem Papier den Männern gleichgestellt, ist dieses Leben umso härter. Offred ist eher die stille Rebellin, sie wehrt sich nicht aktiv gegen ihr Schicksal oder wählt den einfachen Ausweg. Dennoch ist sie neugierig und wach und ergibt sich nicht in ihr Schicksal, wie andere. Sie verspürt heimliche Lust am Verbotenen, wie die Sexparty zu der ihr Kommandant sie mitnimmt und bei der sie ihre Freundin aus der Zeit davor wiedertrifft oder die Liebschaft mit dem Chauffeur. Es würde sie das Leben kosten, wenn irgendwer dahinter käme, gedeckt wird sie jedoch von der Hausherrin, die unbedingt ein Kind will um jeden Preis. Die Vorstellung einer solchen Welt ist gruselig, aber wenn man sich die Fanatiker auf dieser Welt anschaut, egal welcher Religion sie angehören und der lange Zeitraum den es brauchte Frauen als ebenbürtig anzuerkennen, dann scheint die beschriebene Welt nur einen Steinwurf entfernt. Das ist es vielleicht was mich an dieser Geschichte so verstört hat.   Dieses Buch ist zeitlos, auch wenn schon in den 1980gern geschrieben, scheint es heute noch aktuell, denn die Dummen und die Fanatiker werden nicht weniger. Ich war mir lange unschlüssig ob ich die Story liebe oder hasse. Ich habe mich letztendlich für lieben entschieden.

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  • Die Magd der Zukunft

    The Handmaid's Tale

    MyriamErich

    08. April 2018 um 16:58

    Über Liebe, Leben, Leiden in einer dystopischen WeltNach dem Krieg hat sie alles verloren: ihren Mann, ihre Tochter, ihr Leben. Was geblieben ist, ist eine Frau, die sich den Regeln eines autoritären Staates und dem Haushalt, in dem sie arbeitet, beugen muss. Nun ist sie eine unter vielen, eine Magd, untergeordnet, aber doch von Wert. Neben den alltäglichen Dingen des Einkaufens und des Haushalts gehört es zu ihrer Pflicht, sich dem Hausherrn hinzugeben, um die Nachkommen der Familie zu zeugen. Ein Akt, bei dem auch die Hausherrin anwesend ist. Widerstand gibt es nicht und sollten sich widerspenstige Tendenzen zeigen, steht darauf die Todesstrafe durch den Strang. Der neue Staat Gilead hat die Gesellschaft aufgeteilt: in Frauen, die fruchtbar und Frauen, die zeugungsunfähig sind. Gekennzeichnet wird die jeweilige Kaste mit Fragen. Rot gekleidet sind die Mägde, grün sind die Marthas, die als Dienstboten arbeiten und blau die unfruchtbaren Frauen der jeweiligen Haushalte. Mägde, für die der Staat keine Verwendung mehr findet, enden in den Kolonien, Homosexuelle am Galgen.Es ist ein tristes Bild, das die kanadische Autorin Margaret Atwood 1985 zeichnete. Ein Bild, das mit manchen Teilen der Welt eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Heute ist der Roman aktueller denn je, beinhaltet er Themen wie die Stellung der Frauen, totalitäre Systeme, Unterdrückung, Überwachung, Kontrolle, Folgen nuklearer Katastrophen und die Macht der Männer. Atwood schreibt direkt, klar, schmucklos – eben ein Report, ein Augenzeugenbericht, der die Ereignisse verständlich und ohne Wertung wiedergibt. Der neutrale Schreibstil macht die Geschehnisse des Romans jedoch noch schonungsloser und ebenso wie die Mägde in ihrer vielen freien Zeit, so hat auch der Leser während der Lektüre Zeit, sich Gedanken über die Thematiken zu machen. Den Spannungsbogen hält Atwood überwiegend über das Nichtwissen des Lesers aufrecht. Nur in Bruchstücken werden dem Leser die Vorgeschichte der Protagonistin zugespielt. Fazit: Ein spannender und aktueller Roman, der zum Nachdenken anregt und ebenso nachdenklich zurücklässt.

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  • Ein tolles Buch!

    The Handmaid's Tale

    BooksandTea

    07. April 2018 um 08:51

    Wer Dystopien liebt, für den ist dieses Buch genau richtig! Alles ist so genau und ausfürlich beschrieben, dass man sich fühlt als wäre man ein Teil dieser schreckenden Welt! Man kann sofort in die Geschichte eintauchen und fühlt mit den Charakteren! Eines meiner Lieblingsbücher!!!

  • Lesenswerte und sehr aktuelle Dystopie

    The Handmaid's Tale

    anna_m

    12. February 2018 um 16:24

    “The Handmaid’s Tale”, zu Deutsch “Der Report der Magd”, ist ein 1985 erschienener Roman, in dem es um die Republic of Gilead geht. Dabei handelt es sich um eine separatistische, patriarchalische Gesellschaft auf dem Gebiet der USA, die sich in einem Krieg befindet. Eine nukleare Katastrophe hat viele Menschen unfruchtbar gemacht. Um das Überleben der Menschheit in diesem Teil der Welt zu sichern, hat die Republic of Gilead verfügt, dass die Fortpflanzung zur Staatsräson wird. Gebärfähige Frauen werden zur Ressource erklärt. So lebt die Ich-Erzählerin in einem Kastensystem, in dem sie einem Mann der höchsten Gesellschaftsschicht zugeteilt wird, um Kinder zu zeugen. Wie alle Frauen wird sie streng überwacht. Als Handmaid (Magd) erledigt sie Einkäufe (immer mit einer festgelegten Partnerin, damit sie sich gegenseitig kontrollieren) und die monatliche Beischlafzeremonie. Dazwischen hat sie viel Zeit zum Überlegen in ihrem sterilen Zimmer, das einem Gefängnis gleicht. So erinnert sie sich: An das Leben, wie es einmal war. Sie war frei, durfte lesen, arbeiten, Geld verdienen, eine eigene Familie haben… Sie berichtet, wie sie ihren Job verlor, wie sie versuchte zu fliehen, wie sie von ihrem Freund und ihrer Tochter getrennt und in ein Umerziehungscamp gebracht wurde. Dort musste sie u.a. die neuen Regeln erlernen und Abbitte leisten, z.B. dass Frauen die Schuld an sexuellen Übergriffen trugen, da sie sich zu freizügig kleideten – weshalb die Handmaids nun eine rote Uniform tragen, die nur das Gesicht frei lässt und ihren sozialen Status verkündet. Die Erzählung zeichnet das Bild einer indoktrinierten, totalitaristischen, patriarchalischen Gesellschaft, aus der es für die Handmaids nur einen Ausweg gibt: den Tod. Doch auch er soll ihnen verwehrt bleiben. Das Buch schneidet viele aktuelle Fragen an, insbesondere in Bezug auf die gesellschaftliche Stellung von Frauen. Aber auch Religion, Überwachung oder staatlich organisierter Terror und Propaganda spielen eine Rolle. Neben den Parallelen zu aktuellen Debatten (#meeToo lässt grüßen) hat mir der leicht protokollartige Stil der Autorin sehr gut gefallen. Auch das Zurückhalten von Informationen, durch das aneinanderreihen unterschiedlicher Episoden, ist gelungen. Die Spannung nährt sich durch die Neugierde über die Entstehung dieser Gesellschaft, das Schicksal der Familie der Erzählerin, die Funktionsweise der neuen Kastengesellschaft und ob es ein Entkommen geben kann. 

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  • The Handmaid's Tale: Dystopisch mit überraschend aktuelle Themen

    The Handmaid's Tale

    raeubertochter

    04. January 2018 um 16:35

    "The Handmaid's Tale" ist eine unglaublich faszinierende Dystopie mit vielen feministischen und gesellschaftskritischen Ansätzen, die überraschend gut auf die heutige Zeit übertragen werden können.Obwohl der Schreibstil gewöhnungsbedürftig ist, da die Erzählerin häufig abzuschweifen scheint und nicht immer sympathisch ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.Definitiv empfehlenswert, wenn man mal Lust auf Literatur hat, die tatsächlich zum Nachdenken anregt.Eine ausführlichere Rezension gibt es hier:https://buchstudent.wordpress.com/2017/12/08/the-handmaids-tale-dystopie-oder-moegliche-zukunft/

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  • The Handmaid's Tale

    The Handmaid's Tale

    littleowl

    28. September 2017 um 08:04

    Meine Meinung Für mich sind Dystopien dann besonders wirkungsvoll und beklemmend, wenn sie so glaubwürdig wirken, dass man sie nicht einfach mit „wird ja eh nie passieren“ abtun kann. „The Handmaid’s Tale“ ist genau so ein Fall: Die Zukunftsvision, die Margaret Atwood erschafft, ist deshalb so erschreckend, weil die Grundlagen dafür in unserer aktuellen Situation durchaus vorhanden sind. Ich denke nicht, dass die Welt einmal so aussehen wird wie im Buch beschrieben, allerdings wird das alles so glaubhaft und authentisch geschildert, dass mir beim Lesen mehrmals Schauer über den Rücken gejagt sind. „The Handmaid’s Tale“ ist keine spaßige, actiongeladene Science Fiction-Story mit fancy technischen Geräten. Die Geschichte verdeutlicht, wozu simple Untätigkeit und mangelnde Zivilcourage führen können, wie schnell Demokratie und hart erkämpfte Rechte von einer Selbstverständlichkeit zum fernen Wunschtraum werden können. Die Autorin erzählt von alltäglicher Grausamkeit, Heuchelei und Machtspielchen, die alles andere als unrealistisch sind. Alles in allem eine Geschichte, die mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird. Ich habe jede Sekunde mit der Protagonistin mitgelitten und mich ihr von Anfang an verbunden gefühlt. Offred ist keine klassische Heldin, keine durchtrainierte Kämpferin, die aus Fenstern springt oder Wachen niederringt. Die Ich-Erzählerin hat Ängste und Sehnsüchte wie jeder von uns und versucht einfach, irgendwie mit ihrer Situation fertig zu werden. Viele Szenen sind gerade deshalb so herzzerreißend, weil sie in sachlichem, fast distanziertem Tonfall geschrieben sind. Nur einen kleinen Kritikpunkt habe ich: Der Roman gewährt einen Einblick in Offreds Leben, während sie im Haus des Commanders wohnt, hat aber nicht wirklich einen nennenswerten Spannungsbogen. Dank der kurzen Kapitel liest sich das Buch jedoch trotzdem sehr schnell weg. Fazit Ein beklemmendes, aufrüttelndes Buch, das jeder, wirklich jeder mindestens einmal gelesen haben sollte!

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  • The Handmaid's Tale von Margaret Atwood

    The Handmaid's Tale

    nana_what_else

    28. August 2017 um 13:37

    We were the people who were not in the papers. We lived in the blank white spaces at the edge of print. It gave us more freedom. We lived in the gaps between the stories.Aus: The Handmaid's Tale von Margaret Atwood, Seiten 66-67. Textrechte: Penguin Vintage.Klappentext: The Republic of Gilead offers Offred only one option: to breed. If she deviates, she will, like all dissenters, be hanged at the wall or sent out to die slowly of radiation sickness. But even a repressive state cannot obliterate desire – neither Offred’s nor that of the two men on which her future hangs. [Textrechte: Penguin Vintage]Rezension: The Handmaid's Tale von Margaret Atwood ist der wohl schockierendste Roman, den ich je gelesen habe. Die stilistisch brillante Gratwanderung zwischen Fiktion und brutalem Realismus ließ mir das Atmen schwer fallen. Atwoods dystopische Schreckensvision handelt von wahrgewordenen Albträumen: sozialen Zusammenbrüchen, Machtspielchen, krankem Fanatismus, bitterem Hass, blindem Gehorsam und gefährlicher Gleichgültigkeit. Und dabei von so viel Liebe und Hoffnung, dass einem ganz schwindlig wird.My name isn't Offred, I have another name, which nobody uses now because it's forbidden. I tell myself it doesn't matter, your name is like your telephone number, useful only to others; but what I tell myself is wrong, it does matter. I keep the knowledge of this name like something hidden, some treasure I'll come back to dig up, one day.Aus: The Handmaid's Tale von Margaret Atwood, Seite 94. Textrechte: Penguin Vintage.Berichtet wird von einer Zukunft, die bereits vergangen ist, von einer christlich-fundamentalistisch geprägten Ära Amerikas, eines Amerikas mit streng hierarchischen Strukturen. Erzählt wird vom Leben in einer Zeit, in der Frauen keine Identität zugestanden wird, in der ihnen ihr Eigentum genommen wird und sie selber zu Eigentum werden: zu Offed, zu Ofglen, zu Ofwarren. Gilead ist ein Staat, in dem Andersdenkende eliminiert und Frauen wie Gebärmaschinen behandelt werden, ein Staat in dem zwischenmenschliche Nähe nur eines ist: gefährlich.The moment of betrayal is the worst, the moment when you know beyond any doubt that you've been betrayed: that some other human being has wished you that much evil. It was like being in an elevator cut loose at the top. Falling, falling, and not knowing when you will hit.Aus: The Handmaid's Tale von Margaret Atwood, Seite 203. Textrechte: Penguin Vintage.Nie zuvor hat mich das Lesen eines Romans zum Frösteln gebracht. Diese Dystopie hat geschafft, was so mancher Psycho-Thriller vergeblich versucht. Er hat jede meiner verborgenen Ängste hervorgekramt, hat individuelle Schicksale vorgestellt, die universelle Angstträume durchleben, die in keiner Realität vorstellbar erscheinen und doch scheinbar nur haarscharf an den Realitäten vergangener und gegenwärtiger Zeiten vorbeischrammen.Die Protagonistin Offred, die der Erzählung, diesem Mosaik an Schrecknissen, ihre Stimme leiht, erzählt von früher, der Zeit davor, lässt einen fühlen, wie schmerzlich man vermissen kann, wie schnell Hoffnung in einem totalitären Regime zum kostbaren Lebenselixier wird.Margaret Atwood ist ein sprachlich einzigartiger, kluger und ungemein bedrückender Roman gelungen, in dem sich ein (un)vorstellbares Gesellschaftspanorama entfaltet, das beim Leser/der Leserin jede Alarmglocke laut schrillen lässt.Every night when I go to bed I think, In the morning I will wake up in my own house and things will be back the way they were.It hasn't happened this morning, either.Aus: The Handmaid's Tale von Margaret Atwood, Seite 209. Textrechte: Penguin Vintage.Persönliches Fazit: 1985 geschrieben, wird Atwoods dystopischer Roman bereits heute als moderner Klassiker bezeichnet, eine Einschätzung, die ich nur teilen kann. Die vielen Themen, die in ihm verhandelt werden, sind von zeitloser Brisanz und Wichtigkeit, denn so unglaublich absurd, morbide und seelenlos einem das Erzählte erscheint, spiegelt es oft doch nur das wider, was man tagtäglich in den Nachrichten liest.

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  • a simply wonderful read that makes you think of what was and what could be

    The Handmaid's Tale

    juliedro

    18. August 2017 um 23:41

    The novel explores theme of subjugated women the various means by which they gain individualism and independence. It is a dystopian novel offering a fresh perspective on what happened in society long ago, what still happens among some groups of people and what could be happening in a future where human kind would have problems to produce healthy offspring. Even though this novel was published the year I was born,with or without knowing this fact, it is timeless. You are not able to place it in a certain time frame,except in a possible future. It reminiscences on times past, where women were free to decide their present and future, as an anchor and element of comparison to the books present times, where subjugated women are property of their men owning them as their husband or as their keeper for a certain purpose : help in the house or ,as our main character, baby-maker. The other choices women could make would be a brothel, farmer or to work in the radioactive areas leading to certain death. Following certain events - that caused radioactivity or an escaped lab created virus that made men impotent (but apparently not all nations) - mankind reverted to certain practices used in the past. Women have restricted roles in society, they are used to breed, the ones that can, but need to be subjugated t the new beliefs as they have known another decadent,libertine lifestyle, whereas the new generations will be able to know a different society, not as the old but also not as restricted as the one unveiling before our eyes.Let's face it, even today women are seen as baby-makers. It is seen as normal for women to take care of children,even stay home for it. If they decide not to have children or can't, they are seen as rejects, abnormalities. Or at least interrogated about their choices, why not conform to "normality". What is normality? it is the one society creates. Throughout history there have always been rebels, and so there are some in this book as well. And we are left to wonder what happens to them. There is also one stark element that I had to notice- without a distraction and with too much time to think, the human mind either goes crazy or looks for ways to break free, rebel, be different. We are made to crave attention and to feel unique and appreciated for being us. Also, even though the society in this book is dominated by men, apparently, the women are educating and enforcing the lifestyle on the other women. There are ranks clearly depicted and even the wives...well, there is a saying, behind every powerful man, there is a powerful woman (pushing and/or supporting him). I loved the book, and will not offer spoilers here, just commenting on ideas provided by this intriguing book. It is a must read with a very interesting ending that encourages one to wonder what happened at the end,without leaving it frustratingly open.

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  • Beklemmend

    The Handmaid's Tale

    ichundelaine

    31. July 2017 um 20:19

    Liebe Margaret Atwood, ich kann es wirklich kaum glauben, dass ich dich erst dieses Jahr entdeckt habe! Auch dein zweites Buch hat mich komplett vom Hocker gerissen, gegruselt und fasziniert."Better never means better for everyone", he says. "It always means worse for some."Eine feministische Dystopie in einer Welt, die doch so bekannt vorkommt. Abtreibung ist eine Todsünde und Frauen werden gezwungen, ihre Rechte gegen (vermeintliche) Sicherheit einzutauschen. Der Prozess beginnt schleichend, so dass sich keine richtige Opposition bilden kann. Sie werden auf ihre traditionellen Aufgaben reduziert: Ehefrauen, Liebhaberinnen/Prostituierte, Köchinnen, Haushaltshilfen und wandelnde Gebärmütter."From each according to her ability; to each according to his needs."Die Geschichte folgt der nicht mehr ganz so jungen Offred, die als Maid bei Fred und seiner Frau in einer fast schon viktorianischen anmutenden Welt lebt. Ihre Aufgabe ist es, ein Kind für die Familie zu gebären, denn dies sichert ihre Existenz. In Rückblicken erfahren wir, dass sie mal ein anderes Leben geführt hat, ein Leben, dass unserem gar nicht mal unähnlich ist. Doch nachdem sie alles verloren hat, ist sie dazu verdammt, ihre rote Uniform zu tragen und ihre Funktion zu erfüllen. Doch es regt sich Unmut in ihr...Das ganze Setting ist unfassbar beklemmend. Man erfährt zwar keine genaueren Hintergründe für den emanzipatorischen Set-Back, aber viele Dinge und Entwicklungen lassen sich auch heute wieder beobachten (Abschaffung der legalen Abtreibung in einigen Ländern/ Bundesstaaten z.B.). Die Begebenheiten udn makaber anmutenden Rituale, die Offred beschreibt muten teilweise so absurd und krank an, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich die Serie dazu schauen könnte.Stilistisch ist das ganze wieder großartig verpackt. Man spürt es kaum, wie einem die Seiten um die Ohren fliegen und Atwood erzählt das ganze wie eine unfassbare Gruselgeschichte am Lagerfeuer, die zu wahr scheint um erfunden zu sein.Prädikat: UNBEDINGT LESEN!!!

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  • Der Report der Magd

    The Handmaid's Tale

    JuliB

    05. July 2017 um 13:14

    The Handmaid's Tale ist definitiv eines der spannendsten Bücher, die ich 2017 gelesen habe. Aufgrund der vielen guten Rezensionen und der Aktualität, die in dem ganzen Plot steckt, habe ich  zu meiner ebook Version gegriffen und konnte kaum aufhören zu lesen. 1987 geschrieben hat dieses Buch nichts an Spannung oder Schockmomenten eingebüßt und der Report der Magd ist mit der Geschichte keineswegs Dystopie mehr. Die Unterdrückung der Frau im Patriarchat, die Degradierung zur Gebärmaschine, Verrat und Folter bis hin zur Hinrichtung bei Nichterfüllung der Aufgaben oder schlimmer, Verrat in einer Gesellschaft ähnlich denen, die es schon immer gegeben hat und heute noch gibt. Geschichte schreibt sich nicht neu, sondern sie wiederholt sich. Margaret Atwood hat das mit diesem Roman auf beklemmend eindrucksvolle Weise schildern können. 5 von 5 Sternen 

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  • Margaret Atwood - The Handmaid's Tale

    The Handmaid's Tale

    miss_mesmerized

    28. May 2017 um 06:14

    Irgendwann in einer unbestimmten Zukunft, in der Republik Gilead. Offred kommt in das Haus des Commanders Fred und seiner Frau Serena Joy. Offred ist eine sogenannte „Handmaid“, ihre einzige Chance zu überleben nachdem ihre Hochzeit mit Luke für ungültig erklärt wurde und ihre einzige Alternative die Kolonien gewesen wären. Die Aufgaben der Handmaids sind ebenso wie die der anderen Gruppen, etwa der Marthas oder Aunts, genau definiert und ihre Kleidung lässt sie schon von weitem als zugehörig erkennen: ein roter Mantel, der alle weiblichen Formen verhüllt, dazu eine weiße Haube, die verhindert, dass man den Handmaids, die den Blick nach unten zu richten haben, ins Gesicht sehen kann. Wie ihre Namen bereits andeuten sind die Besitztum eines Kommandanten und erfüllen die wesentlichen Aufgaben, denen die Ehefrauen nicht nachkommen können oder wollen: Geliebte und Mutter der Kinder. Die Neuverfilmung des Stoffes war Anlass nun endlich zu dem Klassiker des Dystopien zu greifen. Wie auch andere bekannte Werke des Genres, etwas George Orwells „1984“ oder Aldous Huxleys „Brave New World“ liegt über dem gesamten Roman eine bedrückende Atmosphäre, die die Verzweiflung und Aussichtslosigkeit der Menschen in diesem Staat verdeutlicht. In Gilead gibt es eine klare Rangordnung, die vorgeblich auf biblischen Grundlagen herrscht: Frauen sind Besitztum der Männer und weitgehend frei von Rechten. Wertvoll sind sie dann, wenn sie gebärfähig sind. Allen sozialen Gruppen sind Farben zugeordnet, die leicht erkennen lassen, wer zu welcher Klasse gehört. Individualität gibt es nicht mehr, viele Frauen verlieren sogar ihren Namen und werden nur noch über ihre Funktion benannt: Martha oder Of-Fred/Of-Glen, die Frau, die Fred/Glen gehört.Die Geschichte Offreds ist geprägt auch von Rückblicken, sie kann sich noch an die Zeit vor Errichtung der Republik erinnern, als sie mit Luke verheiratete war und mit ihm auch eine Tochter hatte. Dann ihre Zeit der Umerziehung und Vorbereitung auf die Rolle der Handmaid. So kontrastiert und charakterisiert Atwood den neuen Staat, der vor allem für Frauen ein herber Rückschritt bedeutet. Viele Szenen lesen sich nur mit Schrecken, etwa Offreds erste Begegnung mit dem Commander oder die öffentlichen Hinrichtungen. Es gibt Versuche, das System zu unterwandern, diese sind jedoch gefährlich und nicht immer erfolgreich, lediglich der Epilog macht Hoffnung, spielt dieser in der Nach-Gilead Zeit, zu der die Republik offenbar schon nicht mehr existiert. Viel kann man zu diesem Roman schreiben, viel ist geschrieben worden. Unzählige Anspielungen auf die Realität der 1980er Jahre – nicht nur in den USA, sondern auch in Ländern, in denen islamistische Herrscher die Frauen aus der Öffentlichkeit verbannten wie dem Iran – lassen sich in dem Text finden, der jedoch auch 2017 kein bisschen von seinem Schrecken verloren hat. Für mich aufgrund der spezifisch feministischen Perspektive ein besonders beachtenswerter Roman des Genres. 

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  • Große Literatur und ein erschreckender Blick in eine mögliche nahe Zukunft.

    The Handmaid's Tale

    Heldentenor

    17. June 2016 um 20:42

    Es ist immer wieder schön, wenn alle Empfehlungen, die man für ein Buch bekommen und gelesen hat, auch eintreten. So hier.Das Buch gehört ohne Zweifel zu den großen dystopischen Klassikern. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, deren einziger Zweck darin besteht, ein Kind zu empfangen und auszutragen. Die Handlung spielt in der nahen Zukunft, in den ehemaligen USA, die nunmehr von einer fanatischen, christlichen Sekte regiert werden. Diese hat die Macht durch Terroranschläge und die nachfolgende Aushebelung von Grundrechten an sich gerissen. Angesichts der heutige politischen erscheint diese angsteinflößende Entwicklung durchaus möglich. 

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  • Vision of a theocratic dictatorship

    The Handmaid's Tale

    Schlehenfee

    06. September 2013 um 22:05

    A dystopian classic by Canadian writer Margaret Atwood, which was published in 1985 and is rather unknown in Germany. Atwood called her book “speculative fiction”, meaning it could come true. Offred, a “Handmaid” tells her story about her life in the state of Gilead, formerly the United States. The Religious Right (Fundamental Christians) came to power by a coup. Women are stripped of their rights because the Bible is interpreted very strictly and considered the law. Women aren’t allowed to work, read and write, own any money or in case of the Handmaids even keep their name (Offred = of Fred). Depending on their social status and their ability to have a child, women are divided into different classes: the Wives ranking highest, the Handmaids with their duty to become pregnant, the Aunts who “train” and monitor the Handmaids, the Marthas who are house servants, the Econowives of low social status and the unwomen who are unwanted and discarded off to the “colonies”. Due to ecological pollution and natural disasters, many women are infertile. The Handmaids live in the houses of the new governing class: the Commanders and their Wives. They have to get pregnant by the Commander, carry the child to term and leave it to the Wife. Offred tells us what living is like for her, how she became a handmaid and what happened when she attempted to leave the country with her husband Luke and her daughter. She seems to describe everything very unemotional but then there are suddenly sentences that show us her resignation, despair and hopelessness. "There must have been a chandelier once. They've removed anything you could tie a rope to." She doesn’t dare to rebel against the system, she’s a “wimp” as her friend Moira would say. Yet Offred tries to act rebellious in small ways, because she feels so utterly powerless in her situation, as she and all the other women are. Although Margaret Atwood gives information to the reader only in bits and pieces at a time and we only learn about Gilead from Offred’s thoughts, I was curious to find everything out. She has a great writing style, I liked especially the many metaphors and comparisons. My main point of critique is the time setting of the novel. Atwood places it in the late 80’s or in the 90’s of the 20th century. I think it would have been better to leave the time frame unspecific for such a classic piece of literature.

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  • The Handmaid's Tale

    The Handmaid's Tale

    Marcus_Krug

    27. July 2013 um 20:10

    Der dystopische Roman "The Handmaid's Tale" aus dem Jahre 1985 ist eine düstere und depressiv stimmende Geschichte, die aus der Sicht von Offred erzählt wird. Sie beschriebt das Leben einer sogenannten "Magd" in der Republik Gilead. Gilead ist auf dem Gebiet der heutigen USA angesiedelt. Nach einem Putsch, bei dem der Präsident und nahezu alle Kongressabgeordneten getötet wurden, übernimmt die konservative Rechte das Ruder. Man ruft eine theokratische Republik aus, die sich auf die frühen Passagen des alten Testamentes beruft. Frauen ist es fortan verboten, zu arbeiten, zu lesen oder zu wählen. Ehen, bei denen ein Partner mehrfach verheiratet war, werden annulliert. Frauen, die nicht verheiratet sind bzw. deren Ehen annulliert wurden, werden je nach Brauchbarkeit entweder in die sogenannten Kolonien abgeschoben oder in den Rachel und Leah Zentren in Bezug auf die neue Ideologie umerzogen. Da nach einer nicht näher beschriebenen Katastrophe Unfruchtbarkeit weit verbreite ist und nur wenige Frauen in der Lage sind Kinder zu bekommen, wird der Wert bzw. die Brauchbarkeit einer Frau an ihrer Fruchtbarkeit gemessen. Offred hat mit ihrem Mann Luke eine Tochter. Da jedoch Luke in zweiter Ehe mit Offred verheiratet ist, wurde die Ehe für nichtig erklärt, Offred verliert ihren ganzen Besitz. Auf der Flucht nach Kanada wird die Familie gefasst und getrennt. Offred landet, ob ihrer Fruchtbarkeit, in einem der Rachel und Leah Zentren und wird dort umerzogen und zur Magd ausgebildet. Die Aufgabe einer Magd besteht darin, einem unfruchtbaren Paar aus der Elite Gileads zu einem Kind zu verhelfen. Offred wird einem Commander namens Fred zugeteilt. Daher leitet sich im übrigen auch ihre Bezeichnung bzw. ihr Name ab. Offred, Of-Fred, zu deutsch "Des-Fred". Offred erinnert sich an ihren richtigen Namen, erwähnt ihn jedoch nie. In einer monatlich Zeremonien bei der das Ehepaar und die Magd involviert sind, wird versucht ein Kind zu zeugen. Dabei sitzt die Ehefrau und hält die Hände der Magd,die zwischen ihren Beinen liegt. Von vorn versucht nun der Ehemann in einem gefühls- und emotionslosen Akt die Magd zu schwängern. (Die Zeremonie geht auf eine Stelle im alten Testament, in der Rachel Jacob bittet, doch mit der Magd Leah zu schlafen, auf dass sie dem Paar ein Kind schenken möge.) Hat eine Magd für einen Commander ein Kind zur Welt gebracht, wird sie einem anderen Commander zugeteilt und erhält somit auch einen anderen Namen. Offred gewährt dem Leser Einblick in das Leben im Hause des Commanders, berichtet von dessen Frau Serena Joy, den geheimen Abenden im Zimmer des Commanders. In Rückblenden erzahlt sie vom Leben vor Gilead, von ihrer Mutter und Moira. Aber auch zeigt sie uns wie es im Rachel und Leah Zentrum zuging. Margaret Atwood beschriebt in ihrem Buch eine äußerst frauenfeindliche Welt. Der Roman entstand Anfang der achtziger Jahre und stellt eine Reaktion auf den Aufstieg der christlichen Fundamentalisten in den USA dar. Diese hatten sich Ende der Siebziger und Anfang der achtziger Jahre auf die Fahnen geschrieben, wieder traditionelle Werte in der Gesellschaft durchzusetzen - als starke Reaktion auf den Frauenrechtsbewegung und auch der "Sexuellen Revolution" der sechziger und siebziger Jahre. Frau Atwood erforscht hier die sogenannte Rückgängigmachung all dessen in einem religiös fundamentalistischen Staat. Offred wird nicht als Heldin dargestellt, sondern eher als intelligente Beobachterin, die einen manchmal recht dunklen Humor an den Tag legt, was aber ihre ganzen Beschreibungen erträglich macht. Dennoch durchziehen die schreckliche psychische und physische Last des Lebens in Gilead trotzdem ihre Geschichte. Atwood schafft es eine dunkle Atmosphäre (und dadurch eine (An-)Spannung) zu erzeugen, die einen bisweilen niederzudrücken vermag. Nichtsdestotrotz ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen!

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  • Rezension zu "The Handmaid's Tale" von Margaret Atwood

    The Handmaid's Tale

    Kasapamese

    30. June 2011 um 22:57

    Ich mag Dystopien, ja. In dieser hier geht es um Offred, die als Handmaid arbeiten muss, Sie ist eine der wenigen Frauen, die noch frunchtbar ist und muss daher einem Commander als moegliche Leihmutter dienen. Freier Wille spielt da keine Rolle. Das Buch wirkt wie eine Art Tagebuch. Es mischen sich immer wieder Beschreibungen aus der Vergangenheit und der Jetzt-Zeit. Ich fand besonders interessant, dass das Buch genau zur Uebergangszeit zwischen alter Zeit und duesterer zukunft spielt. Offred ist noch in Freiheit aufgewachsen und muss jetzt aber unter ganz kontrollierten Umstaenden leben.

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